Lena Hoschek
Miriam Bektasiam 05.07.2017

Mitarbeit: Susanne Faller

Endlich ist es wieder soweit: Es ist Mercedes-Benz Berlin Fashion Week! Vom 4. bis zum 7. Juli 2017 versammelt sich wieder einmal die internationale Fashion-Szene in der deutschen Mode-Hauptstadt. Wir sind auch dieses Mal während der ganzen Modewoche für dich unterwegs, um dir die heißesten Styles und Trends für das kommende Modejahr vorzustellen. Von Lena Hoschek über Guido Maria Kretschmer bis hin zu Marina Hoermanseder – wir blicken mit dir in die Zukunft und zeigen dir hier die coolsten Looks für den Frühling/Sommer 2018.

# Lena Hoschek: Kiss Me Piroschka!

Die Kollektion: Farbenfrohe Blumenornamente auf luftigen Kleidchen, Blusen und Röcke mit bunten Stickereien und Bänderverzierungen – die Frühjahr/Sommer 2018 Kollektion von Lena Hoschek begeisterte vor allem durch eins: Ganz viel Bohemian-Flair! Inspiriert von opulenter Folklore nahm uns die österreichische Designerin mit auf eine Reise quer durch Ungarn. Die Kollektion stand unter dem Motto „Kiss Me Piroschka“ und in diesem Sinne dominierte vor allem kräftiges Rot die ultra-femininen Designs der Österreicherin. Ganz oben auf unserer Shopping-Liste: Die kniehoch geschnürten, kirschroten Stilettos.

Der Beauty-Look: Passend zu den Entwürfen im Hippie-Chic schwebten die Models, angeführt von Franziska Knuppe, mit karmesinroten Kussmündern und aufwendigen Flechtfrisuren geschmückt von handgeflochtenen Blumenkränzen über den Laufsteg.

Das Show-Highlight: Zum Abschluss der Show ließ Lena Hoschek via Schilder-Post mit Sprechblasen wie „Viele Bussis aus Wien“ oder „Sorry, we prefer to stay at home“ Grüße über den Laufsteg ausrichten. Denn die Mode-Designerin, die während ihrer letzten Show mit Babynews überraschte, ist hochschwanger und war dieses Mal nicht nach Berlin angereist.

Unser Vlog: Fashion Week Berlin Tag 1

# Riani: Heiße Rhythmen bei der „Fiesta de Rianista“!

Die Kollektion: Wie bereits im Vorab-Interview mit Riani angedeutet, entführt uns das Label dieses Jahr nach Lateinamerika. Mit Klängen, mit Farben, mit verführerischen Schnitten: Cut-Outs, umspielende Volants, Tropen- und Sambatänzerinnen-Prints, dazu leuchtende Farben und eben diese gewisse, elegante Feminität, die typisch Riani ist. Ein spannender Mix, der überzeugt! So, wo kann ich mir meinen nächsten Urlaub buchen?

Der Beauty-Look: Urlaubstauglich, mit einem Hauch Feuer. Die Haare waren in sanfte Wellen gelegt, die Lippen zum tiefroten Kussmund geschminkt. Sexy und lässig zugleich!

Das Show-Highlight: Wir können uns gar nicht entscheiden, ob uns die Show-Eröffnung mit der heißen Tanzeinlage von Motsi Mabuse am besten gefallen hat oder die Gruppe Samba-Tänzer(innen), die in schillernden Karnevalskostümen zu Trommeltakten über den Laufsteg tanzten. Einigen wir uns auf: Tanz, Tanz, Tanz!

# Marc Cain: „Private Garden“

Die Kollektion: Colour-Blocking at its best. Keine kleinen Farbspielereien, nein, Marc Cain meint es bei der neuen Kollektion ernst: Lavendel, Magenta, Kobaltblau, Sonnengelb, nahezu jedes Kleidungsstück leuchtet in einer anderen Farbe. Besonders schön finden wir die Kombination aus knalligem Pink und Signalrot – ja, der Look funtioniert wirklich! Ein schöner Twist: Zu den schweren, intensiven Farben sind die Stoffe leicht, fließend, zum Teil transparent gewählt.

