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Samweiss

am 11.03.2016 um 20:10 Uhr

Probleme mit Eltern?

Hallo ihr Lieben,
Ich bin 18 Jahre alt und habe ein grosses Problem mit meinen Eltern. Jedoch frage ich mich auch, ob ich diejenige bin, die das Problem darstellt oder ob meine Eltern es sind. Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht ehrlich eure Meinungen dazu sagen könnt.
Also mein Vater ist mir leider kein Vorbild. Er hat in seinem ganzen Leben noch nie gearbeitet. Trotzdem ist er immer sehr fürsorglich. Er wohnt seit langen in einer verdreckten Wohnung, in der es auch noch stinkt. Trotzdem bin ich des Öfteren bei ihm, weil ich die Einzige bin, die er inseinem Leben hat. Mein Vater tut mir leid, weil er immer ganz alleine ist. Jedoch ist es selbst verschuldet. Er muss immer Recht haben, geht wegen Allem vor Gericht und meckert über jeden. Er sieht seine Fehler nie bei sich, sondern immer bei anderen (zum Teil auch bei mir). Ich hab ihn trotzdem gern, weil er mein Vater ist, es macht mich trotzdem auch sehr fertig, wenn ich bei ihm bin.
Außerdem muss ich mir ständig von meinem Vater sowie von meiner Mutter Lästereien über den anderen anhören, was mich als ich 13 war so weit brachte, dass ich vor Gericht gehen musste.
Dann hatte ich letztes Jahr eine schwierige Phase, da ich von meiner ersten grossen Liebe verlassen worden bin und an Drogen gekommen bin (jetzt nicht mehr). Dadurch musste ich die Klasse wiederholen und ich geriet in eine Depression, die bis heute noch andauert. Meine Mutter hat mir immer Vorwürfe in der Zeit gemacht, weil ich des Öfteren nicht zur Schule gegangen bin aufgrund meiner Depression. Sie wollte mich in einer Klinik einweisen, was mich schwer enttäuscht hat, da es sich anfühlte, als ob sie mich loswerden wollen würde. Daraufhin habe ich dann Antidepressiva genommen. Meine Mutter vertraut mir seitdem jedoch nicht mehr und denkt jeden Tag, dass ich ein riesen Problem hätte und sie möchte immer noch, dass ich in eine Klinik gehe, obwohl alles wieder einigermaßen in Ordnung ist. Diese Klinik ist für mich kein Thema, da ich mich nicht beim Besichtigungstermin wohlgefühlt habe und alles so kalt erschien.
So jetzt komme ich zur Gegenwart:
Ich bin seit einigen Wochen schwer erkrankt und die Genesung erfolgt sehr langsam. Das macht mir seelisch genauso zu schaffen wie natürlich körperlich. Seit gestern bin ich in so einer Phase, in der ich einfach nur schlechte Laune habe, weil ich seit Tagen nicht aus dem Bett darf. Daraufhin hat meine Mutter gesagt, dass mir nicht mehr zu helfen ist und ich mein Abi doch niemals schaffen würde. Das hat mich sehr verletzt, da ich gerade jetzt, wo es mir nicht so gut geht, die Unterstützung meiner Eltern brauche.
Dann habe ich auf einmal überall Schmerzen im Körper gehabt und ich bin zusammengebrochen, da meine Mutter meinem Vater sagte, dass sie es nicht mehr mit mir aushält. Aber ich versteh das nicht, ich mache meine Schule (und das nicht schlecht) ich treffe mich mit meinen Freunden und bin deswegen nicht oft Zuhause (deswegen muss es meine Mutter auch nicht oft mit mir aushalten) und ich geh ihr meistens auch schon extra für sie aus dem Weg.
Es wird ständig so dargestellt von meiner Mutter und meinem Vater, dass ich ein gestörtes und mega depressives Kind bin, obwohl ich alles wieder geregelt bekomme und ich auch weiss, dass das damals nur eine Phase war. Aber so wie meine Eltern mich behandeln und mich immer mit damals konfrontieren, fühle mich nicht normal.
Außerdem macht mein Vater mir auch immer Vorwürfe, dass ich faul bin, aber er hat in seinem Leben noch nie ein Bad sauber gemacht und ich bin gerade dabei meinen Schulabschluss zu absolvieren
Ich hoffe irgendwer hat bis zum Ende gelesen und kann mir diese Frage beantworten
Mache ich etwas falsch ? Machen meine Eltern etwas falsch? Bin ich gestört?

