Kult

Twiggy

Twiggy heute!

Twiggy heute!

Der Beatles-Kult, die Pille, steigende Löhne, die Verbreitung des Fernsehens, das Wettrennen zum Mond – all dies trug Mitte der 1960er Jahre zur wachsenden Bedeutung von Jugend und Kultur bei. Die Verwandlung der eleganten Dame der 1950er Jahre zur Kindfrau im Minikleid war ähnlich drastisch wie Anfang des Jahrhunderts der Übergang zu den 1920ern. Wieder ging aus einer kurvenreichen weiblichen Silhouette ein Look hervor, der ganz im Zeichen von Androgynität und Jugendlichkeit stand. Zur Ikone dieses Looks wurde das Model Twiggy.

Twiggy – Ihr Gesicht gehört zu den Swinging Sixties, wie Mary Quants Minirock und quietsch-bunte Kleidung mit Op-Art-Mustern.

Geboren wurde Twiggy 1949 als Lesley Hornby. Sie wuchs im Norden von London auf. Mit der Einschulung kamen die Hänseleien, die anderen Kinder nannten sie Twigs (Zweig), weil sie sehr groß und dünn war. Das entsprach so gar nicht dem Schönheitsideal der Generation des Wirtschaftswunders. Frauen waren weiblich und hatten Rundungen. Die Ikonen der 1950er Jahre waren vollbusige Stars wie Sophia Loren und Marylin Monroe.

Im Alter von fünfzehn begann Twiggy in einem Friseursalon zu arbeiten. Ein Arbeitskollege fand ihr Aussehen so außergewöhnlich, dass er sie als Haar-Model zu Vidal Sassoon schickte. In einem langwierigen, aufwendigen Verfahren wurden ihre Haare blondiert und sie bekam eine neue Frisur: Einen Bubikopf. Sie wurde anschließend fotografiert und mit diesem Foto über Nacht zum Gesicht Londons. Vidal Sassoon war damals der hippste und mutigste Friseur in London, kein Wunder also, dass der Twiggy-Bubikopf tausendfach kopiert wurde.

Foto: Dan Kitwood/gettyimages.

Kommentar (1)

  • silbertau am 08.07.2009 um 19:45 Uhr

    coole lebensgeschichte :d