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izzay

am 16.05.2008 um 20:39 Uhr

Kurzgeschichten Anfang, wie findet ihr ihn?

„ Du hast dich einfach verändert!“, tja, so ist das nun mal, wenn man von seiner großen Liebe abserviert wird. Das ist nicht wie in Liebesfilmen, nein eher Serien. Im richtigen Leben wird das ganz einfach über Icq geklärt. Klar, das richtige Leben ist das zwar auch nicht, aber ich muss nur an die schönen Monaten mit ihm denken und ich weiß wieder, dass es „real Life“ oder die „Big Love“ war.
Nein, diese Zeilen soll sicher nicht solche von den Teenie Liebesgeschichten werden. Ich möchte hier von meiner wirklichen großen Liebe erzählen. Zu erst, er ist nicht so einer, wie man sich das jetzt vorstellen würde. Groß, blond, sportlich, am besten einer aus der Muckiekiste, und zu guter letzt natürlich die strahlenden blauen Augen, die einem die Luft rauben, erhascht man nur einen Blick darauf.
Eigentlich war er immer schon ein durchschnittst Typ. Braune Haare, grüne Augen und drüber 2 Gläser um ihm die Sicht zu erleichtern. Als ich ihn kennen lernte, war er schlaksig. Seine Arme schienen nicht zum Körper zu passen, viel zu lang. Oftmals wusste er nicht wohin mit ihnen. Dazu habe ich auch eine Theorie. Seine ohnehin schon sehr übertriebene Baggy-Hose hing immer mehrere cm drunter, als wo sie sitzen sollte. So sah man nicht nur beim sitzen seine Boxershorts, die noch nie einmal nicht kariert war. Wenn die Hose also so weit runterhängt, sitzen die Taschen natürlich auch viel tiefer. Damit kann er seine über weiten Arme aufräumen.
Bei unserem ersten Treffen, als ich in die Klasse kam, ist er mir überhaupt nicht aufgefallen. Ich war total aufgeregt und erbost zu gleich. Aufgeregt, na klar wegen der neuen Schule und meiner neuen Mitschüler und erbost wegen meines Vaters. Er hatte angeordnet, dass ich vom Gymnasium auf die Realschule gehen musste, wegen meiner schlechten Noten. Ich weiß, ich weiß. Es war nicht meine Dummheit sondern viel eher meine Faulheit, die mich dazu gebracht hat, fast sitzen zu bleiben und den letzten Ausweg, namens „Realschule“ zu nehmen.
Ich schaute sofort in die neuen Gesichter, davon kannte ich ein paar, nicht viele. Im ersten Moment dachte ich, hier würde ich mich nie einfügen. Im Geheimen habe ich immer gedacht, ich sei etwas besseres als sie. Intelligenter, was im Nachhinein meine Noten auch bewiesen haben, aber auch irgend wie überlegener. Immerhin komme ich vom Gymnasium, die können mir alle nicht das Wasser reichen.
In den ersten Wochen hatte ich natürlich eine totale Anti- Haltung gegen alles. Gegen die Lehrer, die mir dumm vorkamen, schließlich war ich davor ja auf einem der besten Gymnasien ganz Nrw. Dem Schulgebäude, alt, dreckig, ungewohnt. Aber vor allem gegen die Schüler. Ich brauchte sie nicht. Meine Freunde hatte ich noch von der alten Schule, die hielten immer zu mir. Nur weil ich sie nicht mehr jeden Morgen sehe, müssen wir den Kontakt ja nicht abbrechen. Nach einiger Zeit hatten die meisten kapiert, dass ich im Unterricht mit ihnen quatsche, auch in den Pausen meine Zeit ihnen widme, doch wenn es nach der letzten Stunde klingelt ich nicht mehr für sie übrig habe als ein schroffes „Tschau“.
Meine große Liebe ist mir damals also nicht positiv aufgefallen. Nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil, wir sind des öfteren an einander geraten, weil ich ihn öfters ausgelacht habe, als er seine Rapkünste unter beweis stellte. Hätte ich damals gewusst, dass es für mich das schönste auf der Welt sein wird, in seinen Armen zu liegen und seine leise raue Stimme zu hören, wie sie böse Wörter an einander reihte, ich hätte nicht mal daran gedacht im Stillen zu lachen…

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  • von Lelie am 15.06.2008 um 22:35 Uhr

