HomepageForenLiebe-ForumBeziehung: kämpfen oder aufgeben?

Caronne

am 29.08.2009 um 22:43 Uhr

Beziehung: kämpfen oder aufgeben?

Ich bin seit über 3 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir sind jetzt im April zusammen gezogen. Er ist wirklich herzensgut und würd alles für mich tun, wenn es darum geht mich glücklich zu machen ist er immer ganz vorne dabei.

Leider hab ich das Gefühl, dass wir eigentlich so gar nicht zusammen passen. Bzw glaube ich zu merken, dass seit wir zusammen wohnen eh ein bischen die Luft raus ist irgendwie.

Zum einen sind unsere Familien grundverschieden (OK, das wird sicherlich bei einigen so sein). Aber auch seine Freunde und so kommen alle aus einem Kreis, mit denen ich ohne ihn sicherlich nichts zu tun hätte (sind jetzt keine Schläger oder irgendwas anderes extremes, nur halt…einfach anders).

Das für mich größte Problem ist, dass er in vielen Dingen einfach total unselbständig ist; was ganz klar die “Schuld” seiner Mutter ist, die ihm bis zum gehtnichtmehr alles hinterhergeräumt hat (zimmer aufgeräumt, mülleimer geleert, für ihn gewaschen und er musste nie was machen). Jetzt erwartet er immer, dass ich das auch tue, und fühlt sich extrem benachteiligt, wenn er auch mal was machen soll… Er hat schon auch Aufgaben die er machen soll, er macht das auch, aber immer mit nem langen Gesicht und immer hofft er, dass ich es doch “ausversehen” für ihn erledige.

Dann liegen unsere Interessen auch noch himmelweit auseinander, gemeinsame Hobbies haben wir eigentlich nur sehr wenig.

Er interessiert sich auch nicht für meine Familie (wobei man fairerweise sagen muss, dass ich es meistens auch nur tue, weil ich MUSS – Familie halt).

Er interessiert sich auch nicht für die Dinge die ich tue, ich darf halt Alles machen was ich will, aber er fragt nicht nach uns will auch nicht wissen wie es war.

Unsere Ess-Geschmäcker gehen auch in zwei komplett verschiedene Richtungen (was auch am “kochstil” seiner Mutter liegt); er isst am liebsten panierte Schnitzel oder Fast Food und wenn Gemüse oder so dann nur mit ner fetten Sauce dabei. Ich bin da eher experimentierfreudig, ich esse und probiere fast alles und achte auch auf gesunde Ernährung wie Müsli, Vollkornbrot, usw.

Wären es jetzt nur diese Nachteile, dann würde ich mich sicherlich sofort trennen. Aber es ist halt so, dass er immer versucht für mich da zu sein, wenn wir uns streiten kommt er sich entschuldigen, wenn er weiss, dass ich einen Wunsch habe unterstützt er mich darin, ihn zu erreichen, er merkt sich auch kleine Dinge die ich mag (die “fettfreie” Variante meiner Lieblingsmilch anstelle der mit 3,5% findet er im Schlaf)…. Das “finisch” unserer Wohnung hat er zu verantworten; er ist mit mir zu dem Blau/gelben Möbelhaus gefahren und hat mir die Vorhänge gekauft, die ich schon immer wollte….

Ich habe einfach das Problem, dass ich Angst habe, dass wir zu verschieden sind, bzw., dass die Basis für unsere Beziehung zu…. wackelig ist. Dass ich nur mit ihm zusammen bin, weil ich nicht alleine sein will…..

Man muss dazu sagen, dass das meine erste Beziehung überhaupt ist, ich bin eine wahnsinnig starke uns selbstbewusste bzw. selbständige Frau. Ich habe vorher (also vor ihm) sieben jahre alleine gewohnt und die zeit auch genossen. Und auch jetzt denke ich immer mal wieder an ne kleine schigge wohnung wo NUR ICH wonhe, NUR ICH den Inhalt des Kühlschrankes bestimme usw…..

Ich habe mir jetzt als “Ziel” gesetzt, dass ich erstmal gucke, wie das erste Jahr zusammen wohnen so klappt. Sollte ich dann immernoch mich mit Gedanken an eine Singlewohnung rumquälen werd ich klartext reden….

Was meint ihr zu meinem Dilemma?

