Oben ohne

#freethenipple: So gelingt der Look ohne BH

Susanne Falleram 25.05.2016 um 11:37 Uhr

Wie oft geht frau eigentlich ohne BH aus dem Haus? Ungefähr… nie. Ohne das Dessous-Stück fühlen wir uns nämlich ziemlich nackt und haltlos. Jetzt wird allerdings immer öfter dazu geraten, den BH einfach mal wegzulassen. Denn das soll die Brüste schöner machen! Warum das so ist und wie der Oben-Ohne-Auftritt gelingt, erklären wir Dir hier.

#freethenipple: Nicht nur auf Instagram und Co. setzen sich viele Ladys dafür ein, dass ein barbusiger Auftritt von uns in der Öffentlichkeit und auf Social-Media-Kanälen keinem allgemeingültigen Verbot mehr gleichen soll. Tatsächlich ist der Gang ohne BH etwas, das gerne mal kritisch beäugt wird – nicht nur von Männern, sondern zugegebenermaßen auch von uns. Doch warum eigentlich? Es hat immerhin so einige Vorteile, Push-up und Co. mal in der Schublade liegen zu lassen. Und das nicht nur, weil es bei einigen tiefen Ausschnitten und rückenfreien Kleidern einfach schöner aussieht, wenn kein BH herauslugt. Tatsächlich profitiert der Busen selbst auch von seiner Befreiung!

Ohne BH = straffer Busen!

Ohne BH

Ohne BH herumzulaufen, kann für den Busen sogar positiv sein

Eigentlich hat sich in unserem Kopf folgender Gedanke festgesetzt: Wenn wir unseren Busen nicht durch einen BH stützen, dann wird er mir der Zeit schlaff und hängt irgendwann nahe des Bauchnabel-Äquators, was uns wiederum in Frustanfälle und Verzweiflung stürzt. Tatsächlich scheint jedoch genau das Gegenteil der Fall zu sein! Die Schwerkraft scheint unserem Busen nämlich gar nicht so zu schaden, wie wir es bisher annahmen.

Das sagt zumindest der Sportwissenschaftler Jean-Denis Rouillon, der eigens eine Studie zu dem Thema durchgeführt hat – und das über 15 Jahre. In diesem Zeitraum beobachtete er die Folgen, die das Leben ohne BH für 330 Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahre hatte. Das Ergebnis: Der Busen ist straffer, die Brustwarzen sollen sich sogar um etwa 7 Millimeter pro Jahr gehoben haben. Auch über Rückenschmerzen wurde sich weniger beklagt. Dadurch, dass die Brust keine künstliche Stütze bekommt, wird das Bindegewebe nicht schlaffer, sondern stärkt sich selbst, sodass der Busen mit der Zeit von alleine straffer wird.

Das sollte man tun, wenn man ohne BH unterwegs ist

Angela Lindvall

Model Angela Lindvall weiß, wie man oben ohne trägt

Klar, eines muss man vorweg sagen: Frauen, die sehr große Brüste haben, sollten von dem Oben-Ohne-Experiment vielleicht doch absehen. Wer weiß, dass er ohne BH schon bei kleinen Erschütterungen Schmerzen bekommt, der sollte weiter auf die zusätzliche Unterstützung setzen. Alle anderen können den Look ja hier und da einmal ausprobieren. Hier ein paar Tipps, wie der selbstbewusste, barbusige Auftritt gelingt:

  • Zu Beginn lockere Kleidung wählen: Aller Anfang ist schwer und das gilt wohl auch für das Nacktsein obenrum. Damit man sich nicht gleich völlig entblößt fühlt, sollte man am Anfang eher zu weiten Blusen greifen oder Tops mit einem festen Stoff, bei dem sich nicht gleich alles abzeichnet. Außerdem hilft es, ein Jäckchen bereithalten, mit dem man seinen blanken Busen nochmal zusätzlich überdecken kann. So trägt sich das Nichts-Tragen gleich etwas angenehmer. Später kann man dann ja immer noch mutiger werden…
  • Die Brustwarzen abkleben: Ein Nippel-Blitzer ist beim Nackt-Look natürlich ein Risiko. Wer sich hier nicht brüskieren will, der kann sie mit Brustwarzen-Klebern versehen. Diese gibt es entweder doppelseitig, sodass Du sie am Oberteil befestigen kannst, oder Du wählst einfach Aufkleber, die immerhin für einen bewussten Hingucker sorgen, sollte mal etwas verrutschen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen beiden, schwarzen Kreuzen, die Du über Amazon bekommst?
  • Haltung bewahren: Was beim Ohne-BH-Gang wichtig ist, ist eine aufrechte Haltung. Dadurch wirkt der Busen automatisch angehoben und gestrafft. Außerdem willst Du doch Dein kleines Nackt-Experiment selbstbewusst präsentieren! Also: Brust raus, Bauch rein und los geht’s!

Ohne BH herumlaufen? Warum nicht! Gerade im Sommer ist es doch auch mal angenehm, eine frische Brise um den Oberkörper zu spüren und sich von keinem BH eingeengt zu fühlen. Das Gefühl von Freiheit und Hippie-Nostalgie wollen wir zumindest einmal am eigenen Leib spüren, oder?

Bildquelle: iStock/Staras, Getty Images/AFP/ALBERTO PIZZOLI, iStock/artemisphoto

Kommentar (1)

  • doro1977 am 06.06.2016 um 10:54 Uhr

    Schöner Artikel. Gehöre selbst zu der kleinen Gruppe von Frauen die selten bis gar nie einen BH trägt, obwohl ich das eine oder andere exklusive Stück besitze. Bei B-Cups ist das durchaus möglich und habe bis jetzt noch keine Anzeichen eines Hängebusen. Bei größeren Oberweiten kann ich es mir allerdings doch schwer vorstellen keinen zu Tragen.


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