Karottenhose

Mom-Jeans: Tragen oder sein lassen?

Susanne Falleram 13.05.2016 um 15:35 Uhr

Ob man nun den Begriff Karottenhose oder oder den modernen Namen Mom-Jeans verwendet: Irgendwie klingt beides ziemlich uncool. Trotzdem ist genau diese Hose, die vielen noch mit Grauen aus den achtziger und neunziger Jahren in Erinnerung sein dürfte, wieder total angesagt. Da fragen wir uns natürlich: Mit dem Trend gehen und das gute (?) Stück tragen oder es doch lieber höflich, aber entschieden ignorieren?

need this 👖 || #inspo #streetstyle #momjeans #musthave #fashion #perfect

A photo posted by JULAVIE || munich based (@jula_vie) on

Puh, Karottenhosen. Wer durch alte Fotoalben blättert, trifft immer wieder auf sie. Zu Zeiten von Schulterpolstern und Co. waren sie der letzte Schrei, heute möchten wir beim Schwelgen in Mode-Erinnerungen eigentlich nur noch schreien. Typisch für diese speziellen Denim-Pants: Ein hoher Bund und ein lockerer Sitz, der jedoch zu den Beinenden hin wieder schmaler wird. Eben ganz der Form einer Karotte nachempfunden.

Jetzt erlebt die Karottenhose, umgetauft auf den Begriff Mom-Jeans, ein Fashion-Revival und will all unsere Vorurteile über Bord werfen. Der Name kommt übrigens daher, dass die Jeans aussehen, als stammen sie aus dem Kleiderschrank der Mutter. Models wie Bella Hadid und Candice Swanepoel tragen sie bereits regelmäßig. Sind sie nun also doch plötzlich cool?

Mom-Jeans kombinieren: So trägt man sie

Na gut, geben wir der Mom-Jeans einmal eine Chance, sich beim Styling zu beweisen. Wie Models und Modebloggerinnen es derzeit immer wieder vorführen, passt die Hose zum Beispiel gut zu anderen Relikten der Neunziger. Dazu gehört zum Beispiel das Crop-Top, das deshalb so gut zur Mom-Jeans kombiniert werden kann, weil deren Bund so hoch ist und das bauchfreie Oberteil mit ihr harmoniert. An Schuhen tragen die Damen dazu beispielsweise einfache Stoffsneaker; wenn es etwas schicker werden soll, dann verleihen ein paar spitze, sexy Pumps der Karottenhose ein wenig mehr Sex-Appeal. Dazu trägst man dann zum Beispiel eine lockere Bluse, die man in den Bund der Hose steckt.

Du könntest es ansonsten auch mal mit einem Denim-zu-Denim-Look probieren. Kombiniere dafür zur Mom-Jeans zum Beispiel ein angesagtes Jeanshemd.

Tragen oder nicht tragen, das ist hier die Frage

👖👕👟 #ootd #momjeans #croptop #messybun #fashion

A photo posted by RIKE, 20🌸 (@rikeandrsn) on

Wie man sieht, ist die Mom-Jeans also durchaus kombinierbar und so vielseitig wie die meisten anderen Jeans-Modelle auch. Zudem sind sie durch den lockeren Schnitt auch noch ziemlich bequem. Der Schnitt ist aber auch ihr großer Nachteil, denn durch den hohen Bund, verbunden mit der extra weiten Form, wirkt der Po schnell mal größer und gleichzeitig flacher, als er ist, und auch an den Oberschenkeln kann die Mom-Jeans auftragen. Sollte sie deshalb wirklich lieber bei Muttern bleiben?

Diplomatisch könnte man als Fazit sagen: Einen gewissen Trend-Faktor haben sie, vor allem durch den nach wie vor anherrschenden, allumfassenden Neunziger-Tendenz in der Mode. Wer sie trägt, sollte sich allerdings ihrer Wirkung auf die Figur bewusst sein. Wahrscheinlich sehen sie dann doch nur an Models und anderen, gertenschlanken Personen gut aus.

Bildquelle: Getty Images for IMG/Timur Emek

Kommentar (1)

  • peysley am 14.05.2016 um 16:33 Uhr

    Die Jeans auf dem Foto ist in meinen Augen keine Karottenhose. So wie in euerm Text beschrieben wäre eine Karottenhose an den Oberschenkeln weiter. Die Fotohose ist jedoch gerade geschnitten !