Wenn Carrie Bradshaw in „Sex and the City“ ihren berühmten Satz: „Ich liebe Schuhe” sagt, spricht sie Millionen Frauen aus der Seele. Die Liebe zu Schuhen scheint welten-, kulturen- und generationsübergreifend zu sein! Doch welche Schuhe lieben Frauen besonders? Welche Schuhe sind besonders angesagt? High-Heels, Pumps, Mary Janes, Peeptoes, Biker-Stiefel, Ankle-Boots, Sneaker, Mokassins, Brogues, Slippers, Ballerinas, Espandrilles, Flip-Flops, Loafers, Chelsea Boots, Sandaletten – erfahre alles über das hippe Schuhe ABC!

Ankle-Boots

Wie der Name (engl. „ankle“ = Knöchel) schon sagt, schließen Ankle-Boots am Knöchel ab. Lange Zeit galten die knöchelhohen Absatz-Schuhe als absolute Modesünde. 2007 erlebten Ankle Boots jedoch ein Fashion Revival, nachdem Modeschöpfer wie Marc Jacobs oder Paul Smith sie wieder auf den Laufsteg geschickt hatten. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem Fashion-Ikone Victoria Beckham nicht in 12 cm hohen Ankle-Boots über die Straße stöckelt.

Ballerinas

Ballerinas sind klassische, flache Schuhe, die ihren Namen der optischen Ähnlichkeit mit Ballett-Schläppchen verdanken. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Salvatore Capezio das Schuhmodell in New York. 1941 wurden Ballerinas dann erst der Damenwelt eröffnet, nachdem die Designerin Claire McCardell sie in ihre Kollektion aufgenommen hatte. Einzug in den Fashion-Olymp hielten die Ballerinas dann schließlich 1949, nachdem die flachen Schuhe auf dem Titelblatt der Vogue abgebildet waren und Audrey Hepburn sie zu ihren Lieblingsschuhen auserkoren hatte.

Biker-Stiefel

Biker-Stiefel, auch Biker-Boots genannt, sind schon seit Jahren ein unverzichtbares Mode-It-Piece. Die flachen Schuhe aus festem Leder und mit den derben Schnallen werden heute von Fashionistas stilsicher zu engen Röhrenjeans, Miniröcken, Kleidern oder Leggins kombiniert. Ursprünglich dienten die Schuhe lediglich Easyridern beim Motorradfahren. Auch wenn Biker-Stiefel an bestimmte Details gebunden sind, bestechen sie durch ihre Vielfalt: Es gibt sie aus Wildleder, Glattleder, mit goldenen oder silbernen Nieten verziert und in etlichen Farben.

Brogues

Brogues waren ursprünglich irische Arbeitsschuhe, die man an den Lochverzierungen an der Vorderkappe und am Schaft erkennt. Die Schuhe haben zudem eine breit gerundete Spitze, eine doppelte Sohle und eine Flügelkappe. Brogues (von irisch „bróg“ = Schuh) sind nicht mit den – optisch-verwandten – Budapestern zu verwechseln. Brogues haben erst in den letzten Jahren ein modisches Comeback erlebt. Besonders die Londoner Fans des lässigen Preppy-Looks, wie Alexa Chung und Keira Knightley, haben die flachen Männerschuhe wieder in der weiblichen Mode-Szene etabliert.

Chelsea-Boots

Chelsea-Boots, auch Chelsea-Stiefel genannt, sind klassische Herrenschuhmodelle. Dabei handelt es sich um eine flache Stiefelette, die bis kurz über den Knöchel reicht. Die seitlichen Gummibänder rechts und links vom Fußgelenk sind die Charakteristika dieser Schuhe. 1830 erfand der Schuhmacher von Königin Victoria, J. S. Hall, die praktischen Schuhe. Bereits in den 1860er Jahren erlangten Chelsea-Boots als so genannte „Beatle-Boots“ Bekanntheit. Die Beatles trugen wohl auch dazu bei, dass heute nicht mehr nur Männer die flachen Schuhe aus Leder tragen, sondern auch Frauen wie Sienna Miller oder Kate Moss.

