HomepageForenLiebe-ForumMein Freund und ich wohnen zusammen, aber es klappt nichts mehr.

Tammi98

am 29.07.2016 um 21:26 Uhr

Mein Freund und ich wohnen zusammen, aber es klappt nichts mehr.

Hallo!

Mein Freund und ich sind seit Oktober 2014 zusammen, also sind es nicht ganz 2 Jahre. Er ist 22 und ich bin 18 und wir sind vor gerade einmal einem Monat zusammen in eine Wohnung in Wien gezogen.
Er hat seiner Meinung nach “ein großes Opfer” bringen müssen, da er ursprünglich in Tirol bei seiner Familie gewohnt hat und nur wegen mir nach Wien gezogen ist. Und er fängt mit diesem September auf der FH dort auch zu studieren an.
Doch seit wir so viel zusammen sind und Zeit für Dinge hätten, die so nie gegangen wären, weil wir immer nur jedes zweite, bzw dritte Wochenende miteinander verbracht haben, fällt mir auf wie viel Freiheit er mir nimmt.
Bei uns ist sexuell gar nichts mehr drinnen, er hat entweder Kopfweh oder sonstige Leiden und wenn, dann ist er der einzige, der kommt. Reden kann man mit ihm auch über nichts, denn sobald man ein Problem anspricht an dem er beteiligt ist, redet er sich raus und stellt mich als den “Bösewicht” dar. Meistens finde ich dann auch gar keine Worte mehr, dann ist das Problem immer noch da, aber ich bin diejenige, die sich entschuldigt.
Die Wohnung ist mittlerweile seit fast 2 Wochen vollständig eingerichtet, uns fehlt nichts, und doch bin ich schon jetzt zu einer Hausfrau mutiert.
Er lässt alles stehen und liegen, und während ich Samstags arbeite liegt er faul auf dem Sofa und “chillt”, denn wenn mal die FH losgeht kann er ja nicht mehr. Und einen Job am Samstag will er auch nicht, denn das lernen für die FH steht an erster Stelle.
Ich würde so gerne tanzen gehen, oder ins Kino, oder auf einen einfachen spontanen Spaziergang, aber das will er alles nicht. Er sitzt hauptsächlich vor seinem PC, oder sieht sich sonstige Sachen an.
Vor kurzem wurde ich eine halbe Stunde lang angebrüllt, weil ich ihn andauernd vom zocken abhalte und es ja sein Hobby ist. Und ich ihn gefälligst mit seinen Freunden, die er zurücklassen musste, spielen lassen soll.
Er war davor nie so, wir hatten immer nur ein Wochenende und das war ganz für uns. Mittlerweile fällt mir auf, das ich nicht mit so einem Menschen zusammenleben möchte, geschweige denn mit ihm in dem selben Bett schlafen will.

Aber jetzt kommt mein Problem:
Ich bin finanziell von meinen Eltern als auch von ihm (sprich von dem Geld seiner Eltern) abhängig, denn die Wohnung ist nicht gerade billig.
Doch das größte Problem für mich ist die Tatsache, dass es von mir fürchterlich unfair wäre mit ihm nach alledem Schluss zu machen. Der Umzug hat 2 Wochen gedauert, wir waren ständig zwischen Tirol und Wien unterwegs und er würde doch mindestens ein Semester seines Studiums schmeißen wenn er nicht hier bleiben würde. Und er würde nicht hier bleiben, er hat hier nichts.

Ich würde gerne wissen, was ihr in so einer Situation machen würdet, bzw wie ihr dazu steht. Denn momentan verhalte ich mich noch so, dass er nichts merkt. Ich versuche noch keinen Abstand zu schaffen, ich will nicht dass er etwas merkt noch bevor ich überhaupt weiß, was ich machen soll.
Zu meinen Eltern könnte ich schon zurück, aber ich hab Angst, dass sie mega enttäuscht sein werden.

Danke für Antworten!

Antworten

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  • von Blaubäre am 31.07.2016 um 13:59 Uhr

    Meine Meinung:
    Es ist nicht in Ordnung, dass nur er im Bett auf seine Kosten kommt und Du den Haushalt schmeißt. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass er (ihr beide) gerade erstmal überfordert seid mit der neuen Wohnsituation und ihr euch da erstmal einfinden müsst.

    Anstatt mich nur zu beschweren, würd ich ihm da gleich Maßnahmen vorschlagen (damit kann er bestimmt mehr anfangen) z.B., dass er erstmal erst kommen darf, wenn Du gekommen bis oder ihm sagen, worauf Du mal wieder Lust hast (z.B. zusammen Baden oder so). Ich würde (mit ihm zusammen) einen Haushaltsplan aufstellen, (räum ihm bloß nicht hinterher, sonst wird er nie was machen!) die Hausarbeit sollte schon fair aufgeteilt werden. Eventuell müsst ihr herausfinden, wer welche Aufgaben lieber übernimmt als andere (manch einer wäscht z.B. lieber Wäsche als abzuwaschen oder das Bad zu putzen). Legt einen Tag in der Woche fest, an dem ihr euch Zeit für ein Date zu zweit nehmt.

    Solange er es sich leisten kann, finde ich übrigens nicht, dass Du in der Position bist, Dich darüber zu beschweren, dass er sich keinen Nebenjob sucht. Du hast einen, toll! Aber wenn er nicht möchte, ist das doch vollkommen in Ordnung.

    “Ich würde so gerne tanzen gehen, oder ins Kino, oder auf einen einfachen spontanen Spaziergang, aber das will er alles nicht. Er sitzt hauptsächlich vor seinem PC, oder sieht sich sonstige Sachen an.”
    Warum soll er das alles mit Dir machen? Wenn er nicht will, dann treff Dich doch mit Freunden und mach das mit ihnen zusammen.
    Akzeptiere, dass Zocken sein Hobby ist (das wirst Du sicher nicht ändern können). Beschwere Dich aber darüber, dass er andere Dinge (Haushalt, Dich) vernachlässigt.

