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Anonym

am 08.07.2009 um 20:37 Uhr

Das Gefühl dem ein Ende bereiten zu müssen.

Hey ihr Lieben.

Ich weiß einfach nicht mehr was mit mir los ist.
Ich hab das Gefühl mein ganzes Leben bricht auseinander.

Eigentlich müsst ich mich pudelwohl fühlen. Hab einen Job der mit gefällt, eine Wohnung und einen Freund der immer da ist für mich. Aber ich kann meine Vergangenheit nicht los lassen.

Zur Erklärung: Ich bin als Kind missbraucht und mit 20 vergewaltigt worden. Meine Mutter hat mich mit 17 rausgschmissen und seitdem steh ich alleine da. Habs von Null an geschafft mir ein komplettes Leben aufzubauen.
Ich kann diese Vergangenheit nicht vergessen. Hab immer wieder schlaflose Nächte, Alpträume. Plötzliche Panikattacken, oder das Gefühl verfolgt zu werden. Seit ich 13 bin schneide ich mich regelmässig. (der Einfluss meines Schatzes hats dazu gebracht das ich mich im März das letzte mal selbst verletzt hab) Diesen psychischen Druck hab ich seit 20 Jahren und ich weiß nicht mehr ob ich das noch länger aushalte. Ich weiß ich sollte kämpfen. Aber langsam geht mir die Kraft aus.

Mein Freund weiß was alles passiert ist und versucht mir zu helfen wo er kann. er ist da wirklich total lieb, aber ab einer gewissen Grenze kommt er nicht mehr an mich ran. Therapien hab ich schon mehrere versucht. Stationär und auch Ambulant aber hat nie irgendwas gebracht.

Ich bin ein furchtbarer Mensch weil ich so undankbar bin für die Sachen die ich habe. Aber manchmal würd ich einfach den leichtesten Weg wählen. Feige oder? Was kann ich tun?
Danke fürs lesen ihr Lieben!

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  • von Feels am 09.07.2009 um 11:39 Uhr

    das problem, wenn man missbraucht worden ist, ist ja, dass man denkt, man wäre selbst dran schuld. das stimmt aber nicht! du bist ein guter mensch. deine eltern waren schlechte menschen. wenn du einen lieben freund hast, rate ich dir, möglicht bald selbst eine familie zu gründen und kinder zu bekommen, das kann einen nämlich heilen. ausserdem solltest du dir hilfe suchen; ich habe gute erfahrungen damit gemacht, mir selbst nochmal andere leute als eltern auszusuchen und sie zu fragen, ob sie meine eltern sein wollen.vielleicht hast du noch eine schwester oder cousine? für mich war es wichtig, eine eigene familie zu haben. menschen brauchen familie.ich selbst habe über meine neuen eltern zur (evangelischen) kirche gefunden; Gott fängt mich auf. aber das ist nicht jedermanns sache. mach dir einfach klar, dass die bösen gewonnen haben, wenn du dich elbst zerstörst. und das gönnen wir ihnen nicht oder?das leben ist ein kampf. auch, wenn eine vergangenheit missbrauch sehr sehr schlimm ist, gibt es doch viele leute, die im moment, wo du einfach gesund und munter dasitzt, todkrank sind, oder kranke kinder haben; es gibt leute, die hungern und frieren müssen oder in kriegsgebieten wohnen. ich will deine leiden nicht schmälern; aber mir hilft es immer, zu denken, dass das alles vorbei ist und sie mir nichts mehr tun können!versuch, die vergangenheit loszulassen und nach vorne zu schauen.unter therapeuten gibt es leider auch viele vollidioten- aber es gibt auch gute. versuchs einfach weiter, jeden tag ein bisschen. und leg dir vielleicht ein poder zwei haustiere zu. verantwortung tragen hilft. seinen job zu lieben hilft auch. vielleicht solltest du nochmal studieren. du brauchst viele aufgaben und weniger zeit zum nachdenken. du kannst mir auch persönlich schreiben. lieben gruss

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  • von SapereAnde am 08.07.2009 um 22:19 Uhr

