Schwimmringe

Bauchfett abbauen: Das musst Du wissen

Susanne Falleram 06.07.2016 um 16:44 Uhr

Bauchfett ist nicht nur für einige Menschen unschön anzusehen, es kann auch Deine Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Das Tückische ist, dass es sich – auch wenn Du schlank bist – unbemerkt im Inneren Deines Körpers ablagern und dort erhebliche Schäden anrichten kann. Erfahre hier, was Bauchfett in Deinem Körper anrichtet und wie Du Bauchfett abbauen kannst.

Bei dem Schlagwort „Bauchfett“ denkst Du wahrscheinlich in erster Linie an den eher unschön anmutenden Speck über dem Hosenbund. Doch Bauchfett ist noch viel mehr als das. Es kann sich tief im Inneren Deines Körpers ausbreiten, indem es wie eine Fetthülle Deine inneren Organe umschließt. Dort kann es sich unbemerkt weiter ansammeln. Das Problem: Oft bleibt das Bauchfett lange unentdeckt. Denn auch, wenn Du schlank bist, kannst Du, ohne es zu merken, zu viel Bauchfett haben. Förderlich für die Gesundheit ist zu viel Bauchfett natürlich nicht. Auf lange Sicht kann es sogar die Entstehung von Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen und sogar Krebs begünstigen. Höchste Zeit also, etwas dagegen zu tun!

Bauchfett abbauen muss nicht schwer sein

Bauchfett abbauen kann Dich vor gesundheitlichen Schäden bewahren

Äußeres Bauchfett vs. inneres Bauchfett

Beim Bauchfett unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von Fetten: Da ist zum einen das äußere Bauchfett, das sogenannte „subkutane Fett“ und zum anderen das innere Bauchfett, auch „Viszeralfett“ genannt. Subkutanes Fett befindet sich direkt unter der äußersten Hautschicht. Es ist Fett, das sich mit den Fingern greifen lässt und die Bauchmuskeln bedeckt. Es handelt sich dabei also um den eben benannten unschönen Speck über dem Hosenbund. Im Vergleich dazu liegt das Viszeralfett zwischen den Organen tief im Körper. Es sitzt hinter der Bauchwand und umschließt die Organe innerhalb der Bauchhöhle. Du kannst es nicht greifen, obwohl es sogar den Magen herausstehen lassen kann, wenn Du zu viel davon hast. Viszeralfett ist das tückische Bauchfett, das sich sehr schlecht auf Deine Gesundheit auswirken kann. Es gilt: Je mehr Viszeralfett Du hast, desto ungesünder ist das für Deinen Körper.

Wer setzt schnell Bauchfett an?

Frauen neigen dazu, mehr subkutanes Fett anzusetzen als Viszeralfett. Trozdem können auch sie zu viel inneres Bauchfett haben. Man unterscheidet verschiedene Figurentypen, unter anderem den Apfel- und den Birnentyp. Namensgebend ist die Obstform, die an die jeweilige Figur erinnern. Männer neigen sehr oft zu der sogenannten „Apfelform“, die durch einen dicken Bauch und schmale Hüften charakterisiert ist. Das Körperfett wird hier vor allem an Bauch und Taille gespeichert. Frauen neigen nur etwa zu 15% zu diesem Figurtyp. Bei ihnen ist die „Birnenform“ weit verbreitet: Hier wird Körperfett vermehrt an Hüfte und Oberschenkeln gespeichert. Die Taille ist gewöhnlich schmaler ausgeprägt. 85% der Frauen neigen zu dieser Form, bei den Männern sind es nur 20%. Der Apfeltyp ist dabei gefährdeter, mehr inneres Bauchfett einzulagern als der Birnentyp.

Bauchfett

Wie Du herausfindest, ob Du zu viel Bauchfett hast? Durch Nachmessen!

