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Anonym

am 23.07.2008 um 10:54 Uhr

Meine Tochter wurde vergewaltigt

Hi! Ich habe gerade herausgefunden, dass meine jetzt 14-jährige Tochter letzten Dez. vergewaltigt worden ist. Damals war sie erst 13! Ich fand einen Zettel in ihrem Zimmer, der darauf hindeutete und ich habe sie angesprochen. Gestern hat sie mir unter Tränen davon erzählt, aber ich musste ihr versprechen nichts zu unternehmen, denn sie will nicht, dass das Geschehene an die Öffentlichkeit gelangt. Auf gar keinen Fall kann sie sich vorstellen, mit einem Polizisten oder vor einem Gericht oder mit einem “Seelenklemptner” darüber zu sprechen, eher würde sie alles leugnen. Der Typ, der sie vergewaltigt hat muss so um die 20 Jahre gewesen sein, sie kannte ihn nicht und hat ihn auch danach nie wieder gesehen. Sie kann sich nur noch an die Haar- und Augenfarbe erinnern, sonst an nur sehr wenig, nicht mal der genaue Tag ist klar. Sie will aber auch von mir nicht weiter dazu befragt werden und ich musste ihr versprechen, dass ich es niemandem sonst erzähle. Aber ich kann doch nicht einfach nichts tun, oder? Ich meine dieser Mistkerl muss doch bestraft werden und von der Bildfläche verschwinden. Andererseits habe ich es ihr versprochen und es ist mir sehr wichtig, dass sie mir vertrauen kann, ich möchte ihre Wünsche gerne respektieren, auch wenn ich es falsch finde. Was soll ich nur tun, was ist richtig und was ist falsch??? Bitte gebt mir euren Rat. Vielen Dank!

Antworten



  • von Bluebee103 am 01.08.2008 um 15:07 Uhr

    Es ist wichtig dass sie über das erlebte redet. wenn sie das nicht möchte könntest du ihr folgendes vorschlagen: der Typ ist über alle Berge. den zu finden, dürfte auch der polizei schwer fallen. nur um den Prozess des verarbeitens dieses traumatischen erlebnisses nicht zu gefährden, darf sie es auf keinen fall verdrängen. Deshalb hier ein Tip. Kauf ihr ein Notizbuch mit leeren Seiten. Das muss nicht besonders groß sein. mach ihr den vorschlag, wenn sie nicht reden will, dann soll sie wenigstens aufschreiben, was sie bewegt. sie sollte versuchen, alles, an was sie sich erinnert, auch wenn es weh tut, in dieses buch zu schreiben. Anschließend würde ich versuchen einen Ausflug zu organisieren auf dem ihr das Buch mitnehmt. Ihr such euch einen stillen ort, wo ihr ein kleines Lagerfeuer machen könnt. der ort sollte jedenfalls leicht erreichbar sein, aber nicht in der wohnung/im haus liegen (also nicht den Kamin benutzen).
    Dann haltet ihr nur zu zweit ein kleines ritual ab (kling blöd, ich weiß). ihr versprecht euch, euch immer zu vertrauen und die wahrheit zu sagen, auch wenns schwer fallen sollte. dann verbrennt ihr das buch im feuer.
    Damit hat sie sich ihren schmerz von der seele geschrieben und hat einen verarbeitungsprozess begonnen. die sorgen wurden symbolisch verbrannt und nun kann sie evtl. doch mit deiner Hilfe eine entsprechende beratungsstelle aufsuchen und über das geschehene sprechen.

  • von Gingercharly am 27.07.2008 um 03:06 Uhr

    Ja genau…warte bis sie von selbst so weit ist. Mach auf keinen Fall irgendetwas, was gegen ihren Willen ist. Sie vertraut dir, denn über so etwas sprechen -leider- die wenigsten mit ihren Eltern. Rede mit ihr und versuch ihr klar zu machen dass der Typ bestraft werden musst, aber respektiere sie wenn sie es nicht will. Das ist ein sehr traumatisches Erlbenis und ich bin sicher mit so einer Mutter wird sie es trotzdem schaffen darüber zu reden…gib ihr Zeit…das ist das beste was du tun kannst…

  • von sst87 am 23.07.2008 um 23:33 Uhr

    ich kenne so eine Situation wie du sie beschreibst. Sie sagt sie möchte nicht darüber reden und vermutlich möchte sie das – so schlimm das für eine Mutter sein mag – auch nicht mit dir… Du kannst ihr glaub ich kein Ersatz für einen Therapeuten sein, es ist unangenehm über sowas detailliert zu reden, v.a. mit seinen Eltern. Lass ihr etwas Zeit, zunächst wird sowas verdrängt… Weitermachen wie bisher, dann is es so als wär nichts passiert. Du kannst nur stiller Begleiter sein. Mach einen Termin bei Wildwasser z.B. und gib ihr die “Daten”, biet ihr an sie hinzubringen, gib ihr Telefonnr. an die sie sich wenden kann, gib ihr in regelmäßigen Abständen die Gelegenheit sich helfen zu lassen. Verlang nicht von ihr, dass sie jetzt schon so weit ist, aber signalisier ihr, dass du jederzeit bereit bist ihr den Rücken zu stärken und auch ohne weitere Ausführungen ihrerseits vollkommen hinter ihr stehst.

