HomepageForenGruppentherapieBachelorstudium – Ich hab die Schnauze gestrichen voll!

Anonym

am 06.05.2009 um 20:41 Uhr

Bachelorstudium – Ich hab die Schnauze gestrichen voll!

Hallo liebe Mädels. Sorry, ich bin einfach so gefrustet, ich muss hier einfach mal Dampf ablassen.

Ich bin Studentin der Germanistik und Anglistik im 2. Semester und muss sagen, ich bin einfach nur noch angepisst. Natürlich ist man sich im Klaren darüber, bevor man anfängt an der Uni, dass eine Menge Arbeit auf einen zukommt. Logisch, von nichts kommt auch nichts! Nur ich habe alle Prüfungen (9 Stück innerhalb von 2 Wochen) bestanden letztes Semester, also bin ich anscheinend dort auch im Bezug auf meine Eignung und so nicht falsch….

Meine Fächer gefallen mir inhaltlich gut. Das Problem ist nur die MENGE, das macht einen fast wahnsinnig, was man jetzt schon, gerade wo das Semester erstmal drei Wochen alt ist, merkt… Ich meine, ich habe eh schon 26 Semesterwochenstunden (drunter kann ich es gar nicht drücken, d.h. ich MUSS diese Anzahl haben, da ich keine Kurse mehr rausschmeissen kann) und mit Vor-und Nachbereitung komme ich somit auf theoretisch 52 Stunden in der Woche… Und ich nehme mein Studium ja auch ernst, d.h. ich lese schon sehr viel und bereite mich vor.

Nur : WO BLEIBT DA MEIN LEBEN??? Ich habe (seitdem das Studium anfing) keinen Freund gehabt, da mir dazu einfach die Zeit fehlt… Ja ich hör euch schon jetzt sagen, “wenn man wirklich will, dann nimmt man sich die Zeit dazu”, aber ich bin einfach nur leer und habe schon keine Lust mehr auf das alles… Gleichzeig macht es mich aber so traurig, weil ich eben merke, wie ich das Interesse an allem verliere… Obwohl ich eigentlich ein sehr aktives Sozialleben führe, merke ich doch, dass ich langsam meine Fröhlichkeit und meinen Humor, für die mich meine Familie und Freunde so schätzen, immer mehr vorspielen muss, um nicht als Miesepeter dazustehen…

Ich bin auch nicht die einzige, der das so geht… Das weiß ich… Aber gut, ich hab an der Uni gelernt, auch nach dem “Mut-zur-Lücke”- Prinzip zu handeln. D.h. auch einfach mal einige Sachen nicht zu bearbeiten, weil zeit-und umfangstechnisch eh in einer Klausur nicht alles abgefragt werden kann…

Dennoch habe ich langsam das Gefühl, unserer Gesellschaft und auch der Uni-Fachschaft geht es mit diesem ganzen Bachelor-Master-System nur um das Heranzüchten einer Fachidiotenelite, die nur noch unter Druck irgendwelche Scheiße produziert.

Und da möchte ich auf jeden Fall NICHT dazugehören.. Nicht meine “Seele” verkaufen…

Hat irgendwer die gleiche Meinung zu dem Thema, bzw. steckt irgendwer in derselben Situation…? Oder habt ihr irgendwelche Ratschläge…?

Ganz liebe Grüße und vielen Dank fürs Lesen…

Antworten



  • von spinnenfreak am 08.05.2009 um 23:30 Uhr

    erstmal was abseits vom thema:
    @ holy_virgin: hast du dir schon mal überlegt, woher der ausdruck “bis zur vergasung” stammt??? aus einer zeit, die nie wiederkommen darf! die philologie-studentinnen hier werden es schon mal gehört haben: sprache prägt das denken! bitte nie wieder solche wendungen schreiben! ich weiß, was du damit ausdrücken willst, aber “vergasung” geht überhaupt nicht!!! genauso wie z.b. “etwas ist 08/15”, das war die nummer des standard-gewehrs im ersten weltkrieg!
    und zum thema: ich hab auf magister studiert und zumindest das grundstudium entsprach in etwa auch dem jetzigen bachelor, von den sws zumindest. das hauptstudium war dagegen tatsächlich ziemlich locker. mache jetzt ein aufbaustudium, master, und da geht`s richtig ab, viele sws, viele prüfungen, hausaufgaben, zwischenklausuren… für ein seminar z.b. müssen wir eine stundenvorbereitung machen (handout und eine art referat im sitzen), ein referat halten und eine hausarbeit schreiben, echt nicht so ohne. mir ist das aber recht: nach dem magister keine arbeit gefunden, an meinen fächern gezweifelt etc. bin jetzt sehr glücklich, nochmal studieren zu dürfen und etwas zu tun zu haben, hinter dem ich stehe. ok, das ist eine andere situation als deine. kann dir dennoch nur raten: wenn du deine fächer magst, wenn du dahinter stehst, studieren zu wollen, dann zieh es durch! versuch dennoch, dein privatleben nicht zu kurz kommen zu lassen, das studium ist wichtig, aber nicht alles. und soweit ich weiß, kann man auch bei den neuen studienformen mal ein semester länger studieren (jedenfalls ist das bei uns masters so, die studiengangverantwortlichen haben sogar schon mal angedeutet, dass das pensum so umfangreich ist, dass es nur schwer in vier semestern zu schaffen sei…). höre auf dein herz und gib auf dich acht!