Der Beauty-Look: Mal kunstvoll verwobene Flechtzöpfe, mal locker nach hinten gekämmt: In Sachen Haare wünscht sich Marc Cain für Frühjahr und Sommer einen fast mühelosen Look, nur mit einem gewissen, stylischen Dreh. Das Make-up besticht durch eine Extraportion Glow (Stichwort: Strobing!) und einen Hauch Rosé für die Lippen. Ein natürlicher, sommerlicher Look, perfekt für warme Frühlingstage im „private Garden“.

Das Show-Highlight: Neben einer Gitarren-Einlage zu Beginn der Show (nach Riani der zweite musikalische Show-Opener und Abschluss!) sind es definitiv die intensiven Farben, die im Gedächtnis bleiben und so richtig Lust auf den kommenden Sommer machen – vielleicht wird das Wetter dann ja auch besser!

# Nathini van der Meer: American Dreams

Die Kollektion: Im Kaufhaus Jandorf entführte uns Nathini van der Meer in die Welt einer typisch amerikanischen High-School. Zu sehen gab es College-Jacken mit ledernen Ärmeln, Rollkragenpullover, transparente Blusen und sportive Hosen. Ihre deutlich amerikanisch angelehnte Kollektion zeigte sie inmitten großflächiger Graffiti-Kunstwerke. Kräftiges Rot, Blau und Gelb dominierten die handwerklich gut gestalteten Looks, die an die typischen Klischees einer High-School erinnerten: Die Bullys gegen Nerds.

Der Beauty-Look: Bei Nathini van der Meer standen vor allem die Modelooks im Vordergrund. Deshalb war das Make-up in zarten Nude-Tönen gehalten und auf aufwendiges Haarstyling wurde – ganz nach dem Motto: „Come as you are“ – beinahe komplett verzichtet.

Das Show-Highlight: Typisch amerikanisch, ganz im Sinne eines kitschigen High-School-Proms, war auch die Location gehalten. Dazu gehörten Vorhänge aus silbernem Lametta ebenso wie die emotionale Performance des Sängers Better Person am Ende der Show.

# Rebekka Ruétz: Aus einer anderen Galaxy

Die Kollektion: Jede Kollektion von Rebekka Ruétz beginnt mit einer Inspiration, die die Tiroler Designerin zu einem Motto ausformuliert: Dieses Mal standen Galaxymuster im Mittelpunkt der erfrischend modernen Kollektion der Österreicherin. Zu sehen gab es diese auf Satinkleidern, Shorts und Tops. Da waren außerdem Streetwear-Elemente, spannende Material- und Farbmixes, Blumenstickereien auf transparenten Röcken und Kleidern sowie Tops mit asymmetrischen Schnitten – musikalisch untermalt von Rockbands wie Grandson oder Wolfmother. Bei den Accessoires setzte die Tirolerin auf Handschuhe und Netzsöckchen in Creepers.

Der Beauty-Look: Der Half-Bun ist die Trendfrisur der Saison. Und die kam auch auf dem Catwalk bei Rebekka Ruétz zum Einsatz. Abgerundet wurde der Look mit gewagtem, blauen Eyeliner und schwarzen Lippen.

Das Show-Highlight: Von wegen Size Zero und blutjung: Bei ihrem Run setze Rebekka Ruétz unter anderem auf ein älteres Model mit grauen Haaren. Kündigt sich hier etwa eine neue Entwicklung zu mehr Diversität auf dem Laufsteg an?

