Dicke Haare

Haare ausdünnen: Endlich Schwung in der Frisur!

Susanne Falleram 17.11.2016 um 15:48 Uhr

Während ich so in den Spiegel sehe und mir wünschte, dass meine Haare viel voluminöser wären, gibt es tatsächlich Leute, die sich die Haare ausdünnen lassen. Ganz freiwillig. Ja, richtig gehört! Und das ist keine Schnapsidee, sondern kann richtig sinnvoll sein. Wann man seine Haare ausdünnen lassen oder es schlichtweg selber machen sollte, erfährst Du hier.

„Meine Haare sind zu dick.“ Das Problem hätte ich auch gerne! Aber man will ja immer das, was man nicht hat. Sogar bei Problemen, wie es aussieht. Doch während ich mich mit feinem, dünnen Haar herumärgere, gibt es eben auch die andere Seite. Viele Frauen haben äußerst schwere, dicke Haare, die ihnen das tägliche Styling zur Hölle machen. Nichts will halten, jeder Zopf rutscht herunter und mit Lockenmachen will man gar nicht erst anfangen, denn auch das hält gefühlt nur für fünf Minuten. Die Lösung für das Problem: Die Haare ausdünnen! Während wir Dünnhaarigen uns mit Extensions aushelfen, funktioniert es andersrum eben durch eine Abnehm-Methode. Hier ist es eben Haargewicht, das man verliert, um die perfekte Haarfülle zu erreichen.

Haare schneiden

Manche haben zu dünne, manche zu dicke Haare. Bei letzterem Fall kann es helfen, die Haare ausdünnen zu lassen.

Haare ausdünnen: Warum es so sinnvoll ist

Wie bereits erwähnt, ist es bei manchen Mähnen eine Notwendigkeit, sie mit der Schere zu zähmen und das eben nicht nur in Sachen Länge, sondern auch in Sachen Fülle. Das kann bei Männern und Frauen gleichermaßen für die Frisur ungeahnte, positive Effekte haben:

  • Die Haare hängen nicht mehr so schwer und platt herunter.
  • Ob man sie ganz natürlich trägt oder sich zum Beispiel Wellen mit Zuckerspray bzw. Locken mit einem Strohhalm macht: Die Haare fallen wesentlich lebendiger, dynamischer und wippen bei jedem Schritt schön mit.
  • Ausgedünnte Haare passen manchmal besser zu den Proportionen des restlichen Körpers. Manche Frauen sind zum Beispiel sehr schlank und zierlich, wodurch dickes Haar unnatürlich aufgebauscht und unproportional wirken kann.
  • Tatsächlich wirkt sich ein ausdünnender Haarschnitt auch positiv aufs Haarvolumen aus. Die Haare wirken voller also vorher, weil sich die Schwerkraft nicht mehr ganz so stark dazwischendrängt.
  • Kurzhaarschnitte wie Pixie-Cuts wirken nicht so borstig wie bei dickem Haar. Die Haare liegen wesentlich besser und lassen sich auch vielfältiger stylen.

Du siehst: Haare ausdünnen kann bei bei kräftigem Haar durchaus Sinn machen. Wenn Du also auch darunter leidest, dass Dein Schopf widerspenstig ist und die Haare beinahe perückenhaft aussehen, wenn Du Dir mal einen ordentlichen Haarschnitt verpassen lässt, dann bitte doch gleich um die Ausdünnung als Zusatzprogramm! Dein Friseur kann Dir beim Weg zum idealen Volumen behilflich sein. Was das Ausdünnen kostet, kannst Du dann auch gleich erfragen, das ist von Salon zu Salon unterschiedlich.

Effilierschere

Statt mit einer normalen Haarschneideschere (rechts) dünnst Du Deine Haare mit einer Effilierschere (links) aus.

Haare selber ausdünnen: Mit dieser Anleitung klappt’s!

Wenn Du kein Geld für den Friseur ausgeben willst, kannst Du auch selbst versuchen, Deine Haare auszudünnen. Vielleicht hast Du ja auch schon etwas Erfahrung damit, Dir die Haare selber zu schneiden (oder zumindest den Pony).

Effilierschere

Eine Effilierschere ist das ideale Werkzeug zum Haareausdünnen.

Alles, was Du für die DIY-Methode brauchst, ist ein bisschen Zeit und eine Effilierschere. Die gibt es zum Beispiel in Drogeriemärkten, im Friseurbedarf oder online. Eine normale Haarschneideschere würde keinen Ausdünn-Effekt bewirken, da sie gleich komplette Haarstücke wegschneidet. Eine Effilierschere dagegen schneidet nur einzelne Strähnen weg, wenn Du mit ihr durch die Haare gehst. So werden die Haare ganz einfach ausgedünnt. Haare schneiden und Haare ausdünnen ist eben nicht dasselbe.

Bevor Du loslegst, solltest Du Deine Haare waschen, trocken föhnen und durchkämmen. Dann zeigt sich die komplette Volumenpracht nämlich am besten. Hänge Dir ein Handtuch um, binde Dir die obersten Haarschichten nach oben und lehne Dich am besten übers Waschbecken im Bad. Los geht’s:

  • Teile Deine Haare im Nacken in zwei gleich große Partien. Zum Bearbeiten nimmst Du Dir jetzt immer einzelne Strähnchen von etwa 3 bis 4 cm Dicke.
  • Setze die Effilierschere jetzt bei einer Partie etwa mittig der Haarlänge an.
  • Nun schneidest Du sanft los und ziehst die Schere durch die Strähne nach unten. Du wirst sehen, wie sich nur ein paar Haare herauslösen.
  • Setze nun ein Stück weiter unten an der Strähne an, schneide abermals in die Haare und ziehe die Effilierschere nach unten. So werden die Haare nach unten hin immer dünner. Achtung: Übertreibe es nicht, sodass es nicht nach Haarbruch aussieht!
  • Vorsicht: Setze die Schere niemals zu hoch an! Dadurch kann am Kopf noch viel mehr Volumen entstehen durch lauter kleine Härchen, die strubbelig abstehen. Und das will man ja nicht!

Noch ein Extratipp, damit die Haare nicht so buschig werden: Lass Dir einen Stufenschnitt verpassen. Stufige Haare sind automatisch nach unten ausgedünnt. Mit der Effilierschere kannst Du gegebenenfalls nochmal nachhelfen.

Einige hilfreiche Tipps und Tricks zum Haareausdünnen erfährst Du auch in diesem Video-Tutorial, bei dem Du auch den Vorher-/Nachher-Effekt der Prozedur siehst:

Haare ausdünnen ist also gar nicht so schwierig und kann bei extrem dickem Haar ein wahres Wundermittel sein, um endlich einen schönen Schwung in die Frisur zu bekommen. Übrigens: Du könntest das Ganze auch mit einer Rasierklinge machen, mit der Du einfach über die Haarsträhnen fährst. Allerdings könnten die Haare davon krisselig aussehen und Du könntest Du verletzten, wenn Du abrutschst. Probier einfach aus, was Du für besser empfindest!

Bildquellen: iStock/max-kegfire, iStock/wideonet, iStock/Anetlanda, iStock/urfinguss

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