minarettverbot in der schweiz
also ich hab kürzlich gehört, dass minarette in der schweiz verboten ist. irgendwie blick ich da aber nicht ganz durch. also minarette ist ja ein anderes wort für moschee wenn ich das richtig verstanden hab?! und weshalb haben sie dieses verbot überhaupt eingerufen? was haltet ihr da davon?
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minarettverbot in der schweiz
@anirasmussen: ich fürchte du überforderst den großteil hier mit deinen ausführlichen erläuterungen. ich glaube, dass die wenigsten lust dazu haben, sich ernsthaft damit zu beschäftigen.
einfach irgendwelchen parolen rauskloppen ist doch viel leichter.
urrrrgh, bei den ganzen pauschalisierungen hier möchte man kotzen.
@mibo94
Das ist eine gängige Praxis, gegen die es absolut nichts einzuwenden gibt. Erdogans Töchter studieren auch in den USA (die von dir erwähnten Poltikertochter fand ich nicht). Es ist definitiv nichts verwerfliches daran seine Kinder ins Ausland zu schicken, zumal es den Vorteil haben kann den Charakter eines Kindes weiter zu entwickeln. Desweiteren genießen viele Fakultäten in Deutschland (LMU und TU München; FU- HU- und TU Berlin als Beispiele), einen hervorragenden Ruf, was mit Sicherheit auch dem Kind zu gute kommt. Zudem finden in D die allermeisten Kurse auf Deutsch statt, was die Frage offen lässt was du überhaupt gegen die studierende Tochter deines ungenannten Politikers in der Hand hältst, außer dem Fakt das sie eben eine konservative Erziehung erlebt hat welche zu dem Resultat führte das sie nun einmal ein Kopftuch trägt. Wertkonservatives Denken, um welches es sich bei dem Ganzen Streit doch handelt, haftet lediglich oft ein unangenehmer Mief an, aber verwerflich ist er nicht. Man toleriert das ganze einfach und schreitet, wenn tatsächlich irgendetwas Handfestes aufkommen sollte, ein wenn es nötig ist. Dogmatismen sind auch hier nicht unbekannt. Ein Kreuz am Hals hat doch beispielsweise genau dem selben Endzweck, nämlich die optische Bekenntnis zur Religion.
Und wenn konservatives Denken halt existiert, so ist es doch wenigstens gut, wenn es friedlich (und das tut es nun mal größtenteils) um die Welt getragen wird, wie auch im Falle der Politiker Tochter (ich mutmaße an dieser Stelle einfach mal, dass sie bisher weder zu Massenkonversionen zum Islam welche Islam größtenteils abgelehnt sind, oder zu Selbstmordanschlägen mit religiöser Motivation aufrief) der Fall ist, um Vorurteile abzubauen und in einen Diskurs zu kommen, welcher das Ziel hat ein gemeinsames Miteinander zu vereinfachen. Und die aktuelle Trägerschaft um diese Ideen zu verwirklichen ist nun mal die Globalisierung welche naturgemäß Ängste hervorruft aber doch ein gutes Mittel sein kann, damit sich Völker irgendwann auf Augenhöhe begegnen können.
Diese Ideen und Ideale abzulehnen heißt für mich im Endeffekt, dass man weiterhin, wenn auch vermutlich in moralisch abgeschwächter Form, ein Verfechter des Kolonialismus ist und die herrschenden Ungerechtigkeiten bewusst in Kauf nimmt, nur damit sich die eigene Lage in keinem einzigen Punkt ändert.
dass die türken in "ihrem" land kein kopftuch tragen dürfen weiß ich.
wusstest du denn auch dass ein türkischer politiker seine tochter hier auf eine deutsche universität geschickt hat, nur damit sie HIER ihr kopftuch tragen darf?
da soll mal ein türke sagen deutschland wär scheiße.
Ich möchte nur mal schnell einen sachdienlichen Hinweis hinterlegen: In der Türkei ist das Tragen von Kopftüchern in staatlichen Behörden verboten. Alle öffentlich Bediensteten wie Beamte und Lehrerinnen, aber auch Schülerinnen und Studentinnen sind von dieser Regelung betroffen. Das Kopftuchverbot wird auch mit polizeilichen Maßnahmen durchgesetzt. (Ausschnitt aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes hierzu: )Die Türkei verfolge mit dem Verbot die Ziele, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und bürgerliche Freiheitsrechte zu schützen.
