HomepageForenLiebe-ForumIch werde wahnsinnig….

Amaretto

am 22.04.2016 um 11:39 Uhr

Ich werde wahnsinnig….

Moin moin liebe Leute ­čÖé
Ich w├╝rde gern mal dir Meinung Au├čenstehender h├Âren, denn ich bin am verzweifeln.
Mein Freund (21) und ich (20) streiten uns fast nur noch. Zu unserer Geschichte:
Wir sind seit etwas mehr als eineinhalb Jahren zusammen. Seit einem Jahr wohnen wir auch zusammen, vor 2 Monaten sind wir in unsere neue Wohnung gezogen.
Leider hat sich vor einiger Zeit ergeben, dass mein Freund ausgrund einer Fehlstellung operiert werden musste. Die OP fand drei Wochen nach unserem Umzug statt, was alles sehr stressig gestaltet hat. Wir mussten bis dato eine neue Wohnung finden, weil die alte nach der OP keine Option mehr gewesen w├Ąre (Altbau, 3.Stock). Somit hatte mein Freund nach dem Umzug 3 Wochen Zeit, um sich hier einzurichten, alles f├╝r die OP vorzubereiten, und wie versprochen neues Silikon an einem Fenster zu verfugen… (er sagte, es sei eine Kleinigkeit und hat mir VERSPROCHEN, dass das vor seiner OP gemacht ist. Er macht das auch beruflich.)

Nun hat sie die Situation wie folgt entwickelt: Er lag f├╝r 10Tage im Krankenhaus und ich war alleine in unserer Wohnung. Die Tatsache, dass er ├╝berhaupt operiert wurde, hat mich ziemlich fertig gemacht, weil ich den Gedanken, dass mein geliebter Schatz aufgeschnitten wird, kaum ertragen konnte…
Nach diesen 10 Tagen kam er nach Hause. Von null auf 100 war ich pl├Âtzlich allein verantworlich f├╝r seine komplette Versorgung. Er konnte nichts machen, au├čer auf Toilette zu gehen.
Dazu muss ich sagen, dass ich ein FSJ in Vollzeit in einer Kita absolviere. Das macht mir wirklich
Spa├č, ist aber auch ziemlich anstrengend.
Nun sah mein Alltag so aus, dass ich um 6 aufstehe, mich fertig mache, meinen Freund anziehe, ihm was zu essen mache, arbeiten gehe, nach Hause komme, ihm helfe, ihn bekoche, dann noch einkaufen gehe, Haushalt und W├Ąsche mache und irgendwann durfte ich dann ins Bett. Von Feierabend keine Spur, mich mal zu entspannen war nicht m├Âglich. Das tat meinem Freund in dem Moment sehr Leid, was aber auch nicht viel half. Er hat sich keinen Besuch eingeladen, obwohl ich ihn mehrmals gebeten habe, sich mal Abwechslung ins Haus zu holen. Ich war also Arbeitnehmer, Krankenpflegerin, Einkaufservice, Haush├Ąlterin und Alleinenternainer zugleich.
Ich bin die 6 folgenden Wochen mehrmals heulend zusammengebrochen, weil ich einfach nicht mehr wusste, wohin mit dem Stress und der Belastung. Daraufhin meinte er, ich brauch das alles ja nicht machen, ich k├Ânne es ja auch sein lassen.

Klar.. ich lass alles liegen. Wo kommen dann die saubere W├Ąsche und das Essen her? Und wer schneidet ihm bspw. die Fu├čn├Ągel?
Ich hab es einfach ausgehalten. Augen zu und durch, irgendwann wird es ja wieder “normal” laufen.

Nun ist die OP 2 Monate her und er wieder selbtsst├Ąndiger, kann fast wieder alleine laufen und endlich wieder ein bisschen mithelfen (Sp├╝lmaschine ausr├Ąumen, manchmal kochen… Kleinigkeiten eben).
Aber siehe da: Kaum kann er sich bewegen, kann er auch meckern wie ein Weltmeister. Ich w├╝rde ├╝berall meine W├Ąsche und mein Geschirr verteilen. Das ist das erste, was ich momentan jeden Tag zuh├Âren bekomme, wenn ich Feierabend hab und es stresst mich. Ich will endlich nach 2 Monaten auch einmal eine Sachen liegen lassen d├╝rfen, OHNE dass mir ein Apostel daher kommt, der 24/7 zuhause hockt und scheinbar nichts besseres zu tun hat, als meine Fehler zu analysieren (falls man das ├╝berhaupt “Fehler” nennen kann).

Einmal hat er sogar, w├Ąhrend ich auf der Arbeit war, meine sortierte W├Ąsche in die Ecke geschmissen und meinte, es s├Ąhe zu chaotisch aus. Ich solle das doch bitte ordentlich beseite r├Ąumen.
Merkt der Kerl noch was?
Es bleibt nach wie vor extrem viel an mir kleben: Einkaufen, putzen, M├╝ll rausbringen, seine Rezepte holen und einl├Âsen. und nachwievor bin ich Alleinenterteinment.

