HomepageForenMamiKinderwunschPromovieren mit Kind – realistisch oder Illusion?

erbeerle

am 22.07.2015 um 04:24 Uhr

Promovieren mit Kind – realistisch oder Illusion?

Meine Situation ist folgende: Bin Anfang 30, gluecklich verheiratet, (noch) kinderlos und stehe kurz vor dem Masterabschluss. Habe damals nach meinem Bachelor einige Jahre gearbeitet; ausreichend Berufserfahrung ist also vorhanden. Es war schon immer mein ganz grosser Traum, nach dem Master zu promovieren, da ich gerne in die Forschung gehen und an der Uni arbeiten wuerde. Mein Mann unterstuetzt mich in dieser Hinsicht voll und ganz. Natuerlich moechten wir auch mal Nachwuchs haben. Mein Mann meint, ich solle mir diesbezueglich nicht zu viel Druck machen. Jedoch bin ich der Meinung, dass ein Kind nach dem Doktorat (ich rechne mit ca. 3-4 Jahren) ziemlich spaet werden koennte, da man ja von vielen Seiten hoert, dass eine Schwangerschaft nicht immer auf Anhieb klappt. Wuerde mir mind. 2 Kinder wuenschen. Moechte aber nicht erst mit Ende 30 bzw. Anfang 40 Mutter werden, da ich das schon als ziemlich spaet empfinde. Leider laesst sich dies ja nicht planen, da die Natur hier ihre eigenen Gesetze hat. Ein befreundetes Paar von uns hat mit der Kinderplanung angefangen als beide 38 waren (haben sich spaet kennengelernt), schwanger wurde sie jedoch erst mit 42. Das Kind ist zum Glueck gesund, jedoch ist der Wunsch vom 2. Baby leider nicht mehr erfuellbar.
Gibt es jemanden unter euch, der waehrend des Doktorats schwanger wurde? Ist das zeitlich zu schaffen ohne das Kind bzw. die Doktorarbeit zu vernachlaessigen? Unterstuetzung vom Partner, Eltern & Schwester waeren bei mir jedenfalls gegeben. Freue mich ueber Meinungen und Erfahrungen. Danke euch!

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  • von Jane_Austen am 26.07.2015 um 13:49 Uhr

    Hallo, ich habe eine Freundin, die auch während sie an ihrer Doktorarbeit (Theologie) schrieb, schwanger wurde und ein Kind bekam. Sie hat es leider weder zeitlich noch organisatorisch auf die Reihe bekommen, ihre Doktorarbeit fertigzustellen und diesen Traum nun schweren Herzens aufgegeben. Sie sagt, dass sie ihr Kind stark hätte hinten anstellen müssen, um die Arbeit vernünftig weiterschreiben zu können und das wollte sie nicht. Zudem ist ihr Partner beruflich auch sehr eingespannt und konnte ihr nur wenig mit der Betreuung des Kindes helfen.
    Fazit: ein Mann an deiner Seite, der die den Großteil der Arbeit, die so ein Zwerg nunmal macht, abnimmt – und das ohne zu murren oder dir ein schlechtes Gewissen zu machen – ist unerlässlich.

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  • von StefansMami am 22.07.2015 um 10:51 Uhr

    Mein Mann hat erst kürzlich in Informatik promoviert. Ist zwar nicht ganz dasselbe (als Mann hat man da doch etwas weniger aufwand, schon allein, wiel man nciht stillt), aber auch zwei seiner Arbeitskolleginnen sind da grade dabei und grade auch in der Erziehungszeit, bzw. eine seit 3 Wochen wieder da.

    Ich weiß ja nicht, welchen Fachbereich du hast und inwieweit sich da das promovieren gestaltet. Man kann natürlich auch neben dem Beruf (abseits der Uni) her promovieren und seine Doktorarbeit da abseits der Uni schreiben. Die meisten aber bewerben sich doch eher auf eine entsprechende Stelle bei der Uni und sind dann für die Zeit ihrer Doktorarbeit dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter.
    Und da muss ich dir sagen, 3-4 Jahre sind aber shcon sehr idealistisch gerechnet. Wie gesagt, ich kenns nur vom Fachbereich Informatik, vielleicht geht das woanders auch schneller, aber ich kenne da keinen einzigen, der es unter 6 Jahren geschafft hat. Du bist ja nicht permanent nur dabei, deine Doktorarbeit zu machen, du machst ja auch zig Projekte noch nebenher, die jetzt nciht unbedingt nur was zu deinem Forschungsgebiet beitragen und die du in deiner Doktorarbeit so gar nciht verwenden kannst. Wenn du in der Forschung weitermachen willst (oder sogar mal eine Proffessorenstelle haben willst und selbst dozieren willst), dann musst du nebenzu auch veröffentlichen. Dafür musst du diverse Paper für diverse Konferrenzen einreichen (und nicht alle werden genommen) und die dann dort auch vorstellen. Je nach dem bist du also auch öfter mal auf Geschäftsreise. (Bei meinem Mann ist das so 6-7 Mal im Jahr für jeweils 2-4 Tage.)

    Der Erziehungsurlaub an sich aber ist jetzt in der Abteilung von meinem Mann so gar kein Problem. An der Uni ist das ohnehin etwas lockerer insgesamt mit festen Arbeitszeiten. (Den meisten Proffessoren ist es egal, ob ihre Mitarbeiter die Arbeit um 8 Uhr morgens oder um 8 Uhr abends machen. HAuptsache, sie liegt zum fälligen Termin fertig auf seinem Schreibtisch) Und wenn dann eine Mitarbeiterin für ein Jahr ausfällt, dann macht sie halt danach weiter. Ggf. nimmt man sich halt diverse Sachen in die Mutterschaft mit und macht das dann daheim und per Videokonferrenz, wenns wirklich dringend sein sollte und das kein anderer im Team übernehmen kann. Von dem Aspekt kann ich nur sagen, dass Uni-Stellen sehr familienfreundlich sind.

    Aber was halt sehr klar ist, dass das Kind dann halt nach dem Mutterschutz irgendwo betreut werden muss. Entweder durch den Mann oder Großeltern, oder halt in KiTa/Tagesmutter/wieauchimmer. Und es muss eben auch immer mal wieder gehen, dass du einige Tage lang nicht da bist, weil du grade auf Malta bei der internationalen Konferrenz deine Erkenntnisse zum Rüsselkäfer vorstellst. (Oder sowas 😀 Ich weiß ja nciht, was du machst. ) Da musst du dich vor allen Dingen mit deinem Partner absprechen und das so gewuppt kriegen, dass das klappt.

    Und natürlich zuallererst brauchst du erstmal eine entsprechende Stelle und ein Forschungsthema, in dem du promovieren willst 😀

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