Wilde Webkunst

Hair Tapestry: Ein Teppich für die Haare

Eigentlich neigt sich die Festivalsaison langsam dem Ende zu, dennoch nutzen wir die letzten verhaltenen Sonnenstrahlen, um uns dem neuesten Haartrend namens Hair Tapestry zu widmen. Denn der hippe Boho-Hairstyle, der nach Sommer, Sonne und Coachella aussieht, erobert derzeit nicht nur Instagram, sondern auch die angesagtesten Haarsalons. Da gucken wir natürlich genauer hin…


Dass London nicht nur in Sachen Mode eine echte Trendschmiede ist, ist kein Geheimnis. Auch der neue Hairstyle-Hit Hair Tapestry wurde zuallererst auf den Festivals in der britischen Hauptstadt gesichtet. Vermutlich verkürzten sich ausgeflippte Festivalbesucher die Wartezeit auf das nächste Konzert damit, Nadel und Faden zur Hand zu nehmen und anstatt einem Freundschaftsbändchen einfach mal der besten Freundin einen Mini-Teppich ins Haar zu knüpfen. Oder woher kommt Hair Tapestry?

Ein (Vereinigtes) Königreich für Hair Tapestry

Erfunden haben Hair Tapestry nicht etwa ein paar nostalgische Hippies in Gedenken an die guten, alten Zeiten, sondern die Trendfriseurin Alexandra Brownswell, deren Londoner Salon „Bleach“ zu den gefragtesten Hairstyle-Locations des Landes zählt. Unter dem Hashtag #hairtapestry zeigte Brownswell ihre ersten bunten Haarteppiche bei Instagram. Dort bekam die Hairstylistin sage und schreibe knapp 9.000 Likes. Auf dem „Port Eliot“-Festival in Cornwall stellten sich weibliche Festivalbesucherinnen mit Begeisterung als Haarmodelle für die bunten Hair Tapestry Styles zur Verfügung. Schnell entwickelte sich ein neuer Trend, der es mittlerweile einmal komplett um die Welt geschafft hat. Auch in den USA und in Japan probieren immer mehr Fans von crazy Hairstyles und ausgefallenen Frisuren Hair Tapestry selbst aus. Und während Freundschaftsbändchen bereits zu den Retro-Accessoires zählen, hat Hair Tapestry eindeutig das Zeug zum It-Haartrend der Zukunft!

Hair Tapestry – so wird’s gemacht!

Ein bisschen komplizierter und zeitaufwendiger als andere Trendfrisuren ist Hair Tapestry schon. Die bunten Haarteppiche funktionieren nach dem einfachen Webprinzip, das jedes Kind bereits im Kindergartenalter erlernt. Eine beliebig breite Strähne wird in einen herkömmlichen, runden Stickrahmen gespannt. Durch das Abtrennen einzelner Haarsträhnen kann im nächsten Schritt buntes Garn in allen Regenbogenfarben in das Haar eingewebt werden, sodass nach ein paar Reihen ein dichter Fadenteppich – das fertige Hair Tapestry Kunstwerk – entsteht.

Weekend DIY: #hairtapestry! Thanks for the inspiration, @bleachlondon. Full tutorial is live on the site.

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Für die Webkunst benötigst Du nicht unbedingt einen Friseur, allerdings aber die helfenden Hände einer zweiten Person, deren Kreativität in Sachen Farben und Muster jedoch keinerlei Grenzen gesetzt sind.

Hair Tapestry auf dem Cover der „Vogue“

Sogar auf das renommierte Modemagazin „Vogue“ hat es der Hair Tapestry Trend schon geschafft: mit Immy Waterhouse, der kleinen Schwester von Topmodel Suki Waterhouse, die für das Fotoshooting von Alexandra Brownswell höchstpersönlich frisiert wurde. Auch Brit Stars wie Sienna Miller oder Lily Allen besuchen regelmäßig den Salon der Haartrendsetterin, die die Technik der Hair Tapestry mittlerweile perfektioniert hat.


Doch für Hair Tapestry ist nicht unbedingt ein Profi gefragt. Nur Haarwäsche und Business Dresscode könnten für die Fans des bunten Haarteppichs auf Dauer zum Problem werden. Wärst Du mutig genug, um Deine Haare mit einem bunten Muster zu verschönern? Dann sind diese süßen Selfmade-Styles bestimmt auch etwas für Dich!

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#hairtapestry for a v brown babe @graciekeates #fyfbleach @bleachlondon

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Auf den ersten Blick ist Hair Tapestry vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und auch auf den zweiten Blick nicht wirklich ein alltagstauglicher Hairstyle. Doch immerhin zeigt Alexandra Brownswell mit ihrer Webkunst mal eine Frisur, die wir nicht auf jedem zweiten Zeitschriftencover zu sehen bekommen. Fürs Festival auf jeden Fall ein super Hingucker!

Bildquelle Teaserbild: iStock/idal

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