Für Kletteräffchen

Bouldern

Warum einfach, wenn es auch schwer geht? Nach diesem Motto gehen Menschen vor, die ihre Leidenschaft für das Bouldern entdeckt haben. Bouldern ist ein anstrengender und anspruchsvoller Kletterspaß ohne Sicherung – ein perfektes Workout inklusive Nervenkitzel. Stellt sich nur noch die Frage: Ist Bouldern vielleicht genau das Richtige für Dich?

Bouldern ist eine Disziplin beim Klettern, die mit wenigen Hilfsmitteln auskommt. Ohne Kletterseil oder Klettergurt, die eventuelle Stürze verhindern würden, kämpfen sich die Sportler von einer Felsspalte zur nächsten. Aus diesem Grund sind die zu überwindenden Hindernisse verhältnismäßig klein. Für schwache Nerven ist Bouldern aber dennoch nichts.

Worum geht es beim Bouldern?

Bewegung an der frischen Luft mit integriertem Geschicklichkeitstraining – das ist Bouldern. Der Trendsport, der ursprünglich aus Frankreich kommt, hat auch hierzulande mittlerweile viele Anhänger gefunden. Die Sportart eignet sich hervorragend, um Muskeln aufzubauen und Deine Ausdauer zu verbessern. Vor allem die Arm- Rücken- und Bauchmuskulatur profitiert von dem ganzheitlichen Training. Der Name leitet sich vom englischen „boulder“ ab, was übersetzt „Felsblock“ bedeutet. Beim Bouldern geht es darum, kleinere Felsen, die die sogenannte Absprunghöhe nicht überschreiten, ohne Seil und Gurt zu bezwingen.

Dazu musst Du aber nicht zwangsläufig ins Gebirge reisen. In vielen Kletterhallen gibt es heute extra abgesteckte Boulderstrecken. Der große Unterschied zum klassischen Klettern ist, dass Du beim Bouldern die Felsen ohne Sicherung bezwingen musst. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass Du nur noch mit einer Hand über dem Boden baumelst. Anders als beim traditionellen Kletteransatz gilt in dieser Disziplin nicht die Drei-Punkt-Regel, die besagt, dass immer nur eine Hand oder ein Fuß nach dem nächsten Absatz tastet. Die dadurch entstehende Dynamik hilft dabei, die nächsten Meter auf dem Weg nach oben hinter Dich zu bringen. Für das Schwingen und Hangeln braucht es jedoch eine gewisse Portion Mut.

Bouldern

Bouldern: Sportart mit Nervenkitzel

Kleine Helfer unterstützen Dich beim Bouldern

Keine Angst: Ganz ohne Hilfe musst Du beim Bouldern nicht am Felsen bestehen. Wichtig ist die richtige Ausrüstung. Dazu gehören vor allem gute Kletterschuhe. Die gibt es bereits ab 20 Euro, für eine gute Qualität solltest Du aber ein etwas größeres Budget einplanen. Wenn das Schuhwerk dann auch noch höchsten optischen Ansprüchen genügen soll, kann der Preis schnell die 150 Euro-Marke knacken. Um eventuelle Stürze abzufedern, empfiehlt es sich, ein oder mehrere Sturzpolster beim Bouldern zur Hand zu haben. Diese Schaumstoffmatten werden auch Bouldermatte oder Crashpad genannt. Außerdem solltest Du unbedingt Magnesiumpulver verwenden: Es verhindert leichtes Abrutschen und hilft außerdem dabei, den Schweiß an den Händen zu trocknen.

Bouldern: Das Workout für drinnen und draußen

Bouldern lässt sich nahezu überall betreiben. Am schönsten ist der Sport wohl in der freien Natur. Hier ist die Luft frisch und das Panorama wahrscheinlich schöner als in der Stadt. Doch auch dort kannst Du dieser Sportart nachgehen. Das liegt daran, dass zum Bouldern eben kein ganzes Gebirge nötig ist, sondern auch kleine Hindernisse als Kletterparcours dienen können. Außerdem gibt es in vielen Kletterhallen die Möglichkeit, den Trendsport zu betreiben. Eine spezielle Form des Boulderns – und eine besondere Herausforderung – ist das Deep Water Soloing. Hierbei führt die Kletterstrecke über ein tiefes Gewässer. Die Kletterhindernisse befinden sich hier meist nicht in Absprunghöhe. Dafür dämpft das darunterliegende Wasser eventuelle Stürze.

