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Josie_

am 05.08.2009 um 18:56 Uhr

eine geschichte von mir, wie findet ihr die? teil 1

Es war ein ganz normaler Samstag im Mai gewesen. Ich war mit meiner kleinen Tochter im Einkaufszentrum gewesen, in der Spielzeugabteilung. Wir wollten ihr ein Geburtstagsgeschenk kaufen.
Laura, meine kleine Tochter, hatte sich plötzlich losgerissen und ich war ihr mit dem Einkaufswagen nachgerannt. Da kam ein kleiner Junge um eine Ecke und ich hatte ihn voll erwischt. Der kleine blieb liegen und fing zu heulen an. meine Tochter hatte das ganze auch gesehen und kam schuldbewusst zurück. Ich hatte mich zu dem kleinen auf den Boden gekauert, welcher sich das linke knie hielt und so laut schrie, wie er konnte. Ich zog seine kleinen Hände vom Knie weg und sah, dass es bereits rot und ein wenig geschwollen war. Au weiha, dachte ich und schickte ein Stossgebet gen Himmel, es möge sich um nette Eltern handeln. Ich wollte gerade Laura losschicken, zur Information zu gehen und die Eltern des Kleinen ausrufen lassen, als ich denselben Jungen auf mich zukommen sah. Einen Moment war ich total verwirrt und schaute vom einem zum anderen, bis mir auffiel, dass es wohl Zwillinge waren. Und dann kam er. Er schob einen überfüllten Einkaufswagen vor sich her und lächelte einfach. Er hatte braune Haare, grüne Augen und eine Dreitagebart. Ich konnte den Blick nicht mehr von ihm wenden, bis er ganz nah bei mir war und dem anderen kleinen beruhigend zuredete. Der Kleine hatte schon wieder aufgehört zu weinen und als sein Vater ihn ermutigte stand er auch auf und humpelte ein paar Schritte weit.
„dass tut mir so schrecklich leid, ich wollte das nicht, er ist mir einfach vor den Wagen gelaufen…“, fing ich an, mich zu entschuldigen, „hoffentlich ist ihm nichts passiert! Ich werde auf jeden Fall für den Schaden aufkommen…“
„Ach, das passiert halt schon mal, bei so kleinen Kindern, sie haben ja selbst auch eins und werden das auch wissen. Schauen sie, es geht schon wieder.“ Und tatsächlich. Der kleine Junge rannte vergnügt meiner Laura und seinem Bruder hinterher.
Ich gab ihm meine Hand, entschuldigte mich nochmals, rief Laura zurück und dann machten wir uns auf die suche nach ihrem ultimativen Geburtstagsgeschenk.
Nachdem wir denn riesigen Plüschpinguin, den sie unbedingt haben wollte, bezahlt hatten, gingen wir noch kurz in die Dessous-Abteilung, wo ich für meine Schwester einen BH und dazugehörigen Stringtanga umtauschen musste, weil sie es sich zu klein gekauft hatte. Ich hätte eigentlich längst schon beim Friseur sein müssen, aber vorher musste ich auch noch Laura zu meiner Schwester bringen.
Wir eilten zu meinem Auto und ich stopfte den riesigen Pinguin auf den Rücksitz. Dann öffnete ich den Kofferraum und hob hastig meine Einkaufstüte heraus. Doch der Plastik verfing sich und riss und alle meine Lebensmittel, die darin gewesen waren, verteilten sich im Wagen und auf dem Boden. Ich machte mich schleunigst daran, alles ins Auto zu packen, als ich ein Lachen hinter mir hörte. Ich drehte mich um und vor mir stand wieder derselbe Mann, mit seinen zwei Zwillingen. Ich packte eilig weiter ein.
„Heute ist wohl nicht ihr Glückstag…?“
Ich hob meinen Blick und schaute in seine tiefen grünen Augen. „wenn sie mich kennen würden, wüssten sie, dass so was ganz normal bei mir ist.“
Ich wollte nicht mit ihm reden, die ganze Geschichte war mir einfach zu peinlich.ich stand auf und wollte den Einkaufswagen zurück bringen, doch irgendwie klemmte ein Rad und als ich nach unten schaute, wusste ich auch warum. Der Stringtanga war offensichtlich auch aus der Tüte gefallen und hatte sich im Rad verheddert. Ich bückte mich schnell und wollte das Debakel von dem fremden Mann abschirmen, doch er hatte es schon gesehen: „da wird sich ihr Mann aber freuen. Sie haben heut Nacht wohl noch was vor…“
Mein Gesicht war vor Scham feuerrot als ich wütend sagte: „nein hab ich nicht, und ich wüsste auch nicht, was Sie das angehen würde und jetzt verschwinden Sie, Sie stehen mir im Weg!“

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  • von Jennydog am 06.08.2009 um 09:09 Uhr

    Eine ganz nette Geschichte, ich freue mich auf den zweiten Teil. Für gewöhnlich lese oder schreibe ich solche Geschichten nicht, ich bin eher ein Fantasyfan, aber die ist wirklich gut.

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