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izzay

am 15.06.2008 um 19:45 Uhr

mal wieder eine neue kurzgeschichte :) Kommentare dringlich erwünscht;)

Da ist es schon wieder, das gewohnte Gewissen, dass sich immer einschaltet, wenn ich was blödes und Unüberlegtes mache. Wie damals, als ich Das Parfum in Douglas mit gehen lies. Es roch einfach so unheimlich gut und die 40 Euro dafür, hatte ich nicht. War wohl das erste und letzte Mal, dass ich etwas einsteckte. Zwar sah der Ladendetektiv von einer Anzeige ab, da meine Eltern sofort dazu bereit waren, die Schulden zu begleichen und neben bei hat mein Vater einen 50ziger zuviel über den weißen Plastik- Ikeatisch geschoben, allerdings sollte ich mich nicht mehr in dem Laden sehen lassen. Es war klar, dass ich sobald ich das Fläschchen in meine Tasche plumpsen lies, eine Hand auf meiner Schulter fühlte. Der Detektiv war ein Schwarzer. Darf man überhaupt Schwarzer sagen? Nun gut, er war eben Farbig. So ganz genau weiß ich auch nicht, wie man die Menschen nennen soll. Hab ja nichts gegen sie, weswegen ich sie auch nicht beleidigen möchte. Bei ihm jedoch mache ich eine Ausnahme, er stank nach Schweiß und zu lang getragener Wäsche. Ziemlich konfuse, wenn man bedenkt, dass er in einem Parfumladen, wo alles total sauber und rein war, arbeitete. Er dachte wohl, dass die wohltuenden Gerüche der Produkte, des Marktes seinen Gestank  über treffen würden. Vielleicht hatte er auch einfach zu wenig Zeit um sich mal richtig zu duschen, wahrscheinlich gaben es noch 1000 solcher Menschen wie ich, die kein Geld für ein Parfum haben. Die muss er dann alle überführen. Na ja, meiner Meinung nach, hätte er die Zeit lieber unter der Dusche verbringen sollen, anstatt hinter irgendwelchen Regalen auf eine wie mich zu lauern.
Damals hat sich mein Gewissen direkt eingeschalten, mich aber nicht vor einer riesigen Dummheit bewahrt. Genauso wie heute, mir scheint, es schaltet sich sowieso nur ein, wenn es eh schon zu spät ist.
Also war es absehbar, dass als sich schon fast nur unsere Lippen berührten, hinter uns ein schriller Schrei zu hören war.
Ich hatte meine Augen nicht geschlossen, wieso auch? Augen schließen, dass macht man nur, wenn man liebt. Ich liebe nicht. Nein, anders gesagt, ich liebe meinen Gegenüber nicht. Er liebt mich genauso wenig. Wieso wir uns dann geküsst haben? Frag mich was leichteres. Alles wegen dieser dämlichen Party, dem zu vielen Alkohol und vor allem wegen dem Streit vor der Party mit meinem Traummann, er ist es, bei dem ich meine Augen schließe und zwar immer. Weil ich ihn liebe. Sehr sogar. Am meisten mag ich es, wenn seine braunen Haare vor seine blauen Augen fallen und er sie mit einer lässigen Kopfbewegung nach hinten schwingt.
Da könnte ich ihn jedes Mal auffressen…

