HomepageForenGedichte & KurzgeschichtenGeschichte: Eine Entscheidung Teil 1

Danyathome

am 09.03.2010 um 19:21 Uhr

Geschichte: Eine Entscheidung Teil 1

„…ja, ja ich habe schon verstanden… ja das ist klar aber… aber… nein! Ach mir reicht es! Ich gehe jetzt weg! Nein du hast nicht mehr alle! Nein …  selber! …Ach lass mich in ruhe!“, Judi hat das Telefon in die Ecke geschmissen!
So endeten viele Gespräche mit Ben, wenn Judi ihn ganz normal um ein Treffen zu zweit bat!
Es ging jedes Mal so weiter, bis Judi es nicht mehr aushielt. Es war aus! 1 Jahr lebte sie noch damit, aber ob man das Leben nennen kann? Sie ging nur selten aus dem Haus. Kein Kontakt mit Freunden und überhaupt keine Partys, die normalerweise bei ihr jede Woche angesagt waren! Kein Internet, keine SMS oder Telefon und sogar kein Fernsehen. Schule, Tanzschule, Einkaufen und ab nach Hause. So ging das ganze Jahr vorbei. Ihre Eltern wussten nicht, was sie tun sollten. Sie probierten, Judi aus dem Haus zu bringen. Kurz darauf, kam sie nach der Schule nicht nach Hause. Die Eltern dachten, sie wer mit alten Freunden endlich mal wieder weg. Als sie um 3 Uhr Morgens immer noch nicht da war, wurden sie panisch. Am nächsten Tag, fand man ihre Leiche unter der Stadtbrücke. Wie konnte es bloß passieren? 1 Jahr war doch schon vergangen. Die Eltern von Judi suchten nach einer Antwort. In dieser Zeit waren die Eltern von Ben verrückt vor Sorge, denn er war seit einem Tag, nach dem Tod von Judi, nicht mehr aufgetaucht. Sie durchsuchten das Zimmer und fanden ein Heft. Unbeschriftet aber dennoch benutzt. Es war sein Tagebuch.
Ich verstehe es einfach nicht, stand auf der ersten Seite, wieso hat sie Schluss gemacht? Ich liebe sie doch. An dieser Stelle, wie auch auf vielen anderen, war das Blatt wellig befleckt. Wie er dieses Jahr überstand, war die reine Hölle. Von Tag zu Tag suchte er sie. Er hat sich die Schuld für sein eigenes Leiden gegeben. Alles, was er sah, was er mache, einfach alles erinnerte ihn an Judi. Ich war immer an seiner Seite. Treuer Freund, Liebende Person, Sein ein und alles… das und vieles mehr war ich für ihn. Ich spürte sein leiden, konnte ihm aber nicht helfen. Dennoch wusste ich, dass ich Judi nie ersetzen konnte.
Ich werde sie nie vergessen können, wie sie lacht, wie sie eifersüchtig wird, wie sie eine Grimasse zieht, wie sie sauer wird und … wie sie weint. Ich werde nie vergessen können, was das für ein Schmerz ist, sie weinen zu sehen. Sie wusste, dass es mir wehtun würde, und hat sich nicht erlaubt, vor mir zu weinen. Nur 2-mal in diesen 5 Jahren, hat sie  es er nicht mehr ausgehalten. Das 1. Mal, als ich im Krankenhaus, nach dem Autounfall lag. Das 2. Mal als sie schluss machte.
Ich lese es, und verstehe nicht, wie er es aushielt. Ein ganzes Jahr lang. Mein Herz schmerzt, wenn ich diese Zeilen lese und doch kann ich es nicht lassen. Früher dachte ich immer, Judi hat seine Liebe nicht verdient, doch als ich sie sah und erfuhr das sie sich selber das leben nahm, verstand ich, dass ich falsch lag. Sie tat so vieles für ihn. Und er? Er liebte sie einfach nur. Das weis ich!

Antworten

Sie müssen angemeldet sein, um zu diesem Thema eine Antwort verfassen zu können.

Ähnliche Diskussionen

Geschichte: Eine Entscheidung Teil 2 Antwort

Danyathome am 09.03.2010 um 19:22 Uhr
Ich schaute wieder Mal in Ihr Fenster, und verstand nicht, was ich vor ihrem Haus suche. Auf was wartete ich? Sie würde nicht aus dem Fenster schauen! Sie wusste doch gar nicht, dass ich dort stand! Und doch, konnte...

eine geschichte von mir, wie findet ihr die? teil 1 Antwort

Josie_ am 05.08.2009 um 18:56 Uhr
Es war ein ganz normaler Samstag im Mai gewesen. Ich war mit meiner kleinen Tochter im Einkaufszentrum gewesen, in der Spielzeugabteilung. Wir wollten ihr ein Geburtstagsgeschenk kaufen. Laura, meine kleine Tochter,...

eine geschichte von mir, wie findet ihr die? teil 2 Antwort

Josie_ am 05.08.2009 um 18:58 Uhr
Ich hatte den Stringtanga endlich freibekommen und schob den Wagen zurück zu den anderen. Als ich zurück zum Auto kam, war er immer noch dort. „was wollen sie denn noch? Habe ich mich denn nicht schon genug blamiert?“...

Eine Geschichte Antwort

AdinaCall am 11.01.2009 um 00:07 Uhr
Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich darüber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen...

Eveline - eine Geschichte Antwort

Josie_ am 01.09.2009 um 19:41 Uhr
Eveline lag müde in ihrem Bett. Es war noch sehr früh am Morgen. Ihre schwangere Mitbewohnerin hatte starke Schmerzen bekommen war abgeholt, und zum Arzt gebracht worden. Und seitdem war es Eveline nicht mehr...