Hauptsache bunt!

Regenbogen-Haare: Opal,Tie-Dye & andere Trends

Diana Heuschkelam 16.10.2015 um 14:54 Uhr

Du hast Lust auf Veränderung – und zwar so richtig?! Ein paar einfache Foliensträhnchen erscheinen Dir aber so langweilig wie Matheunterricht im Wartezimmer einer Arztpraxis? Manchmal hilft es dann schon, mehr Farbe in das eigene Leben zu bringen. Wir haben diese Idee sehr wörtlich genommen und nachgeforscht, wie Du Deine Haare in eine regenbogenartige Farbexplosion verwandeln kannst. Denn der Dauertrend Regenbogen-Haare feiert zurzeit mal wieder ein Revival!

Wir waren hellauf begeistert von Britney Spears’ welligen Regenbogen-Haaren bei den Teens Choice Awards 2015 sowie von der Zopf-Variante bei den VMAs. Ihr Auftritt hat uns nun dazu inspiriert, uns einmal damit zu beschäftigen, wie man den kunterbunten Look in den Haaren am schönsten gestalten kann. Dabei kamen wir zu einem verblüffenden Ergebnis: Kunterbunt geht auf sehr viele Weisen! Vom Ombré- und Dip-Dye-Trend hat man in den letzten zwei Jahren schon viel gehört. Aber was bitte ist die Tie-Dye-Färbetechnik? Und was hat es mit Opal Hair auf sich? Wir sind diesen und anderen Haarfärbetrends auf die Spur gegangen, um herauszufinden, was die Unterschiede zwischen ihnen sind und welche Technik die Regenbogen-Mähne so richtig zur Geltung bringt.

Regenbogen-Haare: Sand Art

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Die Färbetechnik des Sand Art (zu deutsch: Sandkunst) entlehnt ihren Namen der Kunst, bei der mehrere Schichten bunt gefärbter Sand dekorativ ineinander geschüttet werden. Um diesen Effekt auch in Deinem Haarschopf zu erzielen, unterteilt man diesen in viele einzelne Strähnen. Danach gibt es zwei Verfahren, durch die man den Schichten-Look erhält: Bei der ersten Technik färbt man etwa ein bis zwei Zentimeter dünne Strähnen in jeweils einer Farbe. Bei der zweiten Technik nimmt man etwas breitere Strähnen und färbt diese jeweils in drei verschiedenen Tönen: einen Balken am Ansatz, einen in der Mitte und einen in die Spitzen Deiner Haare. Bei Sand Art Hair wird sogar das Deckhaar gefärbt, denn dieser Look soll knallen! Dementsprechend empfiehlt es sich, viele leuchtende Farben wie Blau, Magenta, Gelb, Lila oder Petrol auszuwählen.

Regenbogen-Haare: Tie-Dye

Tie-Dye (zu deutsch: Batik) orientiert sich an der Färbetechnik, an die sich besonders Kinder der 70er und 90er Jahre erinnern werden. Denn die in der Hippiezeit beliebte Färbetechnik, die den psychedelischen Lebenswandel dieser Generation mit ihren symmetrischen Mustern und bunten Farben perfekt auf T-Shirts und sonstigen Kleidungsstücken abbildete, feierte in den 90er Jahren ein zweites Revival. Wörtlich übersetzt bedeutet Tie-Dye nämlich Wickel-Färbung und genau so, wie man es mit den Kleidungstücken machte, kannst Du die Farbe nun auch auf die Haare auftragen: Um den T-Shirt-Effekt auf Deinen Haaren zu erzielen, musst Du Deine Haare zunächst in Strähnen unterteilen und je nach Haarlänge an möglichst vielen Stellen mit Elastikbändern umwickeln – etwa im Abstand von sieben bis zehn Zentimetern. Das Ergebnis sind super bunte Haare, deren unterschiedliche Farbetappen von Deiner normalen Haarfarbe durchbrochen werden und dadurch ein tolles Muster bilden.