Der Schrei artet in ein empörtes „Timo“ aus. Die Überraschung senkt meinen Alkoholspiegel ein wenig und ich fasse den ersten richtigen und klaren Gedanken seit Stunden. Es war nur eine dumme Abi Party gewesen. Alex, mein Freund, mit dem ich jetzt schon seit mehr als 2 Jahren glücklich zusammen bin und auch sehr glücklich bin, hatte keine Lust auf  meine Abi Party zu gehen. Okay, er fühlte sich ein Wenig krank, aber meiner Meinung nach, ist das doch kein Grund sich meinen Abschluss zu entziehen.
Ich hätte einfach auch zuhause bleiben sollen und ihn wieder gesund pflegen, dann wäre das alles nicht passiert. Dann hätte ich mich nicht zig mal an der Bar anstellen müssen, um mir den Abend schön zu saufen. Dann hätte ich nicht mit den Mädels aus der Stufe tanzen müssen, sondern mich lieber mit Alex in eine düstere Ecke begeben.
Das Tanzen machte mir sogar nach einigen Wodka Bulls spaß. Und es machte mir auch nichts aus, als mich Timo von hinten antanzte. Ganz im Gegenteil ich warf mich ihm nahezu an den Hals.
Timo ging in meine Stufe. Wir haben zusammen Abi gemacht und uns schon seit der 11. gut verstanden. Einige Referate und Projekte zusammen bearbeitet, zusammen einen trinken gegangen. Aber viel ist da nie gelaufen. Zu mal er am Anfang der 11 eine feste Freundin hatte und als er Schluss machte kurz vor der 12 ich darauf mit Alex zusammen kam.

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  • von izzay am 16.06.2008 um 19:59 Uhr

    dankeschööön ♥ freut mich wenns euch gefällt (:

    & an Emanuela, das mit den Sätzen, genau DAS sagt meine Deutschlehrerin auch immer:D Darauf versuch ich immer zu achten, dass die Sätze nicht zu lang werden^^ :)

    Jah, ich schreib mal wieder wenn ich was im Kopf hab und so :) poste es dann auch sicherlich.. :)

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  • von fruitfreak am 15.06.2008 um 23:18 Uhr

    woah echt ich kann den ganzen kommentaren nur zustimmen.. man glaubt fast nicht dass du das ganz allein geschrieben hast 😀 aber wirklich sau realistisch und alles.. also wenn du ma wieder lust hast zu schreiben: ich hätte nix dagegen :)

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  • von Emanuela am 15.06.2008 um 23:13 Uhr

    dein schreibstil ist toll, nur manchmal sind deine sätze ein bischen zu lang und man verheddert sich in ihnen. und den einen oder anderen satz könnte man ein bischen geschliffener formulieren. aber du schreibst sehr eindringlich und sensibel, das ist super. mach weiter so :)

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  • von schafi am 15.06.2008 um 22:48 Uhr

    hammer geschichte,ich fühle total mit,man kann sich einfach hinein versetzen!ich bin gespannt auf eine fortsetzung!!!!

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  • von ShadyLady999 am 15.06.2008 um 22:43 Uhr

    oO geeenial…richtig toll

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  • von Empty_Heart am 15.06.2008 um 22:19 Uhr

    Also ich find deine Schreibweise einfach – tut mir leid für den vulgären ausdruck – mega geil! 😀 Da bekommt man richtig das Gefühl live dabei gewesn zu sein.
    Also ich muss sagen , du solltest es mal mit Gedichtn oder texten versuchen.hast n talent zum schreiben.
    & wegen der Geschichte:
    Du hast recht. Ihr seid schhon ewig zusammen. &so ein Kuss – der auch noch nciht mal beabsichtigt war – kann eine Beziehung nicht zerstören (:

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  • von lalelu am 15.06.2008 um 20:40 Uhr

    deine geschichten sind echt wunderschön und so mitreißend geschrieben. ich fühle mit den personnen immer richtig mit… :) hoffentlich bleibt es auch bei dem reden zwischen den beiden. 😉

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  • von izzay am 15.06.2008 um 19:45 Uhr