  • von Galatheia am 08.05.2009 um 00:52 Uhr

    Naja “sooft man will” stimmt aber nur begrenzt – ich hab auch nur 3 Versuche pro Pruefung bis mein Pruefungsanspruch verfaellt und ich geschmissen werde. Es gibt echt Faecher/Unis, wo man so oft schreiben kann, wie man will? Hammer. Das haette mir einige Nerventode erspart.

  • von Galatheia am 08.05.2009 um 00:15 Uhr

    Allerdings muss ich mit weit ueber 30 SWS auch sagen, dass ich nebenher noch locker ein Privatleben, ne 800km-Fernbeziehung und Sozialkompetenz habe – also dass ist wohl wirklich “Man muss es nur wollen”. Und letztendlich ist der Stress ja auch Berufsvorbereitung – denn ich glaube nicht, dass es im Arbeitsleben deutlich besser wird. Zumindest fuer mich nicht. ^.^

  • von Galatheia am 08.05.2009 um 00:13 Uhr

    Naja, ich muss ehrlich sagen, ihr braucht euch nicht beschweren, denn das liegt glaube ich nicht am Bachelor/Master, sondern daran, dass an deutschen Unis einfach nach BUlimie Prinzip gelernt werden muss – alles in kurzer Zeit rein und dann in der Pruefung auskotzen. Es geht mir ganz aehnlich, ich bin bei Humanmedizin jetzt im 6. Semester und hab eigentlich die letzten 3 Jahre nichts weiter gemacht, als stupide Dinge auswendig gelernt, die ich in meinem Wirken als Chirurgin nie wieder benoetigen werde (kein Witz!). Das gesamte erste Staatsexamen besteht aus solchen Fragen. Jeden Morgen, wenn ich zur Uni gefahren bin, hab ich mich gefragt: Wofuer? MIt Medi hat das nichts zu tun. mittlerweile ist es besser, aber dieses Prinzip Auswendig pauken statt Verstehen – das bleibt mir wohl bis zum Dr.Med. erhalten.
    also, Kopf hoch, du bist nicht die einzige! In unserem ganzen Unisystem ist irgendwie der Wurm drin, und die Internationalisierung der Abschluesse hats nicht besser gemacht. Ich bin richtig froh, dass ich noch Stexe schreibe,..

    @Kampfkuschel: Ich 7. scheinfrei, dass waer ja toll. Ich bin vielleicht im 12. scheinfrei, wenn ichs in Rgeelstudienzeit schaff. 😉

  • von Princess_Peach am 06.05.2009 um 23:26 Uhr

    Es kommt ja auch immer darauf an was man studiert 😉

  • von Felice87 am 06.05.2009 um 22:25 Uhr

    Hey, ich studiere Anglistik/Amerikanistik und Romanistik und bin auch im 2. Semester. Ich habe 22 Semesterwochenstunden + 4 SWS Japanisch, da komm ich auch auf 26. Und ich muss sagen, ich kenn das was du erzählst immer nur vom erzählen anderer. Ich arbeite noch nebenbei 20h in der Woche (obwohl ich es finanziell nicht brauche, daher auch weniger Druck) und habe trotzdem ein ausgefülltes Sozialleben und genug Freizeit für Sport etc und fühl mich nicht überlastet. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich was falsch mache (evtl zu wenig fürs Studium, obwohl ich gute Noten hab), weil das was du schilderst kennt man ja von vielen Studenten….

  • von rockermaggot am 06.05.2009 um 21:21 Uhr

    Ohja, ich versteh dich auch auf jeden Fall. Bis jetzt hatte ich kein Semester unter 30 sws (bin im 6.). Dazu kommt, dass wir ziemlich viele kombinierte Prüfungen haben, also Vortrag+Hausarbeit, 2 Klausuren, 2 mdl. Prüfungen oder 2 Hausarbeiten. Und das immer nur für eine Vorlesung,
    Ich hab da auch das Gefühl, ich hab bald keine Kraft mehr. Semesterferien sind auch ziemlich kurz, weil man da auch noch zutun hat mit bspw. Hausarbeiten, Projekten etc. Das ist doch krass!!
    Aber was mich am meisten stört, ist, dass man sich dann von Nicht-Studenten anhören darf, dass das Studentenleben doch so locker ist und die machen ja nix und haben nur Freizeit.. Hallo??

  • von Princess_Peach am 06.05.2009 um 21:05 Uhr

    Hey, ich kann dich verstehen. Die Dinge bezüglich Freund, Familie sind bei mir nicht so, aber das Zeitproblem ist das gleiche. Das Bachelorstudium ist so vollgestopft mit Lehrveranstaltungen, Tutorien etc. das ich vor allem kurz vor der Prüfungszeit drohe den Überblick zu verlieren. Frag mich bitte nicht, was man sich bei diesem System gedacht hat. Ich kann dich verstehen 🙂

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