Haare färben

Du findest Deine Haarfarbe langweilig oder Du hast sie jetzt einfach lang genug gesehen? Etwas Neues muss her? Ob Du Deinen Style grundlegend verändern willst, oder einfach Deine Haarfarbe besonders betonen möchtest – beim Haare färben gibt es ein paar Dinge zu wissen. Schließlich sollen Deine Haare nach dem Haare färben weder grün noch kaputt sein! In unserem Frisuren-Magazin findest Du deshalb die besten Tipps und Tricks, mit denen Deine Haare strahlen werden!

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Färben ohne Reue: So werden Deine Haare garantiert nicht grün

Gut ein Drittel aller Frauen färbt sich die Haare. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich: Ob graue Haare abgedeckt werden sollen, in jungen Jahren einfach jede Haarfarbe einmal ausprobiert wird oder Dir schlichtweg eine andere Haarfarbe besser gefällt als die Deine. Wer mit dem Haare färben allerdings einmal angefangen hat, der stellt schnell fest, dass eine künstliche Haarfarbe regelmäßig nachgefärbt werden will. Wem das beim Frisör zu teuer ist, der kann auch leicht selbst zuhause die Haare färben. Dabei sollten allerdings ein paar grundsätzliche Dinge beachtet werden, wenn es nicht zum Farbdesaster oder anderen Katastrophen kommen soll.

Haare färben: Das richtige Produkt für den Hausgebrauch

Wenn Du schon einmal beim Frisör zum Haare färben warst, wird Dir vermutlich aufgefallen sein, dass der Frisör keine handelsübliche Haarfarbe aus dem Drogeriemarkt verwendet. Das hat auch einen Grund: Frisöre lernen in Ihrer Ausbildung ausführlich, Haarfarben zu mischen, und sind daher auch in der Lage, Färbemittel aus mehreren Komponenten und mit einer höheren Wasserstoffperoxidkonzentration als die Farben für den Hausgebrauch zusammenzustellen. Davon solltest Du beim Haare färben zuhause aber unbedingt die Finger lassen. Haarfarben mit mehr als sechs Prozent Oxidant dürfen beispielsweise nicht auf die Haut gelangen. Ein erfahrener Frisör kann beim Haare färben Mittel mit bis zu zwölf Prozent Wasserstoffperoxidanteil verwenden, er weiß aber auch genau, was er beim Farbauftrag beachten muss. Zum Haare färben auf eigene Faust werden in der Drogerie hauptsächlich Zwei-Komponenten-Produkte angeboten, deren Anteil an Wasserstoffperoxid zumeist nicht so hoch ist wie bei professionellen Frisörfarben.

Coloration, Tönung oder Intensivtönung zum Haare färben?

Das Regal mit Produkten zum Haare färben ist groß – und auch oft verwirrend. Da gibt es Tönungen, Intensivtönungen und Colorationen, Haarfarben die einen neuen Look für drei bis sechs oder acht bis zwölf Haarwäschen versprechen, und solche, die dauerhaft die Haare färben. Welches Produkt ist aber das richtige für Dich? Lässt man einmal das Vokabular der Werbetexter beiseite, gibt es temporäre, semipermanente und permanente Haarfärbemittel. Zum Ausprobieren eignet sich eine temporäre Haarfarbe am besten, die bereits nach der ersten Haarwäsche wieder verschwindet. Semipermanente Haarfarben sind das, was man landläufig unter Haartönungen versteht: Die Farbpracht hält etwa zwei bis zehn Haarwäschen. Die genaue Dauer hängt von der Haarstruktur und -gesundheit ab, außerdem ist die Farbe nicht von einem Tag auf den anderen weg, sondern verblasst von Haarwäsche zu Haarwäsche. Du erkennst eine Tönung zuverlässig daran, dass Du keine Komponenten miteinander mischen musst. Sobald dass der Fall ist, findet beim Haare färben auch eine chemische Reaktion statt, die das Ergebnis dauerhaft macht – das gilt auch für so genannte Intensivtönungen! Der Unterschied zu einer Coloration besteht hierbei nur im Anteil des Oxidants und damit in der Intensität des Farbergebnisses: Bei Intensivtönungen liegt der Oxidationswert immer unter drei Prozent, bei Colorationen darüber. Das wirkt sich beim Haare färben vor allem dahingehend aus, dass mit einer Coloration mehr Farbstufen übersprungen werden können als mit einer Intensivtönung.

Der richtige Farbton zum Haare färben

Nachdem Du Dich entschieden hast, ob es eine permanente Haarfarbe oder erst einmal nur eine Tönung sein soll, solltest Du einen Blick auf die Packung werfen: Dort sind all die Haarfarben abgebildet, für die sich das Produkt eignet. Diese Farbbeispiele sind nicht nur zum Spaß dort abgebildet – wenn Du ein gutes Farbergebnis erzielen willst, solltest Du Dich auch daran orientieren! Wer hingegen zum Beispiel versucht, tiefschwarzes Haar mit einer Do it yourself-Blondierung aufzuhellen, steht ganz schnell mit einem orangefarbenen Schopf da. Das kann sich ersparen, wer sich an die Herstellervorgaben hält. Willst Du Deine Haarfarbe sehr krass verändern, zum Beispiel von blond zu schwarz oder andersherum, empfiehlt es sich, das Haare färben dem Fachmann zu überlassen: Zum einen stößt das Haare färben zuhause bei allzu vielen zu überfärbenden Farbstufen an seine Grenzen, zum anderen kann es nicht schaden, sich bei einer so heftigen Veränderung von jemandem mit kundigem Auge beraten zu lassen, denn starke Farbveränderungen lassen sich nur mit permanenter Coloration erreichen – und die hast Du ja dann ein Weile.

