Kundalini Yoga

Yoga of Energy

Kundalini Yoga: So funktioniert der Yoga-Trend!

Judith Heineam 27.01.2017 um 09:39 Uhr

Kundalini Yoga war über Jahrtausende nur einer kleinen Elite vorbehalten. Heute sieht das ganz anders aus: Der Yoga-Trend erfreut sich nicht nur hierzulande zunehmender Beliebtheit! Was unter Kundalini Yoga genau zu verstehen ist und welche Yoga-Techniken es vereint, erfährst Du hier.

Ob Power Yoga oder Yoga zur Entspannung: Bei den zahlreichen Yoga-Arten, die sich seit Beginn des Hypes um das Workout entwickelt haben, sollte man meinen, die Quelle sei allmählich versiegt. Kundalini Yoga beweist das Gegenteil. Dabei ist der Yoga-Trend jedoch keinesfalls eine Neuschöpfung. Vielmehr zieht er derzeit immer größere Kreise.

Was ist Kundalini Yoga?

Kundalini

Kundalini Yoga: Die Energie in der zentralen Achse der Wirbelsäule.

Pflücken wir den Ursprung des Kundalini Yoga einmal auseinander: Hinter dem Begriff „Kundalini“ verbirgt sich in erster Linie eine religionsübergreifende klassische Tradition aus dem Hinduismus. Die Verbindung von Kundalini und Yoga bildet einen Weg des Yoga, der erwiesenermaßen seit Jahrhunderten existiert. Beim Yoga ist das Kundalini aber nicht mehr nur eine Tradition, sondern vielmehr eine Energie – weshalb das Kundalini Yoga häufig auch als Yoga der Energie bezeichnet wird. Die Lehre des Kundalini Yoga vermittelt, dass in jedem Menschen ungeahnte Fähigkeiten, Talente und Möglichkeiten schlummern. Kundalini ist die treibende Kraft, die sogenannte ureigene Lebensenergie, dahinter. Sie befähigt Dich Dein volles geistiges sowie körperliches Potential auszuschöpfen und so Deine Fähigkeiten zu steigern. Klingt verlockend, aber wie soll das Ganze funktionieren?

Yoga-Techniken des Kundalini Yoga

Die Kundalini-Energie gilt im Menschen als schlafend (Kundalini bedeutet „die Aufgerollte“ – symbolisch für eine schlafende Schlange). Sie kann zunächst über den Geist in verschiedenen Stufen schrittweise erwachen, sobald Du Dir die folgenden Fragen stellst: „Wer bin ich?“, Woher komme ich?“, „Wohin gehe ich?“ oder „Was ist der Zweck des Lebens?“. Je stärker die Kundalini erwacht, desto mehr wird sie Dich dazu antreiben, die Kraft auch körperlich anwenden zu wollen. Demnach ist Kundalini Yoga in seiner Ausführung eine Kombination aus Meditation und verschiedenen Körper-Übungen. Bevor Du Deine Energie zu erwecken beginnst, empfehlen eingefleischte Kundalini-Yogis jedoch Dich zunächst mit den folgenden Yoga-Techniken auseinanderzusetzen:

  • Jnana Yoga: Das theoretische Wissen über die Shiva-Shakti-Philosophie als Hintergrund und Bezugsrahmen.
  • Bhakti Yoga: Hingabe an Gott bzw. die kosmische Energie, im klassischen Tantra die Verehrung der göttlichen Mutter.
  • Raja Yoga: Ethische Disziplin, die Schulung des Charakters und der Persönlichkeit, die Einhaltung von Yamas und Niyamas.
  • Karma Yoga: Reinigung des Herzens durch selbstlosen Dienst am Nächsten, an Gott und am spirituellen Lehrer.

Klingt nach ganz schön viel trockener Theorie, oder? Wenn Du nicht ganz so tief in die Materie eindringen möchtest, musst Du das natürlich nicht. Denn zwingend nötig sind Kenntnisse über diese Yoga-Techniken – zumindest zur körperlichen Ausübung des Kundalini Yoga – nicht. Kundalini-Yoga-Übungen als Workout können Dir bei Rückenbeschwerden, einer schlechten Haltung oder anderen Schmerzen helfen und sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Eine kurze Einführung in das Kundalini Yoga erhältst Du in diesem Video:

Deine ersten Schritte im Kundalini Yoga kannst Du bereits mit unseren Kundalini-Yoga-Übungen für zu Hause machen. Und wenn Dein Training mangels Zeit mal etwas schneller vonstattengehen muss, solltest Du es einmal mit unseren leichten Yoga-Übungen für zwischendurch versuchen. In jedem Fall wünschen wir Dir Ausgeglichenheit für Körper und Geist!

Bildquellen: iStock/AnnaElizabethPhotography, iStock/Elenarts

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