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IrisMichaela

am 12.11.2009 um 19:16 Uhr

Bipolare-Störung

Hey ihr Lieben,

also, ich halte es grade nicht mehr aus, und vernünftig mit jemandem reden, kann ich grade eh nicht.
Ihr habt das mit Robert Enke bestimmt zum Teil mitbekommen. Heute in Deutsch haben wir dann eine Diskussion darüber ob man Selbstmord rechtfertigen kann, z.B. auf Grund von Depressionen.
Eine aus meinem Kurs war der Meinung, dass sie Selbstmord total egoistisch findet und die Person nicht an ihr Umfeld denkt und was sie diesen Menschen damit antut.
Da ich relativ betroffen bin von diesem Thema, meine Mutter hat eine Bipolarestörung, bin ich innerlich total aufgekocht. Es wurde natürlich weiter diskutiert und für mich war diese Stunde ne wahre Qual, ich hab gezittert und hatte Tränen in den Augen.
Heute mittag hatte ich dann den völligsten Nervenzusammenbruch, hab Geheult und dann mit meinem Vater geredet, wie so die letzen ca. 2Monate bei mir abgelaufen sind, da ich ihn aus meinem Leben sehr ausschließe.
Ich wache morgens auf, quäl mich dann in die Schule, oder ich wach eben nich auf, und schlaf dann einfach mal den ganzen Tag. Da ich ne chronische Nasennebenhöhlenentzündung hab, war ich auch oft krank, und das ganze hat sich dann zu einigen Fehlstunden summiert. Ich hatte n schlechtes Gewissen, hab mich fast nich mehr in die Schule getraut.
Ich esse auch fast nix mehr, wenn`s hochkommt mal n Brot oder `n Apfel, es gibt/gab auch Tage, an denen ich einfach mal nix gegessen hab. War bis Mitten in der Nacht wach, weil ich angst vor der Schule hatte, und auch einfach nich schlafen konnte…
Meistens lieg ich einfach den ganzen Tag im Bett und schlaf…
Mein Vater meinte dann, dass ich eig. genau wüsste, worauf das hin weißt…-ich in Tränen ausgebrochen.
Dann sind wir zu meiner Hausärztin gefahren und haben ihr das erzählt, und sie hat gesagt, dass sich das für sie nach Depressionen anhört, vllt. auch nach ner Bipolaren-Störung.
Ich bin am Ende.
Diese Krankheit hat meine Familie kaputt gemacht, einen Teil meines Lebens einfach unglaublich schwer, und ich zieh`s immer noch hinter mir her. Und jetzt auch noch ich?
Ich hab nun Antidepressiva bekommen, aber ich hab einfach keine Ahnung, was ich machen soll. Ich fühl mich vor vollendete Tatsachen gestellt. So frei nach dem Motto”ja jetzt schauste mal, waste machst…”
Ach Mädels, habt ihr vllt. nen Tipp für mich?…
Wäre echt lieb! Dankeschön:)

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  • von ginnli am 19.02.2010 um 11:10 Uhr

    Hallo meine Liebe.Oh man,das tut mir echt leid für Dich.Menschen,die selber nicht krank sind,können die Gedankengänge kranker Menschen nicht nachvollziehen.Ich weiß,wovon ich rede,denn ich hab auch eine bipolare Persönlichkeitsstörung,allerdings nehme ich keine Tabletten oder Antidepressiva,sondern ich mache eine Gesprächstherapie.Die Therapeutin ist wirklich eine unglaublich nette Person,ich vertraue ihr,obwohl ich sonst kaum jemandem vertraue,weder meinem Partner noch meiner Familie,Freunde haben sich eh größtenteils schon von mir abgewandt…einfach,weil niemand gern mit Krankheiten konfrontiert werden möchte,leider.Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und immer schön positiv denken,auch wenns schwer fällt ;))

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  • von Ashelin am 31.12.2009 um 00:39 Uhr

