HomepageForenFamilien- & ElternforumWer die Hand gegen sein Kind erhebt ohne sich unverzüglich zu entschuldigen hat sich als erziehender Elternteil disqualifiziert!

Ashelin

am 29.03.2010 um 00:02 Uhr

Wer die Hand gegen sein Kind erhebt ohne sich unverzüglich zu entschuldigen hat sich als erziehender Elternteil disqualifiziert!

Irgendwie stresst mich der Gedanke immer wieder, dass es viele Menschen zu geben scheint, die einen `Klaps` für okay befinden…

Es gibt niemals eine Rechtfertigung die Hand gegen sein eigenes Kind zu erheben. Das lässt sich auch alles anders regeln.

Da sind meine Geschwister und ich die besten Beispiele:

Meine Mutter hat uns immer, wirklich IMMER erklärt warum sie nicht möchte, dass wir etwas machen und OH WUNDER.. Kinder sind ja zugänglich für Vernunft, wenn sie den Sinn dahinter verstehen.
Wenn sie nur sinnlose Befehle kriegen, dann können sie die Richtigkeit und den Wichtigkeitsgrad natürlich nicht abschätzen…
genau wie: man fährt in den Urlaub.. Flugzeug, Bus.. was weiß ich… und erwartet von den Kindern, dass sie die anderen Passagiere nicht nerven. Dann nimmt man eben Spielsachen mit und beschäftigt den/die kleine/n friedlich und versucht dem Kind auch Ruhe zu vermitteln.

Klar, wenn den Schuhfetischisten jemand sagt: ne, den Schuh kaufst du dir nicht, obwohl es der schönste Schuh ist, den sie in ihrem Leben jemals gesehen haben, und man erklärt ihnen nicht warum sie den nicht kaufen sollen, dann werden sie einem garantiert den Vogel zeigen und ihn sehr wohl trotzdem einpacken.

Wenn mein Mann nicht tut was ich will, dann geh ich auch nicht zu ihm und hau ihm auf die Finger, den Po, ins Gesicht… nein, ich rede mit ihm.

Natürlich KANN man im Affekt mal ausversehen seinem kind auf den Po `klapsen`… aber um dem Kind zu zeigen, dass das etwas ist, was man nicht tut und aus Respekt vor dem kleinen Menschen, ist es eigentlich ein Muss mit dem kind darüber zu reden und sich zu entschuldigen.

Wenn ein Kind nervt, kann man ihm auch mal ganz klar sagen, dass man 10 Minuten braucht und man dann nochmal drüber reden kann. So bewältigt man sicher mehr Probleme.

( bevor jetzt die Aufschreie kommen: `ich hab auch mal einen Klaps gekriegt und es hat mir nicht geschadet`…der Witz ist, es hätte anders vermutlich genauso gut funktioniert, wenn man eine Grundlage für ne Unterhaltung geschaffen hätte…. vermutlich sogar besser… und wie man sieht: Kinder die mal eine verpasst gekriegt haben sehen es als völlig in Ordnung an…???? Ist das wünschenswert?)

Antworten

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  • von Ashelin am 02.04.2010 um 22:34 Uhr

    @tinkabell

    du kennst doch bestimmt den spruch:

    wer keine ahnung hat, einfach mal….. usw.

    wer sagt denn wer hier keine kinder hat und wer keine erfahrungen mit kindererziehung hat und wer doch???
    siehst du das an irgendwas?
    und vermutlich hast du nicht wirklich gelesen was hier geschrieben wurde, sonst würdest du so ein unnützes zeug gar nicht schreiben.

    wenn ein kind zum ersten mal beißt, weil es nicht weiß, dass es jemand schmerzen verursacht – woher zum geier soll es das wissen???? – kann man das nem kind erklären, sobald es die kapazität hat es zu verstehen.
    bis dahin kann man dafür sorgen dass es einen nicht erwischt. krieg ich sogar bei meinem wirbelwindigen sohn hin obwohl er sehr schnell ist :)

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  • von Stephylein am 31.03.2010 um 14:51 Uhr

    Super Lösung!!

    Und was hat das Kind jetzt gelernt?? Ich darf nicht beißen, weil Mama mir sonst eine auf den Mund gibt.

    Bei richtiger Erziehung hätte das Kind gelernt: Ich darf nicht beißen, weil es der Mama weh tut.

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  • von Elementarteil am 30.03.2010 um 13:33 Uhr

    Ich stehe da voll hinter deiner Meinung! Ich denke sowas ist absolut keine Lösung. Ich persönlich wurde in meiner Kindheit nie geschlagen, auch wenn es vll das ein oder andere mal Grund dazu gab, aber meine eltern haben das immer anders gelöst!

