HomepageForenKarriere-ForumMöchtegerns, die einen beukottieren – wie handeln?

kolumna

am 02.08.2010 um 00:29 Uhr

Möchtegerns, die einen beukottieren – wie handeln?

Hallo Mädels,

ich würde gern eure Meinung einholen.

Also ich habe seit kurzem ein neues Projekt unter Studenten und dort eine Führungsaufgabe übernommen, weil ich fachlich die Kompetenteste bin. Viele der anderen haben dieses Projekt schon seit Jahren gemacht (aber leider wirklich sehr schlecht und ohne fachliches Wissen, weil ihre Studienfächer ganz andere sind) und sind nun froh, mich und ein paar andere “Neue” dabei zu haben und lernen gerne, wie es richtig geht.

Bis auf ein paar “Langzeitstudenten” …meiner Meinung nach unfertige Persönlichkeiten…die “leben” in der Uni, kommen um 8 und gehen un halb drei Nachts nach Hause. Einer aus der Gruppe versucht nun alles, um mich zu beukottieren und auszuspielen.
Erst Mal steckt er überall seine Nase rein, ist bei jeder Kleingruppe dabei (Kontrollfreak), liefert aber keine Beiträge, die uns vorran bringen sondern hält unser Vorrankommen mit Endlosdiskussionen (die für ihn vielleicht logisch, aber im Endeffekt total sinnloser Bullshit sind) auf.

Er bezeichnet meine Ansatzpunkte und Kritik als “übertrieben” (wenn man fragt was denn genau übertrieben ist gibt es keine Antwort) und jetzt fängt er an EMails ans ganze Team zu verschiecken…sich auf meine Ideen zu beziehen und Sachen zu behaupten, die gegen die Umsetzung sprechen. Problem dabei ist, dass er nicht mal eine Ahnung hat wovon er redet weil er das nicht studiert hat. Er schmeisst Begriffe durcheinander und verwirrt mir die anderen (weil die das ja auch alle nicht wissen)
Also sprich der Typ ist ein Möchtegern-Besserwisser, Klugscheißer und Möchtergern-Interlektueller. Ich habe das Gefühl, es passt ihm nicht dass er nicht das Sagen hat. Das merkt man schon an seinen Formulierungen “Das was IHR da machen wollt” …”ihr” …nicht “wir”

Bisher habe ich jede “Sinnlos”-Diskussion argumentativ gewonnen. Dann habe ich versucht ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung zu geben – dachte dann wirds besser…nein…dann habe ich versucht ihm eine Aufgabe mit besonders interlektuellem Status zu geben damit er sich “gewürdigt” fühlt und endlich mal zufrieden ist. Dachte ich kriege ihn schneller auf meine Seite, wenn ich ihn zum Freund mache. Das klappt aber nicht. Er reagiert mit falscher Arroganz und behandelt mich von oben herab. Ich habe die anderen über das informiert, was ich denke und nun achten sie darauf und stärken meinen Rücken. Aber er versucht auch, sich Leute ins Boot zu ziehen.

Ein Freund hat nun gesagt, ich soll ihn unterdrücken….Autorität entziehen und klein machen, bis er kapiert, dass er klüger fährt “mit mir” statt “gegen mich” zu arbeiten. Ich befürchte aber, wenn ich das mache, gibt es nach oben hin (also Richtung Entscheider und Geldgeber) ne Hetzjagt von seiner Seite. Das führt dann letztendlich zum Scheitern des Projektes.

Wer hat Tips oder wirkungsvolle Ideen/Methoden, wie man solche Menschen (mit Egoproblem) in den Griff bekommt ohne dass der Krieg ausbricht? Ich will ein erfolgreiches Projekt machen und hab keine Zeit und Energie dafür, mich mit so einem Firlefanz aufzuhalten.

Antworten

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  • von AniRasmussen am 03.08.2010 um 10:07 Uhr

    Wie gesagt: Klärt eure Positionen.
    Wenn mehrere Mitglieder der Gruppe den “Störenfried” als Hindernis sehen, muss das zur Sprache kommen. Genauso umgekehrt wenn es tatsächlich einige gibt, die seine Meinung teilen und dich für unkompetent halten. Keine Meinung sollte ignoriert werden, denn dadurch gären die Konflikte bis ins Unermessliche. Die Gruppe sollte in diesem Fall entscheiden unter wessen Führung sie arbeiten will oder was es zu ändern gilt.