    Ich bin zwar nicht persönlich betroffen, soweit ich das weiß – zumindest noch diagnosefrei…
    aber meine damals beste freundin hat im laufe der jahre ne totalen persönlichkeitswandel durchgemacht – auch mit borderline anwandlungen und suizidgedanken, völligem lebensstillstand, von allen abschotten, sich an männer hängen, die ihr sehr geschadet haben und noch mehr aus jeglichem sozialen gefüge gezogen haben, weil (ich zB., die ihr mal gesagt hat, dass sie auch ein eigenes leben haben darf und wenn es ihr schlecht geht, das nicht einfach hinnehmen muss) die ja schlechter umgang für sie sind.
    da ich es nicht wusste, hab ich auch vermutlich ziemlich fehler im umgang mit ihr gemacht…. bin halt von nem rational denkenden menschen ausgegangen – das soll kein angriff sein. wenn man psychisch angegriffen ist, denkt man halt anders, das weiß ich selber – und konnte nicht verstehen wie ihr wo etwas anders gefehlt hat oder was mein verhalten evtl bei ihr ausgelöst hat.
    hab aber irgendwann mal selber informationen gesammelt und ihr verhalten ist wohl auch bipolar (ich weiß nicht ob borderline da reingehört oder bei ihr noch ein nebenprodukt ist….) und hab einfach versucht ihr zu sagen dass ich auf jeden fall immer für sie da sein werde wenn sie mich braucht…
    nun hat sie aber mittlerweile (sie war nie die zuverlässigste, aber das war schon ok) keine lust mehr gehabt sich jedes mal ans bein pissen zu lassen, wenn sie was mit mir machen wollte und den kontakt ziemlich abgebrochen.
    man müsste hingehen und ihr sagen: `wir machen jetzt das und das… zieh dich an und los gehts….` weil ihr wohl einfach alles zu anstrengend ist was mit sozialen kontakten zu tun hat – das ist zumindest das, was ich in meinen beobachtungen mitgekriegt habe.
    zwar heißt es, sie freut sich wenn ich ihr schreibe, aber da kommt nix… schule war auch son thema… kommste heut nicht kommste morgen… ich kann eh nix.. leute mögen mich, wenn ich mitkiffe, sonst kann ich mit denen nix anfangen…

    okay… lange rede, kurzer sinn (ausserdem fehlen 80% der geschichte)
    sie hatte auch mal selbstmordgedanken…
    ich hab ihr versucht zu erklären, wieviel sie mir bedeutet und wie sehr sie mir fehlen würde.
    aber ich hätte ihr, wenn ich damals gewusst hätte was ich heute weiß, gesagt wir gehen gemeinsam zu nem therapeuten.

    ich selbst finde die einrichtung, dass es leute gibt, die dafür geld kriegen, dass sie einem mit fachlicher kompetenz helfen und sich probleme anhören, ne super sache und zum kotzen, dass es so verpönt ist. wenn ein star das macht gehörts zum luxus jede woche zum psychologen zu rennen und zeugt von großer schöpferischer kraft.

    ist doch völliger scheiß, dass therapie ne super geschichte ist wenn man geld hat.
    hilfe zu kriegen und sich einzugestehen dass man sie braucht sind zwei sachen die absolut zu bewundern sind.
    also denk dran, dass du nicht an einen therapeuten gebunden bist, sondern dir einen aussuchen kannst mit dem du klar kommst und nimm die möglichkeit an.
    wozu dich allein mit was rumquälen, wenn du die chance hast dass jemand versuchen will dir zu helfen wieder glücklich mit deinem leben zu sein, der dafür sogar ausgebildet ist?

    okay, ich hoffe das war nicht zu arger wortmatsch und du verstehst was ich sagen will.
    ich drück dir ganz feste die daumen.

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  • von ana_diamond am 30.12.2009 um 23:55 Uhr

    sweety. hör mal zu …
    psychische störungen & depressionen sind oft (leider) eine suicidgefaht. lässt sich auch kaum umgehen. denke immer daran, dass du nur ein leben hast. irgendwann kommt man an einen punkt wo man anfängt über seine depressionen zu lachen (klingt komisch, ich weiss) Mach einfach alles was dir irgendwie spass macht 6 lass dir von fachleuten helfen. ich drück dir ganz arg die daumen !

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  • von Schitie am 30.12.2009 um 23:30 Uhr

    Ach Maus,das klingt echt nich schön. Also erstmal man kann Suizid mit Depressionen erklären. Ich bin auch depressiv und in therapeutischer Behandlung und ich denke auch sehr oft darüber nach. Aber es ist natürlich auch irgendwie egoustisch, das stimmt schon. Als Angehöriger empfindet man das so. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Aber die Personen denken sichdabei ja auch was. und es wird in diesem Moment wohl so schlimm sein, das sie keinen anderen Ausweg haben. Ixh kann also beide Seiten verstehen. Schön ist es für keine davon.
    Versuch einfahc deine Krankheit zu akzeptieren. Du schaffst das.
    Wenn du reden magst kannst mir gern schreiben.

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  • von BabyChoclate am 12.11.2009 um 20:51 Uhr

    Hey süße..
    Ohje das klingt alles ziemlich hart..und ich versthe dich auch vollkommen meine oma hatte auch deprssionen und mein opa nun auch bei uns ist es so dass es viele haben..
    also ich würde auch an deiner stelle einen psychologen aufsuchen..klingt im erstn moment vielleicht blöd und vielleicht willst du da nicht hin aber die können dir ganz bestimmt helfen du musst es eben nur wollen also dir helfen lassen..
    ich finde selbstmord lässt sich sehr sehr wohl mit depressionen rechtfertigen wie gesgat mein opa wollte sich dehalb auch schon umbringen er lässt sich aber auch nicht helfen
    deshalb rate ich dir lass dir helfen dann wird es besser..
    alles gute:)

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  • von jambalaya am 12.11.2009 um 20:20 Uhr

