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Lebenskrise meines Partners

Anonym am 14.01.2009 um 09:58 Uhr

Hallo Zusammen,

ich weiß momentan leider einfach nicht mehr weiter. Mein Partner ist 33 Jahre alt und hat gerade eine richtige Lebenskrise. Normalerweise ist er ein fröhlicher Mensch. Er hatte es die letzten Jahre nicht leicht. Aber seit zwei Jahren macht er jetzt endlich seinen Traumjob, wir sind super glücklich miteinander und alles läuft wie am Schnürchen. Aber seit ein, zwei Monaten ist es nur noch unendlich traurig und hat große Angst. Wovor weiß er nicht. Er hat es am stärksten nach der Arbeit aber mittlerweile auch dabei. Er stellt alles was wir uns erträumten, und ich meine wir und nicht ich, in Frage und irgendwie auch nicht. Ich meine er ist niemals ein “Weichei” oder so gewesen. Er ist ein Mann der mit beiden Beinen im Leben steht. Ich will ihm gerne helfen. Es kommt in dem Alter wohl auch vor, dass Männer schon Mitlife-Krisen haben. Was kann und soll ich tun? Achja und einerseits will er allein sein andererseits hat er Angst wenn ich für 1,2 Tage weg bin. Er ist total verwirrt. Was soll ich tun?

Liebe Grüße

danke für eure Hilfe

Nutzer­antworten



  • von Elrea am 14.01.2009 um 15:43 Uhr

    Öhm, also er hat mit uns kein Problem. Ich glaube das Einzige wobei er sich sicher ist ist das er mich liebt und mit mir zusammen sein will. Außerdem bin ich nicht der Typ der gleich wenn es Probleme gibt die Beziehung aufgibt. Anders: ich gebe niemals auf, wenn es um die Liebe geht. Wir haben schon verdammt viel zusammen durchgemacht und das schaffen wir auch… Das weiß ich. Leider noch nicht wie…aber der Weg wird sich schon noch finden.

  • von Strawhelly am 14.01.2009 um 15:31 Uhr

    also.. mein exfreund hatte auch sowas, oder hats immernoch.
    andauernd traurig, dann waren wir nich mehr zusammen, dann wrs auch nich richtig, dann waren wir wieder zusammen, wars auch falsch.
    am ende hab ich so unter diesen schwankungen gelitten, was er auch gemerkt hat, dass wir endgültiug schluss gemacht haben.
    ich finde wenn es zu heftig wird, dann sollte er zur therapie gehen ( was ich auch 1000 mal vorgeschlagen habe) oder er muss alleine weiter machen, wenn es dich zu sehr belastet. ist zwar sehr hart, aber manchmal wirklich das Beste.

  • von pipaa am 14.01.2009 um 10:55 Uhr

    Kurz und schmerzlos, er sollte sein Helfersyndrom bekämpfen. Lange Fassung; Mein Freund ist genauso und würde am liebsten die ganze Welt retten. Aber!!!gesunder Egoismus heißt nicht umsonst so, es ist gesund an sich selbst zu denken und er sollte sich bewußt werden dass er auch das recht dazu hat mal nein zu sagen und nicht unkaputtbar ist. Man ist nicht immer so stark wie man gern hätte. Mein Freund meinte sogar manchmal ich sei herzlos, als ich angefangen habe nein zu sagen. Aber mittlerweile ist er auch dabei das zu begreifen. Ich bin nicht herzlos nur weil ich meine Grenzen kenne. Jeder Mensch hat seine Grenzen, ihm ist das wahrscheinlich einfach alles zuviel, ich denke schon dass er Zeit für sich braucht. Ich würd vorschlagen Urlaub machen und mal einem Therapeuten das Problem schildern.

