HomepageForenSex-ForumEine wahre Geschichte…

niceGIRL1989

am 03.06.2008 um 22:43 Uhr

Eine wahre Geschichte…

Es ist mir leider wirklich vor Kurzem passiert, und ich hab es einfach mal aufgeschrieben…

“Danke, ich finde den Ausgang schon alleine.” Oh man, das tat weh. Ich nehme meine Sachen, öffne die Tür und steige die Treppenstufen hinab. Das war grade definitiv die härteste Abfuhr in meinem Leben.
Ich bin fast 300 km gefahren ohne Rücksicht auf das Geld. Kein Weg war zu weit, keine Fahrt zu teuer gewesen, um zu dem Menschen zu gelangen, der mir der liebste im Leben war. Was habe ich denn getan? Was hab ich falsch gemacht? Es hatte ja alles so schön begonnen.
Seitdem ich ihn das erste Mal gesehen hatte, konnte ich ihn nicht vergessen. Nie. Er war in jedem meiner Gedanken. Je mehr ich von ihm bekam, umso mehr wollte ich. Ich hatte mich mit jeder Faser meines Herzens in ihn verliebt. Da war kein Platz für andere Personen, und einige hatten das stark zu spüren bekommen. Ich hätte alles für ihn getan, alles.
Und nun will er mich nicht einmal mehr sehen…
Der Schmerz war so stark, dass die Welt unterzugehen schien. Was hab ich ihm getan? Was ist los mit ihm? Warum? Warum nur?
Ich kann die Tränen nicht lange zurückhalten. Sie laufen einfach.
Ich kann nicht mehr. Was habe ich denn falsch gemacht? Ich hab mich doch nur in ihn verliebt, verdammt, war das falsch?!
Warum kann er nicht wenigstens mit mir reden? Warum? Bin ich so schrecklich? Habe ich nicht auch ein wenig Menschlichkeit verdient?
Ich laufe sinnlos in der Gegend herum und zünde mir eine Zigarette an. Ich glaube, es ist schon die dritte, seitdem ich das Haus verlassen habe. Ich merke nichts davon. Meine Füße sind voller Blasen, ich muss gerannt sein. Ich spüre nichts mehr. Nichts, außer dieser Leere in mir und dem unermesslichen Schmerz. Die Welt ist nichts mehr wert. Was ist ein Leben ohne ihn – ein Leben, in dem ich nicht einmal mit ihm reden kann? Wie soll ich das ertragen?
Ich bahne mir einen Weg zur S-Bahn-Station, mechanisch. Das Leben interessiert mir nicht mehr. Das, was mein Leben ausgemacht hat, immer schon, ist mir endgültig genommen worden.
Habe ich zuviel verlangt? Ich wollte doch nur glücklich werden.

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  • von Melli_Deluxe am 04.06.2008 um 19:12 Uhr

    so ein ähnliches problem hatte ich auch. bin auch 350 kilometer für ihn gefahren weil ich eine antwort haben wollt auf das warum. bekommen hab ich keine und so musst ich traurig und alleine die heimreise antreten. ein gutes hat es. konnte die stadt und die leute nie leiden und jetzt muss ich sie nicht mehr sehen.

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  • von Erdbeerspiess am 03.06.2008 um 23:47 Uhr

    Hey, spannend geschrieben, und sehr traurig. Ich wünsch dir, dass es dir bald besser geht. Ein Mann würde sich wahrscheinlich nie so fühlen, weil die Frauen immer so nett sind, und den trauernden Männern helfen wollen… Und die Männer wenns umgekehrt ist? Sind Egositisch und wollen nur ihre Ruhe haben….

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  • von niceGIRL1989 am 03.06.2008 um 23:42 Uhr

    Fortsetzung…

    Ich kann mich nicht ablenken. Ich kann nichtmal einen klaren Gedanken fassen. Ich fühle mich verloren in einer fremden Welt.
    Es ist seine Stadt. Wenn ich sie jemals gemocht habe, dann nur, weil es die Stadt ist, in der er geboren wurde. Ohne ihn ist sie unerträglich. Was soll ich hier? Hier bin ich fremd. Hier werde ich schief angesehen wegen meiner Tasche, und nun erstrecht, weil ich völlig verheulte Augen und Tränenflecken auf der Brille habe. Wann hätte ich sie auch wegmachen sollen.
    Was soll ich in dieser Stadt? Der einzige, den ich hier kenne, will nichts mehr mit mir zutun haben. Ich weiß nicht einmal genau, warum. Er hatte vor Monaten einfach ohne Weiteres den Kontakt abgebrochen. Und grade, weil ich die genauen Gründe wissen wollte, war ich ja hergefahren. Ich wollte ihm in die Augen sehen und die Wahrheit hören, und er bringt es nicht einmal fertig, mich zu sich zu lassen. Ist er feige oder einfach nur gemein?
    Ich bin am Hauptbahnhof angekommen. Hier ist es noch schlimmer. Alles, wirklich alles, erinnert mich an ihn. Ich finde keine Ablenkung. Wie auch! Es ist schließlich seine Stadt, die er so liebt.
    Das tat weh. Er liebt etwas, dass ich immer mehr hasse, und hat für mich nicht einmal soviel übrig, um mich zu sehen. Das ist ein hartes Stück Brot.
    Womit soll ich mir nun die Zeit totschlagen, bis ich abgeholt werde? Ich kann nicht einmal essen, ich hatte zu Hause gefrühstückt und außerdem war mir der Appetit vergangen. Das einzige, das mir nun hätte helfen können, wäre ein voller Handy-Akku gewesen. Ich brauche einen Gesprächspartner, doch hier ist niemand und ich kann ja nicht einfach einen Fremden ansprechen à la „hey, ich habe Liebeskummer“.
    Was bleibt? Nach draußen setzen, eine Zigarette nach der anderen anstecken und depressive Lieder hören.
    Einen Moment lang plagte mich der Gedanke, einfach vor einen ICE zu springen, doch den verwerfe ich schnell wieder. Das wäre ein zu tragisches Ende gewesen, noch dazu so sinnlos.
    Nein, das Leben wird weitergehen, aber ich habe mein Herz verloren. Als ich ins Auto meines Freundes steige, lasse ich es für immer in der Stadt des Grauens zurück.

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  • von Simi88 am 03.06.2008 um 23:35 Uhr

    Deine Geschichte hat mich sehr berührt da es mir vor kurzem genau so ging und teilweiße immernoch geht, und ich finde es gut von dir deinen Gefühlen freien lauf zu lassen und das hier rein zu schreiben. Ich habe das auch gemacht nur nicht hierrein ich habe einen Brief geschrieben. Wünsch dir alles gute für deine Zukunft

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  • von niceGIRL1989 am 03.06.2008 um 23:14 Uhr

    Danke 🙂

    @ darkstar: Er muss mich nichtmal lieben, er soll nur endlich wieder mit mir reden…

    @ schafi: Es ist nicht mehr so krass wie beschrieben, aber es tut immernoch weh.

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  • von schafi am 03.06.2008 um 23:02 Uhr

    oh man,das klingt nicht sehr schön,…….tust mir richtig leid,…………..hoffe,dir geht es bald wieder besser,….

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  • von darkstar am 03.06.2008 um 23:00 Uhr

    ich glaube du sprichst damit einigen aus der seele! dieses gefühl ist eins der schlimmsten, die man haben kann… wenn man alles für jemanden tuen würde und diese person das einzige ist, was man sich wünscht für sein leben, aber der andere die liebe einfach nicht erwidert!

    Antwort
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