    Sprecht genau ab wer auf welche Position gehört und wer für welche Bereiche alleinig zuständig ist. Schafft euch gemeinsam Regeln (warum nicht beispielsweise Redezeiten und Sitzungen limitieren, denn das ist völlig normal und effizient) und nach einer gewissen Zeit könnt ihr nochmals Bilanz ziehen und über die weitere Zusammenarbeit nachdenken.

    Bring ruhig zur Diskussion unter welchen Bedingungen du noch in der Gruppe arbeiten würdest und unter welchen für dich die ganze Sache beendet ist. Es ist in Ordnung sich nicht alles gefallen zu lassen, aber dies sollte klar und sachlich benannt werden und in einem professionellen Rahmen geschehen, sodass deine Mitmenschen auch entsprechend reagieren können.

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  • von lourdes am 02.08.2010 um 19:11 Uhr

    natürlich warens nur 2 Jahre LK, aber 3 Jahre SoWi bei demselben Lehrer und größtenteil derselben Kursbesetzung^^

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  • von lourdes am 02.08.2010 um 19:09 Uhr

    Weißt du, ich kann deine Frustration an sich nachvollziehen. Denn z.B. in meinem SoWi-LK damals ist mein Lehrer bei Gruppenarbeiten so vorgegangen: ein “guter” Schüler auf eine Gruppe voller schlechterer Schüler.
    Je besser du warst, desto schlechter deine restlichen Gruppenmitglieder – und die waren natürlich nicht schlecht, weil sie dumm waren, sondern weil sie faul waren. Und dann sitzt du da mit Leuten, die keine Ahnung haben weil sie sich nie die Mühe machen, zuzuhören.
    Typ 1: Sie versuchen dennoch, alles genau nach ihren Vorstellungen laufen zu lassen, was dann ungefähr auf dem Niveau einer 6ten Klasse landen würde.
    Typ 2: Sie versuchen, die ganze Arbeit auf dich zu schieben und dabei trotzdem noch ne 2- zu kriegen.
    So kam es mir zumindest vor. Aber in 3 Jahren LK habe ich dann letztendlich eine andere Perspektive gewonnen (und meiner Meinung nach dadurch überhaupt erst wirklich gelernt, in Gruppen zu arbeiten).

    Es geht ja bloß darum, dass ihr das Beste fabriziert, was ihr ALS GRUPPE erreichen könnt. Selbst wenn du die Leiterin bist, heißt das nicht, dass das Endergebnis DEIN Optimum sein soll – in dem Fall könntest du´s ja auch einfach alleine machen.
    Du steuerst einfach so viel Expertise bei, wie die Gruppe gerne von dir haben möchte. In manchen Punkten setzt du dich durch, in anderen gibst du die Verantwortung ab. Auch wenn die anderen nicht so viel Fachwissen und Erfahrung haben wie du, macht das gar nichts. Erstens haben sie natürlich trotzdem schon Erfahrungen gemacht und einen eigenen Wissensschatz (plus: jeder denkt anders, steuert also Vielfalt bei) und auch die Möglichkeit zu Recherche, falls sie etwas nicht wissen. Und zweitens geht es ja gerade darum, dass DIESE LEUTE ein Endergebnis produzieren. Ist ja klar, dass dieses dann von ihnen geprägt ist.

    Wenn du dir das klar machst, fällt es dir vielleicht leichter, nicht so besserwisserisch und bestimmend zu wirken (sorry^^) – sondern einfach mal locker zu lassen und zuzulassen, dass bestimmte Aspekte der Gruppenarbeit für dich nicht zufrieden stellend sind – und sie dadurch dennoch nicht schlecht ist, sondern bloß anders, als wenn du das einzige Gruppenmitglied gewesen wärst.

    zu dem besagten „Störenfried“: Du solltest dich in einem Gespräch mit ihm zusammen setzen und versuchen, eure Probleme zu lösen (und zwar ohne ihn dabei die ganze Zeit fühlen zu lassen, dass du ihn für einen Vollidioten hältst. Rede mit ihm wie mit einem Kollegen und denke auch wirklich ernsthaft darüber nach, ob er nicht in manchen Punkten Recht hat.)
    Wenn er sein Verhalten dennoch nicht ändert, solltest du ihn bitten, die Gruppe zu verlassen.