    Richtig gut 🙂
    Zwar hier und da Recthschreibfehler etc. aber die Geschichte ist toll..
    Vorallem der Anfang mit dem Schulwechsel etc erinnert mich an mich selber 😉 den einen satz über neue&alte freunde habe ich sogar wortwörtlich mal s ogesagt 😀
    Nur das Ende gefällt mir nicht 🙁
    aber wirklich toll gemacht

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  • von UNBELiiEVABLE am 24.05.2008 um 19:20 Uhr

    hammmaa wiieder ma eii ich hab miia biisher aLLe daiine qaiiLen geschichten durchqelesen und ez waren allle megga qaiiL jedesmaL diieze spannung hamma.freu miish schon riichtiq auf diie nächzde geschichte

    0
  • von curious am 19.05.2008 um 15:27 Uhr

    also ich fands echt derbst super.. ich habe alles mit elan gelesen, habe mich auf das ende gefreut.
    aber wenn ich ehrlich sein soll, das ende kam ein bisschen zu früh. dafür, das du sonst immer so viel drum rum geredet hast!
    ich würd mich echt über mehr von dir freuen

    liebe grüße

    0
  • von Tinscha am 18.05.2008 um 22:49 Uhr

    Großen Respekt … wow ist echt super geschrieben und sehr gut zu lesen.. mach auf alle fälle weiter aus dir kann noch eine menge werden 🙂

    viel glück…

    lg

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  • von izzay am 18.05.2008 um 21:24 Uhr

    ämm.. naja, ich hab früher gedichte geschrieben und auch manchmal kleinere Texte.. aber irgendwie ist das seit einem Jahr eingeschlafen, das war die erste Kurzgeschichte, die ich zu ende gebracht hab. Hab einfach drauf los geschrieben.. weils mir wirklich irgendwie so halb passiert ist^^
    und jooa..

    0
  • von Angex333 am 18.05.2008 um 20:44 Uhr

    mädel?!?! du bist derbst gut! voll schön die geschichte! so zum träumen… x33 schreibst du noch mehr geschichten?! ich hab auch mal angefangen, aber… naja… die sind glaub ich, nicht so der burner…
    respekt! lg

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  • von izzay am 17.05.2008 um 19:06 Uhr

    danke.. iwie werd ich ganz rot:D
    Ich finds toll, wenn es euch gefällt.
    und wenn ich mal wieder Zeit und Lust habe,
    schreibe ich wieder, die kommt dann sicher auch hier
    rein (:
    danke <3

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  • von InLoveWithHim am 17.05.2008 um 17:36 Uhr

    H-A-DOPPEL M-A. echt alle achtung. du hast en riesen talent mach weiter so.
    ich würde mich auf eine weitere kurzgeschichte von dir freuen =)

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  • von SchwarzerEngel am 16.05.2008 um 23:09 Uhr

    wow..mir fehlen die worte

    0
  • von izzay am 16.05.2008 um 22:52 Uhr

    Gerade, als ich es vor Sehnsucht nicht mehr aushielt und kurz davor war, meine Jogging Sachen raus zu holen, um zu ihm zu kommen und noch nebenher etwas für meine Fitness zu tun. Klingelte das Telefon. „Gedankenübertragung“, dachte ich lachend. Mein Bruder gab es mir mit einer schmunzelnden Miene. Ja mein Bruder, der große „Big Brother“, mein Aufpasser. Man sollte meinen mit etwa 21 Jahren, hätte er besseres zu tun, als darauf zu achten, mit wem sich seine kleine Schwester rum treibt. Doch ihm war das nicht egal. Er war es nicht gewohnt, dass ich träumend auf meinem Bett liege und schmachtend seufze, das bin ja nicht mal ich gewohnt. Nicht mal bei Jan habe ich so ein Verliebtheits- Drama gemacht. Obgleich, Jan einer der besten Freunde von meinem Bruder ist. Da hatte er sich keine Sorgen gemacht, er wusste wie einfühlsam und nett Jan war. Am Anfang, fand er es zwar scheiße, dass ich ihm sozusagen, seinen besten Kumpel geklaut hatte. Doch wir unternahmen viel mit dem ganzen Freundeskreis der beiden, was ihn schnell versöhnlich stimmte.
    Die Beziehung von Jan und mir scheiterte nicht an dem „Cliquen- Leben“ sondern an der Distanz. Mit fast 20 fing er an zu studieren. Weit, weit weg. Fast durch ganz Deutschland durch. Ich hatte immer noch Hoffnungen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, ihn 3 Tage und noch mehr nicht zu sehen. Selbstverständlich half ich ihm seine Sachen zu packen, und im Lieferwagen zu verstauen, viel war es nicht. Doch für mein Herz war leider nicht mehr Platz. Er drückte mir ein Kuss auf die Wange und sagte „ Ich schätze du siehst es genauso, es gibt keine Zukunft, 500 km sind einfach zu viel für ein kleines Mädchen wie dich“, und ich sah es genauso. Es dauerte nicht lange, da flirtete ich schon groß mit anderen. Das mochte mein Bruder nicht sehr. So musste er jeden filzen, der unser Haus betrat. Ich fand dies nicht lästig, damit will er mir ja nur zeigen, wie wichtig ich für ihn bin.
    Ich nahm das Telefon, das Grinsen meines Bruders daraufhin zeigte mir, meine Mutter hatte ihm schon viel, nein alles erzählt.

