HomepageForenKarriere-ForumDuales Studium (Heimweh)

louboutin16

am 18.09.2016 um 11:35 Uhr

Duales Studium (Heimweh)

Liebes Karriere-Forum,
ich benötige dringend einen Rat von Außenstehenden Personen.
Ich hab vor ungefähr einem Jahr ein duales Studium in einer (von meiner Heimat) 600 km entfernten Stadt begonnen.
Damals hatte ich mich auch in meinem Bundesland um ähnliche duale Studiums bemüht. Zu diesen hat es aber leider nie weiter gereicht als zu den Personalauswahlverfahren.
Meine damalige “Affäre” hat mich dann irgendwann darauf aufmerksam gemacht, dass in der 600 km entfernten Großstadt, auch noch die Fristen offen sind. Er hatte sich auch dort beworben…
Also beschloss ich, auch einfach mal eine Bewerbung dorthin zuschicken. Bei ihm klappte es nicht, obwohl er es unbedingt wollte und ich bekam die Zusage!
Zu Beginn hatte ich schon mit vielen Zweifeln zu kämpfen, welches der richtige Weg für mich ist.
Schließlich beschloss ich mich dazu es wenigstens zu probieren. Meine Eltern und die Familie standen und stehen voll hinter mir.
Ich habe festgestellt, dass ich ein sehr starker Familienmensch bin und mich plakte das Heimweh. Ich konnte mich nicht aufs lernen konzentrieren, schrieb dementsprechend schlechte Noten und bin sogar bei einer Prüfung durchgefallen. Klar hat man sich hier ein kleines Umfeld aufgebaut, aber diese “Freundschaften” sind absolut nicht, mit denen in der Heimat zu vergleichen. (Was ja, auch irgendwo normal ist)
Ich fahre fast jedes 2. Wochenende nach Hause und das längste was ich hier war, waren nur 4 Wochen am Stück.
Zwischendurch hatte ich viele Heulattacken und hab kaum Luft bekommen, den Sinn gesucht warum ich hier bin. Nun bin ich am Anfang des 3. Semesters und es ist schon etwas besser geworden. Die nicht bestandene Prüfung konnte ich nachholen und bestehen und die Noten im 2. Semester sahen auch besser aus.
Ich war vor ein paar Wochen, 2 Wochen in der Heimat für meinen Sommerurlaub. Als ich davon zurück gekommen bin, hatte ich einen Nervenzusammenbruch und das auch noch auf der Arbeit. Ich war an dem Punkt, das ich mich an einen Arzt wandte, der mein Studium aber noch als etwas positives in meinem Leben ansah…
Ich hatte mich innerhalb des letzten Jahres öfter wieder in der Heimat beworben, es hat aber nie zu einer positiven Zusage gereicht (ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung). Worüber ich dann froh war, wenn es mir hier ganz gut ging.
Nun hatte ich mich nach dem Nervenzusammenbruch wieder in der Heimat beworben, mithilfe von Vitamin B durch meine beste Freundin. Jetzt kam plötzlich die positive Zusage und momentan läuft es okay in der 600 km entfernten Stadt.
Ich bin total hin und hergerissen. Mal sind dort Momente wo es okay ist und dann will ich einfach nur nach Hause. Das Studium geht jetzt noch 2 Jahre, dann hätte ich meinen Bachelor. Jedoch wäre ich noch 3 Jahre verpflichtet zu arbeiten oder ich muss eine große Summe an Geld zurückzahlen.
Wenn ich jetzt abbrechen würde, wäre es etwas weniger Geld. Trotzdem weiß ich nicht was ich jetzt tun soll. Ich habe Angst, aus falschen Gründen abzubrechen. Die Stelle in der Heimat wäre einfach eine Sachbearbeiter stelle, jedoch wäre sie unbefristet und der Verdienst höher als vor Beginn meines dualen Studiums.
Ich will die richtige Entscheidung treffen und ich weiß auch dass nur ich diese Entscheidung treffen kann, aber egal wie oft ich in mich gehe. Mal sehe ich es so und dann wieder so. Habt Ihr Ratschläge oder ähnlich Erfahrungen? Bis spätestens 3 Tagen muss ich mich endlich entscheiden, was ich schon 1 Jahr mit mir rumschleppe…
Ist es nicht zu einfach, einfach aufzugeben und das Studium abzubrechen?

Antworten

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  • von saftschorle am 22.09.2016 um 12:23 Uhr

    für mich klingt es so als hättest du dich schon entschieden dass du wieder nach hause willst, ich stelle mir das auch sehr schwer vor aber was ist denn schon ein jahr was du “verloren” hast gegen 5 weitere die du dort bleiben musst? Ich würde den studienplatz in der heimat annehmen, es wird ja einen grund gehabt haben wieso du dich darauf beworben hast :)

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  • von louboutin16 am 20.09.2016 um 23:33 Uhr

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  • von mupfin am 20.09.2016 um 15:34 Uhr

    Ich stimme xMxIxRxAx zu und möchte hinzufügen:
    Du hast erst ein Drittel hinter dir, zwei Drittel würden noch vor dir liegen. Also bist du noch in der ersten Hälfte. Das ist zu viel zum Durchbeißen wenn es dir bereits jetzt so schlecht geht. Hättest du schon über die Hälfte hinter dir, hätte ich eher zum Abschließen geraten. Aber so ist das einfach zu lange Zeit.

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  • von xMxIxRxAx am 19.09.2016 um 06:04 Uhr

    Mein Vorschlag wäre: Nimm die Stelle und beende dein Studium nebenberuflich oder als Fernstudium.
    Du scheinst nicht der Mensch zum durchbeißen zu sein und das ist auch vollkommen in Ordnung. Durchbeißen ist nicht immer der richtige Weg. Du bist wahnsinnig unglücklich und hast schon gesundheitliche Probleme dadurch- höre auf dich selbst und geh nach hause. Was du bisher für kraft ins Studium gesetzt hast war ja nicht umsonst. Du hast sicher viel gelernt und Wie gesagt du kannst es auf anderem Weg abschließen.

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  • von louboutin16 am 18.09.2016 um 11:50 Uhr

    *nach dem Nervenzusammenbruch (nicht Studienabbruch)

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