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mupfin

am 11.05.2016 um 08:36 Uhr

Spenderniere nach Tod des Empfängers zurückerhalten?

Hallo zusammen,

ich habe mal eine speziellere Frage zum Thema Organspende.

Bei uns im Dorf hat jemand vor 2-3 Monaten eine Niere von seiner Frau gespendet gekommen. Die hat er auch gut vertragen und alles war soweit gut.
Jetzt ist er aber an etwas anderem gestorben, die Todesursache ist mir soweit nicht bekannt, es soll aber nicht mit der Niere in Zusammenhang stehen. Nun zu meiner Frage: Angeblich hat er einen Organspendeausweis. Kann es dann sein, dass die erst vor Kurzem eingesetzte Niere seiner Frau jemand anderem (Unbekanntes) gegeben wird, der die Niere braucht? Oder bekommt die Frau unter Umständen sogar die Niere zurück?

Denn eigentlich ist die Lebendspende ja nur unter Verwandten bzw. eng verbundenen Menschen möglich, und so würde unter Umständen ja ein lebendig gespendetes Organ einem Fremden zukommen… Und die Frau hat ja mit nur einer Niere auch gewisse Einschränkungen im Leben und wäre mit zwei natürlich besser dran. Ich habe schon gegoogelt, aber nichts so spezielles gefunden. Dass man ein Organ nicht zurückbekommt weil man sich zB scheiden lässt oder ähnliches ist mir klar. Aber wisst ihr wie es in dem Fall ist, wenn der Empfänger stirbt und das Organ noch “gut” ist?

Hoffe, jemand kennt sich in diesem doch recht speziellen Bereich aus =)

Grüße
Mupfin

Antworten

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  • von mupfin am 12.05.2016 um 05:46 Uhr

    Also nicht, dass ihr mich falsch versteht – ich meinte nicht, dass sie die Niere zurückverlangen würde. In so einer Situation denkt man da ja auch nicht an sowas. Ich fände es nur komisch, wenn die Niere, die ja als Lebendspende nur an enge Verwandte möglich ist über solche Umwege dann doch an einen Wildfremden geht.
    Aber danke für die medizinischen Hinweise Urania, dass die Niere so frisch wie möglich sein sollte wusste ich zum Beispiel nicht. Schon allein das macht ja dann die Überlegung recht unsinnig.

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  • von xMxIxRxAx am 11.05.2016 um 20:25 Uhr

    Wohl kaum.
    Die Niere gehört nicht mehr zu ihr.
    Wenn medizinisch keine zwingende Notwendigkeit besteht wird sie sichert jemand bekommen der sie dringender braucht.

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  • von Urania am 11.05.2016 um 13:28 Uhr

    Vorausgesetzt die Frau ist gesund und ihre eine Niere funktioniert momentan tadellos, warum sollte sie sich dem Risiko einer zweiten Operation unterziehen?
    Die Überlegung ist außerdem nichtig, wenn der Herzstillstand vor dem Hirntod eingetreten ist und das ist ja meistens der Fall.
    Bei Nieren werden Lebenspenden bevorzugt, u.a. weil das Risiko höher ist, dass die eingesetzte Niere versagt, wenn sie längere Transportwege (-> länger gekühlt werden muss) zurücklegen muss.
    Wenn nun wie hier, der Mann verstirbt, wird die Frau vermutlich nicht zehn Minuten später auf dem OP-Tisch liegen, um die Niere wiederzubekommen.
    Im worst case läuft während der OP irgendwas schief oder die Niere versagt hinterher.
    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass irgendein Arzt dir das empfehlen würde. Ich weiß leider nicht, ob so ein einmal transplantiertes Organ überhaupt wieder wem anders transplantiert werden kann/darf. So ne Niere wird ja vermutlich auch nicht besser, je öfter sie den Körper wechselt…

    Rechtlich wird sie wohl kaum n Anspruch auf die Niere haben, sie muss ja schließlich vor der Entnahme einiges unterschreiben und gibt damit die Rechte an ihrer Niere auf.
    Finde die Denkweise aber auch nicht so cool. Klar, wenn man auf die Niere angewiesen ist – von mir aus, soll man drüber nachdenken.
    Aber ich hoffe, dass niemand nach dem Tod seines Ehepartners als erstes denkt: So, los gehts, in 5 Minuten muss ich im KH sein, um die Niere zu bekommen.
    Fänd ich schon seltsam und makaber.

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