  • von Annika91 am 23.07.2008 um 16:03 Uhr

    ich verstehe das du was machen musst! und das ist auch richtig so aber lass deiner tochter noch ein bisschen zeit. aber ich würde auch mit ihr vllt ein gespräch in so einer einrichtung vereinbaren wo sie lernt das zu verarbeiten.

  • von Erdbeerbonbon am 23.07.2008 um 11:40 Uhr

    Meine beste Freundin wurde auch als Kind vergewaltigt. Und selbst wenn sie noch zu jung war, um sich daran zu erinnern – in ihren Träumen war ihr Peiniger – ihr Onkel! – trotzdem da.
    Ihre Eltern wissen bis heute nichts davon und der Mistkerl – selbst mit Frau, Kindern & Enkelkindern- läuft immernoch frei herum und spielt den frommen Christen.

    Ähnliche Situation bei deiner Tochter – es ist nur durch Zufall rausgekommen. Von sich aus hätte sie dir das nie erzählt. Und ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass sie von einem wildfremden Mann, den sie nicht kennt, vergewaltigt wurde. Da sprechen die Statistiken einfach eine ganz andere Sprache.

    Du als Mutter kannst und solltest sie nicht dazu zwingen zu reden. Aber sie muss trotz allem in psychologische Betreuung. Meine Freundin war bei Wildwasser e.V. Das hat zwar den Kerl nicht vor Gericht gebracht, aber ihr immerhin wieder ruhige Nächte.

  • von erdbeereis am 23.07.2008 um 11:32 Uhr

    Als aller erstes musst du ihr helfen das zu verarbeiten. Gib ihr noch ein bisschen Zeit. Jetzt weißt du bescheid und sie wird merken, dass sie mit dir darüber reden kann. Ich denke, sie wird sich noch mehr öffnen. Wenn sie dann so weit ist musst du ihr klar machen, dass er bestraft werden muss. Aber lasst euch nicht zu viel Zeit.

  • von Juvilia am 23.07.2008 um 11:12 Uhr

    Ich denke du musst dir vor allem darum kümmern dass deine Tochter diese Sache verarbeiten kann. Sie unterdrückt es ja anscheinend aber irgendwann kommt das hoch! Sie murr da mit jemandem drüber reden, am besten professionell!
    Wenn sie so weit ist könnt ihr euch um den Kerl kümmern!
    Vielleicht hilft euch das weiter
    http://mein-kummerkasten.de/Soforthilfe/6/Hilfe-ich-wurde-vergewaltigt.html

    http://www.hab-keine-angst.de/

    http://www.braunschweig.de/gesellschaft_soziales/frauen/hilfe/vergewaltigung.html

  • von Gluecksfee85 am 23.07.2008 um 11:08 Uhr

    Ja, da kann ich mich nur anschließen. Er darf nicht einfach so davon kommen…Womöglich ist deine Tochter nicht die einzige, der das durch ihn widerfahren ist…Versuche ganz behutsam mit ihr darüber zu sprechen und ihr bewusst zu machen, dass er für das, was er getan hat, bestraft werden muss. Ich kann mir schon vorstellen, dass das eine sehr schwere Situation für deine Tochter und für dich ist, aber auf die Dauer bringt es nichts, das Geschehene zu verdrängen…Sie muss die Sache irgendwie verarbeiten und ich bin mir sicher, dass du den richtigen Weg finden wirst, ihr dabei beizustehen.

  • von Palme76 am 23.07.2008 um 11:07 Uhr

    Ich glaube, dass es Deine Pflicht als Mutter ist, diesen Vorfall zu melden. Und Deine Tochter sollte schleunigst psychologische Unterstützung bekommen. Diesen Vorfall kann man nicht einfach so unter den Teppich kehren. Es wird bestimmt nicht einfach für Dich und auch für sie, aber ihr solltet Euch definitiv professionelle Hilfe holen.

  • von Akazia am 23.07.2008 um 10:58 Uhr

    Ich finde, dass Du ihr klarmachen musst, dass er für seine Tat bestraft werden muss. Sie darf das nicht einfach so hinnehmen. Versuche es Ihr so einfühlsam wie nur möglich zu erklären, dass er dafür bestraft werden muss! Vielleicht sagst du Ihr auch, dass er es immer wieder machen könnte auch bei anderen Mädels. Du musst was unternehmen.

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