Der "T-Style"

Der “T-Style”

Auch Paris Hilton verkündet ihre Meinung
per T-Shirt
Quelle: dpa, Keystone Usa k03

Es gibt T-Shirts, die Geschichte geschrieben haben. Und es gibt „Bett-T-Shirts“, die niemand sehen soll. Einigen von uns dient das schlichte Kleidungsstück als lässiger Überwurf, wenn gerade nichts anderes zur Hand ist, für Andere kann das Lieblings-T-Shirt dagegen die ganze Welt bedeuten. Über all das entscheiden Sitz und Aufdruck. Gerade jetzt im Sommer, wenn es warm ist und das T-Shirt nicht unter dem Pullover verschwindet, ist es für uns eines der bedeutendsten Kleidungsstücke.

Ein Zeichen setzen
„Das T-Shirt ist die Visitenkarte seines Trägers“, sagt Professor Stephan Schneider vom Institut für experimentelles Bekleidungsdesign an der Universität der Künste in Berlin. „Es steht für das Verlangen, eine Aussage zu machen.“ Und es sei das beste Beispiel dafür, dass ein Kleidungsstück allein ein modisches Statement seiner Trägerin sein kann.
Es macht uns zu Trendsettern, wenn wir das richtige Gespür haben und ermöglicht es, Botschaften „vor sich her zu tragen“. Zuletzt konnten wir Mädels uns bei Stil-Ikone Carrie Bradshaw im neuen Sex and the City-Film von der Aktualität solcher Print-Shirts überzeugen. Wer weiß es schließlich besser als Carrie?

Das klassische, schlichte „T“ ohne Schnörkel beim Schnitt reduziert die Aussage auf das Wesentliche. Umso besser kann die Botschaft wirken. Und so demonstriert das T-Shirt Zugehörigkeit und Ablehnung.

Am Anfang war das Unterhemd…
Seine herausragende Bedeutung erhielt das Kleidungsstück in den 50er Jahren durch Marlon Brando – er machte das einstige Unterhemd überhaupt erst gesellschaftsfähig, indem er es im Film zum Symbol des Rebellen erhob, erklärt der Stilberater Ruben D`Laguna Diaz aus Stuttgart. Es war ein Tabu, Unterwäsche offen zu tragen – und Brando brach es (auch zur Freude der Damenwelt). Seitdem werden Statements und Zugehörigkeiten mit Vorliebe auf der Brust getragen.

Schon immer waren T-Shirts unsere Bekenntnisse zur Lieblingsband oder anderen Stars – niemand druckt “Metallica“ oder „Babyshambles“ auf Pyjamas oder Socken. Und so ist „I love New York“ eines der Motive, die uns heute immer noch in ihren Bann ziehen. Und auch der Aufdruck der „Rolling-Stones-Zunge“ hat sich in unseren Köpfen verankert. „Man kann mit dem T-Shirt viel zeigen: Wer ich bin, was ich denke – dazu war das T-Shirt seit jeher da“, sagt Diaz. „Es zeigt, wo ich hingehöre.“

Kommentar (1)

  • liebe diese tshirts <3