Farbenspiel

Ansatz färben – die besten Tipps

Wer liebt es nicht, das bunte Farbenspiel des Haarefärbens? Aus einem hellen Aschblond wird ein zartes Dunkelbraun, aus honigfarbenem Karamell wird ein Kupferrot – und umgekehrt. Mit der richtigen Haarfarbe macht der Imagewandel gleich viel mehr Spaß. Doch nach einigen Wochen schleicht sich der lästige Haaransatz an und alle paar Wochen heißt es Ansatz färben – dabei handelt es sich leider um eine unvermeidliche Nebenerscheinung! Also gilt: Wer sich den Wunsch von der neuen Haarfarbe erfüllen möchte, muss auch wohl oder übel immer mal wieder seinen Ansatz färben. Der Gang zum Friseur ist dabei nicht unbedingt nötig, denn mit ein paar Tricks kannst Du Deinen Ansatz auch ganz einfach zu Hause färben und pflegen.

Jeder, der sich irgendwann einmal von seiner natürlichen Haarfarbe verabschiedet hat, kennt das Problem nur zu gut: den nachwachsenden Haaransatz. Eigentlich hat es die Natur gut eingerichtet, dass Deine Haare immer wieder nachwachsen. Schließlich kannst Du auf diese Weise ungewollte Farbexplosionen oder misslungene Experimente einfach kurzerhand wieder abschneiden. Doch Deine kleine Farbmogelei muss ja nicht sofort auffliegen, Dein Haar soll immerhin so natürlich wie möglich wirken – auch wenn Du eigentlich brünett bist anstatt blond. Doch wenn unter der hellblonden Mähne plötzlich ein dunkler Streifen zum Vorschein kommt, heißt es schnell: Ansatz färben ist angesagt! Neben dem zeitlichen Aufwand beim Ansatz färben gibt es noch ein paar weitere Hindernisse auf dem Weg zur perfekten Traummähne. Denn ständige Friseurbesuche kosten schließlich nicht gerade wenig Geld. Außerdem wird durch das regelmäßige Nachfärben Deine Haarstruktur strapaziert. Dennoch musst Du nicht auf Deine Lieblingshaarfarbe verzichten. Achte einfach darauf, dass Du Deine Haare richtig pflegst und ab und zu selbst Hand anlegst! So steht der ansatzfreien Veränderung nichts mehr im Weg.

Ansatz färben in den eigenen vier Wänden

Ansatz färben in nur fünf Schritten

Qual der Wahl: Ansatz färben oder tönen?

Färben oder Tönen? Diese Frage kann zu hitzigen Diskussionen unter Haarexperten führen. Tönungen gelten allgemein als schonende Alternative zur chemischen Haarfärbung und da sie ohnehin nur sechs bis acht Haarwäschen anhalten, ist es nicht nötig, den Ansatz zu färben. Für ein lang anhaltendes Farberlebnis sind Haarfärbungen die richtige Wahl, die Farbpartikel enthalten, die häufig mithilfe von Ammoniak ins Haar eindringen. Doch auch Farben ohne Ammoniak versprechen mittlerweile ein aufsehenerregendes Farbergebnis. Wenn Du ganz auf chemische Produkte verzichten möchtest, greif doch einmal beherzt zur Pflanzenhaarfarbe. Deren Wirkung ist weniger intensiv, im Gegenzug sind die pflanzlichen Farbstoffe aber gesünder für Dein Haar. Sowohl Pflanzenhaarfarben als auch herkömmliche Haarfärbeprodukte eignen sich, um Deinen Ansatz zu färben und ihm gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

Ansatz färben mit dem richtigen Farbton

Beim Kampf gegen den lästigen Ansatz ist es besonders wichtig, den richtigen Farbton zu treffen. Deshalb solltest Du die „neue“ Farbe immer sorgfältig auf die Nuance Deiner Haarspitzen abstimmen. In der Regel liegst Du mit dem Farbton richtig, den Du auch beim ersten Mal verwendet hast. Ein praktischer Trick: Schreibe Dir die Marke und den Farbton des Produkts auf, so wird die Suche nach dem richtigen Farbton zum Kinderspiel und Du vermeidest eine haarige Katastrophe. Neben der passenden Nuance ist auch der richtige Zeitpunkt entscheidend, um den andersfarbigen Haaransatz möglichst unauffällig zu verdecken. Friseure raten dazu, nach vier bis sechs Wochen den Ansatz zu färben. Der Streifen am Haaransatz sollte beim Ansatz färben mindestens einen Zentimeter breit sein. Wer länger wartet, riskiert einen dauerhaften Farbbalken im Haar. Und auf den kannst Du verzichten, den auf Bicolor hast Du es gerade nicht abgesehen. Obwohl Querstreifen wohl niemals aus der Mode kommen, sind sie als Frisur als andere als très chic.

