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wolkenpups

am 21.07.2015 um 09:59 Uhr

Uneinigkeit über die Reihenfolge Hochzeit – Kinder bekommen

Hallo ihr lieben,

mein Freund und ich sind seit 4 Jahren ein Paar und haben schon seit längerem einen sehr großen Kinderwunsch, den wir am liebsten auch schon realisiert hätten. Allerdings habe ich bis vor kurzem noch studiert und wir wollten warten, bis wir mit beiden Beinen sicher im Leben stehen. Nun wollten wir gerne spätestens Anfang nächsten Jahres anfangen zu üben, da ich mittlerweile fest arbeite. Bis vor einiger Zeit war für uns beide klar, dass Heiraten erstmal keine Priorität hat und noch so 3 – 5 Jahre warten kann.

Allerdings weiß ich nicht, was mit mir los ist… seit ca. einem halben Jahr möchte ich ihn unbedingt heiraten, bevor wir Kinder bekommen, ich weiß selbst nicht, woher die plötzliche Meinungsänderung kommt. Ich weiß einfach, dass er mein Mann für`s Leben ist und irgendwie denke ich da auf einmal ganz romantisch und konservativ. Das ist mir plötzlich ganz wichtig, dass wir erstmal diesen Schritt gehen, bevor wir uns an den Kinderwunsch wagen. Er wiederum findet meine plötzlichen “Anwandlungen” ganz schrecklich und beharrt auf seiner Meinung, dass Heiraten keine Priorität hat. Nicht, weil er nicht denkt, dass ich nicht seine Frau für`s Leben bin (sonst würde er ja auch nicht unbedingt so bald wie möglich mit mir Kinder haben wollen), sondern weil er es hasst, im Mittelpunkt zu stehen (was er ja bei einer Hochzeit tun würde – sein Vorschlag: “Lass uns doch dieses Jahr einfach fix zusammen schreiben lassen, dann brauchen wir gar keine Hochzeitsfeier mehr machen”) und er sagt, dass wir für eine Hochzeit kein Geld haben. Damit hat er natürlich nicht ganz unrecht, aber ich fordere ja auch keine riesengroße Märchenhochzeit mit Prinzessinnenkleid und Tam-Tam, sondern eine kleine-feine Gartenhochzeit mit maximal 30 Gästen. Dazu kommt, dass es mir so wichtig ist, dass alle meine Großeltern meine Hochzeit noch miterleben und ich sehe, wie meine Omi, die Mitte 80 ist, immer gebrechlicher wird. Wenn ich mir vorstelle, in 3-5 Jahren ist sie nicht mehr da und ich müsste ohne sie heiraten – Weltuntergang! Er sagt dazu “Das klingt zwar jetzt hart, aber da kann man dann eben nichts machen.” Das macht mich so traurig.

Ich will ihn ja auch nicht zwingen, mich zu heiraten, das ist ja auch nicht Sinn einer Hochzeit, um Gottes Willen. Aber ich wünsche mir so sehr Kinder mit ihm und zwar bald und er auch, aber ohne vorherige Hochzeit kommt mir das irgendwie nicht richtig vor. Es ist so verzwickt, das ist so eine Situation, in der man so Recht keinen Kompromiss finden kann… Was sagt ihr dazu?

Liebe Grüße

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Antworten

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  • von wolkenpups am 27.07.2015 um 16:34 Uhr

    Also ich habe gestern nochmal mit meinem Freund drüber geredet, dass ich eigentlich nächstes Jahr gern heiraten würde. Er meinte zwar wieder, dass wir ja heiraten können, aber ohne Feier, weil ihm das zu teuer wäre und er keine Lust drauf hätte. Aber im Endeffekt schien er wirklich drüber nachzudenken.

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  • von StefansMami am 21.07.2015 um 16:46 Uhr

    Ich frag mich grade, was ihr alles für schreckliche Verwandte habt und warum ihr die einladen müsst, wenn ihr sie doch nicht mögt?
    Ich hab auch einen Cousin, mit dem ich gar ncihts zu tun hab. den hab ich aber einfach auch nciht eingeladen und gut wars.
    Aber eine kleine Gartenfeier, wie die Threaderstellerin es sich wünscht, wo halt dann die Großeltern kommen, weil man die dabei haben will, die Eltern und ein paar Freunde… also, ich kenn da Geburtstage, die größer gefeiert werden. Man muss bei einer Hochzeit ja nciht das volle Programm fahren, wenn man nciht will. Aber wenn einem Ehepartner es wichtig ist, dass zumindest Eltern und Großeltern dabei sind, mein Gott, dann überlebt man so einen Tag auch, wenn noch 10 andere dabei sind. Ich find es jedenfalls auch nciht richtig, zu sagen, dass man dann halt, nur um zu heiraten, flüchtet, obwohl einer gern seine alte Oma mit dabei hätte. Muss schon für beide passen. Und ich seh nicht, warum der Wunsch des Mannes, gar nciht zu feiern, da wichtiger sein soll als der der Threaderstellerin, wenigstens ein paar Leute dabei zu haben, wenn schon nciht ganz groß gefeiert wird.