Regenbogen-Haare: Opal Hair

Fiese Stimmen würden vielleicht sagen, dass Opal Hair irgendwie ausgewaschen aussieht. Andere finden, dieser Trend sehe aus, als ob Sand Art und Granny Hair ein Haartrend-Baby gezeugt hätten. Wir möchten dem widersprechen und finden, Opal Hair hat eher etwas von einem Regenbogen, der hinter einem leichten Nebel verblasst. Denn wie der Stein, nach dem dieser Look benannt ist, verleiht er Deinen Haaren einen leichten, bunten Schimmer. Deshalb könnte man wohl auch sagen: Opal-Haare sind die Regenbogen-Haare der Unentschlossenen – denn bei diesem Trend gehst Du in Sachen Farbe nicht in die Vollen. Statt Knallpink und Neongrün taucht hier nur ein sanfter Hauch von Rainbowcoloration in Deiner Mähne auf. Die Farben Deiner Wahl werden nicht durchgängig, sondern nur in Klecksen auf Deine Haare aufgetragen. Dadurch schimmert noch so viel Naturhaar durch, dass die bunte Farbe im Ganzen nur einen sehr dezenten Charakter annimmt.

Regenbogen-Haare: Ombré

Ombré kann man sowohl für natürliche Braun- oder Blondabstufungen anwenden, als auch mit punkig-grellem Grün, Blau oder Rot sowie jeder anderen Knallfarbe. Während dieser Look nicht dazu dient, gleich jede Farbe des Regenbogens in Deinen Haaren zu vereinen, kannst Du mit zwei bis drei verschiedenen Abstufungen derselben Farbe dennoch eine Menge Abwechslungsreichtum in Deine Mähne bringen. Wie wäre es beispielsweise mit einem dunkelblauen oder petrolfarbenen Haaransatz, der sich bis zu den Spitzen zu ein schönes Apfelgrün oder sogar in ein helles Gelb wandelt? Oder mit einem kräftigen Magenta, das in den Spitzen mit einem zarten Rosa ergänzt wird? Bei der Farbwahl kannst Du Dich also, ganz nach Deinen persönlichen Vorlieben, kreativ austoben.

Vorsicht bei trockenen und strapazierten Haaren

Wie immer beim Haarefärben ist es auch bei Regenbogen-Haaren leider so, dass ein heller Haarton die Deckfarbe am besten annimmt. Auch ein knalliges Pink wird auf schwarzen Haaren leider kaum zur Geltung kommen. Deswegen empfiehlt es sich, die Haare vor dem Färben erst einmal aufzuhellen. Bei sehr trockenen und empfindlichen Haaren raten wir allerdings trotzdem davon ab, zum Bleichmittel zu greifen, nur um daraufhin die Haare einer weiteren Färbeprozedur unterziehen zu müssen. Das Schöne an den hier vorgestellten Techniken ist allerdings, dass Du nicht unbedingt vom Ansatz bis in die Spitzen färben musst. Fange einfach erst auf halber Haarlänge an, die Farbe bis zu den Spitzen zu verteilen. So gönnst Du Deinem Ansatz eine Pause. Manchmal reichen sogar nur einige bunte Strähnen, um den Regenbogen in Deine Haare zu bekommen. Eine Kur oder ein Conditioner für coloriertes Haar verleihen Deinem Regenbogen dann noch eine Extraportion Glanz.

Man sieht: Regenbogen-Haare sind zwar immer schön farbenfroh, müssen aber nicht immer als Mega-Knall-Look realisiert werden, denn die verschiedenen Trends sorgen für ordentlich Abwechslung. Solltest Du Dich also im Zwiespalt zwischen Tatendrang und der Angst, zu tief in den Farbtopf zu greifen, befinden, dürftest Du mit den Trends des Opal oder Ombré Hair in Sachen Regenbogen trotzdem voll auf Deine Kosten kommen.

Bildquelle: GettyImages/Jason Merritt

Kommentar (1)

  • Diana Heuschkel am 23.10.2015 um 09:48 Uhr

    Hast Du Lust auf kunterbunte Haare? Oder sind Dir Regenbogenhaare zu extrem und Du bleibst lieber bei einer Farbe?


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