    Weißt du, wer du bist? Du bist nicht das Mädchen, dass missbraucht wurde. Kannst du dich an die Zeit davor erinnern? Das war doch bestimmt noch eine schöne Zeit. Das Leben wird nicht von Geschehnissen bestimmt, die sich dann dein ganzen Leben wiederholen. Es besteht aus vielen Abschnitten, manche kleiner, manche größer. Du hast schlimme Erfahrungen gemacht, sehr schlimme. Aber das st vorbei, dem musst du dir bewusst werden. Und dann erinnere dich an Abschnitt deines Lebens nach diesem schrecklichen. Bestimmt war es immer schwer für dich. Aber bestimmt können nicht sehr viele Menschen von sich behaupten so stark gewesen zu sein, soviel Mut gehabt zu haben um weitermachen. Und ich bin mir ganz sicher, dass du auch schöne Momente erlebt hast. Nicht nur die schlechten, auch das sind Erinnerungen, die dir für immer bleiben werden. Lass dir diese nicht von den anderen kaputt machen. Jedem gehts mal besser und mal schlechter. Aber auch wenns dir im Moment wieder schlechter zu gehen scheint und dir alles wieder schwerer vorkommt, dann denk mal nach, was du alles geschafft hast bist jetzt, was du alles schon durchgestanden hast. Zusammengenommen ist das bestimmt viel viel mehr Kraft, die du hast aufbringen müssen, als die, die du im Moment brauchst. Aber du hast diese Kraft, du hast diesen MUte und du kannst weiterhin schaffen dich von deiner Vergangenheit zu distanzieren. All das schlummert in dir, sowas entweicht nicht. An manchen tagen kommt es uns eben vor, als seien wir von allem Glück verlassen. Aber das stimmt nicht, all das, was du bisher konntest , kannst du jetzt noch genauso gut, wnen nicht noch besser, da man von genommenen Hürden immer etwas mitnimmt und immer noch stärker wird. Natürlich ist deine Vergangenheit ein Teil von dir und es ist mit Sicherheit unfair, und du fragst dich, warum du das alles mit dir schleppen musst. Aber genauso wie deine Vergangenheit ist auch deine Zukunft ein teil von dir. Und das ist der Teil, an dem du noch was ändern kannst, den du selbst formen kannst, da jede einzelne entscheidung den weiteren Verlauf deines Lebens nochmal grundlegend ändern kann. Versuch nicht, vergangenes zu ändern, das wird nicht funktionieren. Aber deine zukunft liegt in deiner Hand. Und es kann eine schöne, wunderbare Zukunft werden, genauso, wie du sie dir vorstellst. Denkst du wirklich, dass du Schluss machen willst, jetzt, wo du schon so weit gekommen bist? Das ist doch keine alterative…natürlich, hängt das immer mit der Ansicht über ein “Leben nach dem Tod” zusammen und das ist ja was sehr persönliches und bei jedem menschen anders. Aber etwas Unbekanntes, was vielleicht soagr alles für immer beenden könnte, das ist dir doch bestimmt nicht lieber, als das. was du selbst gestalten kannst, nach deinen Vorstellungen, so, wie du es schon begonnen hast.
    Du bist kein schlechter Mensch, nur, weil andere Menschen Schlimme Dinge mit dir getan haben und du diese Last nun zu tragen hast. Man kann nicht immer für alles dankbar sein. Aber für mich sieht es sehr wohl so aus, als seist du sehr dankbar für das, was dein Freund für dich macht, und wie er dir hilft. Nun musst du nur noch für dich Dankbar sein. Dafür, dass du so einen starken Willen bisher gezeigt hast, kannst du echt stolz sein. Nun kenne ich dich nicht, aber aus dem, was du geschrieben hast, meine ich herauszulesen, dass du ein sehr liebenswerter Mensch bist und dass du alles Glück verdient hast, was man dir nur wünschen kann. Versuche nur zu lernen, es anzunehmen, dich selbst zu lieben. Ich weiß, dass du das schaffen kannst, darum geb nicht auf, ich bin mir sicher, es wird sich lohnen weiterzumachen =)
    Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit Depressionen gemacht, aber einige meiner Freunde hatte es auch erwischt. Es ist vor allem eine Kopfsache, versuch dir dem klarzuwerden, auch wenn es schwierig ist. Tut mir leid, dass ich keinen besseren Rat habe, nichts, womit du dir körperlich helfen könntest. Das Einzige, was mir noch einfällt ist, etwas zu suchen, was dir Spaß macht, was du gerne magst oder so etwas. Eine Art Hobby, etwas, in dem du voll aufgehst, etwas, wovon du denkst, dass es deinem leben mehr Fülle verleihen könnte. Wenn man eine Aufgabe oder ein Ziel hat, ist es vielleicht leichter von alten Erfahrungen loszukommen.
    Ich wünsch dir jedenfalls weiterhin alles, alles Gute, Schöne und viel Kraft, damit du es schaffst, dein Leben zu leben, wie du es möchtest. Wenn du willst, kannst du mich natürlich auch jederzeit gerne anschreien, wenn du reden möchtest =)