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  • von HoneyLina am 21.07.2015 um 15:53 Uhr

    Ich kann das auch gut verstehen. Wir haben in der Schwangerschaft geheiratet, für uns gehörte es dazu um eine richtige Familie zu werden. Wir haben standesamtlich geheiratet und hatten danach eine kleine Gartenfeier. Eigentlich wollten wir dann an unserem 5 Hochzeitstag nochmal große Heiraten…Aber mittlerweile haben wir uns dazu entschlossen es doch nicht Zutun. Alleine schon aus dem Grund, das wir keine Lust haben so viele Leute mit denen man eigentlich nichts Zutun hat..Die man aber trotzdem einladen muss,dabei zu haben.
    Ich finde die Idee von Fratzi total toll. Und so in der Art würde ich es auch gern nochmal machen.

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  • von BrotMaus am 21.07.2015 um 14:54 Uhr

    Oh ich versteh dich voll und ganz :/ wir wollten auch erstmal ans Kind und dann an die hochzeit denken. Aber so ganz hat es mir dann auch nicht gepasst, deswegen wollte ich erst damit beginnen wenn wir wenigstens verlobt sind. Dann konnte mein Partner auch den Zeitpunkt bestimmen wann er sich bereit fühlt 😛
    Naja im Dezember kam dann irgendwann der Antrag und im März war ich schwanger :) jetzt ist der kleine Mann fast zwei und nächsten Sommer wird dann geheiratet! Und eine große hochzeit lässt sich bei uns eh nicht vermeiden, aufgrund der großen Verwandtschaft 😀

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  • von Naseweis2015 am 21.07.2015 um 13:02 Uhr

    Ich kann das schon nachvollziehen. Ich mein welche Frau ist nicht ein Stück weit so romantisch, dass sie an Hochzeit denkt? Das man dann noch an die Ideale verfällt, dass man das vor den Kindern noch alles erleben möchte, geht natürlich schnell. Nichts desto trotz verpflichtet dich eine Partnerschaft zu Kompromissen. Du kannst ihn nicht dazu drängen und das weisst du ja auch selber. Ich fürchte, du musst dich dann leider damit arrangieren, dass das demnächst so nicht passieren wird, Denn sei mal ehlrich : Du willst du auch nicht mit so einem Druck heiraten oder? Also wenn du weißt, dass dein Mann überredet werden musste. Das ist doch blöd. Wir leben ja auch in einer modernen Zeit. Wie wäre es denn, wenn ihr erst einmal euren Kinderwunsch realisiert und ihr einen Kompromiss für eure Hochzeit macht? Vielleicht macht ihr echt erstmal das rein Fornale und feiert irgendwann nochmal schön .

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  • von fratzi23 am 21.07.2015 um 11:22 Uhr

    Also mein Mann und ich haben auch mit allem drum und dran geheiratet weil es die Verwandschaft so wollte. Ich muss sagen ich würde das nie wieder so machen. Ich würde mit meinem Mann in Urlaub fahren (am liebsten Ostsee oder Nordsee) und dort in einem Leuchtturm heiraten. Wenn wir dann wieder zu hause wären würden wir es allen erzählen und einen kleine Gartenparty feiern und gut wärs.

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  • von wolkenpups am 21.07.2015 um 10:45 Uhr

    Danke für eure Antworten, ihr zwei!

    Also an seinen Eltern liegt es nicht, die sind seit ihrem 14 Lebensjahr zusammen, hatten nie jemand anderen und führen eine glückliche und beneidenswerte Vorbild-Ehe 😉 Es ist wirklich einfach nur so, dass er ein alter Sparfuchs ist und es nicht so recht einsieht, verhältnismäßig viel Geld für etwas auszugeben, was er nicht mag – nämlich im Mittelpunkt zu stehen. Ich wollte eigentlich auch immer groß heiraten, habe aber ihm zuliebe schon den Kompromiss geschlossen, dass wenn wir heiraten, dann halt nur ne ganz kleine, unspektakuläre Feier im engsten Freundes- und Familienkreis machen, weil er alles andere halt nicht mag. Es soll ja für ihn auch ein schöner Tag werden.

