HomepageForenLiebe-ForumAngst vor neuer Beziehung

Doughnutt

am 11.07.2016 um 14:29 Uhr

Angst vor neuer Beziehung

Was es für unglaublich viele Facetten von Gefühlen gibt. Im Moment bestehe ich aus einem einzigen rauschenden Chaos von eben jenen Facetten. Mats wird mir immer wichtiger und trotzdem sind da all die Zweifel. Auf der einen Seite weiß ich nicht, ob ich wirklich schon wieder bereit bin, mich auf einen anderen Menschen voll und ganz einzulassen. Immer wieder merke ich, wie ich mich innerlich zurückziehen will, manche Gefühle und Gedanken gar nicht erst zulasse oder versuche, diese mit anderen zu übertünchen. Stelle mir unzählige Fragen. Was fühle ich für Mats, bin ich schon verliebt? Warum denke ich trotzdem noch oft an Till und was war das mit ihm? Kennen tue ich ihn nicht, weiß nichts über ihn, habe nie ein wirklich gutes Gespräch mit ihm gehabt. Und dennoch ist er derjenige, auf den ich mich viel leichter einlassen konnte. Vielleicht weil ich wusste, dass es niemals ein Wir geben wird. Weil ich wusste, dass er nichts für mich empfindet, dass er mich gar nicht kennenlernen will. Sich der Illusion von einem Menschen hinzugeben fällt so viel leichter, als sich jemandem zu öffnen, der dasselbe für dich tun möchte. Und doch ist es das, was ich möchte. Ich möchte vor jemandem voll und ganz ich selbst sein, nicht nachdenken müssen, ob das was ich sage, falsch oder komisch klingt. Meinen Gefühlen, meiner Leidenschaft nachgehen, ohne Scham. Ich möchte keine andauernde Ungewissheit, keine Spielchen, für niemanden einfach nur eine Option sein. Manchmal fühle ich, dass Mats mir das geben kann, was ich suche. Beständigkeit, Zärtlichkeit, Aufrichtigkeit, Herzklopfen. Es ist so viel Leichtigkeit zwischen uns, ich liebe es wie wir zusammen lachen können. Und trotzdem auch das Bedürfnis nach diesen unfassbar intensiven Momenten verspüren. Wie gern ich ihn küsse, wie gern ich in seine Augen schaue, wie gern ich ihm nah bin. Dennoch merke ich, dass ich mich noch nicht vollständig hingeben kann, noch Zweifel, noch Angst fühle. Davor nicht genug zu sein. Nicht attraktiv genug, nicht klug genug, nicht besonders genug. Stelle mir hundert Frauen vor, die ihn glücklicher machen könnten. Und habe gleichzeitig Sorge, nicht genug zu empfinden, dass diese plötzliche Distanz wieder auftaucht. Nie wieder will ich jemandem so wehtun, wie ich es bei Simon letztes Jahr musste. Einfach Schluss nach vier Jahren Beziehung. Nie wieder will ich jemanden meinetwegen so zerbrechen sehen.
Sollte ich nicht darauf vertrauen, dass sich diesmal womöglich die Zuneigung die Waage hält? Was muss ich tun, um diese Ängste hinter mir zu lassen oder zumindest zu lernen, sie zu akzeptieren? Wie lange habt ihr gebraucht, um euch nach einer schwierigen Trennung wieder ernsthaft auf jemand Neues einzulassen? Warum fallen mir Bettgeschichten momentan so viel leichter?

Antworten

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  • von Fähe am 26.07.2016 um 11:01 Uhr

    Liebe Doughnutt,
    ein schöner Text, man merkt sofort, dass du ein sehr nachdenklicher, selbskritischer und reflektierender Mensch bist. Was jedoch oft auch Dinge unnötig verkompliziert (fühl dich nicht angegriffen, ich bin genauso).
    Meinst du nicht, dass es einfach nur etwas Zeit braucht? Sei froh, dass der Mats dir keinen Druck macht und irgendeine Entscheidung von dir erwartet. Und da du mit “uns” so offen darüber reden kannst, vielleicht kannst du es dann auch mit Mats tun. Vor allem über deine Angst aufgrund deiner vorherigen Beziehung, das wird er bestimmt verstehen.
    Ich denke, du hast dich schon gut selbst analysiert, warum dir bedeutungslose Bettgeschichten theoretisch leichter fallen. Weil du nichts zu verlieren hast und schon vorher weißt, wie es aussgehen wird. Sich jemanden zu öffnen ist immer ein Risiko verletzt zu werden, aber gleichzeitig auch die Voraussetzung um sich wirklich zu verlieben. Tipps hinsichtlich einer schlimmen Trennung kann ich dir leider nicht geben, aber ich denke, dass ist auch für dich eigentlich weniger von Bedeutung. Mats scheint dir wirklich wichtig zu sein und vor allem gut zu tun. Nicht alle Menschen sind gleich und schlecht. Klar sollte man vorsichtig sein, aber mach ihn gedanklich nicht schlechter, als er es ist. Bisher hat er sich doch nichts Böses erlaubt. Genieße einfach weiterhin die Zeit mit ihm und versuche mehr im Jetzt zu sein als im Was wäre wenn.
    Alles Liebe :)

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