Doch wie findest Du heraus, ob Du nun zu viel Bauchfett hast oder ob bei Dir alles in Ordnung ist? Helfen kann, dass Du einfach mal mit einem Maßband nachmisst. Lege Dir das Maßband in Höhe Deines Bauchnabels um und miss so Deinen Bauchumfang. Bei Frauen sollte der Wert nicht größer als 80 cm sein, bei Männern nicht mehr als 94 cm. Ab einem Umfang von 88 cm bei Frauen beziehungsweise 102 cm bei Männern könnte der Bauchfettanteil schon zu hoch sein. Das ist allerdings nur eine grobe Abschätzung. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du beim Hausarzt eine Blutanalyse machen lässt. Dort können Deine Werte für Blutzucker, Blutfette, Cholesterin usw. getestet werden. Wenn Du zu viel Bauchfett hast, solltest Du auf jeden Fall etwas dagegen unternehmen, um etwas Gutes für Deine Gesundheit zu tun.

Welche Folgen hat Bauchfett für den Körper?

Inneres Bauchfett kann gesundheitsschädlich werden, weil es im Gegensatz zu anderen Fettgeweben hormonell aktiv ist. Bisher wurden über zwanzig verschiedene Hormone und andere Substanzen entdeckt, die vom Bauchfett produziert werden. Diese werden über das Blut in Deinen gesamten Körper weitergeleitet. Das hat weit reichende Folgen:

  • Es werden zum Beispiel Fettsäuren freigesetzt, die in der Leber in Energie umgewandelt werden. Problematisch wird es, wenn die Leber mehr Energieträger angeboten bekommt als sie benötigt. Einen Teil der Fettsäuren kann sie ins Blut abgeben, der Rest verbleibt in der Leber. Bei zu viel Überschuss verfettet sie und die Zusammensetzung der Blutfette ändert sich. Die Folgen können eine Fettleber, Arteriosklerose und Herzprobleme bis hin zum Herzinfarkt sein.
  • Viszeralfett beeinflusst Deine Gesundheit auch negativ, indem es Entzündungen der Organe fördert. Vom Bauchfett produzierte, entzündungsfördernde Substanzen und Hormone bewirken, dass der Zucker – unter Einfluss von Insulin – weniger effektiv aus dem Blut in die Zellen befördert wird. Eine Insulinresistenz kann folgen und damit das Risiko für Diabetes steigern.
  • Zudem kann die Regulierung Deines Hungergefühls gestört sein, so dass Du das Gefühl hast, mehr Nahrung aufnehmen zu müssen als Dein Körper eigentlich braucht. Die vom Viszeralfett ausgesandten Stoffe haben also einen sehr schlechten Einfluss auf Deinen Körperhaushalt.

Beim Bauchfett abbauen hilft Sport

Um Bauchfett abbauen zu können, solltest du gezielt die „BEA“-Regel anwenden. Das Wort BEA-Regel ist ein Kürzel für Bauchübungen, Ernährungsumstellung und Ausdauertraining.

Es gibt Studien, die belegen, dass Übergewichtige, die regelmäßig Sport treiben, fitter und gesünder sind als schlanke Menschen, die sich nicht bewegen und eher faul sind. So ist es auch möglich, dass Übergewichtige, die regelmäßig Sport treiben, weniger Bauchfett haben als ein Normalgewichtiger, der sich nur schwer zu Sport aufraffen kann. Kurz gesagt: Regelmäßige Bewegung ist sehr wichtig. Suche Dir gemäß der BEA-Regel einen Ausdauersport, der Dir gefällt und beim Bauchfett abbauen hilft, wie zum Beispiel Schwimmen, Joggen, Fahrrad fahren oder auch Nordic Walking.
Je nach Trainingszustand solltest Du am Anfang nicht zu viel Belastung auf Dich nehmen. Den Trainingsumfang solltest Du erst langsam steigern, um Deine Kondition zu steigern und das Herz-Kreislauf-System nicht zu überlasten. Beziehe auch gezielte Bauchübungen in Deinen Trainingsplan mit ein. Hierbei gilt es, alle Bauchmuskeln im Training zu beanspruchen: Die obere, untere und auch die seitliche Bauchmuskulatur.