    „Ich weiß du bist es“, es war klar, er war es. Mit einem lachen begrüßte er mich ebenfalls auf eine ganz andere Art „Und wer bin ich?“, „du bist mein ein und alles“. Wir telefonierten über 3 Stunden. Immer und immer wieder fragte ich ihn, ob ich zu ihm kommen solle, doch er meinte, er hielte es nicht aus, die 20 Minuten ohne meine Stimme zu sein. Und so redeten wir, als ob ich ihn gerade erst kennen gelernt hatte, was ja auch irgendwie stimmte…

    Nun. Durch all die Wörter konnte ich sehen, er war meine Große Liebe.
    Und ich schätze durch meine Wörter könnt ihr sehen, er war tatsächlich meine große Liebe.
    Doch nach 1 Jahr und 2 Monate Beziehung, 14 Monate, 415 Tagen, war die Luft schon etwas länger als 3 Wochen raus. Ich dachte mir, das wird wieder. Wir haben sehr viel überlebt. Am Anfang, die fragenden Blicke, dann die Kontrolle meines Bruders, 1 Junge, der uns auseinander bringen wollte, weil er sagte, er sei ungefähr genauso verliebt in mich wie ich in meine große Liebe. Sowie 2 Mädchen die das selbe versucht hatten, um meinen Traumprinzen zu bekommen. Laut ihm nur 1 Mädchen. Doch ich bin mir sicher, die andere hatte die selbe Absicht.
    Er dachte wohl nicht das Selbe wie ich. Als ich noch Tage später nach einer Erklärung seiner Seit, für den plötzlichen und schroffen Abbruch unserer Liebe, suchte. Fand ich nur immer wieder die selbe Antwort „ Ich liebe dich nicht mehr. Es tut mir leid. Wirklich.. ich schätze es ist besser so.“
    Wochen und aber Millionen Tränen nach unserer Trennung, habe ich verstanden. Er liebte mich nicht mehr. Manchmal ist die „Big Love“ eben nicht immer die große Liebe, sondern doch nur eine Teenie Liebesgeschichte, wie es schon viele vor meiner gegeben hatte…..

    soo__ das wars:) Heute von etwa 20- 22.45 geschrieben (: das ist meine erste kurzgeschichte, die ich bis zum ende geführt habe.
    Sagt eure ehrliche Meinung, ich kann gut mit Kritik umgehen[hoff ich dich^^]

    dankeschön, wenn ihr euch das alles durchgelesen habt. :):)

    0
  • von izzay am 16.05.2008 um 22:27 Uhr

    und so gehts weiter (: vielen Dank… echt!!!

