Was haben Madonna, Cameron Diaz und Jennifer Lopez gemeinsam? Die drei Promiladys halten sich mit dem Trendsport Pilates fit! Bei diesem Trainingsprogramm wird der gesamte Körper gefordert: Bauch-, Po-, Schulter-, Becken- und Rückenmuskulatur werden gekräftigt, wobei Du gleichzeitig jede Menge Kalorien verbrennst. Wir haben uns das Pilates Workout daher einmal näher angeschaut!

Wer vermutet, dass der Sporttrend Pilates wie vieles, das mit Fitness zu tun hat, aus den USA kommt, der liegt falsch. Das beschauliche Mönchengladbach ist die Wiege des angesagten Promisports. Noch mehr überraschende Fakten und eine Einführung in die wichtigsten Grundsätze bietet Dir dieser Basics-Artikel. Also Mädels: Ab mit Euch auf die Isomatten! Findet heraus, ob Ihr mit Pilates genau so fit werdet wie die Stars!

Pilates hat seine Ursprünge in Deutschland

Eine Frau macht Pilates im Sonnenuntergang

Bildquelle: istock/dislentev

Seine Wurzeln hat Pilates am schönen deutschen Niederrhein. Von dort stammt nämlich Joseph Hubert Pilates, der Begründer und Namensgeber dieser Fitnessbewegung. Der sportbegeisterte Deutsche arbeitete am Anfang des 20. Jahrhunderts in England als Berufsboxer und trainierte die Beamten von Scotland Yard in Selbstverteidigung. Hier entwickelte er auch die Grundzüge seines ganzheitlichen Körpertrainings, das zu einer guten Konstitution und Haltung beitragen sollte. Die Nähe zu fernöstlichen Trainingsmethoden kommt nicht von ungefähr, denn Yoga, Zen-Meditation, oder auch das Studium von Tierbewegungen zählen zu den bestimmenden Einflüssen auf das Programm. 1923 wanderte Pilates nach Amerika aus und eröffnete sein erstes Trainingsstudio im Gebäude des „New York City Ballet“. Dies erklärt zum einen die enge Verbindung zum Tanz und zum anderen die Begeisterung der Stars für das neuartige Bewegungskonzept. Tänzerinnen, Sportler und sonstige Promis aus der Showbranche gehörten schon damals zu den ersten Anhängern der ganzheitlichen Leibesübungen. In den letzten Jahren wurde Pilates zum globalen Wellnesstrend und heute findet man in fast jedem Fitnessstudio entsprechende Kurse.

Das Pilates Konzept

Die Pilates Methode ist ein ganzheitliches Trainingskonzept, bei dem vor allem die tief liegenden kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden. Das Ziel ist eine korrekte und gesunde Körperhaltung. Auch wenn die Verletzungsgefahr eher gering ist, solltest Du auf eine fachliche Einführung nicht verzichten, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden.

Grundlage aller Pilates Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“. Damit ist die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint. Diese Stützmuskulatur umfasst die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur: Sie wird beim Training gezielt gekräftigt. Das Workout beinhaltet Kraftübungen, Stretchings und bewusste Atmung, wobei alle Bewegungen langsam und fließend ausgeführt werden, um die Gelenke zu schonen. Pilates verfolgt mit seinem Konzept eine Stärkung der Muskulatur, eine Verbesserung der Kondition und Bewegungskoordination sowie eine erhöhte Körperwahrnehmung. Um seine Schüler bei der korrekten Ausführung der Übung zu unterstützen, hat Joseph Hubert Pilates fünf Geräte erfunden: Reformer, Cadillac, Chair, Barrel und Spine Corrector.

Die Pilates Prinzipien

Die Pilates Methode baut im Wesentlichen auf den folgenden sechs Prinzipien auf: Zentrierung, Konzentration, Kontrolle, Präzision, Atmung und Bewegungsfluss. Wenn Du Pilates und die dahinter stehende Philosophie verstehen willst, solltest Du diese sechs Prinzipien kennen und wissen, was sie bedeuten.
Unter Zentrierung versteht Pilates die Fokussierung auf die Körpermitte, das Powerhouse. Es ist Ausgangspunkt jeder Bewegung. Zu den beanspruchten Muskeln zählen hier vor allem die tiefe querliegende Bauchmuskulatur, die tiefen Rückenstrecker sowie Beckenboden- und Gesäßmuskeln. Weiter geht’s mit der Konzentration: Bei der Durchführung von Pilates Übungen solltest Du Dich stets voll auf die Übung und Deinen Körper konzentrieren. Genau so diszipliniert musst Du bei der Kontrolle sein. Hier wird kein Körperteil sich selbst überlassen: Jede Übung führst Du mit vollständiger Kontrolle der Muskeln aus. Bei der Bewegungsausführung ist Präzision oberstes Gebot. Für die Atmung gilt grundsätzlich: Bei der Anstrengung wird ausgeatmet – in keiner Phase wird die Luft angehalten und die Atmung sollte im Einklang mit der Übung stehen. Zu guter Letzt kommt der Bewegungsfluss: Pilates-Übungen gehen grundsätzlich in fließenden Bewegungen ineinander über. Die Übungen sollten dabei graziös und mit Leichtigkeit ausgeführt werden. Gerade das langsame Tempo stellt hohe Anforderungen an Deine Bewegungskoordination und erhöht Dein Körpergefühl.

Wir haben für Dich eine Übersicht mit den bekanntesten Pilates Übungen erstellt. Dort findest Du eine kurze Anleitung mit passenden Bildern, die Dir helfen, das Workout auch von zu Hause durchzuführen. Viel Spaß dabei!

Wer jetzt Lust auf Pilates bekommen hat, sollte sich schlau machen, wo der nächste Kurs angeboten wird. Auch viele Fitnessstudios bieten Pilates Trainingsstunden an. Zur Info sei gesagt: Pilates ist kein geschützter Begriff und es ist keine einheitliche Ausbildung vorgeschrieben. Doch auch wenn das Workout in den zahlreichen Übungsausführungen variieren kann, bleiben die Prinzipen, nach denen man sich richtet, immer dieselben.

Kommentare

1 Kommentar

  • Ich möchte auch wieder etwas für mich tun. Hab mich auch schon nach Fitness Studios in meiner Umgebung erkundigt.

    10.01.2011 um 10:33 Uhr


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