    Hey! Die Meinung der Menschen, die von psychischen Erkrankungen nicht betroffen sind oder die sich noch nie damit auseinandergesetzt haben ist leider oft dämlich. An deiner Stelle wäre ich auch wütend geworden…
    Da psychische Krankheiten in dem Sinne nicht sichtbar sind, werden sie in vielen Teilen unserer Gesellschaft nicht ernst genommen oder als wichtigtuerei abgestempelt.
    Das “Beste” was ich bisher gehört habe, war der Satz:”Leute mit Depressionen suchen sich das doch selbst aus. Die sollen es mal ohne die Pillen probieren und nicht jeden scheiß nehmen.”
    Anstatt groß darüber zu diskutieren, habe ich mir angewöhnt zu sagen, dass sich die anderen erstmal über das Thema informieren sollen, anstatt irgendeinen Mist zu quatschen. Da passt wieder der Spruch: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft & dass du Menschen hast die dich auf diesem Weg begleiten.

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  • von EyeLin am 12.11.2009 um 20:09 Uhr

    geh zu einem psychologen. ich hatte das auch mal…bin da selbst wieder rausgekommen, bereue es aber, dass ich mir keine hilfe geholt habe.
    alles gute.

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  • von BloodyMaharet am 12.11.2009 um 19:44 Uhr

    ich weiß wie du dich fühlst, ich bekomme ebenfalls anti depressiva wegen einer bipolaren störung, borderline und angstzuständen. ich habe es wahrscheinlich von meiner mutter, die sich ebenfalls entschlossen hat eine therapie zu machen, als ich mit meiner im august diesen Jahres anfing. bei mir äußerte es sich, dass mir alles egal war, suizidgedanken, weil ich nicht mehr weiter wusste, ich dachte dann immer nur, dass ich so die nächsten jahre meines lebens so nicht überstehen werde, kann und will… ich habe mich auch selbst verletzt… natürlich ist es nicht unentdeckt geblieben, dass es mir nicht gut ging, besonders wenn ich bei der arbeit einfach an fing zu weinen… dann meinte meine kollegin einmal zu mir, dass sie angst hätte, dass ich mir etwas antu… wo sie nicht mal unrecht hat, denn die gedanken an suizid sind trotz medikamente nie ganz verschwunden…

    für mich ist der suizid immer noch die aller letzte möglichkeit dem inneren qualen zu entkommen…

    ich habe ebenfalls versucht mit leuten darüber zu reden, aber diese haben selbst keine persönlichen erfahrungen damit, können also auch nicht verstehen dass es mir so schlecht geht und warum, was ich nicht einmal selbst richtig verstehe

    ich versuche einfach das ziel in meinem leben im auge zu behalten, aktuell meine ausildung, was danach kommt macht mir der gedanke jetzt schon angst… als halt im leben… einen sinn, denn auch mein arzt meinte, wenn ich den Sinn bzw. Halt verliere, dann würde das risiko bestehen, dass ich die therapie aufgebe und dann mein leben…

    selbst mein freund kann mir nicht richtig helfen auch wenn er alles mögliche versucht und sich große sorgen macht

    ich habe nur angst, dass ich ihn dadurch verliere, weil es ihm zu viel wird und er nicht mehr damit umgehen kann, zumal ich ihn eh nur wochenende sehe und dann muss er mit meinen launen umgehen…

    Fazit: dass was ich dir raten kann, aus eigener erfahrung, setze dir ein ziel im leben, dass dir den sinn für deine existenz gibt… und wenn es dir ganz schlecht geht, dann schreibe vielleicht deine gedanken auf….

    ich hoffe ich konnte dir helfen

    LG

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  • von frolleinchaos am 12.11.2009 um 19:41 Uhr

    es ist ja kein todesurteil! du bist doch jetzt in behandlung, dh es geht ja schonmal bergauf! vielleicht ist es ja auch keine manische depression, sondern einfach nur ne normale. die sind meines wissens sogar heilbar.

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  • von Ocean19 am 12.11.2009 um 19:39 Uhr

    Was das Mädchen aus deiner Klasse da gesagt hat kann auch nur jemand sagen der selbst nicht betroffen ist. Ich bin selbst schwer depressiv, inzwischen 7 Jahre lang. Ich habe auch einmal versucht mir das Leben zu nehmen und ich habe lange darüber nachgedacht wer sich deswegen schlecht fühlen wird. Selbstmord ist nicht egoistisch sondern verzweifelt.
    Es tut mir sehr leid für dich dass du diese Diagnose bekommen hast. Bei mir wurde dieses Jahr Borderline diagnostiziert und ich war gar nicht begeistert weil damit so viele Vorurteile verbunden sind und man für Leute automatisch “der Arsch vom Dienst” ist, Außerdem ist es eine langwierige und schwer behandelbare Krankheit. Genauso wie du muss ich mich damit abfinden und der Krankheit den Kampf ansagen. Ich wünsche dir dafür ganz viel Kraft.

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