Gesundheit: Essstöru

Welche Essstörungen gibt es?

Essgestörte haben häufig Angst vor dem Essen oder davor, zuzunehmen.

Es gibt viele verschiedene Essstörungen, die sich durch unterschiedliche Symptome auszeichnen.

Eine Essstörung kann viele Gesichter haben

Die bekanntesten Formen von gestörtem Essverhalten sind Magersucht und Bulimie. Daneben gibt es jedoch noch andere Krankheitsbilder, die weniger bekannt sind, wie zum Beispiel das so genannte Binge Eating. Gemeinsam ist allen Essstörungen, dass sich die Betroffenen in bedenklicher Intensität mit dem Thema Essen auseinandersetzen. Dieses ist dabei meist emotional besetzt, das heißt beispielsweise, dass Essen Angstgefühle hervorrufen kann oder aber vorläufig seelische Erleichterung verschafft. Häufig mischen sich die Symptome verschiedener Essstörungen auch oder wechseln sich ab. Wir erklären Euch die wichtigsten Formen von Essstörungen und ihre Symptome.

Magersucht (Anorexie)

Magersucht (auch Anorexie genannt) zeichnet sich in erster Linie durch radikale Nahrungsverweigerung oder das Vermeiden bestimmter Lebensmittel aus. Infolge dessen sind Magersüchtige in den meisten Fällen extrem untergewichtig. Aus Angst vor einer Gewichtszunahme ergreifen sie jede erdenkliche Maßnahme, um Gewicht zu verlieren: von übermäßigem Sport über Appetitzügler bis hin zu Abführmitteln oder dem Erbrechen nach dem Essen.

Typisch für anorektische Mädchen und Frauen ist ein starker Wunsch nach Kontrolle. Magersüchtige sind meist sehr diszipliniert und ehrgeizig, der Körper wird als Bereich wahrgenommen, über den absolute Kontrolle ausgeübt werden kann. Die Ursachen für Magersucht sind vielfältig und individuell verschieden. Häufig spielen Leistungsdruck oder ein extremer Anpassungswunsch in der Familie eine Rolle, aber auch die Angst vor dem Erwachsenwerden und vor Sexualität. Auch das sehr schlanke Schönheitsideal kann das Gefühl wecken, nicht gut genug zu sein.

Besonders betroffen sind Mädchen und Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, aber auch immer mehr junge Männer leiden an dieser Essstörung – etwa jeder zehnte Betroffene ist mittlerweile männlich.
Mehr über Magersucht, ihre Symptome und Ursachen, sowie über Behandlungsmöglichkeiten erfährst Du hier.

Bulimie oder Ess-Brech-Sucht

Bei einer Bulimie wechseln sich Heißhungerattacken und Essanfälle mit Phasen des Fastens oder der stark kontrollierten Nahrungsaufnahme ab. Häufig löst Bulimie eine vorangegangene Magersucht ab. Im Gegensatz zur Magersucht verweigern Menschen mit Ess-Brech-Sucht die Nahrungsaufnahme nicht völlig. Vielmehr leiden sie unter regelmäßigen Essattacken, die von Schuldgefühlen und Scham begleitet werden. Um nicht zuzunehmen, erbrechen sie die aufgenommenen Lebensmittel direkt nach der Essattacke. Aber nicht immer handelt es sich bei Bulimie unbedingt um eine Ess-Brech-Sucht – es gibt auch Formen der Bulimie, bei denen andere Kompensationsmaßnahmen, wie zum Beispiel ein extrem hohes Sportpensum, ergriffen werden.

Du erkennst Dich in dieser Beschreibung wieder oder kennst jemanden, der an Bulimie leidet? Hier erfährst Du mehr zum Thema Bulimie und wie sie behandelt werden kann.

Binge Eating Disorder

Beim Binge Eating (engl. to binge = schlingen) kommt es ähnlich wie bei Ess-Brech-Sucht zu regelmäßigen Essattacken, bei denen extrem hohe Kalorienmengen verschlungen werden. Anders als bei Bulimie erbrechen die Betroffenen danach allerdings nicht und ergreifen auch keine anderen Gegenmaßnahmen. Als Folge ihrer Essattacken leiden Binge Eater meist an Übergewicht.
Auch zwischen den Fressanfällen ist das Essverhalten von Binge Eatern meist auffällig: häufige Diäten, die meist abgebrochen werden, unregelmäßiges Essen, fehlendes Sättigungsgefühl. Sie vermeiden körperliche Aktivität und verbringen ihre Freizeit häufig bewegungslos vor dem Fernseher oder Computer.
Wie auch Bulimiker leiden sie unter starken Schuld- und Schamgefühlen und versuchen, ihre Krankheit vor Angehörigen und Freunden zu verstecken. Binge Eating ist bisher weniger ausführlich erforscht wie Magersucht oder Bulimie, man geht jedoch davon aus, dass die Essattacken hauptsächlich psychische Ursachen haben und durch Stress, Langeweile, unterdrückte Wut und Trauer ausgelöst werden.

Für die meisten essgestörten Menschen ist es schier unmöglich, sich selbst aus ihrer Sucht zu befreien. Häufig fehlt ihnen aber auch die Einsicht, dass sie ein ernstzunehmendes Problem haben. Diese ist aber der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung, denn ohne den Willen der betroffenen Person ist eine langfristige Heilung kaum möglich. Hier erfahrt Ihr mehr über die Behandlungsmöglichkeiten von Essstörungen und erhaltet Tipps, wie Ihr Euch verhalten solltet, wenn jemand aus Eurer Familie oder Eurem Bekanntenkreis an einer Essstörung leidet.

Bildquelle: Katarzyna Bialasiewicz/Thinkstock

Kommentare (4)

  • Essstörungen sind wirklich was schlimmes. Zum glück kenne ich niemanden, der Essstörungen hat...

  • Das mit dem Binge Eating als eine der Esstörungen trifft irgendwie auf mich zu.....

  • Ich glaube ich bin so ein Binge Eater! Esstörungen sind echt mies

  • ja aber auch nicht nur...das ist wieder dieses klischee...es wird eben zur sucht irgendwann spielt das alles keine rolle mehr, egal bei welchen Esstörungen


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