    Mehr als eine flüchtige Umarmung war also nie. Er zog mich auch keines falls sexuell oder spirituell an. Für mich zählte immer nur Alex. Er war alles, was ich brauchte.
    Bis eben zu diesem Abend, obwohl ich Timo eigentlich auch nicht gebraucht hätte, vielleicht um nicht alleine da zu stehen und um mir von ihm Drinks auszugeben. Aber mehr echt nicht.
    Er hatte ja auch eine Freundin.
    Die nun hinter uns stand und immer noch mit offenem Mund zu uns starte. Er nahm langsam, vermutlich damit es nicht auffiel, seine Hand von meinem Arsch. Erst jetzt bemerkte ich, wie lang sie da lag. Denn die Stelle war schon sehr warm geworden. Meine Jeans klebte an meinem Körper.
    Seine Bemühungen haben nichts genützt, eigentlich ist die Tatsache auch total egal, ob seine Hand jetzt auf meinem Allerwertesten lag oder nicht, wir hatten uns geküsst, nur kurz, aber dennoch so lange, dass seine Zunge in meinem Mund fahren konnte und dort den Geschmack nach Karamell verbreitete. Am liebsten würde ich einem die ganze Spucke in meinem Mund sammeln und sie neben mich auf den Boden spucken. So wie es die coolen Hopper immer taten. Aber das war erstens unfraulich und zweitens in dieser Situation total unangebracht.
    Ich wich ein wenig von Timo ab, so dass seine Freundin sehen konnte, dass ich ihn nicht in Besitz nahm. Mir war gar nicht aufgefallen, wie nah wir uns gekommen waren.
    Auch musste ich erst mal noch überlegen, wie wir hinten an das Gebäude gekommen waren, und wie zum Teufel seine Freundin uns hinter her gelaufen war.
    Sie konnte uns nicht direkt gefolgt sein, immerhin standen wir hier schon etwa eine halbe Stunde, was mir meine Gänsehaut auf dem Arm verriet.
    Langsam begann sich eine kleine Theorie in meinem Kopf zu bilden. Timo und ich waren auf der Tanzfläche sehr hemmungslos mit einander umgegangen. Nicht so, dass wir beide vergeben waren. Die anderen haben natürlich geschaut und gelästert. Was dazu geführt hatte, dass er uns beiden noch einen kleinen Drink bestellte bevor, ich ihn nach draußen zog. Hört sich jetzt so an, als sei es nur meine Schuld gewesen, nicht direkt. Als ich ihn bei der Hand durch die Menschenmenge vor der Bar zum Ausgang hin zog. Kam er von hinten ganz nah an mich ran und umarmte mich, während er mich weiter nach vorne drängte. Da bekam ich schon ein kleines Küsschen auf die Wange.
    Draußen angekommen, gingen wir weiter nach hinten, eben hinter das Gebäude unserer Turnhalle, die extra für die Party schön geschmückt war.
    Dort lehnte er sich an die Wand und zog mich zu sich.
    Während wir die Gläser austranken und uns leise unterhielten, strich er mit seiner freien Hand immer wieder an meinem Rücken hin und her.
    Als sie leer waren, nahm ich sie und stellte sie auf den Boden.
    Wir unterhielten uns noch, doch es ging nicht mehr um ein Thema sondern nur noch so daher gesprochene Sätze, die irgendwie alle darauf hinaus liefen, dass sich meine und seine Lippen vereinten.