Ein anderes Mal komme ich nach Hause und der Inhalt der K├╝chenschr├Ąnke war nirgends mehr dort, wo er vorher stand. Er hat die komplette K├╝che, ohne zu fragen, umger├Ąumt. Und das auf Kr├╝cken. Mit zum Einkaufen kommen kann er aber angeblich noch nicht.

Heute habe ich ihm gegen├╝ber ge├Ąu├čert, dass es mich tierisch nervt, dass ich nichts mehr in den Schr├Ąnken wiederfinde. Ich hab mich hier nunmal eingew├Âhnt, in den 3 Monaten, er lag die meiste Zeit nur rum. Seine Antwort: Wenn ich zu DUMM bin, um mir zu merken, dass “da” Tassen stehen und “da” Lebensmittel, ist das nicht sein Problem.

Ich bin langsam am verzweifeln. Ich hab mich riesig ├╝ber seine Fortschritte und seine wachsende Selbstst├Ąndigkeit gefreut, aber so langsam w├╝nsche ich mir, er w├Ąre in Reha und es g├Ąbe einfach Abstand zwischen uns. (Zur Reha muss er nicht, er soll sich zu Hause eigenst├Ąndig rehabilitieren. )

Ich hab das Gef├╝hl, ich darf mich zu Hause nicht mehr entspannen. Ich komm geschlaucht aus der Kita, will kurz meine Ruhe und er hat nichts besseres im Kopf als mir zu sagen “R├Ąum dein Geschirr von gestern Abend weg”. Er k├Ânnte es auch wegr├Ąumen, inzwischen ist er mobil genug. Das hat er mir stolz gezeigt. Das soll jetzt nicht hei├čen, dass ich will, dass er mir hinterherr├Ąumt. Ich will, dass er mal ein Auge zudr├╝ckt. Er geht noch nicht arbeiten und hat am Tag 9h mehr Zeit, als ich sie habe. Trotzdem kann er nicht so freundlich sein, einfach mal nichts zu sagen und meine Sachen mitzunehmen. Er muss mir IMMER unter die Nase reiben, was ich vergessen habe und wenn er mal was macht (Pfanne abwaschen) erz├Ąhlt er mir Abends stolz davon O.o
Er ist generell nicht der Mensch, der bei sich den Fehler sucht und er ist sehr ├╝berzeugt von sich selbst. Und was f├╝r mich pers├Ânlich mit das gr├Â├čte Problem ist ist, dass er sich keinen Besuch einl├Ąd und auch kaum rausgeht. Innerhalb von 2 Monaten war jetzt zum 3. Mal Besuch da. Es sind nie Menschen hier, die ihm aufzeigen k├Ânnten, dass er etwas falsch interpretiert und das er einmal in seinem Leben nicht recht hat.

Wenn wir uns streiten, schweigt er. Irgendwann komme ich auf ihn zu und entchuldige mich, damit unser Miteinander irgendwie wieder ins Rollen kommt. Heute hab ich mich nicht entschuldigt (nachdem er mich dumm genannt hat) sondern habe ihn gefragt, was das Geschweige soll und ober wirklich glaubt, uns damit weiterzuhelfen. Da war ihm egal, “reden bringt ja auch nichts” und er fing an zu schreien und ist ausgerastet.

Ich wei├č nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Kalte Schulter zeigen? Auf ihn zugehen und (noch mehr) Verst├Ąndnis zeigen? ein Ultimatum stellen?
Ich will mich nicht mehr anschnauzen lassen f├╝r solche Kleingkeiten. Ich hab mir auf gutdeutsch den Arsch f├╝r ihn aufgerissen und meine Bed├╝rnisse hinten angestellt. Ist das der Dank daf├╝r?

Sorry, dass der Text so lange geworden ist ­čś«

Antworten

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  • von xMxIxRxAx am 22.04.2016 um 14:21 Uhr

    Du l├Ąsst dir viel zu viel gefallen.

    Wenn er dich zb anschnauzt das das Geschirr von Vorabend noch da steht, w├╝rde ich aber sowas von zur├╝ck Schnauzen, wie stinkend faul man eigentlich sein kann, das den ganzen tag stehen zu lassen wenn man zu hause ist!

    Mein Eindruck ist er hat sich sch├Ân daran gew├Âhnt alles auf dich abzuw├Ąlzen.
    Und du machst es ja auch.

    Was w├Ąre denn bitte falsch daran, wenn er dir, jetzt wo er es wieder kann, auch mal hinterher r├Ąumt? – nachdem du ihm die letztem 2 Monate den Arsch hinterher getragen hast.