Antworten

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  • von Trullatrine am 01.09.2009 um 23:33 Uhr

    Ich bin seit 17 Jahren mit meinem Mann zusammen. Auch wir sind sehr verschieden. Aber: Gegensätze ziehen sich an (und wieder aus :)). Nein, mal im Ernst, es sind manchmal kleine Dinge, die uns zum kochen bringen. Aber die sollte man nicht zu sehr auf die Waage legen. Wichtig ist, dass Ihr Euch liebt und über alle Probleme reden könnt. Ansonsten siehe letzten Satz von schnibbelhips

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  • von schnibbelhips am 31.08.2009 um 09:12 Uhr

    Kämpfe um die Beziehung!
    Ich habe zwar nur ein Jahr alleine gewohnt, aber man gewöhnt sich schnell daran. Als ich mit meinem Freund vor 2,5 Jahren zusammen gezogen bin, hatten wir ähnliche Probleme.

    Ich gabe mich einfach mit ihm zusammen gesetzt und darüber gesprochen, was ich mir wünsche. Es hat nicht auf Anhieb geklappt. Er war auch am rumnörgeln, dass er was machen sollte. Als er gesehen hat, dass ich mich freue wenn er was macht, war das ein Ansporn.

    Ich sage ihm, das ich mich freue, dass er die und jenes gemacht hat und bedanke mich. Das ist für ihn dann die Motivation weiter zu machen.

    Klar, eigentlich sollte es irgendwie selbstverständlich sein, aber für Männer ist es das nicht. Deswegen bedanke ich mich bei ihm.

    Ich wünsche euch alles Gute und du schaffst das schon. Mit Männern muss man halt Viiiiiiiieeeeeeeeeeeel Geduld haben :-)

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  • von smiley1984 am 29.08.2009 um 23:32 Uhr

    Hallo! Als ich deinen Beitrag gelesen hab, war es, als ob ich meine eigene Beziehung beschrieben hätte, aber wirklich bis hin zum Kochen und den unterschiedlichen Freundeskreisen…ich habe sozusagen dasselbe Dilemma.
    Als wir zusammengezogen sind, hat es ziemlich stark gekrieselt, ich hab geglaubt, dass wir uns trennen würden. Mittlerweile wohnen wir seit April zusammen und die Sachen haben sich ein bisschen eingependelt, wobei .mein Freund immer noch so ungesund isst 😉 und immer noch ein Strich in der Landschaft ist :)
    Ich glaube die einzige Lösung ist kompromissbereit zu sein. Bei uns funktioniert es relativ gut, mal sage ich “ja” zu Pizza und Pommes, mal isst er einen Salat :) Wir versuchen ein Gleichgewicht zu haben, so dass keiner das Gefühl hat, er müsse ständig nachgeben. Wir haben abgemacht, dass jeder das auch sagen würde, damit keiner von uns ins schweigen und Unzufriedenheit versinkt. Ich habe mir manchmal auch überlegt, ob es sich die ganze Mühe lohnt, aber er ist wirklich ein Engel und ernst gesagt, möchte ich keinen Arschloch in meinem Leben wieder haben. Klar wäre es einfacher, wenn wir gleichgesinnt wären, aber ich liebe ihn und möchte ihn auf keinen Fall aufgeben, auch wenn er mir manchmal mit seiner Art aufn Geist geht.
    Mittelerweile erledigt er seinen Teil im Haushalt und wir arbeiten noch an den gemeinsamen Interessen und Unternehmen, wobei das auch unser größtes Problem ist. Es ist halt sehr schwierig ihn zu einem Spaziergang zu überreden, ständig möchte er vorm Computer sitzen. Ich gewähre ihm seine Computerzeit aber wenn ich ihn schmollend angucke, weiß er, dass es höchste Zeit für einen Spaziergang ist :)
    Ich wünsche dir viel Glück und mein Rat wär nicht aufzugeben.
    Beste Grüße,
    Smiley

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  • von Nine_ am 29.08.2009 um 23:18 Uhr

    Hallo! Ja, das sind so Kleinigkeiten, die irgendwann eben auch das Fass zum Überlaufen bringen können.

    Da du vorher so lange Zeit allein gewohnt hast und sehr selbstständig bist, ist es für dich natürlich eine große Umstellung und es wird nur mit Kompromissen funktionieren – denn wenn nur einer allein bestimmt, fühlt sich der ander über kurz oder lang untergebuttert.

    Wie auch immer – ihr hättet euch im besten Fall davor schon zusammensetzen sollen, um alle möglichen Fragen, die das zusammenleben betreffen zu klären. Klingt vielleicht unromantisch, aber so weiß jeder woran er ist, wo er zugeständnisse machen muss etc.

    Du musst auf jeden Fall mit ihm reden. Jeder von euch sollte erstmal darlegen, was er vom Zusammenleben erwartet etc – so haben mein Freund und ich das auch gemacht. Wenn man nicht genau weiß, wie der Partner über bestimmte Dinge denkt oder sich deswegen nicht bewusst ist, dann hängt schnell was im Raum und so wird aus ner Mücke mit der Zeit ein Elefant.

