Turbo-Detox

Fastentag: In 24 Stunden entgiften und abnehmen

Anne Lüftneram 08.01.2016 um 15:09 Uhr

Zucker, Alkohol und vermutlich auch wenig Bewegung. Über die Weihnachtszeit hinweg hast Du Deinen Körper womöglich etwas vernachlässigt und Dich stattdessen auf das Schlemmen und Naschen konzentriert. Umso wichtiger ist es, dass Du den Start ins neue Jahr dazu nutzt, Deinen Organismus zu entgiften – dazu reicht bereits ein einziger Fastentag pro Woche aus! Das Beste daran ist, dass dieses 24 Stunden-Projekt nicht nur im Winter funktioniert, sondern wann immer Du Deiner Gesundheit, aber auch Deiner Figur etwas auf die Sprünge helfen möchtest. Los geht’s!

Ein Tag pro Woche reicht aus, um vitaler zu werden

Ein Tag pro Woche reicht aus, um vitaler zu werden

Wahrscheinlich ist es für Dich keine Neuigkeit, dass Du Deinen Körper jeden einzelnen Tag vor eine große Aufgabe stellst: Fettiges Essen, alkoholische Getränke, Nikotin und ein stressiger Alltag setzen Deinem Organismus schwer zu. Die Organe arbeiten hart, um die Sünden Deines Lifestyles wieder auszugleichen. Allerdings reicht die Kraft Deines Körpers irgendwann nicht mehr aus, um jedes noch so kleine Fehlverhalten ungeschehen zu machen, denn täglich kommen neue Baustellen hinzu, die irgendwann nicht mehr abgearbeitet werden können und so in die Warteschlange geraten. Was also tun? Forschungsergebnissen zufolge soll schon ein Fastentag pro Woche ausreichen, um Dein Wohlbefinden zu steigern, Deinen Körper zu schonen und sogar gesund abzunehmen! Besonders das Frühjahr eignet sich bestens für die One-Day-Mission, denn im Winter wird oft mehr genascht und die Besuche im Fitnessstudio fallen gleichzeitig häufiger aus. Doch der Fastentag kann auch in Deinen ganzjährigen Ernährungsplan aufgenommen werden, denn nach 24 Stunden ohne feste Nahrung kannst du schon am nächsten Tag wieder wie gewohnt speisen.

Fastentag: Die schnelle Lösung

Eine Entschlackungskur wäre ein möglicher Ansatz, um Deinen Organen etwas Erholung zu schenken, doch diese dauert mehrere Wochen und verlangt sehr viel Disziplin. Ein Fastentag gibt Deinem Körper einmal pro Woche die Chance, aufzuräumen: Stoffwechselabfallprodukte können in regelmäßigen Abständen beseitigt werden und verweilen nicht in Deinem Körper, bis Du Dich womöglich in den Wochen vor Ostern dazu entschließt, eine 40-tägige Fastenkur anzugehen. Ein Fastentag nimmt nur 24 bis 36 Stunden in Beschlag und eignet sich für Dich, wenn Du mit geringem Aufwand einen großen Effekt erzielen möchtest. Leidest Du an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder besteht eine Essstörung, solltest Du Dein Vorhaben vorab mit Deinem zuständigen Arzt abklären. Generell besteht bei einem Fastentag jedoch kein gesundheitliches Risiko – ganz im Gegenteil sogar!

Fastentag: Ein Segen für die Gesundheit?

Mediziner und Forscher sind sich einig, dass ein wöchentlicher Fastentag ausreicht, um das Gesundheitsniveau zu steigern: In diversen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass sich sowohl die Zucker- als auch die Cholesterinwerte nach einem Tag ohne Essenszufuhr – über mehrere Wochen hinweg – immens verbesserten. Auch der Blutdruck normalisierte sich bei den Testpersonen. Darüber hinaus soll es möglich sein, auf diesem Weg dem Risiko für Diabetes vorzubeugen. Außerdem können endlich alle Toxine aus dem Körper geleitet werden. Da Du in dieser Zeit keine feste Nahrung zu Dir nimmst, müssen sich die Organe nicht darauf konzentrieren, aufwendige und energiefressende Verdauungsprozesse in Gang zu setzen, sodass der Fastentag die ideale Möglichkeit ist, um beispielsweise defekte Zellen zu reparieren oder die Fettverbrennung anzukurbeln.

Mit einem Fastentag die Kilos purzeln lassen? Ja es geht!