Espandrilles

Espadrilles sind der Sommerklassiker schlechthin! Egal ob am Strand oder zum Grillen – kaum ein anderer Schuh sieht so lässig und hip aus wie die leichten Sommerschlupfschuhe. Espadrilles sind meist aus Leinen oder Baumwolle gefertigt, die Sohle aus Flachs oder Hanf geknüpft. Die atmungsaktiven Schuhe stammen aus dem heißen Spanien, vermutlich sogar aus Mallorca. Bis heute sind Espadrilles beliebt. Gerade erst erlebten sie ein fulminantes Fashion-Comeback! Entweder man kauft die Schuhe günstig von H&M oder dem katalanischen Markt, oder teuer von Chanel oder Lika Mimika, das Berliner Label ist für seine Lederespandrilles bekannt. Auch in den Sommerkollektionen namhafter Modelabels wie Hermès, Ungaro, Marc Jacobs oder Louis Vuitton sind regelmäßig stylische Espadrilles zu finden.

High Heels

Wie der Name schon sagt (engl. „High Heels“ = hohe Absätze) sind High Heels Schuhe mit einer Absatzhöhe ab zehn Zentimeter. Andere Merkmale gibt es bei dem sexy Klassiker nicht! So schlicht High Heels jedoch bei ihrer Definition sind, so extravagant und sexy sind sie mit Stil getragen. Frauen lieben High Heels, da sie die Beine optisch strecken und vielseitig einsetzbar sind: Egal, ob zu einem Pencilskirt im Business-Look oder weggehtauglich zu einer Röhrenjeans und Blazer. Wenn die Schuhe einen höheren Absatz als 14 Zentimeter haben, spricht man nicht mehr von klassischen High Heels, sondern von Skyscrapern, Balletheels, Ponyboots oder Killerheels. Diese High Heels Varianten kann aber wohl nur Lady Gaga tragen!

Jodhpur-Stiefel

Jodhpur-Stiefel gehen über den Knöchel, haben einen flachen Absatz und einen verstellbaren Riemen am Schaft. Ursprünglich ist der Jodhpur-Stiefel ein kurzer Reiterstiefel. Seit über 50 Jahren zählt er jedoch zu den klassischen Herrenschuhmodellen. Anfang der 90er Jahre entdeckten dann auch die Ladies die eleganten Schuhe für sich. Stilsicher wird der Leder-Stiefel in Kombination mit einer Röhrenhose oder als bequeme Variante unter einer Bootcut-Jeans getragen.

Loafer

Collegeschuhe, Slipper, Pennyloafer – alle diese beliebten Schuhe gehören zu der Familie des klassischen Schlupfhalbschuhs mit Absatz: Der Loafer. Loafers wurden erstmals 1910 in Amerika produziert. Ab 1930 führte dann die Firma Bass die Schuhe in den Universitäten ein und etablierte den Loafer als Männerschuh. Der Name Pennyloafer – Loafer, bei dem der Schaft zwei Schlitze an den Seiten hat – stammt aus dem süßen Brauch, dass sich die Studenten damals einen Penny als Glücksbringer in die Schuhe steckten. In den 1950er Jahren bewirkte der Gucci-Slipper mit der silbernen Miniaturtrense, dass der weiche Unisex-Loafer auch in der Modewelt Einkehr fand.

Mary Janes

Mary Janes sind schwarze Lackschuhe, die seit den 1920er Jahren von Frauen getragen werden. Klassisch haben Mary Janes flache Sohlen und keinen Absatz. Über dem Spann des Fußes verläuft eine, seitlich zu knöpfende, Ristspange. Namensgebend für diese Schuhe war die Schwester von Buster Brown, der Hauptfigur im gleichnamigen amerikanischen Comic von Richard Felton Outcault. Legendär sind die Mary Janes namens „Twiggy“ von Manolo Blahnik geworden, nachdem Carrie Bradshaw bei der Entdeckung des kultigen Schuhs in dem Vogue Accessoire-Fundus auf Fashion-Wolke Sieben schwebte.

Mokassins

Mokassins sind, ebenso wie Loafers, ein weiches Schuhmodell ohne Absatz und Innensohle, das auf der Oberseite ein zusätzliches Einsatzteil angenäht hat. Mokassins sind die Schuhe der Indianer und zählen daher zu den ältesten Schuhen der Menschheit. Im 18. Jahrhundert wurden die ersten Mokassins von den amerikanischen Siedlern nach Europa gebracht, wo sie erstmal als Hausschuhe Mode wurden. Die heutigen Mokassins werden durch, vom Original abweichende, Sohlen alltagstauglicher gemacht. Mokassins können sowohl als flache Halbschuhe, knöchelhohe Boots oder – um ein angenähtes Stiefelrohr verlängert – bis unter das Knie reichen. Unter Fashionistas sind besonders die schwarzen oder braunen Mokassins von der Marke Minnetonka begehrt.