    Und geh nicht immer auf ihn zu nach jedem Streit. Er wei├č doch ganz genau dass du nach gibst wenn er nur etwas abwartet!
    Nat├╝rlich muss man eigene Fehler eingestehen. Aber wenn du im recht bist dann vertritt das auch!
    Und wenn er 4 Wochen schmollt – egal!

    Ich w├╝rde au├čerdem darauf bestehen dass er sich jetzt mal revanchiert, wenn er nicht von alleine darauf kommt.

    Sowas ist eigentlich selbstverst├Ąndlich.

    0
  • von Fledermaus29 am 22.04.2016 um 14:04 Uhr

    Ich bin auch der Meinung der anderen.
    Reden wird nichts bringen. Es muss Klick machen bei ihm und das wird nur durch Taten passieren.
    Es ist eine Extremsituation und bevor er sich eingestehen muss, l├Ąstig zu sein, gibt er dir lieber das Gef├╝hl, DU w├Ąrst die Problemmacherin.
    Ich hab nie verstanden warum Menschen davon ausgehen, dass sie mit dem Partner umspringen k├Ânnen wie sie wollen, w├Ąhrend sie sich bei Freunden ordentlich benehmen. Man will doch, dass der/diejenige bei einem bleibt, warum geht man davon aus, dass der Partner bleibt wenn man sich wie ein Arschloch benimmt?
    Wie sieht’s denn am Wochenende aus, bist du zu kaputt um dann mal ein paar Leute einzuladen? Wohnungseinweihung vielleicht? Dann k├Ânnt ihr tags drauf gemeinsam aufr├Ąumen und habt mal ein gemeinsames Gespr├Ąchsthema, etwas wo ihr auch beide dabei ward. Kino? Geht das mit ihm? Aber erst mal w├╝rde ich wirklich auf Abstand gehen, sonst artet das f├╝r ihn in ne Depression und f├╝r dich in einen Nervenzusammenbruch aus…

    0
  • von FitnessFreak31 am 22.04.2016 um 13:41 Uhr

    Oh jeh Du Arme! Ich w├╝rde f├╝r eine Weile zu einer Freundin oder zu Deinen Eltern. Du bist ja v├Âllig ersch├Âpft und gereizt und jetzt motzt er auch noch rum. Der k├Ânnte mich mal.

    0
  • von CruelPrincess am 22.04.2016 um 11:56 Uhr

    Oh Gott ich kenn das von meinem Ex ­čśä
    Der musste auch operiert werden und war danach 6 Wochen zu Hause, wir haben zwar nicht zusammengewohnt aber ich war die meiste Zeit bei ihm.
    Der hat auch an allem rumgen├Ârgelt, die Fliege an der Wand hat ihn gest├Ârt usw.
    Er war/ist halt immer ein sehr aktiver Mensch gewesen, immer auf Achse, Sport, Freunde treffen, arbeiten usw und dann pl├Âtzlich von 100 auf 0 runterfahren zu m├╝ssen hat ihn wahnsinnig gestresst und unzufrieden gemacht deswegen hat er es an mir ausgelassen.
    Ich h├Ątte das Bad falsch geputzt, meine Schuhe nicht wegger├Ąumt, ne Tasse stehen lassen, die W├Ąsche nicht zeitnah genug gewaschen usw.
    Das hab ich ne Zeitlang mitgemacht und gedacht es ist eben ne Phase, wird schon besser wenn er wieder mehr kann.
    Bis ich dann irgendwann die Schnauze voll hatte und ihn einfach hab sitzen lassen und zu mir nach Hause bin. Ich war ja sowieso nicht recht also wollte ich ihm meine Anwesenheit auch nicht l├Ąnger aufdr├Ąngen ­čśë Nach 3 Tagen hat er angerufen und gefragt ob ich nicht bitte zum Reden vorbeikommen k├Ânnte. Hab ich getan und er hat sich entschuldigt und eingesehen was er falsch gemacht hat.
    Da h├Ątte ich noch tausendmal das Gespr├Ąch suchen k├Ânnen das h├Ątte absolut nichts gebracht.

    Lass ihn sitzen und geh ne Zeitlang zu deiner Familie, ner Freundin…
    Dann wird er schon sehen was du so alles tust.
    Und “dumm” w├╝rde ich mich schon gar nicht nennen lassen, da h├Ątte ich gleich beim ersten Mal meine Sachen gepackt.

    0
  • von Amaretto am 22.04.2016 um 11:45 Uhr

    Was dazu noch gesagt werden muss: Nat├╝rlich hab ich das Silikon am Fenster verfugt, weil er es nicht getan hat und mich der Schaden sehr gest├Ârt hat Daraufhin kam keine “Danke” sondern das kritische Hinterfragen, ob ich das denn ├╝berhaupt kann…

    0

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