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  • von Ashelin am 29.03.2010 um 22:14 Uhr

    AAALSO

    ich hab meine mutter heut mittag mal konsultiert.

    sie hat mir erstmal gesagt dass wir ALLE durchaus in der lage waren auch mit 2 jahren zu verstehen wenn sie gesagt hat `warte an der straße, da ist es gefährlich, weil da autos fahren`
    und für derartige erklärungen waren wir alle zugänglich.

    natürlich ist ein kind auch auch mal widerwillig, aber dann muss man eben sagen: wenn du das und das tust, dann hat das diese und jene konsequenz…
    dann kann man konsequent sein

    vor allem ist das kind ja nun nicht schuld dran. es muss ja erstmal lernen wie es mit dem leben umzugehen hat.
    und wenn man nicht in der lage ist stark genug zu sein dem kind auf eine angemessene art beizubringen, wie es läuft, dann ist man eben zu schwach dafür.
    das finde ich irgendwie kein befriedigendes ergebnis.

    naja. ansonsten sind meine fürsprecher ja durchaus mit argumenten aufgetreten, die ich selber auch teile…

    zB. stephyleins maßnahme mit dem vorlesen…

    find ich total super.

    hab neulich im supermarkt eine szene beobachtet, wobei mir die haare zu berge gestanden sind:

    ne mutter hat ihr kind im einkaufswagen geparkt… war mit allem beschäftigt ausser mit dem kleinen mädchen … und ist halt si nah an das regal mit den bunten päckchen rangefahren… natürlich hat das kleine die hände nach dem ganzen tollen spielzeug ( cornflakesverpackungen und so ) ausgestreckt…

    wie die der kleinen auf die finger gehauen hat… das hat durch den ganzen laden geschallt…

    natürlich kann man dann die hand vom kind nehmen und von den sachen wegtun und ihm sagen, dass es das nicht darf, weil…….. aber mit nem kleinen kind fährt man doch nicht so nah an regale dran, wenn man nicht aufpasst…

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  • von Holly_1 am 29.03.2010 um 17:00 Uhr

    eigentlich alle Genies dieser Welt wurden geschlagen und haben nicht nur mal nen Klaps gekriegt.
    Allein die Wortwahl dieses Artikels und das dann unten noch die Bild vorkommt, macht das ganze noch unglaubwürdiger als es eh schon war XD

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  • von mania am 29.03.2010 um 10:19 Uhr

    ich halte gar nichts davon. auch wenn es nur ein winziger klaps ist. ich habe auch schon 3 jahre in einem kiondergarten + kita gearbeitet. bin auch ohne ausgekommen. klapse zeigen einfach nur schwäche des erwachsenen. und damit möchte ich nicht sagen das kinder so gar nie nerven und einen an die grenzen bringt! und mit dem nachfolgendem link möchte ich noch alle pro-klaps-fraktionen zum nochmaligen nachdenken bringen.

    http://www.kindheitsblog.de/studie-klaps-auf-den-po-macht-dumm/

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  • von Stephylein am 29.03.2010 um 09:41 Uhr

    Und dann kommt noch dazu, dass sie sich das ja auch abgucken. Wenn sie nicht tun was Mama will, kriegen sie einen hinten drauf. Wenn dann also die Kinder im Kindergarten nicht tun, was mein Kind will, dann kriegen sie einen Klaps von meinem Kind.

    Woher soll das Kind den Unterschied kennen: Mama darf klapsen, ich aber nicht. Hä?

    Meine Tochter hat in einer ihrer Phasen auch schonmal neben mir gestanden, geschrieen und mich gehauen. Hätte ich zurückschlagen sollen? Wo hätte das denn geendet? Dafür habe ich sie abends ohne Gute-Nacht-Geschichte schlafen gelegt mit der Begründung, wenn du mich haust, möchte ich dir nichts vorlesen. Am nächsten Tag hat sie sich entschuldigt.

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  • von GeckosGirl am 29.03.2010 um 09:35 Uhr

    Ich sehe das ganz genauso Ashelin, ich würde niemals meine Kinder irgendwie körperlich angehen nur weil sie nicht das tun was ich von ihnen erwarte.
    Ich muß allerdings zugeben das ich schonmal zurückgehauen oder gebissen habe wenn sie es zuerst getan haben.

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  • von Stephylein am 29.03.2010 um 09:32 Uhr

    Ich denke, ein Klaps ist etwas, was in einer schwierigen Situation aus eigener Verzweiflung raus schonmal passieren KANN aber nicht SOLLTE. Denn der Klaps bewirkt erziehungstechnisch nichts. In dem Moment wo man “klapst” ist man schwach und überfordert und weiß sich anders nicht mehr zu helfen.

    Ich habe eine Dreijährige und weiß wovon ich rede. Es ist mir selbst schon passiert und ich schäme mich dafür.

