Fitness: Sportarten

Welche Sportarten eignen sich während des Fastens?

Aufpassen während des Fastens: Frau beim Joggen

Während des Fastens sollte man seinem
Körper nicht zu viel abverlangen.

Welche Sportart eignet sich während des Fastens?

Eins ist klar: wer fastet, kann keinen Marathon laufen. Denn die geringe Kalorienzufuhr führt natürlich dazu, dass der Kreislauf manchmal schwächelt und wir uns schlapper fühlen als sonst. Trotzdem gibt es keinen Grund, während einer Fastenkur auf Sport
zu verzichten. Im Gegenteil – es ist sogar besonders wichtig, gerade jetzt Workouts zu machen. Denn während des Fastens greift der Körper verstärkt auf Muskeleiweiße zurück. Um jetzt keine Muskeln abzubauen, muss man den Körper mit gemäßigtem Training auf Trab halten. Das ist übrigens auch eine der besten Vorsorgen gegen den gefürchteten Jo-Jo-Effekt!

Am besten ist jetzt eine Kombination aus leichtem Ausdauersport und sanften Muskelübungen. Doch welche Sportarten sind geeignet?

Ausdauersportarten

Ideal sind Sportarten im Freien, denn die tun gleich doppelt gut. Wir tun etwas für unseren Körper und tanken gleichzeitig viel frische Luft. Perfekt ist Nordic Walking, da es den Organismus nicht zu sehr anstrengt und viele Muskelgruppen gefordert werden. Joggen ist auch okay, allerdings sollte man hier genau darauf achten, sich nicht zu überlasten. Das bedeutet: nicht zu schnell (man sollte sich noch problemlos unterhalten können) und nicht zu lange zu joggen. 30-40 Minuten Ausdauersport sind während des Fastens das Maximum und völlig ausreichend. Und nicht vergessen, immer mal wieder die Muskeln zu dehnen! Im Fitnessstudio gilt das gleiche: „erlaubt“ sind im Grunde alle Ausdauergeräte, solange man sich nicht überanstrengt. Schweißtreibende Aerobic- oder Spinningkurse dagegen sind jetzt zuviel des Guten.

Gut tut jetzt auch eine Runde im Schwimmbad. Ähnlich wie beim Nordic Walking werden beim Schwimmen besonders viele Muskelgruppen auf einmal beansprucht, was gerade während des Fastens ideal ist. Zudem bietet ein Bad im kühlen Nass die perfekte Mischung aus Anstrengung und Entspannung.

Prinzipiell gilt: Höre auf Deinen Körper! Wenn er Dir sagt, dass es genügt, dann zwinge Dich nicht zu einem längeren Training. Ein flotter Spaziergang sollte allerdings immer drin sein!

Muskelaufbau

Auch bei den Muskelübungen gilt es jetzt, sanft zu trainieren. Denn sonst besteht die Gefahr, dass der Körper sich die Kraft für die anstrengenden Übungen aus den Muskeln selbst holt – und das wäre schließlich kontraproduktiv. Deshalb sollten die Trainingseinheiten auch hier nicht länger als etwa eine halbe Stunde sein und nicht zu anstrengend ausfallen.

Yoga und Pilates sind jetzt ideale Sportarten. Denn sie helfen nicht nur, sanft Muskeln aufzubauen, sondern fördern gleichzeitig die Entspannung. Um morgens fit in den Tag zu starten, eignet sich zum Beispiel diese Yoga-Übung:

Zuerst auf die Fersen setzen und die Arme vor sich auf dem Boden lang ausstrecken. Dann auf alle Viere gehen, der Blick ist dabei geradeaus gerichtet. Anschließend zuerst einen Katzenbuckel machen (den Kopf dabei entspannt hängen lassen), danach ins Hohlkreuz gehen. Diese Übung kannst Du fünf- bis achtmal wiederholen.

Wer lieber im Fitnessstudio trainiert, sollte darauf achten, nicht so intensiv wie sonst zu trainieren. Lieber ein paar Wiederholungen weniger und nicht soviel Gewicht. Während des Fastens sollst Du schließlich nicht Deine Leistungsgrenze ausloten, sondern mit Maß und Köpfchen trainieren. Im Grunde gibt es dann auch hier keine Einschränkungen, was die Geräte betrifft. Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Du Dir zumuten kannst, frage Deinen Trainer – er wird Dir sagen, wie viel okay ist und wo die Grenze liegt.

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