# Marcel Ostertag: I’ve been looking for Freedom!

Die Kollektion: Als Inspiration für Marcel Ostertags „Freedom“-Kollektion diente eine Eintagsfliege und die Frage, was man tun würde, wenn man (wie eine Eintagsfliege) nur noch einen Tag zum Leben hätte. Das Ergebnis? Erfrischend leichte Entwürfe, die sich durch zarte Töne, dezente Quastendetails, betonte Taillen, bunte Streifen und sehr viel Eleganz auszeichneten. Zu sehen gab es Ohrringe in Form von Peacezeichen, Miniröcke und Kleider mit Skarabäuskäfer- und Fliegenprints als immer wiederkehrendes Element.

Der Beauty-Look: Natürliche Beauty-Looks krönten die Designs von Marcel Ostertags Frühling/Sommerkollektion 2018. Dazu zählten Nude Lips ebenso wie sanfte Beach Waves.

Das Show-Highlight: Die mit Pailletten bestickten Glamourlooks waren das Highlight von Marcel Ostertags Kollektion. Dank transparenten Einsätzen blitzte neben den Glitzer-Pailletten auch etwas nackte Haut durch.

# Vladimir Karaleev: Progressiver Dekonstruktivismus

Die Kollektion: Vladimir Karaleev denkt langfristig. Von Kollektion zu Kollektion verfolgt der Berliner Designer immer wieder die gleichen Ansätze: Er nimmt klassische Kleidungsstücke und dekonstruiert sie Margiela-like mit künstlerischen Schnitttechniken. Auf dieser Grundlage erschuf er auch die Looks für seine aktuelle Kollektion. Besonders beeindruckend: die Tops mit innovativ gesetzten Falten.

Der Beauty-Look: Außergewöhnlich und anspruchsvoll lautete das Motto bei Vladimir Karaleevs Beauty-Styles. Die Haare der Models waren im Wet-Look locker nach hinten genommen und das Make-up zeichnete sich durch einen dezent natürlichen Glow aus.

Das Show-Highlight: Passend zu den kontemporären Looks wählte Vladimir Karaleev progressive Elektroklänge zur musikalischen Untermalung seiner Show.

Marina Hoermanseder: Größer, nackter, selbstbewusster!

Die Kollektion: Die österreichische Designerin besinnt sich in ihrer Frühjahr-/Sommerkollektion 2018 auf einige Klassiker in der Damenmode, denen sie einen neuen Twist im typischen Hoermanseder-Style verpasst. Da wäre zum Beispiel eine klassische, taubenblaue Anzughose, die vorne komplett aufgeschlitzt ist und mit etlichen Gürtelschnallen zusammengehalten wird. Oder ein Oversized-Hoodie, der eine Gürtelschnalle als XL-Print hat. Eine angesagte verkürzte Schlaghose, die unter den Knien mit kleinen, rosa Gürteln akzentuiert wurde. Der Hoermanseder-Signature-Look lebt!

Besonders spannend fanden wir, dass Marina Hoermanseder diesmal einen sportiven, beinahe legeren Look mit ihrer typischen Design-DNA verbinden konnte. Ein bisschen Business-Frau, ein bisschen College-Girl, dazu eine Prise Leder- und Riemen-Fetisch = Heiß!

Der Beauty-Look: Das Make-up ist puristisch in Nudetönen gehalten; nur ein Model trägt ein auffälliges Babuschka-Make-up mit angemalten Wimpern und rotem Puppenmund, passend zu ihrem Babuschka-Kleid (natürlich mit Gürtelelementen). Die Haare sind kunstvoll eingerollt und am Kopf zusammengesteckt.

Das Show-Highlight: Der Hingucker schlechthin, mit einem gewissen Amüsement, war das erwähnte, steif konstruierte Babuschka-Kleid. Das Model hatte sichtlich wenig Bewegungsfreiheit und musste sich Roboter-artig fortbewegen. Und da sage nochmal einer, dass Modeln einfach sei! Neben dieser Kür sind für uns die Schlaghose sowie die Cutout-Stoffhose mit Gürtel-Details absolute Lieblingsteile. Haben wollen!

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Bleib dran!

Bildquellen: Getty Images for Lena Hoschek/Frazer Harrison


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