Das genaue Gegenteil von deiner, im letzten Absatz erwähnten These ist also der Fall (Auch wenn ich zugeben muss, dass die AKP (die aktuell regierende Partei der Türkei) es fast geschafft hätte einen der entsprechenen Verfassungsparagraphen zu lockern, welche des Kopftuchtragen reglementieren sollen). Versucht euch doch bitte etwas mehr auf Fakten, als auf Vorurteile und Parolen zu beziehen bei zukünftigen Argumentationen, da das ein angenehmeres Klima hervorruft und man sich dann auch viel eher beteiligen möchte.
jeder amerikaner, pole, engländer und sonst was darf stolz auf "sein land" sein und von "seinem amerika" oder sonst was reden, aber wenns jemand deutsches tut, kommt gleich so was. ich mag deutschland, das hat viel gutes.
und wenn es rassismus ist, dass man auf menschen, die es andersrum zum großteil auch nicht tut, keine rücksicht nimmt, oder welche, die sich daneben benehmen ausweisen lassen würden (gott, ich behalt auch keinen in der wohnung der alles zerdonnert, mich bestiehlt und mir aufn teppich kotzt), dann bin ich rassistin.
schade nur, dass es mich nicht stört, welche hautfarbe meine freunde haben, noch, welche religion sie ausleben, noch was sie essen, wenn sie mir respektvoll entgegentreten und mir auch MEINE kultur gewehren.
lauf mal in den tiefen der türkei ohne kopftuch rum.
aber die sollen hier in jeder stadt was weiß ich nicht was haben.
und wenn so ein ding hier 3meter weiter steht, betrifft es mich. unmittelbar.
sorry, aber der, der sich über andere kulturen aufregt hat wohl eher den stock im arsch. man könnte das nämlich auch lockerer sehen, aber man regt sich lieber über etwas auf, dass einen gar nicht betrifft.
ich entschuldige mich hiermit für meine undeutliche ausdrucksweise. meeeein gott haben hier alle nen stock im arsch oder was? -.- schlimmer als meine deutschlehrerin -.-
es ging ja in deinem beitrag nicht darum , dass muslime eine moschee besuchen, sondern dass sich "die ganzen muslime ins fäustchen lachen" etc. das ist verallgemeinerung, da du es ja damit allen unterstellst.
es sind doch muslime, die moscheen besuchen oder nicht?
genauso wie christen in die kirche gehen.
intolerant ist es außerdem, wenn man verallgemeinert. "die ganze muslime" etc., das ist für mich kein ernstzunehmendes argument.
wer bezahlts denn? wir armen steuerzahler, oh ja. und schon gewusst dass sich z.b. die npd zu 64% öffentlichen geldern finanziert? das ist garantiert mehr als für ein gebäude draufgeht. also würd ich die steuern als argument mal ganz hinten anstellen. denn wie man sieht wird der großteil unserer steuern für ganz andere sachen verschleudert, und eine moschee bildet dabei noch nichtmal einen bruchteil.
"andere religionen akzeptieren"
die ganzen muslime lachen sich doch eins ins fäustchen. hier dürfen sie ungestört ihre religionen ausleben und in der türkei dürfen keine kirchen gebaut werden? DAS ist intoleranz!
wart ihr schonmal in ner moschee? wenn ihr wüsstet wie und warum die "sitzordnungen" dort sind... nicht jeder mann würde sich da aufs beten konzentrieren - und dafür ne riesen moschee in köln-ehrenfeld bauen? naja.. wer bezahlts denn?
Ich zitiere mich einfach mal selber aus einem vorherigen Beitrag zu genau dem selbem Beitragsthema. (Die Diskussion kann man hier nachlesen: http://www.erdbeerlounge.de/erdbeertalk/Pro-NRW-Minarettverbot-_t1546893s3 )
Hat jemand der hier aktiven Minarett-Gegner tatsächlich selbst schon den Muezzinruf gehört? Lebt tatsächlich jemand in unmittelbarer Nähe zu einer Mosche mit Minarett?
Noch klingt vieles nach reiner Spekulation und nicht nach Erfahrungsbericht.
Persönlich kann ich nur sagen, dass der Gebetsruf nicht weiter störend ist und beispielsweise in Berlin vollkommen untergeht in dem alltäglichen städtischen Lärm. Faktisch sind wir nicht in Damaskus und die Rufe werden nicht elektro-akustisch verstärkt, sondern beschränken sich auf die reine natürlich Stimme. Diese kann faktisch keine 80dB überschreiten. Da wir in der modernen Welt alle größtenteils in einer akustisch "verschmutzten" Umgebung leben, sind 80dB schon allein durch den überall präsenten Verkehr erreicht. Selbst ein Staubsauger schafft es auf 70dB. Die mögliche Lärmbelästigung durch ein Minarett ist meiner Meinung nach also marginal.