    Einem Kind mit Worten oder Gesten zu zeigen, was es darf und was nicht heißt nicht, mit ihm zu diskutieren. Ich bin nicht für antiauthoritäre Erziehung aber für gewaltfreie und durchdachte. Ich habe mit meiner Tochter schon einige Trotzphasen durch und es klappt alles ohne zu “klapsen”.

    Klar, wenn ich dem Kind eine hinten drauf gebe, ist es erst mal still bzw. der Wille gebrochen, weil es jetzt über den Klaps nachdenkt und dadurch vergisst, seinen Dickkopf durchzusetzen. Das ist natürlich einfacher, als sich das trotzige Kind anzuhören, bis es sich von selbst beruhigt. Und sie beruhigen sich alle von selbst. Auch ohne Klaps und Geschrei der Mutter, was es allenfalls noch schlimmer macht.

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  • von Nine_ am 29.03.2010 um 02:52 Uhr

    Mal abgesehen von der Schlagen oder nicht-Schlagen-Diskussion:

    Was das Reden/Erklären/Begründen angeht so gibts da nen gewissen Unterschied: Von einem Erwachsenen kann man nen gewissen Intellekt erwarten – ein Kind dagegen versteht noch nicht alles bzw. kann vieles nicht einschätzen und darum bringt es nichts ellenlange Diskussionen zu führen und das Kind zu überfordern.
    Wenn ein Kind bockt und trotzig ist, dann kann man meist noch so viel reden.

    Meiner Meinung nach ist es falsch ein Kind auf die gleiche Stufe wie nen Erwachsenen zu stellen. Ein Kind ist ein Kind, darum darf es sich auch wie eins verhalten – aber die Entscheidungen treffen die Eltern, und dem muss nicht immer ein Vortrag vorausgehen. Wenn es nicht hören will, dann heißt es konsequent sein.

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  • von Ashelin am 29.03.2010 um 02:38 Uhr

    @gefährtin

    ich versteh dich absolut und kann auch total nachvollziehen was du sagst.
    aber ich sehe es nunmal einfach nicht so…. und das ist auch von meiner seite her jetzt absolut nicht böse gemeint.
    hast wirklich gut versucht zu erklären wieso und was genau du meinst.
    danke dafür.

    aber ich denke es geht auch die vorarbeit sehr stark mit ein in die umgänglichkeit der kinder in der situation… und ich bin immernoch überzeugt dass man selbst grenzüberschreitungen mit anderen konsequenzen regeln kann als mit einem klaps.
    aber wie gesagt. da lass ich mich morgen …. heute.. nochmal von meiner mutter briefen :)
    bin echt mal gespannt

    ach … btw. ich hab doch schon situationen mit kindern gehabt, die sich dermaßen daneben benommen haben… hab auch mal babysitting hinter mir… die waren allerdings von 4 aufwärts.
    aber seltsamerweise hab ich mir nie gedacht `halt die fresse blag` oder so… vllt hab ich mich kurz geärgert, aber ich hatte nie aggressionen gegenüber den kindern selber.

    das einzige wo ich maulig werd ist bei mir eh, wenn zb. mein mann morgens nicht wach wird, wenn er den kleinen zum frühfläschchen übernehmen soll, weil ich die nachtschicht hatte und er sich einfach tot stellt. bis ich eh zu wach bin um einzuschlafen :)

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  • von Ashelin am 29.03.2010 um 00:40 Uhr

    Mein kleiner hat noch etwas zeit bis dahin, aber ich werd meine mutter einfach morgen nochmal fragen, wie sies damals bei uns in dem alter gehandhabt hat und wie das mit den `erklärungen` funktioniert hat

    ich weiß ja nicht auf welche situationen du dich jetzt beziehst… aber ich denke von mir aus, dass man mit tollen freiheiten, wie `du darfst bis zur ecke allein gehen, aber warte dann da auf mich`… wenn die etwa 5 meter weit weg ist zB schon einiges reissen kann…
    sofern mein kleiner mit 2 jahren schon alt genug ist zu verstehen wenn ich ihm das sage… und ganz klar wenn er nicht wartet, dann würd ich sagen, dass er dann leider für den rest des weges an der hand laufen muss, wenn er sich nicht daran hält.

    genaueres als eine vorstellung kann ich dann gern mit den infos meiner mutter über 2jährige sagen, oder wenn mein zwerg so alt ist. aber das dauert dann noch eine ganze weile :)

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  • von Ashelin am 29.03.2010 um 00:08 Uhr

    noch nicht, aber wie gesagt hat meine mutter mit 3 kindern `klapsfrei` wunderbar gelebt und wir waren bestimmt auch mal irgendwann 2… da bin ich ganz ganz sicher. :)

    und sollte ich mal im zweifel sein, werde ich sie fragen wie sies gemacht hat

    Antwort
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