Hier kannst Du Dir ein paar gute Bauch-weg-Übungen für zu Hause anschauen:

Bauchfett abbauen mit der richtigen Ernährung

Wenn Du Bauchfett abbauen möchtest, solltest Du schließlich auch darauf achten, nicht zu viele Kohlenhydrate zu Dir zu nehmen. Die Mahlzeiten sollten hauptsächlich aus Gemüse, Milchprodukten, Fisch und Fleisch bestehen. Wenn Du nur wenig Kohlenhydrate aufnimmst, findet eine Umstellung Deines Stoffwechsels statt. Auf diese Weise wird Dein Körper gezwungen, seine eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen, wodurch Du Gewicht verlierst.

Öle

Bestimmte Öle helfen beim Bauchfett abbauen

Zudem solltest Du aber auch an die entzündungsfördernden Eigenschaften des Bauchfetts denken: So genannte Antioxidantien wie z.B. Vitamin C in Früchten und Gemüse und Vitamin E in Nüssen und Ölen wirken entzündungshemmend. Leinöl, Hanföl und Walnussöl sind sehr empfehlenswert.

Ein guter Tipp, um Bauchfett abbauen zu können, ist auch Fasten. Besonders wirksam ist das so genannte Intervallfasten. Hierbei isst Du beispielsweise nur zwei Mahlzeiten am Tag zu bestimmten Uhrzeiten, zwischen denen dann mehrere Stunden Pause liegen. So würdest Du zum Beispiel nur morgens und abends etwas essen. Auf diese Weise sinken die Blutzucker- und Insulinwerte und entlasten den Stoffwechsel. Wenn Du kalorienarm isst und Dich viel bewegst, verbrauchst Du auch mehr Energie.

Das Thema Bauchfett abbauen kann für jeden von Bedeutung sein – egal ob schlank oder mollig. Viszeralfett kann Deine Gesundheit beeinträchtigen, indem es die Entstehung von Diabetes oder Herz- und Kreislauferkrankungen fördert. Da es sich im Inneren des Körpers ansammelt, ist es nur schwer auszumachen. Ein Maßband oder ein Arztbesuch können Dir aber Anhaltspunkte liefern, ob Deine Werte bedenklich oder in Ordnung sind.

Bildquellen: Thinkstock/Ilya Andriyanov, iStock/MarinaZg, iStock/FikMik

Kommentare (5)

  • ohallo am 07.07.2016 um 09:45 Uhr

    Ähm, mal ganz ehrlich. Mit dem Maßband habe ich 82 cm gemessen, demnach wäre ich schon zu fett. Für meine Größe, bin ich aber schlank (hat mir sogar meine Ärztin bestätigt). Diese Anleitung finde ich etwas irreführend (speziell mit den Artikeln à la "Finde ich super, egal welche Konfektionsgröße du hast!) Davon abgesehen, hat nicht jeder den Bauchnaben an der selben Stelle: manche haben den etwas tiefer, andere etwas höher. Hätte ich meinen Bauchnabel nur 2cm höher, dann hätte ich einen Umfang von nur 77cm. Ich stimme zu Bauchfett kann gefährlich sein, wenn man allgemein jedoch auf die Ernährung achtet, dann passt es schon trotzdem. Es gibt einige, die haben mit ein paar Kilos mehr die besseren Blutwerte als Personen, die schlank und rank sind. Gesundheitlich haben die Blutwerte mehr Aussagekraft, als 1-2 Kilos mehr oder weniger am Bauch!

  • kelebek25 am 17.03.2015 um 09:26 Uhr

    Interessante Tipps, ich muss auch was tun :-(

  • pattybrooke am 01.05.2014 um 14:39 Uhr

    Ich frag mich grade, ob Aquagym, also Wassergymnastik, auch dazu zählt... und wie ist es mit Trockengymnastik??

    • iadfelubdsds am 04.06.2016 um 20:35 Uhr

      http://zumlink.de/beeren

  • yuanqun am 29.04.2014 um 23:10 Uhr

    Bauchfett ist nicht nur unschön anzusehen, es kann auch Deine Gesundheit erheblich beeinträchtigen.Oberteile[/url]


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