HomepageForenKummerkastenIst die Jobwelt so schwarz-weiß??

Fledermaus29

am 23.03.2016 um 20:24 Uhr

Ist die Jobwelt so schwarz-weiß??

Zur Erklärung:
Ich hab nach der Trennung von meinem Freund den Hund mitgenommen und da ich sowieso gerade arbeitsuchend war, habe ich mich nach einer Teilzeitstelle umgesehen. Einerseits damit ich dem Hund gerecht werden konnte, andererseits auch wegen meiner Gesundheit. Die vorherigen Vollzeitjobs haben finanziell kaum gereicht, dafür wurde man trotzdem verheizt und ich war nur noch unglücklich und gereizt. Ich bin sowieso gesundheitlich nicht wirklich okay, was ich immer ignoriert habe weil es immer hieß “Du MUSST Vollzeit arbeiten, du MUSST alles machen was man dir sagt!” Gebracht hat es mir nichts, nicht mal genug Geld und dabei hab ich was Gutes gelernt.
Nach der Trennung fing ich an umzudenken und sagte beim ersten Angebot (Vollzeit) einfach mal Nein, was ich noch nie gemacht hatte. Promt bekam ich diese Stelle als Teilzeit angeboten, mit gerade mal 100 Euro weniger als meine letzte Vollzeitstelle.
Der Job macht nicht gerade Spaß aber ich bin nicht faul und bin einfach froh, dass ich genügend Ausgleich habe, um alles andere danach auch noch zu schaffen. Ich habe wieder Kraft um nach der Arbeit noch anderes zu erledigen, was mich unheimlich zufrieden macht.
Ich denke auch darüber nach einen Minijob zu machen, irgendwas ganz anderes, um was dazu zu verdienen und was Neues zu sehen.
Aber mich stören Kommentare im Freundeskreis. Dinge wie “Das geht auf Dauer nicht, du wirst wieder Vollzeit gehen müssen, Teilzeitjobs sind eh selten, die stellen dich niemals fest auf Teilzeit ein” (bin noch über Zeitarbeit dort).
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Warum soll es nicht möglich sein Teilzeit plus Minijob arbeiten zu gehen? Ich höre immer nur “Vollzeit ist normal”. Wer sagt denn was normal ist? Mir tut das wie es jetzt ist eben gut und ich hab keine Lust auf Burnout wie die ganzen Angestellten, die jeden Tag schlecht gelaunt da rumsitzen.
Ich hab meine Ansprüche schon runter geschraubt, habe eine kleine, aber süße Wohnung, lebe bescheiden, habe meinen Hund, der mich jeden Tag glücklich macht. Wenn ich den abgeben müsste, nur weil ich 3 Stunden mehr arbeiten soll, säße ich nach spätestens 3 Monaten beim Lala-Arzt und könnte mir Tabletten einwerfen. Soll es das sein?? Was habt ihr so für Erfahrungen?

Antworten

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  • von mupfin am 29.03.2016 um 14:11 Uhr

    Ich grabe hier mal noch einmal aus, habe den Thread eben erst gesehen und ein Punkt fehlt mir noch:

    Hast du dich ausreichend mit Rente / Altersvorsorge beschäftigt? Bei solchen Teilzeit-/ Minijobs zahlt man leider nicht so viel in die Rentenkasse wie bei einem Vollzeitjob. Wenn man sich da erst im Alter darüber Gedanken macht, kann das unangenehm werden. Da kannst du aber auch privat vorsorgen etc., das ist immer nur so ein Punkt, der bei solchen Entscheidungen gerne vernachlässigt (weil vergessen) wird. Wer denkt mit 30 schon gern über die Rente nach. Habe allerdings ein paar ältere Arbeitskolleginnen, die schon mit dieser Problematik zu kämpfen hatten.

    Ansonsten sollte jeder ein Arbeitsmodell suchen und finden, mit dem er glücklich wird!

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  • von Feelia am 25.03.2016 um 10:47 Uhr

    red klartext mit deinen freunden.die haben nämlich unrecht.zwar mag es schwieriger sein,passende stellen zu finden,die sich dann noch miteinander kombinieren lassen-aber stellensuche ist heutztage auch bei vollzeit und kerngesunden schon recht schwer.
    und ja,ich stimme dir in allem zu:es geht nicht darum,was die masse macht,sondern was für einen selbst das richtige ist.ich selbst bin auch nicht gesund und kann mir nur unter ganz bestimmten voraussetzungen eine vollzeitstelle vorstellen.ich peile derzeit auch eine teilzeitstelle an (die kohle für halt reichen) und will nebenher ehrenamtlich/freiberuflich noch was anderes arbeiten,zwecks beruflicher zukunft (praxiserfahrung sammeln halt und lebenslauf aufbessern.ich hatte selbst auch schon 2 burnouts und weiß dadurch und eben durch meine lebenserfahrung (hatte schon eine menge jobs) genau,was für mich machbar ist und was nicht.
    und natürlich bist du für dein tier 100%ig verantwortlich,das heißt du solltest nicht nur,sondern du musst sicherstellen,dass du für ihn genug zeit hast.