Ansatz färben – Pflege ist ein Muss!

Die Strapazen, denen Deine Haare beim regelmäßigen Ansatz färben ausgesetzt sind, solltest Du mit speziellen Pflegeprodukten wieder wettmachen. Denn so schön und aufregend bunte Farbexperimente auf dem Schopf auch sind, lässt sich leider nicht leugnen: Haarfärbungen greifen die empfindliche Struktur Deiner bunten Pracht an. Und regelmäßig seinen Ansatz zu färben, hilft da nicht wirklich – im Gegenteil. Mit Shampoos, Conditionern und Kuren, die speziell für gefärbtes Haar entwickelt wurden, liegst Du hingegen goldrichtig. Gönne Deinen Haaren auch ab und zu einmal eine Auszeit vom Ansatz färben.

Ansatz färben – Do it Yourself!

Eigentlich ist es kinderleicht, Dir selbst den Ansatz zu färben. Allerdings solltest Du gerade beim „Do it Yourself“-Programm einiges beachten. Für drastische Veränderungen à la Aschblond oder Knallpink begibst Du Dich lieber in die Hände eines Haircare-Profis. In den eigenen vier Wänden solltest Du Deinen Ansatz hingegen nur um eine bis zwei Nuancen aufhellen oder dunkler färben. Da ein zweites Paar Hände nie schaden kann und zu zweit auch alles viel mehr Spaß macht, darfst Du Deine beste Freundin gerne zur helfenden Hand erklären. Außerdem sorgen ein Stielkamm und ein paar Haarklammern für Gleichmäßigkeit beim Ansatz färben.

So gehst Du vor, um Deinen Ansatz zu färben:

Schritt 1) Lege ein Handtuch über Deine Schultern, um Deine Kleidung vor Farbflecken zu schützen. Deine Hände schützt Du am besten mit Plastikhandschuhen, die in jeder guten Haarfärbepackung enthalten sind.

Schritt 2) Trenne mit dem Stielkamm Deine Haare am Hinterkopf in vier Partien. Ziehe dazu einen ersten Scheitel vom rechten bis zum linken Ohr. Die zweite Linie folgt Deinem Mittelscheitel bis zum Nacken. Stecke die Haare mit Haarklammern an der Seite fest, sodass sie Dich beim Ansatz färben nicht stören. Lasse dabei die untere linke Haarpartie aus.

Schritt 3) Rühre die Farbe laut Verpackungsbeilage an. Ansatz färben beginnt immer am Hinterkopf. Da das Haar am Oberkopf oft stärker strapaziert ist, nimmt es die Farbe hier schneller auf.

Schritt 4) Beginne nun, mit einem Pinsel Deinen Ansatz zu färben, indem Du in der ersten Partie am Ansatz Strähne für Strähne mit der Farbe bestreichst. Achte darauf, dass keine Farbe auf Deine Kopfhaut tropft, und versuche, nur die herausgewachsenen Haarpartien mit dem Pinsel zu erwischen. Die Längen sparst Du aus. Trage die Farbe zügig und gleichmäßig auf, um fiese Farbflecken im Haar zu vermeiden.

Schritt 5) Wiederhole den Vorgang aus Schritt 4 nun in allen vier Haarpartien. Sobald der Ansatz am Hinterkopf komplett bepinselt ist, arbeite Dich in weiteren Partien vor bis zum Haaransatz an der Stirn. Lasse die Haarfarbe je nach Packungsangabe ein paar Minuten lang einwirken und spüle sie dann sorgfältig aus. Fertig!

In Nullkommanichts zum perfekt einheitlichen Farbergebnis und das ganz ohne Profi! Dir selbst den Ansatz zu färben ist nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Dennoch solltest Du auf Sorgfalt und Gleichmäßigkeit achten, andernfalls sitzt Du nach einem missglückten Farbexperiment doch wieder im Friseursessel. Wenn Du Dir beim Ansatz färben Mühe gibst, kannst Du Deine Traumhaarfarbe langfristig erhalten und die neidischen Blicke Deiner Freundinnen sind Dir gewiss.

Bildquelle: Thinkstock/belchonock

Kommentare (3)

  • selena3435 am 11.06.2014 um 15:31 Uhr

    Den Ansatz zu färben, ist echt super nervig. Ist bei mir etwa alle 6 Wochen nötig, da meine Haare so schnell wachsen.

  • erdbeergirl24 am 04.06.2014 um 15:27 Uhr

    Ich hasse Ansatz färben. Aber es führt kein Weg daran vorbei.

  • styleprincess21 am 22.05.2014 um 11:58 Uhr

    Ich kenne das auch mit dem Ansatz färben. Erst denkt man, yay, ich habe eine neue Haarfarbe, und dann muss man alle paar Wochen wieder den Ansatz färben. Ist schon ein bisschen nervig.


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