HomepageForenLiebe-ForumWie soll ich es schaffen, diese "verbotene" Liebe aufzugeben?

ToniBlau

am 27.09.2016 um 23:28 Uhr

Wie soll ich es schaffen, diese "verbotene" Liebe aufzugeben?

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich einzig für diesen Beitrag hier angemeldet, jetzt aber gefällt es mir hier so gut,dass ich bleibe :)

Zu dem eigentlichem Thema.
Ich (17), befinde mich momentan in einer recht seltsamen (einseitigen-) “Liebes”-Beziehung.
Vor jetzt beinahe drei Jahren habe ich diesen jungen Mann das erste Mal gesehen. Er (damals 29) hat mich natürlich eher als eine Art “Tochter” gesehen, da ich grade mal 14 Jahre war. Von meiner Seite aus, habe ich ihn sofort als “Papa” in mein Herz geschlossen, da ich meinen biologischen Vater “verloren” habe und zu meinem Stiefpapa keine wirkliche Vater-Tochter-Beziehung aufbauen konnte.
Es entwickelte sich schnell, dass er mein erster Ansprechpartner für “Probleme” war, er sorgte sich um mich, brachte mich zum lachen und so mit der Zeit wurden wir ein richtiges Team. Wir haben vieles zusammen gemacht, uns unterstützt und beraten.
Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass sich aus meiner Vater-Tochter-Denken eine Art Liebe entwickelt hat, die tiefer geht, als ich es je verstanden hätte.
Es ist einfach ein vollkommenes Gefühl, wenn wir zusammen arbeiten, sprechen oder etwas unternehmen. So vertraut und schön.
Es ist nicht so, dass ich “Schmetterlinge im Bauch” hab (nur in ganz seltenen Momenten), es ist einfach toll in seiner Nähe. Ich denke auch nicht an die erotische Liebe bei ihm, es ist einfach “Liebe”, aber eine andere- vertrautere Art.
Das zog sich dann so über die paar Jahre hin, bis ich mir kaum mehr ein Leben ohne seine Anwesenheit vorstellen konnte,- schon der Gedanke allein macht mich traurig.
Jetzt habe ich aus beruflichem Interesse mein 12wöchiges Praktikum bei ihm gemacht, er wurde quasi zu meinem Chef. Unser “Verhältnis” besserte sich sogar mehr und ich konnte viel von ihm lernen und ich konnte ihm auch gute Ratschläge gehen. Ich merkte leider auch schnell, dass sich in einzelnen Anleitergesprächen, täglichen Mittagessen, Quatschrunden usw meine Liebe verstärkte und ich sogar eine Art “Eifersucht” entwickelte, wenn andere Frauen mit ihm sprachen und ihn zum lachen brachten.
Nach dem Praktikum und durch den Abschied eines wirklich guten Arbeitskollegen veränderte sich dann komplett alles. Vor dem Praktikum und während des Praktikums aßen wir oft zusammen, gingen spazieren und er machte mir oft Komplimente und brachte mich zum lachen. Von seiner Seite hat man schon gemerkt, dass das ganze wirklich nur auf “Vater-Tochter”-Basis blieb.
Ab und zu sagte er dann aber auch Sätze wie “Wir laufen hier grad so schön zusammen. Wir könnten ein tolles Paar abgeben” und im nächsten Moment ein abwertendes Lachen und Bemerkungen wie “Du könntest meine Tochter sein”.
Natürlich ist er viel zu alt (ich 17, er 32)
Leider ist das nicht das einzige “Problem”.
Er ist verheiratet, und seine Frau und ich sind gut befreundet. Zu dem hat er zwei super süße Kinder! Und wenn das nicht genug wäre, so ist er mein Pfarrer und ich sein Schützling bzw seine “Angestellte” und er mein “Vorgesetzter”.

Mir ist natürlich klar, dass NIEMALS eine Möglichkeit besteht, mit ihm zusammen zu sein, das will ich auch gar nicht!
Für mich ist es nur ganz schwer ihn “nur” als meinen Pfarrer bzw guten Freund zu sehen. Er wird in mir immer dieses wohle Gefühl von Vertrautheit,-ja Liebe, hervorrufen. Ich fühle mich dabei so schlecht!
Ich habe jetzt sogar schon die Kirche verlassen, was ihn sehr traurig macht. Ihm habe ich natürlich niemals etwas von meinen Gefühlen erzählt! Niemals soll er das erfahren.