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  • von kolumna am 02.08.2010 um 16:48 Uhr

    Danke AniRassmussen, Black_Madonna, lourdes und sekhmet.

    @lourdes: Was kann ich an meiner Formulierung machen, damit es nicht arrogant und überheblich klingt?
    @Black_Madonna: hast du schonmal Erfahrungen damit gemacht und gemerkt, dass Ignoration am meisten bringt? Meinst du, das macht Sinn seine dämlichen Emailkritiken (die er ja an alle schickt) zu ignorieren. Damit stellt er alles von mir in Frage und so hin, als ob ich nicht wisse was ich tue. Die anderen könnten das dann ernst nehmen und ebenfalls an mit zweifeln.

    Kann schon sein, dass es so wirkt als ob ich ihn wie ein kleines Kind sehe und mich als Erzieherin. So in der Art ist es auch…ich wurde von anderen aus der Gruppe dazu geholt weil ich ein abgeschlossenes Studium & ne fertige Ausbildung in dem Bereich hab und sie alle andere Fächer studieren, so dass sie viele Dinge nicht wissen können. Eigentlich muss ich das nicht machen. Ich mache das, wie AniRassmussen schon sagt, weil man genau bei diesen Projekten lernt mit dieser Art Hindernisse fertig zu werden und überlegt darauf zu reagieren. Um überlegt reagieren zu können, habe ich euch gefragt und meine bisherigen Überlegungen mitgeteilt, so auch die Überlegung ihm Anerkennung zu geben, damit er vielleicht was zufriedener wird und die Bereitschaft steigt, mit zu machen. Es sollte nicht überheblich klingen, sondern handelte sich nur um eine Überlegung, da Gespräche und gemeinsame Zielformulierung bisher nichts gebracht haben. Und ich denke eben, dass es nur schlimmer werden würde, wenn ich ihn total unterdrücke oder ausschließe.

    Es läuft so: Ich leite die Gruppe in den Arbeitsschritten. Dann kommen Ideen, Überlegungen von allen…dann steuere ich meine Vorschläge (unter fachlichen Aspekten dazu bei, erkläre was von den Ideen Sinn macht und was nicht) dann beschließt die Gruppe, wie sie es machen will. Und dann kommt dieser eine und schießt quer. Er hat dann eine Argumentation, die rein logisch vom Laienwissen her Sinn macht, aber eben aus einem Halbwissen her resultiert und alles in Frage stellt (vor allem mich). Ich gebe mir Mühe, alles nochmal und nochmal und nochmal zu erklären, freundlich zu bleiben und die Geduld zu bewahren. Problem ist: der redet in Monologen, teilweise 15 Minuten am Stück, ohne dass man etwas dazu sagen kann, obwohl man schon beim ersten Satz hätte erklären können, dass das was er da sagt nicht stimmt, weil er diesen und jenden Aspekt noch nicht weiß. So wird dann die ganze Gruppe aufgehalten und mir platzt der Schädel, weil das auf die Dauer echt anstrengend ist und an den Nerven zerrt. Jedes Mal, wenn er dabei ist, ist am Ende die ganze Gruppe schlecht gelaunt…letztens ist ein Mädel heim gegangen. Sie sagte zu mir, sie geht heim, weil sie Kopfschmerzen wegen dem Typen und seinen Endlosdiskussionen hat. Und jetzt fängt er an, EMaildiskussionen anzuzetteln und die beschlossenen Dinge in Frage zu stellen…das macht er in einer Art und Weise, mit der er meine Kompetenz in Frage stellt und versucht es so aussehen zu lassen, als wisse ich nicht, was ich tue.
    Ehrlich gesagt bin ich auch schon kurz davor, es zu lassen, weil mir das zu stressig ist und ich in meiner Freizeit auch andere Projekte mit professionellen Teams machen kann. Aber dann würde ich mich auch bissen als “Versager” fühlen, weil ich denke, dieses Problem wird man doch irgendwie in den Griff bekommen, oder was denkt ihr?