    Zu aller Erst solltest du ihm auf jedenfall nochmal klar machen, dass du nicht die Rolle seiner Mutter übernehmen kannst und willst und wie du dich dabei fühlst, wenn er immer nur alles widerwillig tut.
    Vielleicht könnte ihr euch drauf einigen, dass jeder von euch das tut, was er halbwegs gern macht. Wenn er zum Beispiel Abwaschen abgrundtief hasst, vielleicht übernimmt er dann lieber das Kochen? (nur als Bsp.)

    Seine Freunde, Familie kannst du natürlich nicht ändern. Aber dass du z. B. ein gewisses Desinteresse seinerseits feststellst, wenn es darum geht, wie du den Tag verbracht hast, das solltest du auf jeden Fall ansprechen. Er denkt sich dabei wahrscheinlich gar nichts weiter, aber wenn er erstmal versteht, wie du dich damit fühlst, wird er es vielleicht ändern.

    Auch wenn es doof klingt – aber Reden ist das einzige was hilft. Die Kunst ist es natürlich, das richtig rüberzubringen ohne dass der andere gleich mauert.
    Ich würde das mit ihm besprechen, vielleicht muss das auch mehrmals geschehen. Und wenn ihr feststellt, dass es in getrennten Wohnungen doch besser läuft, dann geht diesen Schritt. Es gibt viele Paare, die so sehr glücklich sind.

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  • von Roter_Engel am 29.08.2009 um 22:59 Uhr

    Eltern ziehen groß und spätere Partner erziehen um.;) Zusammenwohnen heißt ein gemeinsamer Haushalt zu sein und da hat jeder seine Pflichten, anfangs wird der darüber murren, doch er bekommt eine entsprechende Belohnung: dich 24/7.
    Ich würde deine Lage auch nicht als Krise bezeichnen, ihr beide habt eure Eigenheiten, die in einem Zusammenleben aneinander geraten.
    Was eure verschiedene Geschmäcker betrifft, ermuntere ihn zu einem gemeinsamen Kochen, wo er sich im Haushalt einbringen kann, neue kulinarische Erfahrungen macht und was vielleicht zu einem gemeinsamen Hobby führen könnte.
    Vielleicht könntet ihr auch einen gemeinsamen Freundeskreis aufbauen, indem ihr beim Fortgehen neue Leute trefft oder dergleichen.
    Sag ihm, dass du es gern hättest, wenn er sich nach deinem Tag erkundigt, tauscht Geschichten aus. Interessierst du sich dafür, was er ohne dich macht?
    Ihr beide müsst lernen, eure Leben miteinander zu verflechten und nicht wie bloße Mitbewohner zu einander sein.

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  • von Sam84 am 29.08.2009 um 22:58 Uhr

    Ich kann gut verstehen, was du meinst!
    Aber die Grundbasis habt ihr doch schon mal geschaffen…nämlich, dass ihr euch liebt und das ist doch erstmal das wichtigste, oder?

    Die meisten kleinen *Probleme oder Fehler* des Mannes sind reine Gewohnheit.
    Meiner war auch total unselbstständig, als wir zusammengezogen sind, aber du wirst sehen, mit der Zeit wird das besser! Du darfst dir nur nicht auf der Nase herumtanzen lassen, sondern musst ihm Grenzen setzen und ihm sagen, was du von ihm erwartest, zB. im Haushalt oder so.

    Was das Essen angeht…da er den ganzen Tag arbeitet, muss er wohl oder übel essen, was ich ihm koche und nach einer Zeit war er auch voll damit einverstanden…wenn er nicht noch selbst den Kochlöffel schwingen will, wird er mit der Zeit froh über dein Essen sein!
    Ansonsten sollte eine Beziehung nicht an verschiedenen Leibspeisen scheitern, das wäre einfach zu schade!

    Es wird sicher immer Dinge geben, die dich an ihm nerven, aber solange die eure Liebe nicht überschatten, solltest du ihn auch nicht aufgeben!

    Wir sind übrigens seit 10 Jahren zusammen, wohnen seit 5 zusammen und seit 2 1/2 verheiratet…es kann also funktionieren, wenn man wirklich will!
    Viel Glück für euch! 😉

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  • von Caronne am 29.08.2009 um 22:44 Uhr

    ach ja, wichtig wäre auch noch zu erwähnen, dass ich auch nach drei jahren immernoch schmetterlinge fühle wenn ich ihn ansehe, trotz der “krise” =)

    Antwort
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