Dreister Betrug

Frau kauft Luxus-Taschen – schickt Fakes zurück

Daniel Schmidtam 03.06.2016 um 15:56 Uhr

In den USA ist eine Frau wegen Betruges festgenommen wurden, die über Jahre Online-Versandhäuser abgezockt hatte. Statt der von ihr gekauften Luxus-Taschen, schickte sie billige Kopien zurück und bekam ihr Geld wieder.

fake tasche

Dreister Betrug mit Designer Taschen: Amerikanerin kassiert doppelt ab.

Der Trick ist so einfach wie unverschämt. Im Internet Waren bestellen, gegen eine billige Kopie austauschen, Geld zurückbekommen, Original verscherbeln. Genauso hat es eine Frau in den USA offenbar über Jahre hinweg betrieben, wie der „Stern“ berichtet. Praepitcha Smatsorabudh war zunächst eine Wunsch-Kundin für die Modeindustrie. Die gebürtige Thailänderin bestellte bei verschiedenen Onlineshops fleißig Luxus-Handtaschen von Edelmarken wie Gucci, Prada und Chanel. Kostenpunkt: Je um die 2.000 Euro. Doch Smatsorabudh wollte die Taschen nicht behalten. Um die Luxus-Teile zurückzugeben, fuhr sie kreuz und quer durch die USA um die Taschen in den normalen Filialen der Shops zurückzugeben, vermutlich um Kontrollen beim Versand mit der Post zu umgehen. Jedes Mal übergab sie statt der echten Handtasche eine billige Kopie, die sie unter anderem aus China importiert haben soll. Dafür erhielt sie den vollen Kaufpreis zurück und machte ordentlich Kasse. Denn das schicke Original verkaufte sie dann weiter und strich ein zweites Mal Geld ein.

Designer machen mit Luxus-Handtaschen Milliarden Umsätze.

Designer machen mit Luxus-Handtaschen Milliarden Umsätze.

Von verdecktem Ermittler überführt

So betrügerisch genial der Plan der Amerikanerin auch gewesen sein mag, Verbrechen lohnen sich nun mal nicht. Und so kamen die Behörden der Betrügerin auch schlussendlich auf die Schliche. Einem Online-Händler waren die übermäßig vielen Retouren aufgefallen, Kontrollen wurden angeordnet. Das Ergebnis: Natürlich alles Fälschungen. Mit Hilfe eines verdeckten Ermittlers, der sich als an einer schwarzgehandelten Tasche interessierter Kunde ausgab, konnte die Täterin überführt werden. Im schlimmsten Fall drohen ihr bei einer Verhaftung nun bis zu 20 Jahre Haft.

Wie dreist man sein kann, einfach unfassbar! Gut, dass man die Dame dann doch noch erwischt hat, das ist immerhin kein Kavaliersdelikt mehr.

Bildquelle: iStock/Voyagerix/Malexeum

Topics:

Chanel, Gucci, Prada

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