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Warum bin ich so abhängig von meinem Chef?

LehmRest354am 08.11.2017 um 20:16 Uhr

Hallo zusammen, ich bedanke mich im Vorraus für die Antworten:)

Ich suchte schon lange einen Nebenjob zu meinem Studium, da ich bei dessen sehr viel zeitlichen Freiraum habe.

Obwohl ich keinerlei Arbeitserfahrung im Service habe, bekam ich einen Job. Am ersten Arbeitstag hatte ich so Angst der Herausforderung nicht gewachsen zu sein und mich schrecklich zu blamieren, denn ich bin ein Tollpatsch. Kurz davor hatte ich so Panik, mir wurde kotzübel, beinahe hätte ich abgesagt. Jedoch nahm mich der Chef unter seine Fittiche und führte mich genau in das Restaurant und in meine Tätigkeit ein. Er nahm mir die Angst und ich fühlte schon zu Beginn eine gewisse Verbundenheit, die ich nicht direkt in Worte fassen konnte. Da an jenem Abend nicht viel los war und wir einfach rumstanden, sprachen wir über Persönliches und er erzählte mir von seiner Burnout-Vergangenheit.
Ich habe damals schon bemerkt, dass er mich emotional berührt. Seine Unternehmensphilosophie, seine Lebenserfahrung, sein trockener Humor, die Art und Weise wie er mit Mitarbeiter, Kunden oder generell Menschen umgeht, faszinieren mich. Ich bewundere seine Zufriedenheit, seine Sicherheit, seine Selbstironie. Es fühlt sich nicht nach dem typischen Verliebtsein an, aber dennoch ist da irgendwas.
Es gibt gewisse Anzeichen, dass er mich auch gut finden könnte;

– Er kommt jeden Arbeitstag zumindest einmal zu mir kommt um mit mir irgendwie zu sprechen. Oder wir unterhalten uns in seinem Büro und er zeigt mir, wie er die Abrechnungen macht, oder welche Kunden mich heute genervt haben.
– Er sucht oft Gründe, um mich zu berühren. Manchmal legt er den Arm um mich, wenn er sieht, dass ich müde bin. Oder er streichelt mir immer über die Schultern zum Abschied
– Er hat mich indirekt gefragt, ob ich in einer Beziehung sei.
– Manchmal, wenn er denkt, ich würde es nicht bemerken, beobachtet er mich.

Seit einer Woche kann ich nicht mehr als fünf Stunden schlafen und habe keinen Hunger mehr. Ich spüre dieses ständige Kribbeln in der Brust, kann mich nicht mehr konzentrieren, mein Herz rast. Und dennoch ist es mir irgendwie gleichgültig, es ist, als sei das Leben fertig mit mir. Ohne ihn fühle ich mich unvollständig. Und es macht mich fertig zu wissen, dass wir nie zusammen kommen werden, denn zum Abhängigkeitsverhältnis kommt noch der Altersunterschied (er ist 30, ich bin 18). Was sollte ich nun tun?

Nutzer­antworten



  • von NeonPony805 am 10.11.2017 um 17:59 Uhr

    Ich finde den Altersunterschied von 12 Jahren nicht zu groß. Daran würde ich mich nicht stören. In der heutigen Gesellschaft ist es mittlerweile etwas entspannter geworden was den Altersunterschied angeht. Wegen dem Abhängigkeitsverhältnis würde ich wenn es soweit ist und es ernster wird, entweder mir ein neues Restaurant suchen oder offen mit ihm darüber reden, wie er darüber denkt. Aber erst würde ich noch etwas warten bis die erste Einladung zum gemeinsamen Treffen kommt bevor du in ein über dimensionales Fettnäpfchen trittst.