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  • von Marialba am 14.03.2016 um 21:22 Uhr

    Ich versteh dich super gut…Habe nahezu 1 zu 1 das selbe hinter mir, bzw bin dabei es hinter mir zu lassen :) es ist natürlich sehr schwer aber der erste Schritt ist die Einsicht, dass du nicht schuld bist und einige deiner Fehler Folgen des Verhaltens deiner Eltern sind.
    So
    Ich werde dir einfach sagen, wie ich es geschafft habe, dort rauszukommen und würde mich freuen wenn du es auch schaffst, weil ich ganz genau nachvollziehen kann, wie es dir geht.
    Zunächst habe ich beim Jugendamt vorgesprochen. Die haben mir gesagt, dass die nicht mehr für mich zuständig sind, weil ich schon über 18 bin. Schwachsinn! Die sind für dich zuständig indem sie die helfen müssen. Du gehst schließlich noch zur Schule. So war es bei mir auch und dann haben sie mich an die Jugendagentur für Arbeit (oder so) weiter geleitet. Dem Herren Sachbearbeiter habe ich dann mal meine ganze Situation erklärt. Er hat mit mir Wege ausgearbeitet ausziehen zu können. Da ich auf einem allgemeinen Gymnasium bin, habe ich kein Anrecht auf Bafög. Also musste ich ALGII beantragen. Hier helfen dir Briefe vom Jugendamt und von dir, in denen geschildert wird, weshalb die Dringlichkeit eines Auszugs gegeben ist. Hier gilt: je detailliert, desto höher die Chance auf ein Bestätigung.
    Währenddessen musst du eine Wohnung finden, die dirgendwie gerecht wird in Sachen Größe und Miete. Der Mieter muss dem zustimmen, dass es evtl auch ein wenig komplizierter am Anfang wird. Ich hatte das Glück jemanden zu kennen, der Wohnungen vermietet…
    Wenn deine Mutter genug verdient, muss sie jedoch Unterhalt zahlen, da deine Eltern unterhaltspflichtig sind, bis du 25 bist und selbst noch nicht arbeitest.
    So viel zum formellen Teil.
    Ich verstehe wenn du dir wegen dem Auszug nicht sicher bist, auch wegen deinen Eltern. Aber du hast dich abhängig von ihnen gemacht. Du versuchst dich nach ihnen zu richten aber das zerstört dich. Du bist an einem Punkt angelangt, an dem du auf dich achten musst.

    Ich bin mittlerweile auch in Therapie und nehme Antidepressiver weil ich sonst jeden Abend irgendwelche Anfälle bekäme, aber Depressionen sind heilbar.
    Ich werde zum Beispiel nach der 12. Auf hören und mein FSJ beschreiten. Nicht etwa weil ich mein Abi nicht schaffen würde aber einfach weil ich mal was für mich tun muss. Da musst du selbst schauen was für dich am besten ist. Und zu meinem Vater hab ich den Kontakt abgebrochen. Das War am Anfang schwer aber es War das einzig Gute für mich. Du musst ja nicht auf ewig keinen Kontakt mehr zu ihm haben aber schaue erstmal, dass du dich wieder gerade bekommst
    Ich weiß, es ist ein langer Weg bis zu dieser Einsicht und es scheint unerreichbar, aber lass dir sagen, dass es möglich ist! :)

    Ich weiß nicht ob hier die Möglichkeit einer Privaten Nachricht gegeben ist, aber wenn ja, kannst du das gerne machen :)
    Liebe liebe Grüße und ich wünsche dir alles Gute!!

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  • von Dawson am 11.03.2016 um 21:30 Uhr

    sie sind mit der situation völlig überfordert und können in dich nicht rein schauen, deswegen geht deine mutter vom schlimmsten aus. vllt gerade weil du nie da bist, macht sie sich gerade sorgen, vllt solltest du eben nicht ihr ausm weg gehen.

    dein vater is gestört aber absolut, versuchs zu vermeiden mit ihm kontakt zu haben bis du es geschafft hast.

    ansonsten versuche da so schnell wie es geht raus zu kommen. betreutes wohnen oder was.

    respekt das du da wieder raus gekommen bist.

    in welchem jahr bist du denn jetzt? wenn du krank bist bist du krank. dafür kann keiner was. deine mutter soll mal locker bleiben, wird sie aber nciht,weil sie einfach nur angst hat und ich glaube es ist nicht zu schaffen ihr die angst zu nehmen, außer vllt du nimmst dir mehr zeit für zu hause,denn wenn du zu hause bist kannst keine dummheiten machen^^ wenn verstehst was ich meine^^

    Antwort
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