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  • von flusenfirma am 08.07.2009 um 21:38 Uhr

    du bist kein furchtbarer mensch!!!
    du bist wunderbar und einfach klasse!!!
    du hast es allen gezeigt wie sehr du am leben hängst und warst stark…bist stark…nur jetzt etwas weniger.
    die, die dich kennen werden es auch so sehen…glaube mir.
    ich wünsche dir ganz viel kraft und glück in deinem weiteren leben.

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  • von flusenfirma am 08.07.2009 um 21:34 Uhr

    hast du einen guten hausarzt mit dem du gut reden kannst?
    schildere ihm dein leben in drei bis fünf punkten(wenn er nicht schon bescheid weiss) und frage ihn, ob du am burn-out-syndrom erkrankt wärst, bei deiner laufbahn.
    ich kenne das ewige kämpfen, die niederlagen, erneut aufstehen um zu kämpfen, sich aufbäumen und strotzen vor kraft, angst vor dem zusammenfall und das ist nur wenig aufgezählt.
    du fühlst dich von dir selbst verfolgt und kannst dich nicht dagegen wehren…
    bist wie ein fahrradschlauch der aufgepumpt wird und niemand sieht die klitzekleinen löcher, durch denen die luft entweicht.
    bist nur kurz stark und zerbröselst in dir selbst…die intervalle werden immer kürzer und heftiger….
    frage deinen arzt ob er dich nicht mal in den gelben erhohlurlaub schicken kann für 2 wochen.
    dann holst du dir aus der apotheke orthomol für frauen.
    das ist vitaminergänzung und spurenelemente auffrischung für deinen körper und geist.
    kostet zwar ne kleine ecke, aber hat mir sooo geil geholfen.
    ich fühlte mich so, wie beschrieben, nun geht es wieder bergauf…

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  • von saftig am 08.07.2009 um 21:15 Uhr

    Ich denke, dass ein Psychologe dir auch nicht wirklich helfen kann. Die ganze Sache wird dich auch nie loslassen. Das einzige, was du machen kannst ist meiner Meinung nach: Es als geschehen akzeptieren und mit deinem Freund glücklich werden. Nach ner Zeit wirst du ihm auch mehr vertrauen können und er kann deine “Grenze” dann auch überschreiten. Vertrauen fassen ist für dich mit sicherheit schwer, aber es hilft.

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  • von Moonriver am 08.07.2009 um 21:05 Uhr

    Hey,
    deine Vergangenheit hört sich echt nicht gut an und um ehrlich zu sein bin ich auch unsicher wie ich dich aufmuntern soll.
    Es tut mir alles wahnsinnig Leid für dich, was dir passiert ist.
    Aber guck doch mal auf das, was du geschafft hast!
    Du hast eine Wohnung einen Job und einen Freund der dich liebt und der für dich da ist. Versuch die positiven Dinge zu sehen und zu erkennen.
    Vielleicht solltest du erneut versuchen eine Therapie zu machen.
    Ich denke auf jeden Fall unbekannterweise an dich und wenn du mal quatschen möchtest, dann schreib mir einfach!
    Ich wünsch dir alles Gute!

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