Ehrliche Worte

Nachhaltige Mode: Wie wichtig ist Dir Fair Fashion?

Susanne Falleram 01.07.2016 um 20:47 Uhr

Nachhaltige Mode ist ein Thema, dass mittlerweile einen ziemlich hohen Stellenwert hat – oder zumindest haben sollte. Slow Fashion, Upcycling und Co. liegen definitiv im Trend, doch erreicht der Gedanke der Wichtigkeit von nachhaltig produzierter Kleidung eigentlich jeden? Auf der Berlin Fashion Week haben uns die Besucher und einige Stars verraten, wie wichtig ihnen Nachhaltigkeit bei Mode wirklich ist:

Wie dem Fast Food verfallen wir auch bestimmte alle hin und wieder der Fast Fashion. Das Konsumieren von Trend-Bekleidung, die fast täglich neu in die großen Modegeschäfte kommt, ist ja auch irgendwo verlockend. Doch mit Nachhaltigkeit hat das Ganze leider wenig zu tun. Massenproduktion, Niedriglöhne, unmenschliche Arbeitsbedingungen in den großen Fabriken, nur damit ein Großteil wieder weggeworfen wird, weil die Qualität nicht stimmt oder man einfach keine Lust mehr auf das eine oder andere, ausgefallene Teil hat.

Faire Mode, die aus ökologisch angebauten Stoffen besteht und unter humanen Bedingungen produziert wurde, sollte entsprechend wichtig genommen werden. Aber wird sie das auch?

Nachhaltige Mode: Das sagen Besucher und Stars der Berlin Fashion Week

Wir wissen ja alle, wie die produziert werden

„Ich kaufe super viele Second-Hand-Sachen, weil diese Wegwerf-Fashion nicht mein Ding ist“, sagt Blogger Riccardo Simonetti.

Blogger-Kollegin Fatima Yarie schließt sich der Meinung an und spricht auch über ihre Vorbild-Funktion: „Es ist eine Aufgabe, die man als Blogger hat, dass man da drauf schaut. Ich selber würde keinen Pelz tragen.“

Model Marc Eggers bringt das große Problem von nachhaltiger Mode auf den Punkt: „Man weiß leider selber gar nicht, wo viele Sachen produziert werden. Man kann es gar nicht Eins zu Eins nachvollziehen. Es gibt gewisse Läden, die ich definitiv auch meide.“

Alle weiteren, spannenden Meinungen zum Thema nachhaltige, faire Mode siehst Du oben im Video.

Ultimative Tipps für Nachhaltigkeit beim Mode-Konsum

  • Second Hand kaufen: Warum immer wieder neu kaufen, wenn es auch bei gebrauchter Kleidung einige tolle Schätze zu entdecken gibt? Vintage-Mode boomt! Und das Stöbern durch Second-Hand-Läden (oder Online-Shops!) macht fast noch mehr Spaß. Du kannst Dir auch Deine Freundin schnappen und einmal über einen Flohmarkt schlendern. Wer weiß, auf was man alles Tolles stößt?
  • Tauschen: Schon mal auf einer Tauschparty für Klamotten gewesen? Wenn nicht, dann versuch es jetzt einmal! Bringe einfach Deine ausrangierte Kleidung mit uns tausche sie gegen die Teile von anderen Teilnehmerinnen. So gewinnt jeder neuer Schätze dazu, ohne dafür extra etwas Neues kaufen zu müssen.
  • Hochwertige Basics kaufen: Setzt man einmal auf Qualität und ein hochwertiges Bio-Material, muss man garantiert nicht fünf Mal nachkaufen. So belastet man auch gleich viel weniger die Umwelt. Und Basics lassen sich immer kombinieren!
  • Nach nachhaltigen Modelabels Ausschau halten: Eine Liste findest Du zum Beispiel hier. Hier kannst Du Dir auch sicher sein, dass die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde.

Kommentar (1)

  • Sehr interessant... ich versuche fair kleidung zu kaufen aber ist nicht immer so einfach Labels zu finden, die fair hergestellt sind.