Bouldern für Anfänger

Du hast jetzt richtig Lust bekommen, Deine Ausdauer unter Beweis zu stellen und Deine Muskeln zu straffen? Das ist toll, doch Vorsicht: Wie bei vielen Sportarten empfiehlt es sich auch beim Bouldern, zunächst klein anzufangen. Die Felsen werden als „Boulderprobleme“ bezeichnet. Je schwerer das Problem, desto höher ist die Einstufung auf der Bewertungsskala. Beim Bouldern gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, doch gerade am Anfang zählt eher, wie schwer das Problem persönlich empfunden wird. Wichtig ist es, sich möglichst viele Tipps von erfahrenen Kletterern zu holen und möglicherweise mit diesen gemeinsam zu klettern.

Bouldern: Schritt für Schritt

1. Aufwärmen:

Wie bei jeder anderen Sportart ist es auch beim Bouldern wichtig, die Muskeln vorher warm zu machen, um Zerrungen zu vermeiden. Auch der Kreislauf sollte in Schwung gebracht werden – zum Beispiel durch „Hampelmänner“. Insbesondere Arme, Beine, Rücken und die Gelenke sollten durch Kreisen und leichte Bewegungen auf das Bouldern vorbereitet werden.

2. Route planen:

Sowohl am Fels als auch in der Halle empfiehlt es sich, die Route, die man klettern möchte, vorher genau anzusehen, um gegebenenfalls versteckte Griffe und Tritte zu finden, die einem während dem Bouldern weiterhelfen könnten. Wenn der Plan nicht aufgeht, wird eben improvisiert und beim nächsten Mal läuft`s dann schon besser.

3. Andere Kletterer beobachten:

Beim Bouldern ist das Abgucken von Tricks und Ideen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Wenn Du erfahrenen Kletterern und Boulderern aufmerksam zusiehst, kann sich Dein Hirn diese Bewegungsmuster merken. Und du kannst das Erlernte beim nächsten Versuch in die Tat umsetzen. Bouldern ist das Spiel mit der Bewegung, deswegen ist Experimentieren sinnvoll. Jeder muss für sich herausfinden, wie er „Boulderprobleme“ löst.

4. Schwächen und Stärken trainieren:

Wenn Du die eigenen Schwächen beim Bouldern überwindest, wirst Du ein besserer Kletterer – das ist klar. Deswegen solltest Du dich auch in „unangenehme“ Situationen begeben, um etwas an der Schwachstelle zu bewegen. Im Gegenzug solltest Du auch alles daran setzen, Deine Stärken weiter auszubauen und damit etwaige Schwächen zu kompensieren.

5. Spielerisch entfalten:

Von Leuten, die sich mit Klettern und Bouldern nicht auskennen, wird es oft belächelt und als „Spielen an Holzklötzchen“ abgetan. Doch gerade das ist das Verheißungsvolle daran. Das Spielen mit den Wandstrukturen und dem Körper schult unser Bewegungsgefühl und macht einfach Spaß! Deiner Kreativität sind beim Bouldern keine Grenzen gesetzt: Lass Dich rückwärts auf die dicken Matten fallen, klettere mit nur zwei Fingern oder in einem extrem schnellen oder langsamen Tempo – worauf auch immer Du Lust hast, beim Bouldern kannst Du es ausprobieren.

Du glaubst, alle nötigen Voraussetzungen für das Bouldern mitzubringen? Du bist hochmotiviert und hast ganz sicher keine Angst vor Herausforderungen? Dann dürfte dieser Trendsport tatsächlich eine gute Option für Dich sein. Vielleicht gibt es in Deiner Nähe eine Kletterhalle, wo es die Möglichkeit gibt, diesen Sport zu entdecken. Lass es als Anfänger zunächst ruhig angehen und taste Dich vorsichtig an den risikofreudigen Sport heran! Mit etwas Erfahrung und Geschick kannst Du den Schwierigkeitsgrad beim Bouldern von Mal zu Mal erhöhen und Dich immer wieder neu herausfordern. Diese Sportart wird so schnell bestimmt nicht langweilig!

Bildquelle: iStock/Remains

Kommentare (3)

  • Bouldern hab ich auch schon mal ausprobiert! Eigentlich macht es Spaß. Aber ich bin eher etwas unbeweglich und ich glaube, dass sah jetzt nicht so elegant aus, was ich da veranstaltet hab. Aber just for fun ist Bouldern schon spaßig.

  • Ich möchte unbedingt mal Bouldern ausprobieren! Glaube zwar, dass es sehr anstrengend ist, aber von nix kommt schließlich auch nix ;)

  • Mein Bruder geht immer zum Bouldern mit seinem Kumpels. Mich wollte er auch schon ein paar Mal mitnehmen, bisher hab ich mich aber immer gedrückt. Euren Text find ich gut, vielleicht sollte ich es auch einfach mal ausprobieren. Klingt ja eigentlich ganz spannend. Einen Bouldern-Experten hätte ich zumindest schon mal an meiner Seite


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