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Moonpie1997

am 20.03.2016 um 17:26 Uhr

Versagensängste und Freudlosigkeit nach dem Abitur

Hey Community!

Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und habe vor zwei Monaten eine Ausbildung angefangen. Ich möchte gerne nach der Ausbildung noch studieren und bin mir eigentlich schon ziemlich sicher, wo ich eigentlich hin will.
Niemand in meiner Familie oder meinem sozialen Umfeld macht mir in meinen Entscheidungen irgendwie Druck, aber dennoch merke ich immer mehr, dass mich unglaubliche Ängste plagen zu versagen. Ich denke nur noch darüber nach, was passiert, wenn ich die Ausbildung nicht schaffe oder wenn ich merke, dass ich doch in eine andere Richtung möchte. Es geht schon so weit, dass ich morgens aufstehe und totale Angst habe und teilweise das Gefühl von Auswegslosigkeit habe, obwohl mir doch eigentlich so viele Wege offen stehen. Ich sehe meine Zukunft nicht mehr als Chance mein Leben zu gestalten sondern als Möglichkeit zu versagen. Ich habe wirklich Angst nie mehr glücklich zu sein.
Ich wünsche mir momentan nichts sehnlicher, als wieder zurück in die Schule zu gehen, obwohl das total bekloppt klingt. Ich habe das Gefühl mit meinem Schulabschluss meine Identität verloren zu haben. Es ist zudem sicher auch nicht hilfreich, dass meine besten Freunde alle im Ausland sind und ich mich dadurch sowieso einsam fühle. Ich weiß wirklich nicht, was ich dagegen tun soll. Ich befürchte manchmal schon, dass ich depressiv werde.
Könnt ihr mir vielleicht irgendwelche Tipps geben, wie ich diese Angst verlieren kann? Oder hat jemand auch so welche Erfahrungen gemacht? Ich bin für jede hilfreiche Antwort dankbar!

Antworten

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  • von elegantboy93 am 23.03.2016 um 15:37 Uhr

    Du hast wohl eine Identitätskrise würde ich meinen. Bei bestimmten neuen Abschnitten definiert sich jeder selbst neu, versucht das einzuordnen in sein Weltanschauungsgefüge und es darin einzubauen. Testet theoretische Grenzen aus oder konstruiert theoretische Konstrukte. Soweit ist das normal aber wenn man dann „hängen“ bleibt dann kann das für einen erstmal sehr schwer sein. Als Außenstehender weiß man aber dass sich das alles gibt, versuch macht Klug, du kannst auch versuchen über die logische, rationelle Schine auf den richtigen Weg zurück zu kommen, was in einer emotionalen Verfassung aber sehr schwierig ist. Dieses „alleine Gefühl“ ist der erste Schritt zum Erwachsen werden, du bist nun für die selbst verantwortlich und kannst nicht von einer Gruppe mitgetragen werden (was nicht auf Leistung oder Schmarotzer sein bezogen ist!). Deprimiert zu sein ist absolut normal das heißt noch lange nicht dass du eine Depression hast, wenn du noch nie eine hattest dann kannst du auch nicht wissen was das ist. Viele pauschen Depression zu schnell zu hoch, deprimiert sein ist etwas ganz anderes und gehört zu unserer Gefühlswelt dazu. Wie Freude und Trauer. Du bist zwar in einer Leistungsgesellschaft aber jetzt muss du keinem anderen (Schule) mehr etwas Beweisen sondern nur dir. Wenn du durchfällst durch die Prüfung dann geht die Welt nicht unter, dann gibts ne 2. Chance! Und möglicherweise eine 3. Du stehst am Anfang und kannst noch gar nicht abschätzen was du schaffst und was nicht, genauso wenig wirst du wohl mit sicherheit wieder glücklich sein auch wenn du Momentan nur von heute auf morgen denkst. Kopf hoch und lass die schlechten Gedanken zum verlieren, du kannst ja auch mal etwas absichtlich verhauen, einfach mal beim Test Stift zur Seite legen, die anderen Beobachten und mit ruhigem Gewissen einen leeren Zettel abgeben egal wie die anderen schauen! Das wird schon 😉

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  • von Ninchen9 am 22.03.2016 um 07:29 Uhr

    das ist alles vollkommen normal. du musst dich erstmal wieder selbst finden und ordnen. mir gings nach dem abi vor dem studium genauso. ich hatte wahnsinnige angst zu versagen und habe mich einsam gefühlt und unfähig etc.
    aber das findet sich alles von ganz alleine, glaub mir. wichtig ist auch dass du mit jmd drüber reden kannst (familie?).
    mir hat damals jmd gesagt “du steigerst dich gerade panisch in etwas rein, in das du von ganz alleine hineinwachsen wirst” – und so wars auch. schule war einfach behütet und gewohnheit.
    alles liebe

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  • von Neemoel am 20.03.2016 um 23:34 Uhr

    Vielleicht ist das nun bei dir auch nur der Stress. Ich hatte damals zu Zeiten meines Studium schlimme psychische Probleme bekommen. Grund war der Druck und der Druck, den ich mir selbst machte. Ich denke ein Ausgleich ist wichtig. Das man mal abschalten kann.

    Antwort
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