  • von Elrea am 14.01.2009 um 10:47 Uhr

    Also für ihn bin ich die erste mit der er sich vorstellen kann Kinder zu haben und das auch unbedingt wollte und wir wollen in den nächsten jahren auch ein eigenes Haus haben oder zumindest mieten. Das macht ihm momentan aber auch alles unendlich Angst. Ich hab gesagt dann lassen wir das halt es muss ja nicht sein… Aber das war anscheinend auch nicht richtig. 🙁 Er hat gerade erst angefangen Gitarre zu spielen, also es zu lernen, und er spart endlich für einen Führerschein. Alles bedeutungslos momentan

  • von Elrea am 14.01.2009 um 10:43 Uhr

    Erstmal vielen Dank an dich. Ich denke nicht das er Angst hat mich zu verlieren, das habe ich normalerweise. Aber wer weiß. Wenn ich nur in ein anderes Zimmer gehe meint er reicht das nicht weil er ja immer noch nicht ganz allein ist. Aber ganz allein will er dann wieder auch nicht. Außerdem ist er momentan sehr hilfsbereit. Er ist Krankenpfleger und will allen kranken Leuten am liebsten stundenlang zuhören und ihnen helfen. Hinzukommt eine langjährige Freundin die ihm super oft am Tag schreibt und auch Probleme hat bei denen er hilft. Einerseits will er endlich mal Ruhe vor ihr andererseits will er aber auch helfn. Ich bin immer für ihn da auf jeden Fall ich würde nur so gerne mehr tun können. Achso, sauer oder so ist er nie und schreit mich auch nicht an, er ist nur unendlich traurig.

    Danke nochmal für eure Unterstützung.

  • von LadyNadya am 14.01.2009 um 10:42 Uhr

    veilleicht brauch er eine neue herrausvorderung, nachdem er jetzt seinen traumjob hat. ich weiß nicht ob ihr kinder habt oder welche möchtet, aber möglicherweiße wäre das ja jetzt eine gute idee. dann hat er ein neues ziel vor augen und eine neue herrausvorderung und das für mindestens 18 jahre ;-)naja oder er soll sich ein hobby suchen, eine sprotart lernen oder so.

  • von hoeniggirl am 14.01.2009 um 10:40 Uhr

    Sei einfach für Ihn da…

  • von ladymacbeth86 am 14.01.2009 um 10:34 Uhr

    Ich finde es toll, dass du dir solche Sorgen um ihn machst. Sei weiter für ihn da und zeig ihm, dass du ihn nicht im Stich lässt. Denn vielleicht hat er tatsächlich Angst dich zu verlieren und verhält sich unterbewusst so, dass du ihn irgendwann verlässt. Dann kann er in seiner Trauer noch besser aufgehen und sich sagen: “Ich wusste doch, dass sie geht.”
    Also es klingt schon alles nach Midlife Crisis. Wenn er allein sein will, dann lass ihn allein, geh in ein anderes Zimmer, schau fern, lies oder sonst was. Schaue aber immer mal wieder nach ihm und frag ihm ob du was Gutes tun kannst. Zeig ihm aber auch seine Grenzen. Wenn du unter seienr laune leidest und er sie an dir auslässt, dann sag ihm, dass das so nicht geht und geh mal für ein paar stunden weg. Wenn du wiederkommst hat er sich vielleicht beruhigt und du kannst ihm verzeihen und ihn in den arm nehmen und sagen, dass du da ist und alles gut ist, auch wenn er momentan ne schwere zeit hast.
    zwinge ihn zum rausgehen. Also nicht mit der pistole auf der brust, sondern sag ihm, dass du das jetzt willst und er soll gefälligst mitkommen. Dann macht einen schönen Spaziergang zusammen oder irgendwas schönes(Schlittschuhlaufen, schwimmen etc) und er wird sehen, dass es mit dir immer etwas gibt, wofür es sich lohnt weiterzumachen.
    Ich wünsche euch alles Gute!

  • von Elrea am 14.01.2009 um 10:20 Uhr

    Danke. Was ich vielleicht auch noch erwähnen sollte. Er meint es kommt nichts mehr in Zukunft. Obwohl so viele Veränderungen noch bevorstehen. Wenn ich ihm die Dinge die noch kommen aufzähle, machen die ihm auch Angst obwohl es Positive sind. Heute habe ich ihn gefragt was er davon hält einfach mal raus zu gehen, aber davor hat er auch Angst. Ich verstehe das nicht, so kenne ich ihn überhaupt nicht.

  • von sonnenschein am 14.01.2009 um 10:12 Uhr

    Versuch einfach weiter für ihn da zu sein und auf ihn einzugehen… wenn das mit der zeit nicht besser wird würde ich ihm vielleicht eine therapie vorschlagen, damit er lernt mit seinen ängsten umzugehen