Haare färben: Dos und Don`ts

Wenn Du Dir ohne die Hilfe eines Frisörs zuhause die Haare färben willst, tust Du außerdem gut daran, Dir gründlich den Beipackzettel der Haarfarbe Deiner Wahl durchzulesen – und Dich daran zu halten! So solltest Du vor dem Gebrauch unbedingt testen, ob Du allergisch auf das Produkt reagierst, damit es beim Haare färben nicht zu bösen Überraschungen kommt. Auch an die Vorgaben zur Einwirkzeit solltest Du Dich beim Haare färben unbedingt halten, und hier keine Experimente machen. Keinesfalls solltest Du die Schutzhandschuhe in der Packung unbenutzt lassen, sonst färbst Du Deine Hände gleich mit. Auch Deine Gesichtshaut solltest Du beim Haare färben gut schützen, am besten mit einer fettreichen Creme, die Du entlang des Haaransatzes aufträgst – gleiches gilt für Ohren und Nacken, den Du außerdem mit einem alten Handtuch bedecken kannst. Nach dem Haare färben müssen die Haare so lange ausgespült werden, bis das Wasser klar bleibt. Dabei ist etwas Geduld gefragt, die Zeit solltest Du Dir aber im Interesse Deiner Haare auch nehmen. Anschließend braucht Dein Haar Pflege. Deswegen liegt der Packung fast immer eine Haarkur bei, die Du auch benutzen solltest, damit das Haar wichtige Nährstoffe zurückbekommt und die Struktur sich wieder schließen kann.

Haare färben, mal alternativ

Schon seit mindestens 3000 Jahren färben sich Menschen die Haare – sogar schon im alten Rom gehörte Haare färben zum Kosmetikrepertoire der Damenwelt. Natürlich gab es damals noch nicht die Möglichkeit, im Drogeriemarkt einfach eine Tube zu kaufen. Zum Haare färben wurden daher die unterschiedlichsten Mittel eingesetzt. So wurden beispielsweise in Essig getauchte Bleikämme zum Haare färben verwendet, aber auch pflanzliche Bestandteile, wie etwa Henna, Indigo oder das Gemisch Rastik.Noch heute populär zum Haare färben ist Henna, das in unseren Breitengraden meistens verwendet wird um einen typischen, tiefdunklen Rotton zu bekommen. Wer sich mit Henna die Haare färben möchte, sollte allerdings beachten, dass auf diese Weise coloriertes Haar nicht überfärbt werden kann – soll es irgendwann kein Hennarot mehr sein, muss man die Farbe auswachsen lassen. Blondes Haar benötigt in der Regel zwei Färbungen mit Henna, bis es die Farbe richtig annimmt. Um graue Haare zu überfärben ist Henna nicht geeignet, da es nicht genug Deckkraft hat. Der Vorteil beim Haare färben mit Henna: Es ist wesentlich schonender als reguläre Haarfarben. Ein zusätzlicher Tipp für das Haare färben mit Henna: Etwas Kaffeepulver in der Hennamischung intensiviert das Farbergebnis.

Haare färben ohne Katastrophen

Grüne Haare, Haarausfall, Hautausschlag: beim Haare färben kann einiges schief gehen. Es gab sogar schon Tote beim Haare färben – das ist kein Witz! Ein Mädchen in England starb beim Haare färben an einem Allergieschock. Das Testen auf allergische Reaktionen vor dem Haare färben hat also absolut seine Daseinsberechtigung. Unter anderem deswegen ist Haare färben übrigens erst ab 16 erlaubt. Wer sich aber an die Gebrauchsanweisung hält, eine Farbe wählt, die für das eigene Haar geeignet ist und von Experimenten beim Haare färben absieht, hat schon mal einen Großteil potenzieller Katastrophen umschifft.Und auch den übrigen lässt sich aus dem Weg gehen. Der berühmte Grünstich tritt meistens beim Blondieren auf. In diesem Fall muss die Coloration wiederholt werden. Zur Vorbeugung solltest Du am besten gleich zwei Packungen kaufen. Haarausfall und Hautausschlag sind in der Regel Nebenwirkungen eines zu hohen Oxidationswertes. Um dies zu vermeiden, solltest Du unbedingt die Finger von professioneller Frisörfarbe lassen und am besten ein Produkt mit möglichst niedrigem Wasserstoffperoxidanteil zum Haare färben wählen. Wer stark zu Allergien neigt oder sehr anfälliges Haar hat, sollte aber das Geld investieren und sich beim Frisör die Haare färben lassen. Nach dem Haare färben solltest Du eine spezielle Pflege verwenden um möglichst lange Spaß an Deiner neuen Haarfarbe zu haben, also am besten Shampoos und Spülungen speziell für coloriertes Haar benutzen. Schuppenshampoos solltest Du links liegen lassen, sie ziehen die Farbe aus dem Haar.

Haare färben ist Styling für Fortgeschrittene: Wer zuhause auf eigene Faust seinen Look verändern will, sollte sich zuvor gründlich informieren und unbedingt ein paar Grundregeln beachten. Dann ist aber auch das Haare färben zuhause kein Problem. Wer sich unsicher ist, sei es in Bezug auf Allergien, Haarstruktur oder Farbe, tut sich vermutlich einen Gefallen, beim Haare färben einen Fachmann zu konsultieren.