    Die nächsten Tage in Berlin könnt ihr euch sicher vorstellen. Am schlimmsten fand ich nicht die Fragen der anderen und ihre Blicke, obwohl die mich wirklich aufgeregt haben. Sondern, als mich meine Ma vom Bus Bahnhof abholte. Ich konnte mich nicht von seiner Umarmung lösen. Ich wollte nicht daran denken wie uns der Alltag einholen würde. Schule, Lernen und in Zimmer von über 1 km Entfernung zu schlafen. Daran, wie sich unsere Lippen nicht jeden Morgen in meinem leeren Zimmer treffen würden. Das alles musste ich jetzt gegen das übliche ein tauschen. Schule und Arbeiten. Beinahe wäre mir eine Träne über die Wange gerollt. Doch er küsste sie schnell weg.
    Irgendwie hatte ich es doch geschafft und saß im Auto, unter den fragenden und zugleich wissenden Augen meiner Mutter. Widerwillig beantwortete ich ihre Neugier „Ja, das ist mein neuer Freund. Ne, wir haben uns erst jetzt in Berlin verliebt. Okay, ich stell dich seinen Eltern vor. JA MAMA ICH NEHME DIE PILLE“.
    Zuhause wusste ich nicht was ich tun sollte, eigentlich wären meine Französisch Vokabeln dran, sich in meinem Kopf zu befestigen. Doch an Aktivitäten, die irgendetwas mit lernen oder sonstiges zu tun haben, war nicht zu denken. In meinem Kopf war nur einer, einer mit unheimlichen Grübchen, der seine Brille gerne absetzt, um mir tief in die Augen zu schauen, dessen Augen ich ganz vertrauen kann, die ich sogar blind verstehe, die Haare, welche umher huschen, wenn er lacht und dabei sein Kopf schüttelt.
    Ich legte mich auf mein Bett, wie ich es danach noch öfters getan hatte, schloss meine Augen und lies die Tage einfach noch mal ablaufen. Mir kam es wie in einer kitschigen Seifenoper vor. Meine Seifenoper, ich bin der Regisseur und zu gleich die Hauptrolle.
    Immer wieder musste ich mir die Wörter von meinem Traumprinzen ins Gedächtnis rufen „So etwas habe ich noch nie erlebt…“ „Spürst du wie mein Herz unter deiner Liebe pocht?“… „ Was ich denke über dich? Okay ich versuche es dir zu erklären, früher, da bist du mir nicht aufgefallen, doch schon. Aber wir haben uns so oft gefetzt. Du hast dich über meine Musik witzig gemacht. Da dachte ich, du hörst nur Blümchen Musik. Doch im Bus, da habe ich schon ein bisschen von deinem Mp3 Player gehört. Ich habe dich genauer angeschaut, du warst so unheimlich hübsch. Auf deine ganz eigene Weise. Dein schwarzes Haar, dazu die braunen Augen, alles eigentlich nicht besonders, doch der weg, wie du dir die Haare glatt streichst und die Augen öffnest, das alles hat mir imponiert. Als du dann wütend wurdest, diese blaue Ader, da habe ich mich schon fast Hals über Kopf in dich verliebt. Und jetzt am 5 Tag unserer, ja eigentlich Liebesreise, ist klar, dass ich dich für immer in meinen Armen halten darf. Ist das nicht wunderbar? Ich glaube nicht, ich weiß. Ich liebe dich!“

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  • von renarokk am 16.05.2008 um 21:42 Uhr

    nich übel nich übel .. es ist zwar nicht hammer toll oder was weiß ich wie man des sagt, aber ich lese des echt gern.. *daumen hoch* ^^

    0
  • von Lori am 16.05.2008 um 21:39 Uhr

    hab bis zum ende neugierig durch gelesen…hast echt talent :o)….gehts weiter?