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  • von StefansMami am 21.07.2015 um 10:36 Uhr

    Ich kann dich da gut verstehen. Für mich kam allerdings von Anfang an nur die Reihenfolge erst heiraten -> dann Kinder infrage. Nicht nur, weil es Tradition ist, sondern – und das ist jetzt meine persönliche Meinung, ohne Wertung von anderen Beziehungen, bei denen es anders ist – weil es für mich persönlich nie infrage käme, mit jemandem Kinder zu haben, der mir nichtmal fest vor anderen Leuten versprechen kann, für immer mit mir zusammen sein zu wollen. Und nichts anderes ist eine Hochzeit im Grunde als das Versprechen, für immer mit dem Partner zusammen sein zu wollen. (Und da ich auch katholisch bin und heiraten daher nur ein einziges Mal geht, ist dieses Versprechen für mich doppelt wertvoll und wichtig.)

    Ist denn nur dieses Mittelpunkt-Stehen ein Problem für ihn, oder hat er vielleicht doch Angst, sich fest zu binden? Ist jetzt vielleicht eine doofe Frage, aber: Sind denn seine beiden Eltern verheiratet, oder geschieden? (Häufig liegt da nämlich der Hase im Pfeffer, weshalb manche Leute Angst vor dem heiraten haben, weil sie als Kinder einen mehr oder weniger hässlichen Scheidungskrieg mitbekommen haben.)

    Kompromiss gibts da wohl wirklich keinen. Man kann ja schlecht ein bisschen heiraten. Aber das Geldargument würd ich da nciht so zählen. Wenn man nciht grade mit Kutsche vorfahren will und ein 5-Gänge-Luxus-Menü sich zusammenstellt mit 100 Gästen, kann man auch sehr günstig feiern und kriegt üblicherweise an Geschenken wieder rein, was man ausgegeben hat. Je nach dem, wie spendabel die Leute sind, macht man noch Gewinn. Da meine Eltern und meine Schwiegereltern wirklich sehr spendabel waren, hatten mein Mann und ich nach der Hochzeit etwa 3000 Euro mehr in der Tasche als vorher. Und wir haben groß gefeiert mit 70 Gästen, maßgeschneidertem Anzug und einem auch nicht gerade billigen Brautkleid 😀 (Wie gesagt, katholisch gehts nur einmal, da kann man dann auch mal auf den Putz hauen 😀 )

    Aber man kann ja auch “nur” standesamtlich heiraten. Das geht relativ fix, auch ohne Brautkleid und tamtam (falls er parstout keinen Anzug tragen mag. Der Standesbeamte traut einen auch in Jeans.)

    Vielleicht fragst du ihn einfach mal, was genau ihn stört und weshalb er da nciht will. Immerhin ist das auch ein Ämtergerenne, wenn man erst Kinder hat und dann heiratet, wegen Sorgerecht (müssen unverheiratete extra eintragen lassen), wegen Nachname (weil da muss man angeben, wessen Nachname genommen wird), Kindergeld, Elterngeld, Erziehungsurlaub etc.etc.. Da hat man als verheiratetes Paar zwar auch einige Formulare und Amtsgänge über sich ergehen zu lassen, aber nur einmal. Wenn man Kinder hat und dann heiratet, muss man wegen Namensänderung den ganzen Mist nochmal machen. (Zumindest, sofern sich der Name von einem der beiden Ehepartner ändert.)

    Und naja gut, heutzutage ist das zwar nichtmehr so wie noch vor 20 Jahren, aber findet er es nicht auch dann für das Kind einfacher, wenn das vom Kindergarten oder der Schule abgeholt wird und die Lehrer reden die Mama (oder den Papa) mit demselben Nachnamen an, den das Kind auch hat? Gibt doch ein viel besseres Zusammengehörigkeitsgefühl.
    Den Mist hat meine Schwester nämlich gerade (Patchworkfamilie), dass ihre Kinder unterschiedliche Nachnamen haben und da jedes Mal die Lehrer durcheinanderkommen. Mein Neffe stellt sich selber schon mit dem Nachnamen meines Schwagers (der nicht der Vater von dem Krümel ist) vor, zum einen, weil das für ihn der Papa ist, und zum anderen, weil andere Leute dann sowieso nur Knoten im Hirn kriegen, wenn er es anders macht.

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