Es ist jetzt schon 5 Wochen her, davor fuhren wir zusammen für eine Woche auf eine Freizeit, was mir die ganze Sache nicht leichter gemacht hat.
Was kann ich tun?
Meine Schulnoten leiden darunter, meine Familie bekommt es mit.
Aber was mit auch auffällt ist, dass ich keinem anderen mein Herz öffnen kann, weil ich sie entweder mit meinem Pfarrer vergleiche oder sie gar nicht erst bemerkte, weil ich mich quasi “glücklich verheiratet” fühle, nämlich mit ihm!
Was kann ich tun?
Ich lenke mich mit Freunden ab, versuche neue Männer/Jungen kennen zu lernen um irgendwie in mir eine Art “Erotisches Verlangen” zu entdecken. Aber es ist wie”Verschlossen”oder “bereits vergeben”.
Wie bekomme ich das weg?
Ich sehe ihn nicht mehr usw.
Leider tut mir das nicht gut, was ja auch klar ist.
Aber für meine Abi Noten ist es nicht gut.

Wie kann ich mich effektiv von diese “Beziehung” lösen und frei sein, ohne mich ihm “verheiratet” zu fühlen?

lG
die verzweifelte Abiturientin

Antworten

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  • von Dawson am 28.09.2016 um 22:06 Uhr

    ich würde versuchen das beste drauß zu machen. damit umgehen lernen. vllt ist es ja wirklich keine “liebe” im üblichen sinne. es ist eine tiefe freundschaft und ich denke da is ein bisschen eifersucht ab und zu auch nicht so fehl am platz.
    ich denke du interpretierst deine gefühle eventuell falsch zu ihm.
    du kannst versuchen lernen damit umzugehen.
    er wird doch auch merken das was nciht stimmt. suche doch mal das gespräch mit ihm. seine bemerkungen sagen jedenfalls das er schon drüber nach gedacht hat und vllt nur deine meinung hören wollte als er sagte, ich könnt dein vater sein. die art und weise wie er es gesagt hat lässt eine unsicherheit vermuten. er weiß nciht wie du darüber denkst.
    allerdings ich persönlich würde es bei einer tiefen freundschaft belassen, du musst nur lernen damit umzugehen und deine gefühle zu verstehen.
    du musst dich übrigends gar nciht schlecht fühlen. du machst ein recht vernümpftigen eindruck und für gefühle kannst du nichts. du provozierst es ja nicht, bzw gehst dem ganzen sogar noch aus dem weg.

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  • von fridahennig am 28.09.2016 um 09:46 Uhr

    Hallo verzweifelte Abiturientin :)!

    “Weg” bekommst du das aktiv nicht. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass je mehr man gegen Gefühle ankämpft und sich verkrampft versucht abzulenken, desto deprimierender ist es, weil es einfach nicht klappt. Das ist quasi wie ein Teufelskreislauf: du lenkst dich ab, fokussierst dich aber so darauf, dass du ja im Endeffekt trotzdem wieder an ihn denkst. Das lässt sich immer ganz blöd sagen, aber mit der Zeit wird das Gefühl schwächer werden und vielleicht lernst du jemand Neues kennen und dann ist es ganz weg? So oder so, gegen machen kann man nichts. Trotzdem ist etwas Abstand vielleicht ganz sinnvoll, nur muss der ja nicht für ewig bestehen. Es klingt, als ob ihr eine wahnsinnig tolle Freundschaft hättet. Nur nimm dir deine Zeit! Denk ruhig über alles nach und verurteile deine eigenen Gedanken nicht.
    Außerdem möchte ich dir noch sagen, dass ich deine Einstellung sehr erwachsen finde! Ich kenne dich zwar nicht, schätze dich aber so ein, dass du die Situation am Ende bestimmt so geregelt bekommst, dass es beide Seiten nicht unglücklich macht. Wenn du aber deine Gefühle akzeptierst, kannst du damit auch besser umgehen. Ich wünsche dir viel Kraft dabei!

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