Desweiteren sind christliche Glockentürme und Minarette durchaus vergleichbar durch ihre (ursprüngliche) Funktion der Ankündigung des Gottesdienstes bzw. des Gebets. In manchen Regionen Deutschlands läuten darüber hinaus die Glocken mehrfach am Tag, beispielsweise markieren in einigen Orten in Baden-Württemberg die Glockenschläge sogar jede Viertel Stunde. Dies überschreitet weit die Anzahl der Rufe, die von einem Minarett aus getätigt werden.
Auch das Argument der "Verschandelung" muss ich hier vehement zurückweisen. Schon sehr früh hat man sich im christlich geprägten Europa und Deutschland architektonisch aus vielerlei Absichten an den Orient angelehnt. So übernahm man für Kirchtürme auch die Bauweise des orientalischen Zwiebelturms (sehr häufig bei süddeutschen Barock-Kirchen zu sehen). Im Industriebau wurde sogar die hier kritisierte Minarett-Form verwendet, beispielsweise in der Schornsteinbauweise, die besonders schön in der ehemaligen Schultheiß-Brauerei, jetzt Kulturbrauerei, in Berlin zu sehen ist.
Abschließend kann ich nur sagen, dass man sich mit Kommentaren wie "Deutschland soll Deuschland bleiben" keine Freunde macht und damit argumentativ keine ernsthafte Diskussion weiterbringt. Es gibt nichts einzuwenden gegen ein Minarett oder eine Mochee. Das Argument, dass dort (welche Länder auch immer damit gemeint sind) Kirchen abgefackelt werden verleiht dem ganzen einen unweigerlich kindisch eingeschnappten Charakter. Das alttestamentarische "Auge um Auge" Prinzip ist halt doch irgendwie etwas aus der Mode.
danke veilchen! du sprichst mir aus der seele.
mein land? sorry, ich kanns mir nicht verkneifen. wieviel haste denn dafür bezahlt?
omg...
intoleranz ole'.
ich klink mich aus, das macht mich echt schon fast depressiv. wenn sich alle mal um ihre eigene scheiße so kümmern würden wie um die der anderen...
ich seh nicht ein, dass die in unserem land minarette bauen dürfen, wenn bei denen n kirchturm garantiert abgefackelt oder zerstört werden würde.
an kirchtürme bin ich gewöhnt, die gehören zu MEINER kultur, also können die in MEINEM land auch gerne stehen. und donnern.
ne moschee können sie gerne haben, das find ich sogar gut, aber so n brüllding? nein danke.
find das verbot von daher auch gut und richtig.
ehm erstens heißt net gleich,wenn man ein minarett hat,dass da 5-mal am tag "gebürllt"/auf gut deutsch gebetet werden muss und 2.ob sie die landschaft verschandeln soll mal im auge des betrachters liegen.
ich finde es in ordnung,wenn sie es nicht haben wollen ist alles schön und gut-aber komplett moscheen verbieten, wäre respektlos!
die verschandeln die landschaft? wie ignorant und primitiv ist das denn? wenn das eine argument widerlegt ist, wird irgendein anderes aus dem hut gezaubert oder was?
dieser antiislamismus kann einen echt auf den sack gehen...
Wenn man sich aber mal den Fall in Langenthal anschaut, merkt man das ein Minarettverbot nicht unbedingt in einer Lärmbelästigung begründet liegt. Die Muslime dort wollten nämlich ein Minarett bauen, dass nicht begehbar ist, von dem als keiner ausrufen kann. Die islamische Gemeinschaft dort hat sich sogar verpflichtet, von dort aus keine Gebetsrufe zu machen. Und trotzdem gab es ein ewiges hin und her, bei dem ich mich auch frage, was die Gründe dafür sind.
Auch wenn esvon der Häufigkeit nicht vergleichbar ist, käme doch auch niemand auf die Idee, einen Kirchturm zu verbieten weil ihm die Kirchenglocken nerven. Wenn die Gemeinschaften sich dazu verpflichten, keine Gebetsrufe zu veranstalten, seh ich da doch kein Problem.
dann verbietet aber auch krichenglocken die nerven genauso
find ich auch richtig, das verbot
minaretten sind keine moscheen. minaretten sind lediglich die dinger, von denen die moslems runterbrüllen, wenn gebetet werden soll.
vielleicht wurde dieses verbot einberufen, weil sich anwohner über "lärmbelästigung" beschwert haben?
also ich find vollkommen in ordnung dass das abgeschafft wurde