Geht gar nicht!

Fälschung: Warum Fake Handtaschen ein No-Go sind

Daniel Schmidtam 19.04.2016 um 17:10 Uhr

Wer kennt ihn nicht, den Traum von einem echten Designerstück? Für manche würde schon die kleine Louis Vuitton Pochette reichen, andere sehnen sich nach einer klassischen Birkin von Hérmes. Fehlt das nötige Kleingeld, greifen immer mehr Menschen zur gefälschten Handtasche – doch davon solltest Du unbedingt die Finger lassen!

Fälschungen sind illegal!

Das wahrscheinlich deutlichste Argument gegen den Erwerb einer gefälschten Prada, Gucci etc. ist, dass der Erwerb genauso illegal ist wie die Herstellung. Wer Fakes aus Urlaubsländern wie Spanien oder der Türkei mit nach Deutschland bringt, kann am Zoll ordentlich Ärger bekommen. Im besten Fall wird einem das (nicht so) gute Stück am Flughafen nur weggenommen. Schlimmstenfalls droht sogar eine Anzeige. Der Zoll meldet jeden Verstoß grundsätzlich an den Rechteinhaber, also immer an den Konzern, der das Original herstellt. Man sollte dabei nicht glauben, dass große Firmen wie Michael Kors, Valentino usw. kein Interesse an Kleinigkeiten wie einzelnen Fälschungen haben. Zwar werden die meisten Verfahren dann eingestellt, aber zu einer Anzeige kommt es recht häufig. Das kann sogar dann passieren, wenn man zum Beispiel bei einer Online-Auktion eine Fälschung erwirbt. eBay und Co. überwachen nämlich ihre Auktionen und wenn ein Fake dabei auffällt, kann es auch da Ärger geben.

Gefälschte Prada Handtaschen

Gefälschte Handtaschen werden an Flughäfen und vernichtet.

Der Fake fällt auf

Bevor wir ausgehen, machen wir uns in den meisten Fällen jede Menge Gedanken über unser Aussehen. Sitzen die Haare und das Make-up? Ist die Kleidung sauber und ordentlich? Immerhin will niemand negativ auffallen. Das alles nützt nicht, wenn das schicke Outfit of the day mit einer gefälschten Louis Vuitton Tasche aus dem Urlaub in der Türkei verunziert wird. Denn in den wenigsten Fällen sind die Fälschungen so nah am Original, dass man die billige Kopie nicht schon auf 100 m Entfernung erkennt. Qualität steht bei den Plagiaten nämlich hinter Design und dazu sollte man generell Nein sagen. Qualität und Design müssen nicht teuer sein und wenn es eben noch nicht zum Original reicht, ist ein günstigeres, dafür aber originales Stück immer die bessere Alternative.

 

Der Traum vom Original

Zeitschriften, Werbung und Stars tragen uns ständig die neuesten Taschentrends vor der Nase entlang. Da ist es kein Wunder, dass frau (und immer öfter auch Männer) sich früher oder später nach so einem schicken Teil sehnt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass viele trendige Teile in ein paar Jahren nicht mehr so angesagt sind. Wer sich mal eine Murakami von Vuitton oder die Saddle Bag von Dior geleistet hat, muss sich heute fragen, ob man mit dem teuren Teil überhaupt noch vor die Tür gehen will.

Davon abgesehen wird jeder, der schon mal ein edles Stück bei Marc Jacobs, Chanel oder Céline erworben hat bestätigen, dass das ganze Drumherum absolut Teil der Erfahrung ist. Eine billige Fälschung, die mit anderen Fakes auf einer Decke am Straßenrand stand, wird Dir nie das gleiche Gefühl gegeben, wie das in Seidenpapier gebettete Original.

Finger Weg von Fakes und Fälschungen

Handtaschen Fälschungen sind ein No-Go

Betreten erlaubt. Auch, wer sich keine Tasche leisten kann, wird bei Chanel und Co. freundlich behandelt und darf sich umschauen

Klar, eine echte Designer-Handtasche ist teuer, für viele unerschwinglich. Doch ein Fake ist nicht die Lösung des Problems. Wenn die Sehnsucht richtig brennt, lohnt es sich vielleicht, das Geld nicht für eine Woche Türkei-Urlaub zu sparen, sondern in eine Handtasche zu investieren. Am Ende wirst Du damit auf jeden Fall glücklicher, als mit der Fälschung, die eigentlich gar nicht schön aussieht, schlecht verarbeitet ist und irgendwann vielleicht auseinanderfällt. Eine Garantie auf die Fälschung, die auch rund €100 und mehr kosten kann, gibt es nämlich natürlich auch nicht.

Eine echte Prada ist was wunderschönes. Warum also nicht mal eine Weile auf Kleinigkeiten verzichten oder sich eines dieser Mini-Modelle zulegen. Rechnet man all die Kleidungsstücke zusammen, die ungetragen im Schrank liegen, weil sie irgendwann mal billig waren, kommt man schnell auf einen dreistelligen Betrag. Das Sparen mag hart sein, aber mit dem Ziel Designertasche vor Augen, fällt es gleich viel leichter.

Bildquelle: GettyImages/Phillipe Lopez/Li Bingbing/Lionel Bonaventure

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