Das Geheimnis für einen gesunden und schlanken Körper ist gar nicht so top secret, wie es immer den Anschein macht. Eine durchweg ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf gesättigte Fettsäuren und Süßigkeiten gepaart mit regelmäßiger Bewegung reichen im Prinzip schon aus, um fit zu bleiben. Ein Fastentag in der Woche hilft zusätzlich, den überflüssigen Kilos den Kampf anzusagen. Im Rahmen einer Studie des American College of Cardiology fasteten rund 200 Probanden einen ganzen Tag lang und nahmen in dieser Zeit lediglich Wasser zu sich. Die Forscher erläuterten im Anschluss, dass die Anzahl des Wachstumshormons HGH, das für die Stabilisation des Stoffwechsels verantwortlich ist, bereits in dieser kurzen Zeit so rasant anstieg, dass ein klarer Zusammenhang zwischen einem Fastentag und einem stetigen Gewichtsverlust besteht. Nach 24 Stunden beginnt die Leber, die Fettreserven für die Energiegewinnung zu nutzen, sodass eine langandauernde Radikaldiät zu keinem Zeitpunkt notwendig ist. Auch einen JoJo-Effekt musst Du nicht befürchten, wenn Du jede Woche einen Tag auswählst, an dem Du Dich an Tees, Wasser oder Brühen hältst – doch natürlich solltest Du an den übrigen 6 Tagen nicht versuchen, die eingesparten Kalorien wieder aufzuholen. Wie läuft nun aber so ein Fastentag in der Praxis ab?

Wirke mit einem selbstgemachten Smoothie dem Hunger entgegen

Wirke mit einem selbstgemachten Smoothie dem Hunger entgegen

Fastentag: Trinken, trinken, trinken

Viele Vorsätze halten nicht lange an, doch das Schöne am Fastentag ist, dass Dein Durchhaltevermögen nur für einen Tag ausreichen muss. Das ist eine überschaubare Zeitspanne, die das Intervallfasten leicht in Deinen gewohnten Tagesrhythmus integrieren lässt. Nimm am Abend vor Deiner Entgiftungs-Challenge leichte Kost zu Dir, damit Dein Verdauungssystem nicht zu viel Energie aufbringen muss. Gemüse, Sprossen oder Humus sind dafür wunderbar geeignet. Und dann kann es auch schon losgehen! Zu Beginn des Fastentages wird eine sanfte Bauchmassage empfohlen, damit Deine Darmtätigkeit angeregt wird. Anschließend solltest Du zwei Tassen ungesüßten Tee oder ein großes Glas lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Zitrone zu Dir nehmen. Später am Tag hilft ein Shake aus Bentonit – eine entgiftend wirkende Heilerde – und Flohsamenschalenpulver Deinem Körper dabei, alle toxischen Stoffe auszuschwemmen. Beide Zutaten sind im Reformhaus oder auch im Internet zu erwerben. Allerdings erfüllt auch ein selbstgemachter Frucht- oder Gemüsesaft, der mit reichlich Wasser verdünnt wird, diesen Zweck und stört Deine Organe nicht bei ihrer wohlverdienten Pause. Sollte Dich im Laufe des Fastenprojekts etwas Hunger plagen, bereite Dir einen leckeren Smoothie zu. Trinke über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Wasser, damit Dein Darmtrakt durchgespült wird und bewege Dich so viel wie möglich bei einem langen Spaziergang oder beim lockeren Radfahren. So bleibt Dein Kreislauf in Schwung. Mit einem Gemüsesaft Deiner Wahl endet Dein Fastentag und schon nach wenigen Wochen wirst Du garantiert merken, dass Du Dich energiegeladener und vitaler als zuvor fühlst – das Minus auf der Waage gibt es inklusive.

Manchmal kann es so einfach sein! Schon ein Fastentag pro Woche hilft Deinem Körper dabei, sich zu erholen und die Baustellen anzugehen, die vielleicht schon viel zu lange auf der Strecke geblieben sind. Bei dem kurzweiligen Verzicht auf feste Nahrung werden Deine Fettreserven in Anspruch genommen, sodass sich so ohne viel Aufwand eine schlankere Taille erzielen lässt.

Bildquellen: iStock/DeanDrobot (Titelbild), iStock/garuti

Kommentare (2)

  • Ein Tag geht schon. Wenn man sich daran gewöhnt hat, fällt es bestimmt auch leichter den Fastentag umzusetzen.

  • Klingt ein Fastentag pro Woche für Dich realistisch und gut umsetzbar?


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