    Und noch ein Rat: rede mit ihm. Solange Du Deinen Frust nur runterschluckst, wirst Du nur immer wütender und irgendwann explodierst Du!

    Wenn Du die Beziehung aber schon aufgegeben hast, dann trenne Dich. Eine Trennung ist nie schön und es wird immer Gründe geben, sie aufzuschieben.
    Deine Eltern werden sicher nicht von Dir enttäuscht sein. Erklär ihnen einfach, dass das Zusammenwohnen nicht funktioniert hat. Du könntest ja eventuell auch in eine WG ziehen anstatt zurück zu Deinen Eltern?

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  • von SuicideSquad am 31.07.2016 um 13:36 Uhr

    ICH würde in der Situation empathisch auf ihn eingehen und z.B. mal drüber sprechen, wie es ihm mit dem Umzug geht. Offensichtlich macht er dich verantwortlich, weil er “wegen dir” weggezogen ist, aber das war schließlich SEINE Entscheidung und da würde ich mich auch nicht zum Buhmann machen lassen. Aber eben ruhig und sachlich und mit Verständnis. JETZT ist es Zeit, dass sich eure Beziehung bewährt. Ihr werdet noch viel schlimmere Krisen überstehen müssen, also sollte so was eigentlich zu meistern sein, wenn man eine dauerhafte Beziehung anstrebt.
    Ich empfehle mal das Buch ” Die 5 Sprachen der Liebe”, wenn du noch bereit bist an der Beziehung zu arbeiten. Es muss immer derjenige etwas tun, der es KANN, er kann es gerade anscheinend nicht. Also ist die Frage, ob du es kannst oder nicht.

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  • von Giulia673 am 30.07.2016 um 11:17 Uhr

    “Bei uns ist sexuell gar nichts mehr drinnen, er hat entweder Kopfweh oder sonstige Leiden und wenn, dann ist er der einzige, der kommt. Reden kann man mit ihm auch über nichts, denn sobald man ein Problem anspricht an dem er beteiligt ist, redet er sich raus und stellt mich als den “Bösewicht” dar. ”

    Das ist doch wohl nichts Neues für dich, oder hattest du bis vor einem Monat noch deine rosarote Brille auf?

    “Mittlerweile fällt mir auf, das ich nicht mit so einem Menschen zusammenleben möchte, geschweige denn mit ihm in dem selben Bett schlafen will.”

    Das fällt dir reichlich spät auf….

    Sag ihm die Wahrheit, damit er sich frühzeitig darauf einrichten kann!

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  • von LePetitPrince am 30.07.2016 um 06:23 Uhr

    1. Klare Worte, Klare Ansagen
    2. Konsequenzen ziehen. Er kann dich ja nicht als “Hausfrau” halten. Jeder hat seinen Beitrag zu leisten.
    3. Je nachdem welche Reaktion kommt, entscheiden, ob du weiter mit ihm zusammen sein willst oder nicht. Wenn er nicht bereit ist, sich in seinem Verhalten zu ändern, dann wird er es nicht.
    4. Was das finanzielle betrifft: dann suche dir eine günstigere Wohnung/WG/Studentenwohnheim/Stipendium. Es gibt zahllose Möglichkeiten.

    LG, LePetitPrince

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  • von Urania am 29.07.2016 um 22:13 Uhr

    Achso ich hätte aber eins ganz anders gemacht als du.
    Und zwar würde ich ihm ganz deutlich sagen, dass ich die Beziehung so in der Form nicht will.
    Also entweder er kriegt seinen Hintern hoch und es läuft wieder oder es geht halt nicht mehr.
    Kommt halt immer drauf an, wie respektlos und einschränkend dir gegenüber er sich da wirklich verhält. Davon abhängig würde ich dann halt sagen, okay, wir versuchen das nochmal/ warten ab oder wir lassen es gleich bleiben.
    Denn wie gesagt, ich finde gegenseitiges Anbrüllen in einer Beziehung geht nicht. Aber gibt hier auch einige Mädels, die sowas zB normal finden, da hat wohl jeder seine eigene Grenze.

    0
  • von Urania am 29.07.2016 um 22:07 Uhr

    Ich finde, dein Text klingt gar nicht verliebt und nachdem du sagst, er nimmt dir deine Freiheiten, denke ich nicht, dass das nochmal viel besser wird.
    Ich kann mir zwar vorstellen, dass er sich aus dem Grund so verhält, dass er gerade halt unzufrieden mit der Situation ist. Und ich denke auch, dass es besser wird, wenn er zur FH geht und soziale Kontakte knüpft.
    Nichtsdestotrotz ist das kein Grund, so mit dir umzuspringen und dich anzubrüllen. Das musst du dir nicht bieten lassen.

    Weil du schon so weit bist, dass du gar nicht mehr mit ihm wohnen willst bzw im Bett schlafen oä, seh ich da eigentlich wenig Hoffnung.
    Könnte natürlich gut sein, dass er sich während der FH-Zeit dann wieder aufrafft und es besser wird. Aber ich hätte keine Lust, dass er in Krisenzeiten in genau dieses Muster zurückfällt. Ich lass mich nämlich sicher nicht mehrfach anbrüllen.

    Und ich finds auch keine Schande, zurück zu den Eltern zu gehen. Kann halt immer passieren, dass eine Beziehung zu Ende geht, gerade beim Zusammenziehen lernt man sich ja nochmal anders kennen und da kanns auch schon mal scheitern.
    Kann mir nicht vorstellen, dass deine Eltern deswegen enttäuscht wären.

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