HomepageForenKarriere-ForumPünktlicher Feierabend oder ständig länger?

sunrisekessy

am 12.08.2016 um 04:28 Uhr

Pünktlicher Feierabend oder ständig länger?

Hi alle zusammen :-)

Mich würde mal interessieren, ob ihr in eurem Job pünktlich Feierabend machen könnt bzw. was ihr von Leuten haltet, die immer länger bleiben (auch wenn es keinen Anlass gibt) und die einen dann schief ansehen, wenn man pünktlich verschwindet.

Ich bin in der Personalsachbearbeitung tätig und unsere Firma hat Öffnungszeiten von 8 bis 17 Uhr. Die anwesenden Stunden arbeite ich sehr effektiv und ich vermeide es zudem, neben der Mittagspause weitere kleine Unterbrechungen einzulegen – es sei denn, es handelt sich um einen Tag, an welchem wirklich fast gar nichts zu tun ist. Was ich abgrundtief hasse, ist jedoch, wenn um 16:45 noch E-Mails mit Aufträgen kommen. Schaffe ich diese/n bis höchstens 17:05, fange ich die Arbeit noch an. Ansonsten kommt eine Mail zurück, dass der Auftrag erst am nächsten Tag bearbeitet werde. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass man dies nicht eher weiß bzw. die Sachbearbeitung so kurz vor Feierabend nerven muss.

Hat man eine Aufgabe angefangen, finde ich es ok, mal (!!) 10 bis 15 Minuten länger zu bleiben, aber eine größere Aufgabe beginne ich ab 16:45 nicht mehr. Die Überstunden werden bei uns weder vergütet, noch mit Freizeit ausgeglichen. Ich für meinen Teil bin für eine klare Trennung zwischen Privatleben und Arbeit und kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass z.B. unsere “kleine” Chefin jeden Tag mindestens 2 bis 3 Überstunden macht und das ohne triftigen Grund.
Bei solchen Leuten denke ich mir nur, dass sie schlichtweg kein erfülltes Privatleben haben und ihren Frust mit Arbeit kompensieren wollen.

Wie ist es bei euch? Seid ihr Verfechter des pünktlichen Feierabends oder sitzt ihr gern mit euren Kollegen um die Wette? Man sollte doch arbeiten, um zu leben und nicht umgekehrt, oder?

Antworten

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  • von molten_toffee am 07.09.2016 um 12:57 Uhr

    fluch und segen zugleich: ich kann mir meine arbeitszeiten beinahe völlig frei einteilen und von zu hause arbeiten – dafür gibt es auch keinen festgelegten feierabend. alle nebenjobs, in denen ich bisher gearbeitet habe, liefen leider auch immer wieder darauf hinaus, dass ich nie genau wusste, wann ich zu hause bin, was aber an den jobs selbst lag und auch gut bezahlt wurde.
    bei meiner hauptanstellung hätte ich aber ein sehr großes problem damit, insbesondere wenn dann diejenigen, die nicht länger bleiben wollen (oder können) dafür sanktioniert werden, vor allem wenn es ständig verlangt wird. definitiv sollte man arbeiten, um zu leben – und sich nicht übermäßig mit dem eigenen job identifizieren. andere leute zu unterstützen mag ja schön und gut sein – und manchmal auch wichtig -; wenn das aber zum strukturellen problem wird (dass von angestellten erwartet wird, länger zu bleiben), würde mich das stören.

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  • von 2016_Zaubermaus am 07.09.2016 um 10:29 Uhr

    Ich finde es wichtig, zwischen Privat und Arbeitsleben zu trennen. Auf der einen Seite denkt man sich oft, “ich bleib nicht länger, vor allem nicht, wenn es unbezahlt ist”, auf der anderen Seite ist es leicht das zu sagen, wenn man nicht selber drinsteckt. Man opfert sich meiner Meinung nach viel zu schnell auf für die Arbeit. Es kommt aber drauf an, ob es einem Spaß macht, denn dann ist es positiver Stress und nicht so schlimm. Viele sind ja auch von ihrem Job abhängig und könnten diesen verlieren, das ist zwar nicht rechtens, kommt aber leider immer wieder vor. Wenn man aber einen guten Arbeitgeber hat, würde ich schauen, wirklich nur die verlangten Stunden abzuleisten, denn dafür ist mir mein Privatleben zu schade.

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  • von sunrisekessy am 12.08.2016 um 17:20 Uhr

    Schön, dass hier viele so denken wie ich. Einige Freunde und Bekannte sind da nämlich anderer Meinung und ebenso habe ich in Foren von Leuten gelesen, die es total normal finden, an keinem Tag genau zu issen, wann sie aus der Firma kommen. Ich selbst habe in dieser Firma erst vor gut einem Monat angefangen (erster fester Job nach dem Studium; hatte aber bereits Nebenjobs und mehrmonatige Praktika) und habe bereits von Anfang an klar gestellt, dass ich nicht viel von Überstunden halte. Des Öfteren wurde ich von meiner kleinen Chefin böse angesehen, wenn ich um 16:58 Uhr bereits meinen Rechner runtergefahren habe, aber das stört mich nicht. Bin der Meinung, dass man so etwas wie kontinuierliches Längerbleiben gar nicht erst eingeführt werden sollte, da es sonst bei einem selbst künftig stets vorausgesetzt wird. Eine Karriere möchte ich trotz Studium nicht, da mir da meine Freizeit und mein Privatleben wichtiger sind. Höre immer wieder von Leuten, die selbst im Urlaub für die Firma erreichbar sind oder täglich Mails checken… finde ich grausam!