    Und jetzt kehrt Timo mir den Rücken zu und geht ein paar Schritte auf seine Freundin zu, er redet etwas von es tut ihm leid und das hat nichts zu bedeuten und alles. Das hat es auch nicht! Sie sieht das irgendwie anders, was ich nicht ganz verstehen kann, immerhin haben wir ja nicht schon eine 5 jährige Affäre hinter uns. Was mein schlechtes Gewissen auch echt nicht zugelassen hätte, ich bereute das schon alles. Irgendwie kam es mir vor, als würde sie meine Gedanken lesen, denn sie sagte ich würde es bereuen ihren Freund angefasst zu haben. Okay, war scheiße, dass ich mit ihm rausgegangen bin, aber da war er ja auch nicht ganz unschuldig dran. Er hätte ja nicht mitgehen müssen. Sie sah das anders. Warf mir an den Kopf ich sei eine Schlampe und alles.
    Das wollte ich mir echt nicht geben, weswegen ich zum Hauptgebäude zurücklief, um meine Jacke und Tasche zu holen.
    Als ich mich auf den Heimweg machte, kam mir zum ersten mal der Gedanke, dass sie es Alex erzählen könnte. Also machte ich sofort kehrt und lief in die andere Richtung, um zu Alex zu gelangen. Dort angekommen klingelte ich. Es war schon 2 Uhr. Mir war es egal, was seine Eltern dazu sagen würden. Die waren eh total Locker und würden es verstehen.
    Jedoch, was verstehen? Dies kam mir, als das Licht schon im Flur anging. Was sollte ich Alex denn erzählen, warum ich bei ihm mitten in der Nacht aufkreuzte? Die Wahrheit ging ja schlecht. Es war wohl der Alkohol, dass ich nicht eher nachgedacht hatte. War zu sehr mit meinem schlechten Gewissen beschäftigt, dass mir immer wieder die selbe Frage stellte, warum habe ich das getan?
    Es war Alex der öffnete, nur mit einer Boxer Short bekleidet. Seine Haare standen in allen Ecken raus. Ich fuhr mit meiner Hand nach vorne und wollte sie glatt streichen. Er zog mich stattdessen zu sich und gab mir einen Kuss. Einen kleinen Moment hatte ich Angst, dass er den Karamell Geschmack zu Timo zuordnen konnte, aber das tat er nicht. Er schob mich ein wenig zurück und sah mir tief in die Augen, fragte mich was los sei. Ich versuchte cool zu wirken uns entgegnete mit einer Gegenfrage, was denn los sein solle. Darauf hin erklärte er mir die Fakten, die ich nicht leugnen konnte. Ich klingelte mitten in der Nacht bei ihm, Tränenverschmiertes Gesicht und total erschrockenerer Blick.
    Das mit den Tränen war mir neu. Als ich jedoch meine Hand zu meinen Wangen führte, fühlte ich die Feuchte, die sich den Weg nach unten suchte Scheiß Schwerkraft!
    Zunächst stotterte ich nur rum, was er zur Gelegenheit nutze um mich ins Haus zu schieben und mich auf die Couch zu setzten. Seine Hand legte er auf mein Knie, so als art Unterstützung und Beistand.
    Mir viel so schnell keine Ausrede ein, außerdem war da ja noch mein schlechtes Gewissen.
    Weswegen ich ihm die Wahrheit sagte. Nichts lies ich aus, obwohl meine Stimme schon sehr zu knicksen begann. Als ich bei der Stelle war, wo Timo seinen Mund auf meinen, oder ich meinen auf seinen getan hatte, nahm er die Hand weg.
    Sein Blick verdüsterte sich. Doch er lies mich weiter reden, bis zu der Situation, als ich meine Jacke holte. Ich kam nicht mehr dazu ihm 1000 zu versichern, dass es mir nichts bedeutete, dass ich nur ihn liebte und alles. Was eigentlich das einzigste gewesen war, was ich ihm unbedingt sagen wollte.
    Er sagte einfach nur „okay“, als ich eine kleine Pause machte um eigentlich weiter zu erzählen. Dann blieb es eine Weile still. Vermutlich waren es nur ein paar Sekunden, aber man denkt sich das ja immer länger.
    Dann fing er leise an, es sei wenigstens gut gewesen, dass ich ihm sofort die Wahrheit erzählt hatte, und mal im Ernst ein Kuss sei ja nicht die Welt.
    Er wisse, dass ich ihn liebte und er sei kein eifersüchtiger Mensch. Jetzt sei das Abi zuende und ich werde Timo hoffentlich nicht wieder sehen.
    Anschließend nahm er meine Hand und wir gingen ins Bett um wenigstens noch ein Wenig Schlaf zu bekommen.
    Am nächstens Morgen stand ich auf und machte Frühstück, ich kaufte Brötchen und sogar eine kleine Rose ein.
    Wir frühstückten zusammen und redeten noch ein Wenig über die Geschichte vom Abend zuvor. Ich hatte wirklich ein Drama daraus gemacht, fand ich. Es war ja nur ein Kuss und eine Beziehung, die schon so manche Hürden geschafft hatte, die boxte auch so ein dummer Ausrutscher nicht um…

    Eine Woche später, bekam ich eine Sms von Timo, mit seiner Freundin war Schluss, er müsse mit mir reden, er könne den Kuss nicht vergessen…

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