    0
  • von izzay am 16.05.2008 um 21:29 Uhr

    Vortsetzung (: grade geschrieben …

    So ziemlich alles änderte sich in der Berlinfahrt unserer gesamten Stufe, in der 10. Klasse. Damals war ich schon 1 Jahr an der neuen Schule und hatte mich doch ganz gut eingelebt, zwar traf ich mich in meiner Freizeit immer noch mit meinen Freunden von der alten Schule, doch ich habe tatsächlich auch noch gute Freunde in meiner neuen Klasse gefunden. Eigentlich sehr tragisch, dass das unser letztes Jahr zusammen gewesen ist. Die Fahrt nach Berlin war unsere Abschlussfahrt.
    Schon in der Hinfahrt saß ich Hinter ihm. Sein bester Freund neben ihm. Meine gute Freundin neben mir. Insgeheim fanden sich die beiden schon toll, weswegen sich die Jungs kurzum einfach umdrehten. Zunächst hörte ich nur mp3 Player, nicht ohne seine schiefen Seitenblicke zu bemerken. Doch ich schaute weiter aus dem Fenster, selbst als ich bemerkte wie seit 5 Minuten seine Augen nicht mehr von meinem Gesicht glitten. Aufeinmahl griff er mit der Hand zum meinem Ohr. In der ersten Sekunde dachte ich, er würde versuchen mir den Nacken zu brechen, also versteifte ich mich total, 5 Gedankensprünge später, war ich schon beim Zeitungsartikel „Tod auf der Klassenfahrt. Brutaler Nackenbruch eines Schülers an seiner Mitschülerin“. Doch er holte sich nur meinen Kopfhörer, um sich meine Musik anzuhören. Ich kann mich noch ganz genau an das Lied erinnern. Mein absolutes Lieblingslied, in der Zeit hörte ich es rauf und runter, selbst bei der Busfahrt habe ich alleine schon 10 mal repeat gedrückt. „Regenbogen“ von Bushido. Ja ich stehe auf Gangster Rappeer. Und wie.
    Als er den Song erkannte, pfiff er anerkennend durch die Zähne „Wow! Ich hätte nicht gedacht, dass du Geschmack hast, dachte du hörst Sascha oder so.“. Ich fühlte mich natürlich sofort angegriffen und sagte irgendetwas mieses, die Wut kochte in meinem Kopf, im Bauch, eigentlich in meinem ganzen Körper. Wieder kam seine Hand auf mich zu, diesmal hatte ich nicht das Gefühl, er würde mich versuchen umzubringen, doch was er genau vorhatte, wusste ich im ersten Moment auch nicht. Er strich mein Pony aus dem Gesicht und tippte mir auf meine linke Schläfe „Du bist süß, wenn du wütend bist. Da blitzt hier so eine blaue Ader auf“. Ich wusste nicht wie er das so schnell heraus gefunden hatte, ob er mich schon früher beobachtet hat, oder es gerade erst sah.
    Diese Aussage lies mich wieder lächeln, er auch. Zum ersten Mal bemerkte ich seine Grüppchen, ich wollte sie berühren. Und die gesamten nächsten 2 Stunden fahrt, musste ich den Drang total unterdrücken. Er musste oft grinsen, mich brachte er zum lachen. Ich glaube ich habe mich noch nie so angeregt und lange mit einem meiner Mitschüler unterhalten. Doch es war wunderbar. Wir hatten es zuvor noch nicht bemerkt, doch eins war nach der Hinfahrt sicher, wir zwei lagen genau auf einer Wellenlänge.