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  • von mupfin am 12.08.2016 um 09:28 Uhr

    Da stimme ich Goldschatz zu – und möchte noch hinzufügen: nicht immer entspricht viel Einsatz und viel Arbeitszeit auch einem hohen Gehalt. Die meisten Berufe, in denen Überstunden ohne Ausgleich verlangt werden und üblich sind, sind meistens auch schlechter bezahlte – soziale Berufe (Kranken- und Altenpflege) oder Einzelhandel z. B.

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  • von Goldschatz89 am 12.08.2016 um 09:08 Uhr

    @Directioner: Wenn du viel Geld willst, musst du leben um zu arbeiten -> das stimmt aber nicht immer. Klar muss bzw. sollte man seine Leistung bringen und es ist auch immer eine Sache was man unter viel Geld versteht. Für den einen sind 500 EUR viel für den anderen ist es nichts.
    Mir wäre mein Leben dafür zu schade.
    Natürlich leiste ich etwas in meinem Beruf aber ich verdiene trotzdem meiner Meinung nach viel Geld ohne, dass ich dafür mein Privatleben opfern muss.
    Ich kenne viele die ewig studieren etc. und am Ende dann so gut wie keine Aufstiegschancen haben und eben nicht all zu viel verdienen.

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  • von Directioner12 am 12.08.2016 um 08:14 Uhr

    Wenn du viel Geld willst, musst du leben um zu arbeiten. Ich bin selbstständig, obwohl ich gerne auch mal wieder angestellt wäre. Vermisse die Arbeit mit Kollegen und sozialen Kontakten. Ich kann mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen, arbeite aber auch oft bis weit nach 20 Uhr. Ich arbeite auch am Wochenende, auch Sonntags und habe keinen einzigen Tag frei. Trotzdem leide ich nicht unter Stress und habe auch kein Gefühl etwas zu verpassen. Nebenbei studiere ich übrigens noch. Wenn ich dann mal zuhause bin, lerne ich. Wenn deine Überstunden jedoch nicht bezahlt werden, sehe ich auch keinen Grund länger zu bleiben. Schließlich arbeitest du ja für jemanden anderen und da solltest du schon klare Grenzen ziehen.

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  • von mupfin am 12.08.2016 um 07:41 Uhr

    Ich habe auch Gleitzeit, bin so um 7:10 in der Firma und gehe um 16:15 wieder. Freitags machen wir kürzer. Ich bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, also auf einen pünktlichen Feierabend angewiesen. Wir bekommen auch Freizeitausgleich für unsere Überstunden, daher sehe ich überhaupt kein Problem darin, mal länger zu bleiben wenn es denn nötig ist. Das kommt aber praktisch nie vor (höchstens wenn zu meiner üblichen Arbeit eine Urlaubsvertretung dazu kommt und sonst sehr, sehr viel los ist) und wird von der Chefetage auch nicht gefordert (wir haben ein sehr, sehr gutes und arbeitnehmerfreundliches Arbeitsklima).
    Bei mir erwartet auch keiner, dass ich E-Mails, die ich 15 Min vor offiziellem Feierabend bekomme, noch beantworte. Da muss ich auch gar nicht ankündigen, dass es erst am nächsten Tag bearbeitet wird – das ist bei uns selbstverständlich.
    Ich arbeite auch um zu leben, nicht anders herum. Wenn Überstunden vergütet werden und nicht Standard sind, sind diese meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Es gibt wohl immer Kollegen, die länger bleiben, und sich dann in ihrer Wichtigkeit bestätigt sehen. Ihr tatsächliches Arbeitsvolumen kann ich aber selten beurteilen, daher denke ich auch nicht groß darüber nach, ob das berechtigt ist oder nicht. Falls sie darunter leiden werden sie die Möglichkeiten schon mit ihrem Chef klären, denke ich. Und wenn sie nicht darunter leiden und mit der Situation zufrieden sind – umso besser.

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  • von Goldschatz89 am 12.08.2016 um 06:28 Uhr

    Ich habe Gleitzeit deshalb gibt es so was wie “pünktlichen” Feierabend nicht.
    ich arbeite meistens so von 07:30 bis 17/17:30 und Freitag gehe ich oft Mittags. Ich kann mir meine Arbeit großteils frei einteilen und sehr selbstständig arbeiten, deshalb kann ich mir meine Zeit auch beliebig einteilen. Ich bleibe auch mal länger mache dafür aber z.B. mal 2 Stunden Mittagspause und treffe mich mit einer Freundin etc.
    Ich gehe arbeiten um Geld zu verdienen. Mein Privatleben kommt für mich immer an 1. Stelle.
    Ich mag aber meiner Arbeit und auch meine Kollegen sehr sehr gerne, ich fühle mich richtig wohl. Ich engagiere mich auch sehr aber ich kenne meine Grenzen und die halte ich auch absolut ein. Wenn ich etwas vorhabe, dann gehe ich auch.
    Ich habe auch ein paar Kollegen die täglich 10 Stunden da sind und so tun als ob sie arbeiten nur damit sie gut dastehen (was sie aber dadurch erst recht nicht tun).
    Wir bekommen Freizeitausgleich für die Überstunden.

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