HomepageForenVerhütung-ForumIst denn Adoption keine Option mehr?

Mondi

am 05.09.2016 um 05:48 Uhr

Ist denn Adoption keine Option mehr?

Guten Morgen liebe Erdbeermädels,

nach langem Schweigen und höchstens mal Kommentieren melde ich mich auch mal wieder zu Wort.
Ich lese immer wieder, nicht nur hier, Hilferufe über ungeplante (und meist ungewollte) Schwangerschaften.
In letzter Zeit ist mir dabei sehr stark aufgefallen, dass für die große Mehrzahl aus der Perspektive dieser Betroffenen nur zwei Möglichkeiten existieren:
Das Kind behalten oder die Schwangerschaft abbrechen.

Jetzt frage ich mich, warum niemand die Möglichkeit der Adoption in Erwägung zieht. Warum wird der Mittelweg von vornherein ausgeschlossen? Oder wird das einfach übersehen?

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und danke euch jetzt schon für eure Kommentare! 🙂

Viele Grüße
Mondi

Antworten

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  • von molten_toffee am 07.09.2016 um 12:46 Uhr

    Es ist auffällig, dass das selten als Option erwägt wird. Ob und was an Adoptionsgesetzen verändert werden müsste, kann ich jetzt nicht im Einzelnen aufzählen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für viele Frauen AUCH eine Frage von Schwangerschaft oder keine Schwangerschaft ist. Klar: wer ein Kind möchte oder sich dafür entscheidet, entscheidet sich, wenn nicht adoptiert wird, auch für eine Schwangerschaft. Aber ich persönlich könnte mir schlichtweg auch nicht vorstellen, schwanger zu sein bzw. ich will das einfach nicht.
    Dass Schwangerschaftsabbruch ‘einfach’ wäre, würde ich nicht sagen, gerade auch wegen der gesetzlichen Hürden, die für Frauen existieren, die darüber nachdenken und einen vornehmen wollen. Von einer Bekannten, die ihre Schwangerschaft abgebrochen hat/hat abbrechen lassen, habe ich auch die körperlichen Folgen einer Ausschabung mitbekommen (dazu muss man sagen, dass über 80% medikamentöse Abbrüche sind, die aber auch mit Risiken verbunden sind). Trotzdem vermutlich für den Körper weniger oder mindestens kürzer belastend als eine auszutragende Schwangerschaft. Ich rede jetzt nicht von der persönlichen psychischen und emotionalen Situation, in die ja sehr viele Faktoren hinein spielen, die sich nicht allgemein fassen lassen und jeweils von der Betroffenen zu beurteilen sind.
    Um mal einen Punkt zu machen: ich kann die Kritik daran verstehen, dass Adoption so selten als Option gesehen wird – das kann aber meiner Meinung nach erst in die Entscheidung, ein Kind auszutragen, hineinspielen, wenn es grundsätzlich eine Option für die ungewollt Schwangere ist, die Schwangerschaft überhaupt austragen zu wollen.

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  • von Fritzchen am 06.09.2016 um 15:37 Uhr

    Hallo Mondi, ich muss zugeben, dass ich zu denen gehöre, die nur zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen haben. Aber schlichtweg, weil ich nicht an eine Adoption gedacht habe. Ich persönlich könnte mir weder vorstellen mein Baby abzutreiben noch es an andere abzugeben. Doch es gibt Lebensumstände, wo ich niemanden dafür verurteilen möchte. Und ich finde, dass Adoption doch die deutlich schönere Alternative ist als die Abtreibung.

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  • von CruelPrincess am 05.09.2016 um 21:47 Uhr

    Hmm also, ich arbeite mit Kindern, ich will auf jeden Fall auch mal welche haben, aber wenn ich jetzt schwanger werden würde, würde ich es auch abtreiben lassen. Warum keine Adoption? Aus nem ganz einfachen Grund: ich hätte keinen Bock auf die Schwangerschaft.

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  • von gretchen_cici am 05.09.2016 um 17:32 Uhr

    Da gebe ich mupfin in allen Punkten recht. Außerdem ist Adoption in Deutschland nur sehr wenig verbreitet, weil die Gesetze und Richtlinien sehr streng sind. Das ist zum einen ja gut, weil es dem Kindeswohl dienen soll, schreckt zum anderen aber auch Paare ab, die gerne einem elternlosen Kind ein Zuhause bieten wollen.

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  • von mupfin am 05.09.2016 um 12:54 Uhr

    Ich denke, es kommt immer auf die Umstände an, aber ich glaube die Vorstellung von einem Schwangerschaftsabbruch ist “einfacher”. Das Problem (die Schwangerschaft) ist beseitigt, nach außen hin ist alles gut und man kann so weitermachen wie bisher. Bei der Adoption hat man doch gleich im Hinterkopf: 9 Monate lang Quälerei, Diskutiererei und sich-erklären-müssen.
    Ich denke, wenn Mädels hier schreiben, haben sie sich noch nicht ausführlichst mit allen Möglichkeiten auseinander gesetzt. Auch damit, was eine Abtreibung auch für seelische Probleme verursachen kann etc.
    Die Möglichkeit einer Adoption kommt aber ja spätestens in den Gesprächen auf, die vor einer Abtreibung Pflicht sind. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dann viele wenn sie sich tiefer mit der Thematik auseinandersetzen, in Richtung Adoption umentscheiden.
    Dabei darf man dann natürlich nicht außer Acht lassen, was es mit einem macht, wenn man ein Kinde 9 Monate lang mit sich herumgetragen hat. Daher werden solche Adoptionsentscheidungen wohl auch häufig wieder umgeworfen, sobald das Baby dann mal da ist.

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