    “Schätze es steckt tatsächlich viel Neid dahinter. Solange es bei mir gut läuft kommt nichts aber wenn es mal schwierig wird stürzen sie sich darauf, hab ich das Gefühl.”
    dann sind diese leute keine wahren freunde.mit sowas wär ich nicht befreundet,denn so verhält sich kein wirklicher freund.echte freunde sind da,wenn es einem schlecht geht und tun nichts,was dich noch unglücklicher macht.

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  • von Catlover87 am 25.03.2016 um 07:32 Uhr

    Ich finde es sehr verantwortungsbewusst von dir, dass du deine Ansprüche wegen deinem Hund zurückschraubst. Es gibt aber auch Betreuungsmöglichkeiten für deinen Hund (Hundesitter etc)

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  • von Fledermaus29 am 25.03.2016 um 06:55 Uhr

    Vielen Dank für eure Meinungen! Das hat mich bestärkt.
    Ich denke die Denkweise meiner Freunde ist sehr festgefahren. Die sind in ihrer “Das gehört sich so!”-Welt festgefahren. Nur, einer von denen arbeitet in der Gastronomie und bekommt in Vollzeit so viel wie ich in Teilzeit. Der andere muss 300 Euro Unterhalt bezahlen. Das muss ich nicht. Weiß nicht warum sie drauf bestehen dass ich voll arbeiten gehen muss.
    Habe bei meiner letzten Vollzeitstelle gerade mal 100 Euro mehr bekommen brutto, da wurde man komplett verarscht. Und ich habe eine gute Ausbildung und weiß, dass ich viel kann.
    Schätze es steckt tatsächlich viel Neid dahinter. Solange es bei mir gut läuft kommt nichts aber wenn es mal schwierig wird stürzen sie sich darauf, hab ich das Gefühl. Schade eigentlich.

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  • von elegantboy93 am 25.03.2016 um 00:23 Uhr

    Hey Fledermaus na klar kannst du Teilzeit plus Minijob machen, wenn zeitlich alles passt und du nicht das Gefühl hast dich zu verheizten. Wie das finanziell dann aussieht (abzüge oder ähnliches)
    weiß ich aktuell grad nicht. Hör nicht auf dein Freundeskreis, ich will nicht unterstellen dass sie dir das nicht gönnen vielleicht haben die eine andere Denkweise. Du machst das laut meiner Auffas-sung genau richtig. Es bringt dir gar nichts wenn du auf dem Zahnfleisch läufst und auch wenn man im Unterschied zur Vollzeit Arbeit weniger Geld hat (solange man damit zurechtkommt) die Le-bensqualität steigt durch die Zeit, die du endlich für dich nutzen kannst, enorm. Viele wachen nach vielen Jahren aus der Vollzeitarbeitsbeschäftigung auf und verstehen dann was sie eigentlich ge-macht haben ihr ganzes Leben – gearbeitet. Über sich mal tiefgründig nachdenken -> keine Zeit. Über wichtiges sinnieren -> keine Zeit. Sachen zumachen worauf man Lust hat -> keine Zeit. Sich mit Leuten treffen nach Lust und Laune -> keine Zeit. Hobby intensivieren -> keine Zeit (Hobby muss nicht immer Geld kosten -> laufen etc.) dich fortbilden bzw. weiterentwickeln -> keine Zeit. So sieht es doch im Arbeitsleben aus, jedenfalls sehr oft.

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  • von Goldschatz89 am 24.03.2016 um 07:06 Uhr

    Sowas muss doch jeder für sich entscheiden. Wenn du damit klarkommst, ist das doch total ok?
    Bei uns in der Firma gibt es auch viele die in Teilzeit arbeiten.

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  • von Heellove am 23.03.2016 um 22:30 Uhr

    du musst für dich den richtigen weg finden. ich bin gerade selbst auf der suche nach einem minijob neben dem studium und ich muss sagen: es werden so viele teilzeitstellen gesucht, ich weiß nicht wieso das ein problem sein sollte. irgendwas lässt sich doch immer finden^^ du sagst selbst, du hast deine ansprüche runtergeschraubt: kleinere wohnung und bestimmt verzichtest du auf andere dinge, die den anderen dafür wichtiger sind. dir ist dafür deine freizeit wichtiger. muss jeder selbst entscheiden, schließlich bist du selbst für dich verantwortlich und lebst von dem von dir verdienten geld. hau einfach mal auf den tisch bei deinen freunden 😀 vielleicht hilft dir der artikel weiter bezüglich umgang mit geld und die meinung der freunde: http://www.couchabenteurer.de/reise-glueck-neider-wie-geht-man-mit-ihnen-um/

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  • von JennyPaenny am 23.03.2016 um 22:12 Uhr

    Ich hoffe du findest für dich den richtigen Weg und du fühlst dich dabei dann gut…das ist doch das wichtigste daran (Ich lebe nicht um zu arbeiten, ich arbeite um zu Leben 😉 ).

    Antwort
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