Kohlenhydrate schädlich
Nina Rölleram 01.09.2017

Low Carb-Diäten werden immer populärer und das scheinbar zurecht: Eine neue internationale Studie hat herausgefunden, dass Menschen, die sich fettreich und kohlenhydratarm ernähren, länger leben. Die jahrelang gepredigte Angst vor kalorienreichen Fetten schient also unbegründet zu sein. Wie die Wissenschaftler zu ihren Ergebnissen kamen und wie demnach eine optimale Ernährung aussieht, erfährst du hier.

fettreiche Ernährung

Auch wenn das Steak in viel Fett gebraten wurde und dazu noch Remoulade gereicht wird, soll eine solche Mahlzeit gesünder sein als ein großer Teller Nudeln.

So kamen die Forscher zu ihrem Ergebnis

Bei der von der kanadischen McMaster University durchgeführten Studie wurden die Ernährungsgewohnheiten von 135.000 Menschen aus fünf Kontinenten analysiert. Dabei wurde Wert darauf gelegt, sowohl Menschen mit niedrigem als auch hohem Einkommen miteinzubeziehen, um ein wirklich repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

Heraus kam, dass Menschen, die viele Fette zu sich nehmen, eine höhere Lebenserwartung haben als Menschen mit einer kohlenhydratreichen Ernährung, wie etwa in Südasien, wo Reis einen Hauptbestandteil des Speiseplans ausmacht. Sobald mehr als 60 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme über Kohlenhydrate wie Zucker und Getreideprodukte aufgenommen wird, hat man den Studienergebnissen zufolge eine kürzere Lebenserwartung. Dabei lebten selbst diejenigen gesünder, die hohe Mengen an den einst so gefürchteten gesättigten Fettsäuren zu sich nahmen, die hauptsächlich in tierischen Produkten zu finden sind.

Wie eine optimale Ernährung demnach aussehen sollte

Heißt das nun, dass wir uns ab sofort hauptsächlich von fettigem Fleisch ernähren sollten? Nicht ganz, denn die Forscher fanden auch heraus, dass ebenso eine ausreichende Versorgung mit frischem Obst und Gemüse essenziell für ein langes gesundes Leben ist. Empfohlen werden fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, was leider die wenigsten Menschen in ihrem täglichen Leben bewerkstelligen können. Ganz überraschend sind diese Studienergebnisse also nicht, denn sie decken sich mit den meisten neueren ernährungswissenschaftlichen Thesen. Klar ist aber: Wir sollten aufhören, fetthaltige Lebensmittel aufgrund ihres hohen Kaloriengehalts zu verteufeln.

Bildquelle: iStock/payamona, iStock/Adam Höglund


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