    Natürlich ging das die gesamten 6 Tage in Berlin weiter so. Doch bei harmlosen Gesprächen blieb es nicht, obwohl es mir so vorkam, als würde ich jedes kleinste Detail aus seinem Leben wissen wollen. Mir war es fast unheimlich, wie nett, cool, lustig und vor allem süß ein Junge sein konnte.
    Schon beim 2 Abend, eine kleine Gruppe hatte sich auf eine Wiese gesetzt, um eine nette privat Party mit Alkohol und Shisha abzuhalten, kamen wir uns ziemlich nah. Mir war kalt, er gab mir seine Jacke, er legte seinen Arm um mich. Er drückte seine Wange an meine, ich spürte fast, wie sich seine Grübchen bildeten, als er mal wieder grinsen musste. Doch geküsst haben wir uns auf dieser Wiese nicht. Es war wie ein abgeschlossener Pakt. Küssen war etwas intimes, geküsst wurde nicht unter vielen Leuten.
    Das ist für mich schon immer so gewesen. Niemand muss sehen, wie ich meine Zunge tief in den Hals eines anderen Stecke. Das ist meine privat Sache und außerdem habe ich keine Lust auf eine spätere Beurteilung meiner Küss-Künste durch eines dritten. Ihm ging es genauso, wie ich es später erfahren hatte.
    Seine Wange wurde immer wärmer, obwohl die Außen Temperatur pro Stunde stieg. Kurz vor 1, als ich es fast nicht mehr aushielt, bewegungslos neben ihm zusitzen, schlug er vor, zum Hotel zurück zu gehen. Ich willigte ein, obwohl ich mir nichts schöneres vorstellen konnte seinem Atem auf meinem Gesicht zu spüren. Arm und Arm gingen wir zurück. Im nachhinein weiß ich gar nicht mehr, wie die anderen geschaut oder was sie gesagt haben, ich habe nur auf ihn geachtet, nur auf seine Hand, die auf meiner Hüfte auf und abstrich, die unheimliche Wärme ausstieß.
    Am Hotel angekommen, standen wir vor meinem Zimmer, welches ich mir mit 3 Mitschülerinnen teilte. Es war kein normales Hotel. Ein Jugendhotel. Ungefähr wie eine Jugendherberge, nur komfortabler und natürlich auch teurer. Aber es war unsere Abschlussfahrt, da wollten wir etwas geboten haben. Dies zeigten auch die Ausflugsziele, die wir schon vor der Abreise geplant hatten. Reichstag, Berliner Mauer, Mahnmal, Museen, die Spree…. Den Kuhdamm natürlich nicht zu vergessen, ihm verdanke ich meine ganz neue Garderobe.
    Wir standen also vor meinem Hotelzimmer, in einer Umarmung. Seine Wange wieder dicht gedrückt gegen meine, meine Hände ruhten auf seinem Rücken, doch seine Hände ruhten kein Stück. Er strich mit seinen abermals warmen, nahezu heißen Händen auf meinem Rücken auf und ab. Irgendwann auch tiefer.
    Das Gespräch verlief keines Falls schweigend. Er lenkte das Gespräch auf meinen Ex-Freund. Ich war zuerst etwas irritiert, dass er von ihm wusste, doch meine Nachfrage beantwortete er mit einer Tatsache, Jan hatte mich des öfteren von der Schule abgeholt. Außerdem lebten wir in einem Dorf, da macht es die Runde, wenn eine 15 Jährige mit einem fast 20 jährigen zusammen ist.
    Er fragte, ob ich mir immer ältere suchen würde. Doch ich gab sehr ehrlich zu, dass ich erst einen Freund hatte, nämlich Jan, mit dem ich 5 Monate zusammen war. Das schönste war an diesem Abend, nein nicht auf der Wiese oder die Umarmung, oder das was danach Folgte, sondern die nächsten, fast geflüsterten Wörter von ihm. „Vielleicht ja auch bald 2“. Er zog es in betracht mit mir eine Beziehung zuführen, er fasste dies nicht nur als kleinen Flirt, der etwas eskalierte, an. Sondern als richtiges Verlieben.
    Für euch mag es schon im Bus klar gewesen sein, dass wir zusammen kamen, was bestätigt, dass dies hier doch nur eine langweilige Teenie Liebesgeschichte ist.
    Doch für mich waren die Tage neu, ungewohnt und dennoch unheimlich vertraut. Ich hatte keine Ahnung wie es sich entwickeln würde und ob es sich entwickeln würde.
    Dennoch, der darauf folgende Kuss, dem ich ihm fast als Bestätigung gab, zeigte deutlich, dass es uns ernst war. Eigentlich wollte ich nur kurz meine Lippen seine spüren lassen, doch er verstand und verlangte mehr als ich es mir je erträumt hätte.
    Aus einem kleinen Kuss wurde hemmungsloses Geknutschte. Ich genoss, wie seine Hände meinen Körper suchten und war wie perplex, als ich wieder meine Augen öffnete und wir im Dunkeln standen. Der automatische Lichtschalter, der nach 5 Minuten im Hellen ausgeht, hatte sich von selbst ausgeschalten. Ich erinnerte mich daran, wie wir vor dieser Geschichte, die ich fast nicht in Worte fassen kann, den Einschalter des Lichtes betätigt haben, dass heißt ich habe für länger als 5 Minuten die ganze Welt vergessen.
    Nun gut. Der Abend endete damit, dass unser Lehrer den Flur entlang kam, uns entdeckte und rum motze, wieso wir noch nicht im Zimmer seien. Ich bekam einen kurzen Gute- Nacht-Kuss, diesmal jedoch auf die Wange, was ich kein Stück bedauerlich fand, da unser Lehrer nicht unbedingt wissen musste wie sich mein Gesicht verzieht, wenn ich von einem Engel geküsst werde…

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  • von schneeweisschen am 16.05.2008 um 21:02 Uhr

    wow! dickes kompliment, echt!:) gefällt mir sehr, würde mich auch sehr über eine fortsetzung freuen!:)

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  • von Nala am 16.05.2008 um 20:57 Uhr

    Böööööööötz
    Nicht schlecht
    Die “spannungskurve” geht ordentlich hoch…
    Ich find echt gut, würd mich über ne Weiterführung freuen 😉
    Liebe Grüße!

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