Pumps

Pumps sind der Klassiker unter den Absatzschuhen und der Liebling der meisten Frauen! Sie sind weit ausgeschnitten, ohne Verschluss, mit flacher Sohle – wenn sie einen Plateau-Absatz haben spricht man von Plateauschuhen. Der Absatz von Pumps kann zwischen drei und 9,5 Zentimeter Höhe variieren. Pumps wurden im 17. Jahrhundert mit weißen Kniestrümpfen zu Kniebundhosen von männlichen Hoflakaien getragen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts trugen die Schuhe dann Dandys. In der zweiten Hälfte eroberten die Damen der Gesellschaft die schicken Treter für ihr Geschlecht. Heute werden Pumps zu allen Gelegenheiten von Fashionistas getragen. Sie eignen sich ideal für Büro, Bar- oder Club-Besuche. Besonders die spitze Variante ist dank Louis Vuitton oder Christian Louboutin wieder up to date. Peeptoes, die eine kleine Öffnung an der Schuhspitze haben, gehören auch zu der Familie der Pumps.

Sandalen

Sandalen sind ein Muss für heiße Tage! Die luftigen Riemchenschuhe wurden schon in der Antike von den alten Griechen (griechisch sandálion = Riemenschuh) und den Ägyptern getragen. Sandalen haben daher eine noch längere Tradition als Mokassins. Sandalen mit Absatz heißen Sandaletten und sind die ultimativen Street Style Klassiker der Modeszene. Sowohl Sandalen als auch Sandaletten bestechen durch ihren unerschöpflichen Facettenreichtum. Man denke nur an Römersandalen, Birkenstock, Treckingsandalen, Riemchensandalette, Plateausandalette usw.

Sneaker

Sneaker heißen übersetzt „Schleicher“. Schleicher deswegen, weil die Schuhe dank einer flexiblen Gummisohle kein Absatz-Geplapper von sich geben. „Sneaker“ ist der Oberbegriff für Sportschuhe, die auf die ersten Krokettschuhe aus dem England des späten 19. Jahrhunderts zurückgehen. Zu den traditionsreichsten Sneakern gehören Keds und Converse All Star, die 1917, bzw. 1919 in den USA erfunden wurden. Richtig populär hat James Dean Sneaker in den 1950er Jahren gemacht, nachdem er sich mit den pflegeleichten Turnschuhen hatte ablichten lassen. Sneaker wurden daraufhin von der ganzen Jugend getragen und zum Sinnbild des Protests gegen die herrschende Erwachsenenkultur stilisiert. Seitdem werden die sportlichen Schuhe in allen Varianten und zu (fast) allen Angelegenheiten getragen. 2011 eröffnete Isabel Marant mit ihren Hidden Wedge Sneakers – Turnschuhe mit integriertem Absatz – eine neue Ära. Andere Designer wie Marc Jacobs oder Chloé sind auch schon auf den Mode-Zug aufgesprungen.

Stiefel

Stiefel können einen langen Schaft haben, wie die beliebten Boho-Stiefel, oder einen halbhohen Schaft. Letztere werden auch Boots oder Booties genannt. Haben die halbhohen Stiefel einen Absatz, heißen sie Stiefeletten. Stiefel im Allgemeinen bestechen vor allem durch ihre Vielfalt: Es gibt sie aus Wildleder, gelackt, mit Raffungen, großen Schnallen, stylischen Nieten, großen Gamaschen, abgerundet oder spitz – auch der Absatz der Schuhe kann variieren. Boots passen zu Leggins, Röhrenjeans oder (im Sommer) zu Miniröcken. Hohe Stiefel kann man zu beinahe allem kombinieren.

Zehensandalen

Zehensandalen sagt heute kaum einer mehr. Flip Flops werden die praktischen Badesandalen aus Kunststoff mit Zehensteg nun genannt. Zehenstegsandalen gibt es jedoch nicht erst seit 1962, seitdem Havaianas Flip Flops herstellt, sondern schon seit Jahrtausenden. Besonders in Japan und im alten Ägypten wurden die Schuhe getragen. Flip Flop ist übrigens ein onomatopoetischer Begriff. Das heißt, dass das Wort den Geräuschen nachempfunden ist, die man beim Gehen darin macht. 1997 ließ sich die deutsche Triathletin Stefanie Schulze die Marke „flip-flop“ patentieren.

Und eins steht mal fest: Schuhe versetzen Frauen nicht erst seit Zalando in einen Freudentaumel!