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  • von AniRasmussen am 02.08.2010 um 12:34 Uhr

    1) “boykottieren”
    2) “intellektuell”
    3) Es geht nicht darum Menschen “in den Griff zu bekommen” oder gar der eigenen Profilierung wegen ruhig zu stellen. Die Herausforderung solcher universitären Projekte besteht gerade in solchen Hindernissen und der überlegten Reaktion darauf.

    Der Beschreibung nach sind eure Positionen und Aufgabenfelder nicht klar abgesteckt, was es in einem Gespräch nachzuholen gilt.
    Verantwortung zu übernehmen ist zwar sehr löblich, aber man sollte sich selbst auch Eingeständnisse machen und Aufgaben abgeben. Man ist schließlich nicht in allen Bereichen kompetent und unanfechtbar. In einer Gruppe gilt es die Stärken aller Beteiligten gekonnt in einem System zu nutzen.

    Werdet euch bewusst über eure gemeinsamen Ziele und die möglichen Maßnahmen zur Verwirklichung, statt fleißig hinterrücks einander fertig zu machen. Setzt euch zeitliche Limits für Entscheidungen und Ausführungen, um nicht ewig auf einem Punkt zu verharren und euch zu “zerdiskutieren”. Wenn es euch allen ernst ist, dann einigt ihr euch auf ein gemeinsames Arbeitsmuster.

    Wenn es jedoch auch nach klaren Worten nicht zwischenmenschlich funktioniert, muss man auch über eine Trennung und den eigenen Ausstieg nachdenken.
    Ich kann dir nur raten, dich zu mäßigen: Eine Führungsposition wird man nicht nur durch den eigenen Willen. Du wirst auch durch deine Mitmenschen zu einer Führungsrolle bestimmt.

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  • von Purzelmaus87 am 02.08.2010 um 11:59 Uhr

    Ich kann zwar irgendwo verstehen, dass du genervt bist, aber bevor du dich selbst so dermaßen in den Himmel lobst, solltest du (gerade mit Abitur) wissen, dass es “beukottieren” nicht gibt, genau wie es meine beiden Vorrednerinnen schon angemerkt haben…

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  • von lourdes am 02.08.2010 um 11:32 Uhr

    Was für eine Kinderkacke. Anstatt hintenrum irgendwelche Leute “ins Boot zu ziehen” solltet ihr beide lieber mal ein ernsthaftes Gespräch führen und eure Schwierigkeiten regeln, anstatt auch noch den Rest der Gruppe in so einen Mist zu verwickeln.
    Du hörst dich für mich übrigens auch ziemlich arrogant an. Du redest schlecht über deine Gruppenmitglieder und deine gesamte Ausdrucksweise sprüht nur so vor Überheblichkeit. Du sprichst davon, dass du ihm “Anerkennung” geben wolltest, als wäre er ein kleines Kind und du seine Erzieherin. also ich glaube, ich könnte mit dir auch nicht arbeiten – egal, was er letztendlich für eine unangenehme Person sein mag.
    Und wie Black_Madonna schon sagte: Bei so viel Arroganz buchstabieren wenigstens die Fremdwörter, die du benutzt, korrekt.

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  • von sekhmet am 02.08.2010 um 11:13 Uhr

    lass dich doch auf sowas gar nicht ein..einfahc ignorieren, damit nimmst du ihm den wind aus den segeln. sowas macht doch erst richtig spaß wenn du dauernd contra gibst

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  • von Black_Madonna am 02.08.2010 um 10:54 Uhr

    tipp 1) fremdwörter richtig schreiben. es heißt “boykott”.
    tipp 2) sich nicht um ihn kümmern. egal, was du machst: zurückzicken, ihm bestätigung geben, sich nach ihm richten, gegen ihn debattieren… du schenkst ihm immer extra aufmerksamkeit. lass das. geh nicht weiter auf ihn ein. da wird er schnell die lust an der sache verlieren.

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